Sammelthread Auto - Fragen zu Technik und Reparatur II (1. Beitrag beachten)

Was nicht passt, wird passend gemacht :)

@Scheitel: das waren aber die Winguard Sport 1 oder? Ich habe mir nämlich die Nachfolger geholt und bin bisher sehr zufrieden, auch wenn sich natürlich erst in 2-3 Jahren zeigen wird, ob sich der Kauf gelohnt hat.
 
Hab jetzt auch im Oktober 4 Winguard Sport 2 drauf gezogen.
Bisher zufrieden, aber auf lange Sicht kann ich natürlich auch noch nichts sagen.
 
@lord-of-fire

Das kann durchaus sein. Ich hatte leider noch keinen Yaris, finde den Wagen ziemlich gut, weil haltbar und günstig im Unterhalt. Das Verhalten mit dem überempfindlichen ESP kenne ich so nur von Transportern (dort vielleicht sogar zu recht eingestellt!). In vielen Wagen kann man ABS/ESP nicht ausschalten. Wirklich blöde, wenn man das mal möchte (zB Rennstrecke, Schotter(-Berg), Wald/Matschfahrt oder ähnliches). Bin selbst Diplomingenieur Maschinenbau und es liegt nun mal im Zeitgeist, dass der Kunde bevormundet wird, wo es nur geht. Alles muß auf das letzte 0,1% Sicherheit bedacht sein ("Es könnte ja sein, dass....blablabla). So entmündigt man den Menschen und niemand denkt mehr nach. Auf dem Kaffee steht "Vorsicht heiss", im Auto müssen 10 Sticker kleben, die mir sagen, dass ich nur so und so schnell fahren darf mit den Reifen; im Tankdeckel steht "Diesel", falls man mal vergessen sollte, was für einen Motor der Wagen hat :/.
 
Genau das meine ich. Im Alltagsbetrieb darf der ganze Mist ja meinetwegen aktiv sein, weil er bei mindestens 99% der Nutzer tatsächlich einen Sicherheitsgewinn mit sich bringt. Aber es gibt eben Fahrsituationen, in denen ich das ausschalten (können) will.
Den Yaris hatten wir damals neu gekauft; auf meine diesbezügliche Frage meinte der Verkäufer "Das ist ein Frauenauto. Da kann man das nicht ausschalten." - was meine Frau sehr witzig fand...

Da lobe ich mir doch meine mittlerweile 24 Jahre alte FZR, die ohne den ganzen Schnickschnack auskommt, aber eben von kundiger Hand bewegt werden will.
 
Ich persönlich finde es eigentlich gut, dass sich das ESP in der Regel nicht komplett abschalten, sondern nur abschwächen lässt. Ganz ohne Möglichkeit zum Eingreifen, kanns natürlich in der ein oder anderen Situation blöd sein, da stimme ich zu.

Es gibt aber leider genug Leute auf der Straße die meinen sie wären schlauer als die ganze Elektrik.

Beispiel: ein Kumpel von mir fährt schon eine Weile mit nicht funktionierendem ABS und Tacho, weil ein Sensor kaputt ist.
Auf meine Frage ob er das nicht bald mal machen (lassen) will, kam als Antwort nur sowas wie "ist nur ABS, das macht nichts. Bremsen geht ja trotzdem noch" :rolleyes:
 
Wenn man richtig bremsen gelernt hat, stimmt das ja sogar. Man darf halt nicht stumpf reintreten und sich drauf verlassen, daß die Elektronik das ja regelt.
Wenn man richtig bremsen kann, kann man ohne ABS durchaus kürzere Bremswege haben als mit.
 
Die Sache ist halt, 95% der Leute die Auto fahren können es heutzutage nicht (mehr).
Und deshalb lässt sich sowas in der Regel auch nicht abschalten. Finde ich teilweise auch nervig aber macht irgendwo schon Sinn.
Ich muss sagen, ich bin froh ABS zu haben, ESP/ASR kann ich bei meinem noch komplett deaktivieren bzw. es regelt maximal ein bisschen, wenn man auf die Bremse tritt, deshalb geht leider kein Bremsen und Gasgeben gleichzeitig.
Kann man aber raus codieren, brauch ich aber nicht unbedingt.
 
lord-of-fire schrieb:
Man darf halt nicht stumpf reintreten und sich drauf verlassen, daß die Elektronik das ja regelt.
Und wer hat bitte so viel Übung darin, dass er das in einer Notsituation im alltäglichen Straßenverkehr, sowohl bei Müdigkeit als auch jeder Witterung, auch nur annähernd so gut wie das Steuergerät beherrscht?
99,9% der Fahrer (mich eingeschlossen) sicher nicht.
 
MetalForLive schrieb:
Die Sache ist halt, 95% der Leute die Auto fahren können es heutzutage nicht (mehr).
.

Und bei vielen die damals meinten Sie können das, immer, in jeder Situation, in jedem körperlichen und geistigem Zustand hat die Physik schon Lehrmeister gespielt. Mit Glück war es nur Blech und ggf. die eigenen Knochen. Mit weniger Glück hatten andere auch was davon.

Ein Bekannter von mir macht den Instruktor bei ADAC-Trainings, da sind auch oft genug Mundwerksrennprofis dabei die alles besser können als diese modernen Elektronikautos die Sie sich gekauft haben. Die werden dann gegen Ende der Veranstaltung hin und wieder in entsprechend analoge Autos gesteckt und scheitern bis auf sehr wenige Ausnahmen sowohl beim Bremsen an definierter Stelle als auch beim schnell im Kreis fahren kläglich. Bei Ausweichbremsungen ohne Vorankündigungen ist es dann bei fast allen vorbei.
 
Da muss man halt Wissen, wie das Auto im Notfall reagiert.
Hat es frisch geschneit, mache ich bei unserer Ausfahrt immer testweise eine festere Bremsung, um halbwegs das Gripniveau zu kennen (Eisplatte unterm Schnee?).
Meiner Meinung nach, gehört beim Autofahren eine gesunde Portion Hausverstand dazu.
Was sich momentan auf den Straßen so abspielt ist einfach unfassbar.

und @locomarco

Ein System, völlig egal ob ABS, ESP, ASR, ... kann auch nur innerhalb der physikalischen Grenzen arbeiten.
Ich muss als Gesetzgeber normalerweise davon ausgehen können, dass ein Fahrzeugführer sein Fahrzeug halbwegs beherrschen kann.
Das Auto kann zu einer schlimmen Waffe werden, für sich selbst und vor allem für Unbeteiligte.

Was da teilweise durch die Führerscheinprüfung kommt, da wird dir schlecht.
 
proud2b schrieb:
Da muss man halt Wissen, wie das Auto im Notfall reagiert.
Hat es frisch geschneit, mache ich bei unserer Ausfahrt immer testweise eine festere Bremsung, um halbwegs das Gripniveau zu kennen (Eisplatte unterm Schnee?).
Super, damit hast du das Gripniveau an genau dieser Stelle/Strecke erkannt... aber 50m weiter kann es schon wieder anders sein :D
Ist dir das noch nicht in den Sinn gekommen?
Da sollte eigentlich die Portion Hausverstand einsetzen... jede Kurve kann theoretisch wieder anders sein
kann ja sein, dass da jemand kürzlich Öl verloren hat oder sonst irgendwas
 
Auf Ölspur oder Eis hilft dir aber auch keine noch so tolle Elektronik. Da sagt die Physik einfach NEIN.
 
Haste auch wieder Recht. Ich war da gedanklich schon wieder bei der Ölspur, die mich 2009 mitm Mopped in die Botanik geschickt hat. Genau in der Bremszone. Da hätte keine Elektronik der Welt was retten können.
Aber so ne Ölspur über die ganze Fahrbahn ist auch schnell gelegt. Motorplatzer oder abgerissene Ölwanne und fertig.
 
Dass die Systeme auch nur was bringen, solange die Reifen überhaupt halt am Untergrund finden, ist ja ganz klar.
Da kann man noch so viel Verstand haben und sein Auto beherrschen wie man will, das hilft dann auch nicht mehr.

Mir ging es eher um "Kleinigkeiten" die im Stadtverkehr ganz schnell mal passieren können zb. jemand nimmt dir die Vorfahrt, ein Kind rennt plötzlich auf die Straße o.Ä.

Da bin ich froh, dass ich "ohne nachzudenken" einfach auf die Bremse latschen kann. Ich finde es fahrlässig, so ein grundlegendes Sicherheitssystem wie ABS nicht instand zu setzen.
Selbst wenn es in bestimmten Szenarien (wie oft kommen die vor?) den Bremsweg verlängern kann, wird es in den meisten fällen doch eher das Gegenteil bewirken.
 
tach,
seh den Thread zum ersten mal, ich klink mich ma mit ein....:D
bin kfz'ler (System u. Hochvolttechnik gelernt), Fz. E46 325Ci

Beim ABS geht es nicht darum, das der schlupf zwischen Reifen/Asphalt zu groß wird, sondern in erster Linie das das Fahrzeug wärend einer Vollbremsung noch ein ausweichen möglich ist, wenn die räder Blockieren kannst kurbeln wie du wills, das Fz. rutscht geradeaus.

EDIT:
Fz. wo ab Werk ABS verbaut haben meißt eine überdimensionierte Bremse an der HA, wenn das Fz. unbeladen ist. Bremst man ohne ABS an der HA zu stark (heck kann ausbrechen), bei einer stärkeren Bremsung.
da beim Beladenen Fz. die HA stärker beim Bremsen belastet werden kann.

wichtiger als alles Technik der Welt.......Reifen (Fz. Kontakt zur Fahrbahn, Handflächengröß)
das leute anfangen da zu sparen kann ich nicht verstehen.......

wobei im Winter (schnee / nässe) die Profiltiefe sehr entscheidend ist, da kann dann auch ein China-Reifen mit 7mm Profil besser wie ein Markenreifen mit 3,5mm sein.....
die 1,6mm Mindesprofiltiefe (die vom Gesetzgeber gefordert werden) sind lächerlich, für Winter wie Sommer 3mm ist das mindeste was man haben sollte.
mMn sind 1,6mm Fahrlässig.....

aber der politik ist es ja wichtiger, Diesel (alte) die größe rußpartikel (die von der Nase gefiltert werden) ausstoßen , durch Diesel die so kleine Partikel ausstoßen, welche bis zu den Lungenbläschen gelangen zu ersetzen. :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
ich finde es schlimm, wenn Leute der Meinung sind das sie ABS/ABV/ASR/ESP usw. nicht brauchen. Auch wenn es einige gibt die ihr Auto unter Kontrolle habe in Grenzsituationen, aber das wird wohl ein sehr sehr geringer Teil der Bevölkerung sein und alle anderen überschätzen sich und bringen andere damit in Gefahr. Klar gab es diese Systeme früher nicht, aber wie viele Fahrzeuge waren damals unterwegs im Gegensatz zu heute und wie viele Unfälle gab es im Verhältnis zu heute.Wenn einem schon die Lampe für ein Regelsystem aufmerksam macht das es ohne Funktion ist, dann hat man gefälligst in die Werkstatt zu fahren.
Die Sicherheitssystem wurden nicht ohne Grund eingeführt.

Was ist denn z.B wenn das Fahrzeug übersteuert oder untersteuert was macht denn hier eigentlich das ESP. Beim übersteuert (Fahrzeug bricht hinten aus) wird zum Beispiel das vordere kurvenäußere Rad vom Steuergerät über den ESP Block abgebremst und zieht durch das Giermoment das Heck wieder in die Spur.
Beim untersteuern (Fahrzeug schiebt über die Vorderachse) wird das kurveninnere Hinterrad abgebremst und erzeugt auch so ein Giermoment um die Hochachse und versucht das Fahrzeug zu stabilisieren. Natürlich nur im machbaren Bereich der Physik Stichwort: Kamm'scher Reibkreis.

Genauso hilft das ABS uns und andere Verkehrsteilnehmer in Grenzsituationen. Bewegt sich das Kfz zum Beispiel mit der Linken Seite über eine rutschige (schlechter Haftung) und mit der rechten Seiten über einen festen Untergrund mit guter Haftung hat der Verkersteilnehmer ohne ABS hier ein Problem. Denn wenn er nun eine Vollbremsung macht zieht das Fahrzeug in die Richtung wo die meiste Haftung ist und schlimmsten Fall kommt es zum Unfall. Auch hier greift das ABS ein wenn es funktioniert.

Diese Situation ist für das ABS Steuergerät aber auch nicht einfach.
Es gibt zwei Verfahren der ABS Regelung:
Bei der Individualregelung (IR)wird bei jedem Rad der größtmögliche Bremsdruck eingestellt. Da die Räder aber unterschiedlich stark abgebremst werden ensteht ein Giermoment.

Bei der Select-low-Regelung bestimmt das Rad mit der geringsten Haftung den gemeinsamen Bremsdruck einer Achse. Da die Bremskräfte etwa gleich sind wird das Giermoment geringer.

Welche Regelung der Fahrzeughersteller für Vorder- und Hinterachse verwendet muss er für sich selbst erproben und austüfteln. Dafür haben sie ihre Teststrecken und Testfahrzeuge wo sie alle erdenklichen Situationen mit dem Fahrzeugen testen können.


Klar kommt man selten in Grenzsituationen, aber gerade dann muss jedes System reibungslos funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
fanatiXalpha schrieb:
Bremsplatten kriegt man doch heute so gut wie gar nicht mehr hin, oder?
Normal nicht, das hier ist ohne ABS von rund 200 auf 100km/h
bremsspur.reifen.jpg

Mr.Seymour Buds schrieb:
Zu dem ESP leuchten: Das kenn ich so nur von Transportern. Die sind in der Regel sehr restriktiv eingestellt, damit der Kastenwagen nicht aus der Kurve fliegt. Wenn das ESP bei nasser Fahrbahn im PKW blinkt, ist man zu schnell unterwegs.
Zu schnell ist relativ ;) Gibt eine Ampel auf dem Heimweg von der Arbeit, wo man, wenn man als erster dort steht und flott losfährt (als Linksabbieger) dann noch die Grünphase der folgenden Ampel als letzter mitbekommt. Das bedeutet mit halbwegs Gasgeben um die Kurve fahren.
Der Boden beim Abbiegen ist ein bisschen geflickt. Im alten Auto mit Sommer/Winterrädern bei gleichem Fahrstil kein Problem, mit aktuellem Auto und Sommerreifen und neuen/anderen Winterreifen ebenso kein Problem.
Könnte beim aktuellen Auto aber auch an der Reifenbreite liegen, die Nexen hatten ne 225er Breite und die neuen Contis sind wie im Sommer 255 breit. 6cm mehr Auflagefäche an der Achse ist ja jetzt nicht so wenig vom Unterschied her.
Das DSC (ESP) ist schon ganz gut bei dem Auto und ich würde es nur in Ausnahmesituationen von Hand ausmachen, was immerhin problemlos geht.

locomarco schrieb:
@Scheitel: das waren aber die Winguard Sport 1 oder? Ich habe mir nämlich die Nachfolger geholt und bin bisher sehr zufrieden, auch wenn sich natürlich erst in 2-3 Jahren zeigen wird, ob sich der Kauf gelohnt hat.
Ja, das sollte die 1. Gen. gewesen sein, hab schon von mehreren gehört, dass die 2. Gen gut sein soll. Werde aber wohl nie mals mehr auf Nexen wechseln, eben aufgrund der gemachten Erfahrung. Bei Trockenheit gab es auch absolut nichts zu beanstanden, eben nur bei Nässe. Und das ist mir allein schon wegen des schnellen BAB Fahrens zu gefährlich.
Das eine Mal alle paar Jahre nen Batzen Geld für Reifen ausgeben ist es sicherlich wert.
 
lord-of-fire schrieb:
Wenn man richtig bremsen kann, kann man ohne ABS durchaus kürzere Bremswege haben als mit.

Aber nicht mit aktuellen Autos. ABS beim V40 meiner Frau war letztens ausgefallen. Fahrt zur Werkstatt durch mich, "ach alles kein Problem, bin ja früher auch ohne gut ausgekommen", von wegen...
Früher hatte man auch eine Bremskraftverteilung, heißt einmal stärker Bremsen und die Hinterräder blockieren sofort und das lange bevor die Vorderräder auch nur annähernd an den Punkt der maximalen Bremskraftübertragung kommen.

Und ich habe nur aus Spaß mal eine stärkere Bremsung gemacht um ein besseres Gefühl zu bekommen.
 

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