Hyperthreading ist ein
Vorteil, für den man ergo auch mehr bezahlen muss (logisches Prinzip, oder?).
Hyperthreading ermöglicht eine virtuelle Verdopplung der Kernzahl, aus 4 physikalischen Rechenkernen werden also 8 Threads, die parallel bearbeitet werden können. Der Vorteil daran ist folgender: Wenn ein Programm mit einem Thread nicht dazu in der Lage ist, einen physikalischen Rechenkern zu 100% auszulasten (also wirklich alle Bestandteile des Rechenkerns), dann kann man die Rechenleistung erhöhen, wenn man dem Programm "vorgaukelt", dass es zwei Kerne zur Verfügung hat. Es wird also zwei Threads von der CPU bearbeiten lassen, welche auf demselben Rechenkern bearbeitet werden - dieser Rechenkern wird nun aber besser ausgenutzt, so dass man effektiv einen Leistungsvorteil hat.
Ein 4Kerner mit Hyperthreading kommt so zwar nicht an die Leistung eines physikalischen 8Kerners ran, hat aber in Multithreading-optimierten Programmen einen deutlichen Leistungsvorteil: Klick dich mal
hier durch die Benchmarks der verschiedenen Anwendungen durch. Du wirst bei einigen feststellen, dass der Xeon quasi gleichauf mit einem i5 liegt (dann profitiert die Anwendung nicht von mehr als 4 Threads), oder aber der Xeon liegt deutlich vor den i5 (sobald die Anwendung von Multithreading profitiert).
Der aktuelle Trend geht hin zu Multithreading, deswegen würde ich dir im Rahmen der Zukunftssicherheit deines Rechners den Xeon empfehlen. Crysis 3 ist ein aktuelles Beispiel, das schon von mehr als 4 Threads profitiert (
schau dir die Minimum-FPS an). Momentan wirst du von der höheren Multithreading-Leistung in Games noch nicht viel merken, weil zuerst deine Grafikkarte leistungslimitierend sein wird, bevor die CPU eine Grenze darstellt (zumindest in deinem Budgetbereich

).
Bei 1000€ Budget würde ich definitiv den Xeon nehmen, nur bei dem vorigen niedrigeren Budget hat er sich vom Preis/Leistungsverhältins her für einen Gaming-PC noch nicht gelohnt, weil man dann zu sehr an der Grafikkarte hätte sparen müssen.