Test Cat S61 im Test: Dieses Smartphone misst bis 400 °C, Längen und Luftgüte

Laiengeblubber. Die Sensoren in dieser Leistungsklasse werden beim Preis völlig überbewertet, aber wer nur Endkundenpreise als Beweisführung nutzt... Die Preistreiber bei einer professionellen Cam sind die Optik(en), die Temperaturstabilisierung, die Schnittstelle und die Software. Wenn man alles auf einen klitzekleinen Bolometerchip mit Kunsstoffoptik und ohne jegliche Korrekturen runterbricht, bleibt beim Preis nicht mehr viel übrig.

Ich kooperiere seit Jahren mit diversen IR-Herstellern und -Anbietern und weiß durchaus, was welche Komponente im EK kostet und dass man als Enduser-Depp für den Namen Flir ordentlich draufzahlt, obwohl es kaum gerechtfertigt ist. Ein gutes Handheld von Flir kostet einen als Endkunde so um die 4000 USD aufwärts (alles darunter sind meist billige VGA-Cams mit interpolierten IR-Thumbnails) - dafür bekommt man woanders schon gute Industrietechnik mit Wechselobjektiv. Noch nicht ganz VGA, aber fast. Meine VGA-Cam kostet etwas über 6000 USD (wird z.B. so auch bei Globalfoundries oder der F1 eingesetzt) in der Grundausstattung, da hat Flir noch garnichts. Deswegen kauft es dort auch niemand. Gigabyte arbeitet mit Jenoptik und PC-Partner nimmt die Flir nur als Handheld für die Kontroll-Läufer bei den Hotboxen.

Ich hab das Cat-Dinges-Vorgängermodell hier gehabt und mal gegen meine kalibrierte Cam getestet. Wer glaubt, das Teil würde irgendetwas Verwertbares "messen", der betrügt sich selbt. Spielzeug, wie ich schon schrieb. Man kann aber heiß und kalt unterscheiden. Immerhin :D

Nach den ganzen Jahren IR-Praxis maße ich mir durchaus an, unterscheiden zu können, was für den echten Einsatz taugt und was nicht. ;)

Heiße Luft und Trollerei. Ersteres wäre mit dem Cat belegbar, davor hast du Angst, nicht wahr?
Würdest Du dich auch nur rudimentär mit IR-Techniken auskennen, dann wüsstest Du, dass man die Lufttemperatur damit nie und nimmer "messen" kann. Das nur mal am Rande. Lies halt mal meine Grundlagenartikel zu IR-Messungen, dann erschließt sich Dir auch der Grund für meine Erheiterung.

Aber man hätte im Test ja mal das Cat und echte Technik gegenüberstellen können, um die Sinnlosigkeit des Unterfangens offenzulegen. Davor hat man aber sicher Angst. :)
 
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ich denke mal das teil soll im wesentlichen auch nicht sonderlich präzise sein sonder wirklich eher heiß und kalt anzeigen um vielleicht wärmebrücken zu finden und ähnliches
 
DaBzzz schrieb:
und das damals unerhört große N-Gage war bei 131g. 223 bzw. 250g dehnen einem ja bald die Hosentasche... ;)
Das waren noch Zeiten. Und wie einem damit vorgeworfen wurde das Ding wäre soo riesig (also, das N-Gage) und wenn man die Features aufzählte (und der Sound) kamen Sprüche wie: "aber telefonieren kann man damit auch, oder?", oh wie sich die Zeiten geändert haben.
 
FormatC schrieb:
Laiengeblubber. Die Sensoren in dieser Leistungsklasse werden beim Preis völlig überbewertet, aber wer nur Endkundenpreise als Beweisführung nutzt...

Anders als über Geld gegen Ware kommt man nicht an so ein Teil, five-finger-discount mal außen vor gelassen? Es ist doch toll, wenn FLIR sich dumm und dämlich dran verdient, da kann man aber weder als Privatkunde noch als Industriekunde mit überschaubarer Abnahmemenge viel dagegen tun.

FormatC schrieb:
Die Preistreiber bei einer professionellen Cam sind die Optik(en), die Temperaturstabilisierung, die Schnittstelle und die Software. Wenn man alles auf einen klitzekleinen Bolometerchip mit Kunsstoffoptik und ohne jegliche Korrekturen runterbricht, bleibt beim Preis nicht mehr viel übrig.
Das mag sein, und das hat was genau mit dem S60/S61 zu tun? Der Markt an Haudrauf-Handys ist überschaubar, neben Cat, Cyrus und ein paar LGs gibts da nicht viel. 300, 400, 500€ sind da das Mittelfeld. In Sachen Wärmebild hat das S61 genau einen Konkurrenten, und das ist das S60. Meine Güte wäre Cat dumm, wenn sie sich SO ein Alleinstellungsmerkmal nur mit dem Aufpreis für die Komponenten vergolden lassen würden. Und kommt doch irgendwann ein Konkurrent mit der gleichen Funktion auf den Markt (erstmal machen, wie z.B. auch bei allen Teslakillern), dann kann Cat nachlegen. Mehr Pixel, bessere Optik, mehr Softwarefeatures. Für den Moment kann ihnen aber keiner was.

FormatC schrieb:
Ich hab das Cat-Dinges-Vorgängermodell hier gehabt und mal gegen meine kalibrierte Cam getestet. Wer glaubt, das Teil würde irgendetwas Verwertbares "messen", der betrügt sich selbt. Spielzeug, wie ich schon schrieb. Man kann aber heiß und kalt unterscheiden. Immerhin :D

Nach den ganzen Jahren IR-Praxis maße ich mir durchaus an, unterscheiden zu können, was für den echten Einsatz taugt und was nicht. ;)

Dann dürfte dir ja "wer misst, misst Mist" geläufig sein.
Wenn wir was messen müssen (Hochleistungsdämmung...), dann kommt anderes Equipment zum Einsatz. Für, wie du schon sagst, "heiß oder kalt"-Geschichten reicht das Cat. Das kann auch gleich noch in brauchbarer Auflösung normal fotografieren, das Bild weiterschicken und man kann als Reaktion darauf angerufen werden. Außerdem ists immer in der Hosentasche dabei, keiner muss den Koffer mit der Kamera holen. Für 600€ (oder inzwischen 450€) unschlagbar.
 
Mit meiner auf eine E8 gehakte Flir E4 kann ich diese low-end Wärmebildkameras nicht mehr ernst nehmen :lol:
Aber gut, wenn man mal schnell checken will, ob irgendwas zu heiß wird, ist das wohl ausreichend.
 
Marcel55 schrieb:
Die Geräte haben vollkommen unterschiedliche Zielgruppen.
Klar haben Sie das. Allerdings hatte ich damals schon mit mir gehadert ob ich den CAT-Vorgänger oder das S9 holen will. Jetzt beim Nachfolger wäre mir die Entscheidung wohl noch schwerer gefallen. Aber naja, die Sache is rum für die nächsten paar Jahre.
 
@DaTheX
Hast auf jeden Fall das zukunftssicherere Gerät, auch wenn es einen kleineren Akku, keine Wärmebildkamera und kein Laser-Entfernungs-Messgerät hat, und nicht so stabil ist.

Die sind schon so unterschiedlich dass man fast beide haben kann :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumindest das große für 830 ist gar nicht so schlecht bis auf den festen Akku wenn Ich die Specs überflieg.
Aber der Hund dürfte nicht in der Resulution der Thermalcam begraben liegen sondern in der 8,7 Hz Beschränkung. in der Regel.
"Dank" dieser Import/Rüstungsgeschichte im Gesetz ist natürlich nix flüssig egal wie passabel die Resulution ist ..........
 
Stöpsel auf der USB Buchse aber kein Wireless Charging. Also ständig Stöpsel fummeln. Genau das was sich ein Handwerker wünscht. Nicht.
 
John Sinclair schrieb:
Moin zusammen, Leute was soll der Scheiß Handy mist bis zu 400 °C, Längen und Luftgüte. Ein Handy ist dafür da zu Telefonieren und eventuell mal im Internet zu surfen und Straßenkarten anzuzeigen. Alles ander was darüber ist ich reines Blödsinn und kostet nur Geld.

Rechtschreibkorrektur können eigentlich alle Smartphones. Sogar gratis.
Jeder brauch oder möchte eben etwas anderes.
 
mgutt schrieb:
Stöpsel auf der USB Buchse aber kein Wireless Charging. Also ständig Stöpsel fummeln. Genau das was sich ein Handwerker wünscht. Nicht.
Besser als grobkörnigen Staub in den Anschluss bekommen, der den Port dann beschädigt.
Wireless Charging erfordert eine Rückseite aus Glas oder eine Konstruktion nur aus Plastik, das stabilisierende Metall im CAT macht das schon unmöglich.
Ausserdem, einen 4000mAh Akku über Induktion aufzuladen dauert ewig, man kann schon dankbar dafür sein, dass das Telefon QuickCharge 4 hat
 
4000mAh komplett über Induktion aufzuladen dürfte, ohne Quickcharge, ca. 3,5-4h dauern, wenn man es einfach Abends auf die Ladestation stellt und morgens voll aufgeladen runter nimmt, kein Problem mMn.

Mit einer Plastik/Gummi-Rückseite ist das soweit auch kompatibel, der Mettalrahmen kann immer noch hinter die Ladespule, und drumherum.
 
usb2_2 schrieb:
Das glaubst du doch nicht wirklich?


Danke für die Aufklärung. Kannte das Video noch nicht. Heftig wie die offen lügen und es vermeintlich technisch begründen.
Was ich mich gerade frage ist, ob es bei 5G wirklich dann diese 4-5 Antennenmodule braucht, oder ob das auch so eine Begründung für noch kleinere Akkus ist.
Und es dann zusätzlich zu den günstigen Akkuhandyhüllen noch von jedem Hersteller günstige offiziell zertifizierte und nur mit dne Geräten des Herstellers zu gebrauchende PowerBanks gibt.
 
Steht da nicht einmal am Anfang des Artikels es hätte Android 8.0, und am Ende steht dann 8.1?
Der Vergleich mit einem Moto G6 oder Huawei Mate 10 Pro hinkt ja schon ein wenig.

Aber sehr cooler Test und sehr cooles Gerät! Als Handwerker, Elektriker, ... würde ich mir sowas echt überlegen.
 
FormatC schrieb:
Laiengeblubber. Die Sensoren in dieser Leistungsklasse werden beim Preis völlig überbewertet, aber wer nur Endkundenpreise als Beweisführung nutzt... Die Preistreiber bei einer professionellen Cam sind die Optik(en), die Temperaturstabilisierung, die Schnittstelle und die Software. Wenn man alles auf einen klitzekleinen Bolometerchip mit Kunsstoffoptik und ohne jegliche Korrekturen runterbricht, bleibt beim Preis nicht mehr viel übrig.

Ich kooperiere seit Jahren mit diversen IR-Herstellern und -Anbietern und weiß durchaus, was welche Komponente im EK kostet und dass man als Enduser-Depp für den Namen Flir ordentlich draufzahlt, obwohl es kaum gerechtfertigt ist. Ein gutes Handheld von Flir kostet einen als Endkunde so um die 4000 USD aufwärts (alles darunter sind meist billige VGA-Cams mit interpolierten IR-Thumbnails) - dafür bekommt man woanders schon gute Industrietechnik mit Wechselobjektiv. Noch nicht ganz VGA, aber fast. Meine VGA-Cam kostet etwas über 6000 USD (wird z.B. so auch bei Globalfoundries oder der F1 eingesetzt) in der Grundausstattung, da hat Flir noch garnichts. Deswegen kauft es dort auch niemand. Gigabyte arbeitet mit Jenoptik und PC-Partner nimmt die Flir nur als Handheld für die Kontroll-Läufer bei den Hotboxen.

Ich hab das Cat-Dinges-Vorgängermodell hier gehabt und mal gegen meine kalibrierte Cam getestet. Wer glaubt, das Teil würde irgendetwas Verwertbares "messen", der betrügt sich selbt. Spielzeug, wie ich schon schrieb. Man kann aber heiß und kalt unterscheiden. Immerhin :D

Nach den ganzen Jahren IR-Praxis maße ich mir durchaus an, unterscheiden zu können, was für den echten Einsatz taugt und was nicht. ;)


Würdest Du dich auch nur rudimentär mit IR-Techniken auskennen, dann wüsstest Du, dass man die Lufttemperatur damit nie und nimmer "messen" kann. Das nur mal am Rande. Lies halt mal meine Grundlagenartikel zu IR-Messungen, dann erschließt sich Dir auch der Grund für meine Erheiterung.

Aber man hätte im Test ja mal das Cat und echte Technik gegenüberstellen können, um die Sinnlosigkeit des Unterfangens offenzulegen. Davor hat man aber sicher Angst. :)

Du hast da wohl etwas grundlegend falsch verstanden. Mit diesem Handy sollen keine stand alone Lösungen ersetzt werden, das sollte doch jedem hier klar sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
RYZ3N schrieb:
Definitiv ein „feines“ Stück Hardware und mit den von @tic-tac-toe-x-o genannten Updates wie Snapdragon 660, besserer Kamera UI, sowie ein, zwei Optimierungen am Design, ganz nah dran am „Alles was ich brauche“ Smartphone.

ich war mal so nett das für dich anzupassen. Denn wie du sicher weist ist das eine eigene Entscheidung was man brauch und was nicht. In meinen Augen würde jedem ein Handy für 100€ ausreichen das einfach nur telefonieren kann. Denn dafür sind die DInger da.
 
FormatC schrieb:
Aber man hätte im Test ja mal das Cat und echte Technik gegenüberstellen können, um die Sinnlosigkeit des Unterfangens offenzulegen. Davor hat man aber sicher Angst.
Ist wie ein Vergleich zwischen Handy und Spiegelreflex bei Dämmerung (oder den Mond knipsen, war ja aktuell vor paar Tagen).
Aber das Handy hat man (fast) immer mit dabei und kann ein "Schnappschuss" machen, denn die beste Kamera ist die, die man mit hat.

So ist es auch mit der "IR-Kamera" vom CAT, der Elektriker könnte, ohne dass die Firma jeden Monteur ein Thermografiegerät kaufen müsste, mal nebenbei im Schaltschrank die Klemmen "angucken". Dann bekommt man die nicht korrekt angezogene (bzw. mit anbahnendem Defekt) Klemme mit, lange bevor diese knusprig braun wird bzw. abkokelt.
 
Vindoriel schrieb:
So ist es auch mit der "IR-Kamera" vom CAT, der Elektriker könnte, ohne dass die Firma jeden Monteur ein Thermografiegerät kaufen müsste, mal nebenbei im Schaltschrank die Klemmen "angucken". Dann bekommt man die nicht korrekt angezogene (bzw. mit anbahnendem Defekt) Klemme mit, lange bevor diese knusprig braun wird bzw. abkokelt.

So ist es. Ich nutze das S61 beruflich wie auch privat. Als Elektroniker habe ich da schon oft davon Gebrauch gemacht und möchte die Funktion auch nicht mehr missen. Dabei ist die Wärmebildkamera gar nicht mal so schlecht und im Vergleich zu den von der örtlichen Feuerwehr genutzten Geräten auch erstaunlich genau was die Temperaturen auf matten Oberflächen angeht. Natürlich kein Vergleich zu IR-Solo-Cams im gleichen Preissegment. Aber mehr als ausreichend.

Das größte Problem dieses Gerätes ist der katastrophale, eigentlich nicht vorhandene Kundensupport wenn ein Defekt auftritt. Da ist es - aus eigener Erfahrung - wesentlich einfacher das Gerät einfach an die Wand zu werfen und sich ein neues zu organisieren.
 
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