News Darknet: Bunker mit zweihundert Servern vom Netz genommen

SV3N

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Der Polizei und dem GSG9 ist ein schwerer Schlag gegen die Cyberkriminalität und das Darknet gelungen. Nach Ermittlungsarbeiten von gut fünf Jahren nahmen die Beamten rund zweihundert illegale Server vom Netz. Auf diesen lagen über Jahre zahlreiche Websites, die im Darknet Drogen, Falschgeld und Kinderpornos angeboten haben.

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Ben81

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Die Datenmenge muss extrem sein, wenn die auswertung Jahre dauern kann. Aber schön das der "Bunker" dicht ist.
 

yummycandy

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Klingt erstmal ganz gut. Es sollte aber beachtet werden, daß dies nur ein Marktplatz war, also keinesfalls der Lieferant. Insofern können die Händler einfach auf neue Marktplätze ausweichen. Dennoch ists gut, daß man trotzdem hinterher ist.

Ich finde die Formulierung "illegales Rechenzentrum" auf anderen Seiten schon ziemlich witzig. :D
 

DaTheX

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Ist das Satelitenbild des Geländes ernst gemeint? Das wäre dann Areal was eine wirklich beeindruckende Größe hat. Zudem sollte bei einer solchen Serverstruktur das ganze doch durch den enormen Energiebedarf längst aufgefallen sein, oder nicht?
 

yummycandy

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Ist das Satelitenbild des Geländes ernst gemeint? Das wäre dann Areal was eine wirklich beeindruckende Größe hat. Zudem sollte bei einer solchen Serverstruktur das ganze doch durch den enormen Energiebedarf längst aufgefallen sein, oder nicht?
Warum? Wenn sie das Gelände ganz normal gemietet hätten und dort eben Server aufstellen, ist das noch lange nicht illegal.
 

SV3N

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Ist das Satelitenbild des Geländes ernst gemeint? Das wäre dann Areal was eine wirklich beeindruckende Größe hat.
Ja das gesamte Areal war tatsächlich so groß.

Zudem sollte bei einer solchen Serverstruktur das ganze doch durch den enormen Energiebedarf längst aufgefallen sein, oder nicht?
Das dort Server betrieben wurden ist ja auch bereits seit Jahren klar, die Ermittlungen laufen ja nicht umsonst seit 5 Jahren. Dort eine riesige Zahl an Servern zu betrieben ist aber erst einmal nicht illegal. Deshalb haben die Ermittlungen auch so viel Zeit in Anspruch genommen.

Nein der Bunker und das gesamte Areal wurden 2013 von einem ebenfalls niederländischen Investor gekauft, nachdem die Bundeswehr den Nato-Bunker aufgegeben und den Standort geschlossen hat.

Erstmal 5 Jahre observieren. Unsere Beamten halt.
Das ist völliger Blödsinn. Es ist ein echter Drahtseilakt solche Kriminellen zu überführen. Das Betreiben eines Servers der von oben bis unter voll ist mit Darknet-Websites ist nämlich nach aktueller Rechtsprechung erst einmal nicht verboten, so lange man nicht weiß welche Daten dort auf den eigenen Servern liegen. Das hat der Generalstaatsanwalt sehr gut erklärt.
 

Xanta

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Andybmf

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AppZ

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Mal eine Frage. Ein Hosting-Unternehmen ist doch nicht für den auf seinen Server gehosteten Content verantwortlich oder?

Wäre es in diesem Fall nicht möglich dass der Betreiber auf den Datenschutz seines Unternehmens verweist und sagt dass er nur Infrastruktur zum Mieten zur Verfügung gestellt hat und seine Kunden für den Inhalt verantwortlich waren?
 

SV3N

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Wäre es in diesem Fall nicht möglich dass der Betreiber auf den Datenschutz seines Unternehmens verweist und sagt dass er nur Infrastruktur zum Mieten zur Verfügung gestellt hat und seine Kunden für den Inhalt verantwortlich waren?
Nein aus diesem Grund hat man ja über einen so langen Zeitraum observiert. Der Betreiber stand mutmaßlich im direkten Kontakt mit seinen Kunden und wusste scheinbar was dort vor sich ging. Das LKA will ja zeitnah ein Update bringen, ich bleib da dran.
 
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