Zu den Features, die mit Windows 95 etabliert wurden, sollte man neben den Vorteilen, die 32 Bit mit sich brachte (unsegmentierter Speicher, keine eng begrenzten Systemressourcen mehr usw.), vor allem noch erwÀhnen:
- Preemptives Multitasking.
Endlich mehrere Programme auf dem PC parallel nutzen können, die sich nicht immer gegenseitig blockieren. Und wenn es nur darum ging, im Hintergrund ein Dokument auszudrucken, wÀhrend man mit der Textverarbeitung weiter arbeitet.
- Lange Dateinamen.
Die alte 8.3-BeschrĂ€nkung machte das Arbeiten bzw. Organisieren von Dateien auf dem PC zuvor schon sehr mĂŒhsam.
- Mit DirectX liefen Spiele endlich direkt unter Windows und nicht mehr unter DOS.
Damit wurde eine neue Ăra der PC-Spiele eingelĂ€utet, die Schluss machte mit knappen niedrigem Speicher, InkompatibilitĂ€t zu aller Hardware, die nicht absoluter Standard war usw.
Die Blue Screens sind mir bei Win95 hingegen nicht besonders im GedĂ€chtnis geblieben. Praktisch alle (Consumer-) Betriebssysteme neigten damals regelmĂ€Ăig zum AbstĂŒrzen. MS DOS und Win3.1 genauso wie davor die alten Homecomputer.
Amiga Nutzer kennen es z.B. nur zu gut, wenn der Guru mal wieder meditierte und am C64 wusste man oft nicht, ob sich der Rechner mal wieder aufgehÀngt hatte, oder die Floppydisk nur noch eine viertel Stunde lÀnger brauchte, um die paar Kilobyte ins RAM zu schaufeln.
Aus heutiger Sicht war Windows 95 ein instabiles Provisorium, aber damals kannte man es nicht wirklich besser.