Wochenrück- und Ausblick: AMDs kleinste RDNA-2-Grafik­karte und Netflix' VPN-Sperre

Frank Hüber
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Wochenrück- und Ausblick: AMDs kleinste RDNA-2-Grafik­karte und Netflix' VPN-Sperre

Mit der Radeon RX 6600 XT hat AMD in dieser Woche die kleinste RDNA-2-Grafikkarte vorgestellt, die sich in Full HD erfolgreich von der RX 5700 XT absetzen kann, und sogar erhältlich ist, wenn auch inzwischen zu höheren Preisen.

AMDs neue Grafikkarte für Full HD

Bei den Tests landet der Tests der kleinsten Grafikkarte mit RDNA 2, die AMD Radeon RX 6600 XT, auf dem ersten Platz, wobei das Premium-Modell von MSI, die Radeon RX 6600 XT Gaming X, im Test als Muster fungiert. Bei der Effizienz gemessen als Leistung pro Watt ist die neue RX 6600 XT führend und selbst bei der Verfügbarkeit zum und einen Tag nach dem Marktstart stellt die Grafikkarte in diesem Jahr eine echte Ausnahme dar, bei der Leistung reicht es aber in erster Linie in Full HD, um sich von der eigenen RNDA-1-Konkurrenz in Form der Radeon RX 5700 XT abzusetzen. In WQHD limitiert das Speicherinterface die neue Grafikkarte und der Vorsprung schrumpft zusammen. Raytracing stellt die Radeon RX 6600 XT zudem vor zu große Herausforderungen.

Auf dem zweiten Platz landet der Test der Arlo Pro 4, Reolink Argus 3 Pro und Yale Wi-Fi Außenkamera Pro, dreier wetterfester QHD-Kameras. Die drei Kameras gehen jeweils sehr unterschiedlich an dieselbe Aufgabe heran und unterscheiden sich mit Cloud und lokaler Speicherung auf microSD-Karte schon in grundlegenden Eigenschaften. Das teuerste Modell, die Arlo Pro 4, bietet zwar die meisten Funktionen und agiert im Test am unproblematischsten, für alle Funktionen ist aber ein Abo notwendig und Aufnahmen werden nur in der Cloud gespeichert. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet deshalb schlussendlich die Reolink Argus 3 Pro.

Netflix' VPN-Sperre trifft zahlreiche reguläre Nutzer

Bei den News der vergangene Wochen landet das Katz-und-Maus-Spiel zwischen VPN-Anbietern und Netflix. Nachdem VPN-Anbieter ihre Dienste immer häufiger hinter regulären IP-Adressen verborgen haben, hat Netflix in einem jüngsten Vorstoß gegen Zugriffe auf Netflix-Bibliotheken fremder Länder zahlreiche dieser IP-Adressen und Adressräume gesperrt, was auch zahlreiche reguläre Nutzer traf, die infolgedessen nur noch auf Netflix Originals zugreifen konnten. Netflix selbst rät Betroffenen den Kontakt zum ISP, um eine neue IP-Adresse zuweisen zu lassen, wälzt das Problem also ab. Auch wenn diese dieser Bitte Berichten zufolge teils bereits nachgekommen sind, wäre die richtige Vorgehensweise, dass Netflix betroffene IP-Adressen wieder freigibt.

High-End-Smartphone Xiaomi Mi Mix 4

Auf dem zweiten Platz landet die Vorstellung des Xiaomi Mi Mix 4, der neuen Speerspitze des Smartphone-Portfolios von Xiaomi. Als 5G-SoC dient der Snapdragon 888 Plus, auffälligstes Merkmal ist jedoch das 6,67 Zoll große und mit 2.400 × 1.080 Pixeln in FHD+ auflösende „3D Curved AMOLED“-Display mit einer im Display integrierten Frontkamera. Das 10-Bit-Panel bietet zudem 120 Hz, HDR10+ und Dolby Vision. Beim Speicher setzt das Mi Mix 4 auf wahlweise 8 oder 12 GB LPDDR5 sowie 128 GB, 256 GB oder 512 GB Flash-Speicher vom Typ UFS 3.1.

Ab 22. August: Hot Chips 33

Ende kommender Woche startet die Hot Chips 33, auf der unter anderem Neuigkeiten zu Intels CPU-Architektur Alder Lake, dem IBM Z Prozessor mit mehr als 5 GHz und Intels neuen Xeon-CPUs Sapphire Rapids auf der Agenda stehen. AMD wird zudem über Zen 3 und RDNA 2 sprechen, wobei in diesen Bereichen wenig Neuigkeiten erwartet werden.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!

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