Diskussionsthread: Deutsche Politik

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ascer schrieb:
und ich habe dir geantwortet mit einer Liste, die man so im O-Ton von vielen Leuten hört, wenn man sich denn mal die Mühe machen würde, anderen Menschen zuzuhören.
DU hast Behauptungen aufgestellt und ein Zitat Habecks aus dem Kontext gerissen bzw., so getan, als müssen man "Vaterlansliebe" ganz furchtbar toll finden. Das ist ALLES was du hier hinbekommen hast....
Zum Zitat Habecks selber mal ein paar Punkte:
  • er hat es nicht während seiner aktiven politischen Laufbahn gesagt.
  • das Zitat stammt aus 2010 aus seinem damals erschienen Buch "Patriotismus. Ein linkes Plädoyer"
  • in dem Buch ging es konkret darum, wie man von dem von rechts stark geprägten und missbrauchten Form der Vaterlandsliebe wegkommen könne und ein neutrales bis linkeres Verständnis der "Vaterlandsliebe" aufbauen könnte, da diese ebenso ein "Wir-Gefühl", eine Betonung des Gemeinwesens benötige.

Er hat also diese Aussage in einem Kontext gesagt, bei dem es um das genaue Gegenteil von dem geht, was du ihm hier andichten willst.

Und dann wunderst du dich, wenn du derart hanebüchen lügst und Aussagen verdrehst, um deine Agenda voranzutreiben, man persönlich wird, weil du so dreist einen für Dumm verkaufen willst?

PS: Ja klar, das Zitat von Habeck kennen, den Kontext "nicht", es dann hier so framen und dann meinen, man höre ja zu und sei nie im rechten Lager gewesen. XD WOW!!!!
 
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@ascer
Irgendwie lesen sich deine Beiträge für mich ein bisschen nach "Deutschland soll unsere Losung sein".

Ich sehe mich selbst als Linken ... aber ich bin stolz auf mein Land ... zumindest auf das, was Deutschland war, bevor Nationalisten und Faschisten es zum schlechten Witz gemacht haben.

genau gegen diese Natioonalisten richtet es sich auch, wenn ich "die Deutschlandflagge durch den Dreck ziehe". Ich kann mit Deutschland einiges anfangen. Aber mit dem Wunsch, Deutschland über alles zu stellen, habe ich ein Problem. Es gibt vieles, auf das wir in Deutschland stolz sein können ... aber nur sehr wenig davon hat mit Nationalismus oder Vaterlandfsliebe zu tun. Deutsche Kriegsverbrechen kann ich mir ohne diese beiden aber kaum vorstellen.
 
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ascer schrieb:
Mehrheitsgesellschaft
du/ihr seit nicht die MEhrheitsgesellschaft! Ihr seit nicht die MEhrheit! Ihr seid bundesweit knapp 30% der wahlberechtigten Wähler! Also eine kleine MInderheit!
 
Wenn man nicht vollkommen intellektuell hinterherhinkt versteht man auch was Habeck gesagt hat.

Sogar unsere Bundeswehr basiert auf diesem Grundsatz. Staatsbürger in Uniform - dem Grundgesetz und dem eigenen Gewissen unterworfen. Nix mit Befehl ist Befehl und alles fürs Vaterland.
Aus gutem Grund!
 
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DerOlf schrieb:
Es gibt vieles, auf das wir in Deutschland stolz sein können ... aber nur sehr wenig davon, hat mit Nationalismus oder Vaterlandfsliebe zu tun. Deutsche Kriegsverbrechen kann ich mir ohne diese beiden aber kaum vorstellen..
Es gibt dazu vielleicht ein passendes Zitat vom ehemaligen Super-Kabarettisten Volker Pispers: „Ich bin mit meinem bisschen Menschsein derart ausgelastet, zum Deutschsein komme ich ganz selten.“
 
Es ist echt so delulu dass man als linker unser modernes Deutschland gegen "wahre Patrioten" verteidigen muss :D

Wenn mir das mal jemand in meiner Jugend gesagt hätte, den hätte ich ausgelacht.
 
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DerOlf schrieb:
Irgendwie lesen sich deine Beiträge für mich ein bisschen nach "Deutschland soll unsere Losung sein".
Was tatsächlich eine Lösung ist, ist ja immer nur hypothetisch. Egal, aus wessen Glaskugel das nun kommt. Man kann aber gerade z.B. Ostdeutschen die AfD kaum vorwerfen. Gerade die haben all die Bedenken, wie geschildert...und wenn die dann z.B. im Sommer mal nach Polen fahren zum Urlaub, sehen sie dort: ordentliche Infrastruktur, gemütliche Atmosphäre, Bahnhöfe sauber anstatt dreckig, keine Angst mit den Öffis zu fahren, keine täglichen Schlagzeilen über Messerangriffe usw.

Und dann hast du AfD'ler die ihnen noch vorkauen, dass Polen eine der niedrigsten Zahlen an Gewaltverbrechen, Vergewaltigungen usw. in der ganzen EU hat...und Deutschland, Frankreich, Schweden, ... die Zahlen explodieren.

Fertig ist der Wechsel vom CDU'ler zur AfD.

DerOlf schrieb:
genau gegen diese Natioonalisten richtet es sich auch, wenn ich "die Deutschlandflagge durch den Dreck ziehe". Ich kann mit Deutschland einiges anfangen.
Bei einigen glaube ich das auch - hier muss man aber dann stark differenzieren und egal ob Sinnbildlich oder eben in Realität geschehen => zum Einen ist der Protest häufig auch sehr pauschal und zum Anderen wird der Durchschnittsbürger da im Zweifelsfall halt nicht differenzieren.

Tut die Gegenseite im Übrigen ja auch nicht: wenn die gemäßigten Rechten bei der AfD z.B. sagen Fachkräfte ja gerne, Strafttäter aber direkt abschieden, dann rutscht auch diversen Linken direkt heraus, dass ja alle AfD'ler Nazis wären oder selbst mal im Fernsehen, dass die gesamte Partei als solches rechtsextrem wäre.

Damit schafft man dann genau dieses "Wir gegen Die"-Klima, welches sich immer weiter aufschaukelt.

Discovery_1 schrieb:
Das kenne ich NUR umgekehrt. Ich bin links. Aber ich habe es mittlerweile (fast) aufgegeben, mit AfD-Anhängern zu diskutieren. Mir ist meine Gesundheit wichtiger. Keine Lust mehr, mich ständig mit Gewaltandrohungen auseinanderzusetzen zu müssen, wenn den Dullis mal wieder die Argumente ausgehen.
Tatsächlich ist das nicht so.

Helbling, Jungkunz & Osenbrügge (2025) hat z.B. gezeigt, dass es zwar grundlegend mehr Befürwortung für Gewalt und Sachbeschädigung unter Rechten gibt, gerade z.B. bei Reichsbürgern, aber zeitgleich zeigt z.B. Trüdinger & Ziller (2023) das die Toleranz Konservativen und Rechten gegenüber bedeutend niedriger generell ist und gerade bei tatsächlicher politischer Gewalt (also beispielsweise physische Angriffe gegen AfD Politiker) zeigen die Statistiken ein sehr klares Bild, nämlich das diese Art von Gewalt deutlich häufiger von Linken ausgeht.
Worin Rechte wiederum führend sind, sind die typischen Stammtischparolen im Netz und generell das Thema Hetze.

Nichtsdestoweniger zeichnet sich ein durchaus durchwachsenes Bild und es gibt in der Tat eben auch Bereiche, in denen Linke "führen" - ohne das positiv belegen zu wollen. Die Problematik an der Geschichte ist aber vor allem, dass sich gerade bei geringen Gesprächsbereitschaft und Toleranz als Konsequenz natürlich das ganze noch mehr "aufschaukelt".
 
@Corto wenn ich dabei bedenke, dass ich eine Weile tatsächlich in die BSW-Falle um Sahra Wagenknecht getappt war, wird mir jetzt noch schlecht. Scheiß Social Media.🤣

@ascer Hier mal eine Statistik der Tagesschau, obwohl ich dieser Statistik nicht so ganz traue, wegen Herrn Dobrindt.😄
 
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ascer schrieb:
bei tatsächlicher politischer Gewalt (also beispielsweise physische Angriffe gegen AfD Politiker) zeigen die Statistiken ein sehr klares Bild, nämlich das diese Art von Gewalt deutlich häufiger von Linken ausgeht.
Sehr überraschender Schluß, dass Gewalt gegen Rechts fast ausschließlich von Links kommt. Da hat glaube ich niemand mit gerechnet......Aber allgemein ist es eher so, dass mehr Gewalt von Rechts ausgeht. Hier z.B. 16% Links, 50% Rechts. Aber ja, politische Gewalt kommt eher von Links, tatsächlich, sehe ich nicht so.
 
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Die Frau Wagenknecht ist etwas in der Versenkung verschwunden, da soll sie auch bleiben!
Ganz furchtbar, egal welches Thema.
 
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Na sie hat es ja auch nicht leicht - sie muss ja anders sein als die Linke und alle anderen ;)

Ich sehe immer nur Spritpreis, Spritpreis Spritpreis :D
Achso und Frieden mit Russland :D
 
ascer schrieb:
also beispielsweise physische Angriffe gegen AfD Politiker
Du meinst diese erfundenen? Wo ein (vermutlicher) Insektenstich zum Giftmordanschlägen umgedichtet werden sollte (Hallo Herr Chrupalla)? Oder wie in Erfurt ein AfDler sich in Protestler reinstürzte, sie zu Boden zerrte, einen Protestanten beißt und das als Angriff auf sich in den sozialen Netzwerken darstellen wollte? Stefan Hady war das btw. Oder die ein oder anderen Sachbeschädigungen bei AfDler, die sich im Nachgang als inszeniert herausstellten? Oder Alice Weidels Safehouse Storys? ODer ganz frisch, der Herr der einen 14 Jährigen mit einem Baseballschläger verletzte, dies feierte, weil der 14 Jährige ein Wahlplakat beschädigte? Und der am nächsten Tag von der Polizei betrunken am Steuer angehalten wurde?
ascer schrieb:
bei tatsächlicher politischer Gewalt (also beispielsweise physische Angriffe gegen AfD Politiker) zeigen die Statistiken ein sehr klares Bild,
Welche soll das sein? Die direkt davor erwähnte Studie von Eva-Maria Trüdinger und Conrad Ziller jedenfalls nicht.
ascer schrieb:
das die Toleranz Konservativen und Rechten gegenüber bedeutend niedriger generell ist und gerade bei tatsächlicher politischer Gewalt
Das sagt die Studie so pauschal nicht. Zudem basiert sie auf Daten aus 2016, da fanden nämlich die Befragungen statt. von 2400 Menschen in DE. Die Studie kommt vor allem zu dem Schluss, dass rechte gegen rechte toleranter sind und linke gegenüber linken. Und das die Toleranz beider Lager massiv nachlässt, wenn es um explizite Gewaltanwendung geht. Alles sehr wenig überraschend.

Wer sich selbst ein Bild machen will, was (mal wieder) sehr wichtig zu sein scheint, weil der selbsternannte Nichtideologe seine Ideologie einfließen lässt: https://www.frontiersin.org/journals/political-science/articles/10.3389/fpos.2023.1000511/full
 
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ascer schrieb:
Und dann hast du AfD'ler die ihnen noch vorkauen, dass Polen eine der niedrigsten Zahlen an Gewaltverbrechen, Vergewaltigungen usw. in der ganzen EU hat...und Deutschland, Frankreich, Schweden, ... die Zahlen explodieren.

Nein, tun sie nicht. Da "explodiert" nichts. Und auch bzgl. Polen stimmt das so einfach nicht.

Die Aussage bzgl. Polen als Land mit ingesamt der niedrigsten Zahlen an Gewaltverbrechen, ist grundlegend zwar korrekt, bei Vergewaltigungen EU-weit ist die Aufstellung konkreter Zahlen aber schwierig, darauf weisen auch Eurostat und UNODC hin. Die Veränderung dieser Zahlen basiert auch zu einem großen Teil auf Unterschieden in Strafrecht, Anzeigeverhalten, Polizeierfassung und gesellschaftlichen Normen.

Dass in Deutschland (und weiteren Ländern) die "Zahlen explodieren" würde, ist polemisch und irreführend. Ja, bestimmte Gewalt- und Sexualdelikte steigen seit Jahren - relativ konstant btw. - in der gesamten EU. Zu Veränderung dieser Zahlen wiederrum siehe oben. Quelle

ascer schrieb:
Damit schafft man dann genau dieses "Wir gegen Die"-Klima, welches sich immer weiter aufschaukelt.

Woher auch immer deine Zahlen oder was du mit "explodieren" meinst, kommen mag: ja, diese spalten die Gesellschaft.

ascer schrieb:
Ich habe nichts weiter gemacht, als Grüne zu zitieren

"Ich zitiere ja nur"

Wir fangen besser nicht an, einzelne AfD-Politiker zu zitieren - das Spiel wird für diese Partei schlecht ausgehen. Vor allem, wenn man die Zitate dann auch in den Kontext setzt, in welchem sie gesprochen wurden, um sie sachlich interpretieren zu können.
ascer schrieb:
Und dann wundert man sich, dass Zusammenhalt schwindet und die Leute in Masse zu der einzigen Partei gehen, die noch ein positives Bild von Deutschland zeichnet.

Der AfD, der es gut geht, wenn es Deutschland schlecht geht? Quelle

Wo wir wieder bei den Zitaten wären, der Kontext hier aber keinen anderen Schluss zulässt. Davon abgesehen: seit Jahren wird von Rechten das Narrativ verbreitet, Deutschland läge in Trümmern, Messermorde an jeder Ecke, unsere Frauen seien nicht sicher, hohe Arbeitslosigkeit und überhaupt zu viele Ausländer und wir seien ja gar nicht im Krieg mit Russland. De facto aber genießen Deutsche im weltweiten Vergleich immer noch mit den höchsten Wohlstand, mit eines der besten Sozialsysteme, mit die größten Freiheiten und ist immer noch einer der sichersten Länder der Welt.

Desweiteren gehört Deutschland trotz aller berechtigten Probleme weiterhin zu den wirtschaftlich stärksten und politisch stabilsten Demokratien der Welt. Wer den Eindruck vermittelt, hier herrschten Zustände wie in einem gescheiterten Staat, beschreibt nicht die Realität, sondern zeichnet ein verzerrtes Bild, das vor allem auf Angst, Einzelfällen und emotionalen Schlagzeilen basiert.

Natürlich gibt es Herausforderungen: Wohnraummangel, Bürokratie, demografischer Wandel, hohe Energiepreise, Integration, überlastete Behörden oder Deindustrialisierung. Darüber sollte man offen diskutieren. Der Unterschied zwischen einer sachlichen Problembeschreibung und politischer Panikmache besteht jedoch darin, dass Erstere Missstände anerkennt und Lösungen sucht, während Letztere den Eindruck erweckt, alles sei kurz vor dem Zusammenbruch.

Man kann die aktuelle Regierung kritisieren, natürlich. Man kann die Migrationspolitik kritisieren, ohne direkt "Nazi" zu sein. Man kann auch den Zustand einzelner Bereiche kritisieren, wie z.B. unseren strauchelnden Autobauern. Aber eine nüchterne Bestandsaufnahme kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland weder ein gescheiterter Staat noch ein Krisengebiet ist. Es ist vielmehr ein wohlhabendes, freies und vergleichsweise sicheres Land mit realen Herausforderungen, die lösbar sind, und nicht der Vorbote eines angeblichen Untergangs, wie er seit Jahren von verschiedenen politischen Akteuren beschworen wird.

Die AfD zeichne also ein "positives Bild" von Deutschland? Tut mir Leid, aber nichts könnte ferner von der Wahrheit sein. Eine Partei, die nur Schuldige sieht, nur Probleme und die keine Lösungen anbietet außer: Regenbogenideologie weg, Verfassungsschutz weg, Ausländer weg, Windräder weg, Gendern weg, Veggie weg, Antifaschismus weg, NGOs weg... die zeichnet weder ein positives Bild von Deutschland noch von sich selbst. Was "sich selbst" betrifft, wirkt sie eher verbittert.
 
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Der Hauptunterschied für mich zwischen links und rechts: Rechte setzen auf Kulturkämpfe, um von den Reichen abzulenken, linke betreiben klassischen Klassenkampf (richtigerweise).:D Dabei haben die Rechten bei ihren für die Gesellschaft (sinnlosen?) Kulturkämpfen viel, viel mehr Geld zur Verfügung (vor allem auf Social Media), da sie in der Regel vom Kapital mit finanziert werden. Diesen Luxus haben wir Linken leider nicht.:(
 
TheManneken schrieb:
Natürlich gibt es Herausforderungen: Wohnraummangel, Bürokratie, demografischer Wandel, hohe Energiepreise, Integration, überlastete Behörden oder Deindustrialisierung. Darüber sollte man offen diskutieren.
Ich lese hier viel mit. Aber da möchte Ich mal einhaken. Diese Themen werden in Deutschland seit vielen Jahren intensiv diskutiert ohne dass durchschlagende Lösungen umgesetzt werden! Also wie lange soll man diskutieren? Ich wäre für schnelle Lösungen. und die bietet die Politik nicht da diese ja die Themen immer wieder vor sich herschiebt und dann nach spätestens 4 Jahren wird wieder von vorne diskutiert usw.
TheManneken schrieb:
Der Unterschied zwischen einer sachlichen Problembeschreibung und politischer Panikmache besteht jedoch darin, dass Erstere Missstände anerkennt und Lösungen sucht, während Letztere den Eindruck erweckt, alles sei kurz vor dem Zusammenbruch.
Wir brachen keine immer wieder kehrenden gleichen Problembeschreibungen! Es sollte Lösungen geben. Aber das kann ja unpopulär sein und daher werden die meisten Politiker eben auch nichts anbieten was uns hier schnell helfen könnte.

Allein das wir ja das Thema Bürokratie Abbau seit Ewigkeiten diskutieren, dabei immer mehr Bürokratie drauf setzen während wir Stand heute mehr Beante denn je haben ist in meinen Augen einfach nur noch absurd!
 
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TheManneken schrieb:
Die AfD zeichne also ein "positives Bild" von Deutschland?
Ich glaube du hast den Start der Debatte nicht gelesen. Ich habe hier nicht aus dem Nichts für die AfD argumentiert, sondern schlichtweg geantwortet auf die Fragestellung, warum denn Linke und Grüne Wähler in die Arme der AfD treiben.

Unabhängig also davon, ob das denn überhaupt stimmt (und "positives Bild" ist ja ohnehin gar nicht spezifiziert: bei was denn positiv? Heimatgefühl? Wirtschaft? Gesundheit? Verteidigung?), ist es in der Tat so. Wenn du mit einem AfD Wähler sprichst, dann ist eine der häufigsten Antworten "die einzige Partei, für die Deutschland und die eigene Bevölkerung noch an erste Stelle steht" oder "die einzige Partei, die noch ein positives Gefühl mit Deutschland verbindet" usw.

Deshalb z.B. ja auch exemplarische Zitate der Grünen. Die kommen in der ruralen Bevölkerung genau nur noch als Deutschlandhasser vor. Und es gibt ja durchaus auch diverse, wie etwa Bobga, die eben immer wieder ganz gezielt gegen Deutschland hetzen. Und ja "Scheiss Deutschlandflaggen" ist undifferenzierte Hetze.

Es gibt natürlich auch differenzierte Kritik...aber beispielsweise einem sehr gemäßigten und überaus gebildeten Özdemir hören die wenigsten zu. Und da meinte ich dann, bzgl. z.B. der Studien auch, dass das umgekehrt eben genauso ist. Du hörst ja auch nicht und diskutierst Beiträge der gemäßigten Konservativen in der AfD, sondern nur ständig "Nazi Nazi" und was die Pfeife Chrupalla und Konsorten jetzt wieder vom Stapel gelassen haben.

Also in kurz: es gibt von beiden Lagern Rosinenpicken - was sich eben jeweils am besten an den Pranger stellen lässt.

Ich habe da weniger für die AfD als vielmehr gegen die moralische Überhöhung von Links argumentiert, so zu tun, als gäbe es ja überhaupt gar keine Gründe, warum Wähler in die Arme der AfD getrieben werden.

TheManneken schrieb:
Nein, tun sie nicht. Da "explodiert" nichts. Und auch bzgl. Polen stimmt das so einfach nicht.
Doch, tun sie. Die Sexualdelikte in Deutschland haben sich seit 2015 verdreifacht. Also innerhalb von nur zehn Jahren. Das letzte Mal gesunken übrigens von 2014->2015.

https://de.statista.com/statistik/d...die-sexuelle-selbstbestimmung-in-deutschland/

Einen Teil davon kann man sicherlich auch mit geänderter Anzeigebereitschaft erklären, aber eine Verdreifachung damit erklären zu wollen, wäre ein schlechter Witz. Zumal ja unter den Tätern eben bestimmte Flüchtlingsgruppen extrem überrepräsentiert sind.

Bei Messerkriminalität beispielsweise das gleiche.

Selbiges in Schweden, Frankreich, England, ...

Zeitgleich ist eine derartig starke Inkrementation bei Ländern, die geringere Migrations- und Integrationsprobleme haben, nicht vorhanden. Teilweise gab es sogar Länder mit zeitweilig rückläufigen Trends. Portugal, Spanien, Tschechien, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland. In allen diesen Ländern liegen übrigens auch die Zahlen pro 100.000 Einwohner deutlich unter dem EU-27 Durchschnitt.

Und es gibt auch ganz konkrete Trends im deutschsprachigen Raum, der ja definitiv vergleichbarer ist. In Deutschland und Österreich sind die Zahlen z.B. auch immer (grob gerundet) doppelt so hoch oder mehr pro 100.000 wie in der Schweiz.
 
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cyberpirate schrieb:
Ich wäre für schnelle Lösungen. und die bietet die Politik nicht da diese ja die Themen immer wieder vor sich herschiebt und dann nach spätestens 4 Jahren wird wieder von vorne diskutiert usw.
Dann müssen die Wähler eben entsprechende Parteien wählen, die dazu Lösungen anbieten. Konkret die Linken wären hier zu erwähnen. Tut es die Bevölkerung nicht, ist das Thema zu vielen nicht wichtig genug.
cyberpirate schrieb:
Es sollte Lösungen geben.
Dann fordere sie ein! Durch Änderung deines Wahlverhaltens oder aktives politisches Engagement. Basierend auf Fakten natürlich. Wäre das nämlich so, würde auch eine AfD wohl kaum so viele Stimmen haben. Aber man will halt einfache Lösungen auf komplexe Probleme, die auf keinen Fall einen selber negativ betreffen dürfen und am besten ohne das man selber was tun oder überdenken muss und natürlich darf es auch keinerlei Aufwand erzeugen bei der Informationsbeschaffung.
Da sind wir wieder bei der Verantwortung und den Pflichten, die man als Wahlberechtigter hat...

Und das wir so viel vermeintliche Bürokratie haben, deutet nicht unbedingt daraufhin, dass du sonderlich informiert bist was das angeht.
 
Discovery_1 schrieb:
linke betreiben klassischen Klassenkampf (richtigerweise).

Das überzeugt nur leider keinen mehr, wenn sie sich mit einer missratenen, asozialen Klimapolitik auf Kosten der Unterschicht solidarisieren, die der Billiglohnpendler ausbaden muss, während der Reiche auch noch Bonusgeschenke für seinen E-Porsche einstreicht. Von dem er dank Wallbox auch ohne Förderung schon profitiert.

Soziale Klimapolitik bedeutet: Schluss mit jeglicher Verbotsplanwirtschaft, statt dessen öffentliche, flächendeckende Schnellladeinfrastruktur , ÖPNV im 10-Minutentakt, Radwege, grüne Energiequellen inklusive Speicher etc. rüberwachsen lassen.

Funktionierende Alternativen statt Verbote - so einfach wäre linksgrüne Politik wieder salonfähig zu machen. Und die AfD würde von selbst in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
 
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