Sammelthread Formel 1 Talk 2016-26 (1. Beitrag beachten)

efferman schrieb:
Gianpiero "GP" Lambiase
Er bleibt wohl doch noch 2026 bei Red Bull
Ich glaube das wird ein sehr entscheidendes jahr

Ferrari angeblich einen Motor mit Zylinderkopf aus Stahl bzw Stahllegierung statt Alu
Ich hoffe nicht, dass die hohen Erwartungen gar nicht erfüllt werden....
 
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Bl4cke4gle schrieb:
Ja, Verstappen hat ja quasi freie Wahl und ich weiß nicht, ob für ihn Geld eine große Rolle spielt.
Ich denke, es wird schon eine Rolle spielen, aber nicht die alles entscheidende. Ansonsten wäre wohl AM ein mögliches Ziel. Die wollen ja mit allen Mitteln einen WM-Titel holen.
Für Max geht es glaube ich viel mir um das Team selbst und welche Freiheiten er hat bzw. wie man es um ihn herum baut.
Soweit man gehört hat, gab es im RB-Vertrag ja auch viele sehr spezifische Klauseln für Verstappen. So einen "Blödsinn" wie bei Mclaren würde er nie mitmachen.
Ich würde mir wünschen, RB mal in einem anderen Team zu sehen um seine Performance dort zu erleben. Entweder stärkt es den Mythos Verstappen oder es widerlegt ihn (Ähnlich wie bei Hamilton).
Beides wäre spannend mitzuverfolgen.

Ich z.B. empfinde ihn als das größte Talent unserer Zeit (letzten 10 Jahre). Ich persönlich habe aber z.B. weder Senna noch Schuhmacher richtig aktiv erlebt. So richtig zur F1 gekommen bin ich erst mit Vettel 2010.
 
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Khaotik schrieb:
Entweder stärkt es den Mythos Verstappen oder es widerlegt ihn (Ähnlich wie bei Hamilton).

Ich denke es würde ihn eher widerlegen. Verstappen ist sicherlich einer der besten Rennfahrer welchen wir jemals hatten aber am Ende kommt die Performance zum Großteil auch vom Auto. Steck Verstappen in ein Alpine von 2025 und er würde auch nicht um die WM fahren.
 
Das tut aber niemand. Wenn das Auto nicht passt, wird niemand Weltmeister. Es ist aber immer die Frage, wie man im Verhältnis zum Themakollegen abschneidet. Das ist und bleibt immer die noch beste Vergleichbarkeit.
Das ist ja das leidige Thema des "besten Fahrers aller Zeiten". Da kommen ja noch Themen dazu, die nicht so einfach quantifiziert werden können. z.B. wie gut ist jemand bei Regen, wenn das Auto nicht das limitierende ist? Wie oft setzt er die Karre ins Bankett oder in die Mauer? Wie gut kommt man an anderen Fahrern vorbei, wie gut verteidigt jemand?
Es gehört ja mehr dazu, als einfach nur in ner Quali ne schnelle Runde drücken zu können.

Auch die strategische Leistung des Teams hat ja enormen Einfluss auf dein Ergebnis? Kommst du in Monaco blöd im Verkehr raus, kannst du Schuhmacher und Senna zusammen sein und schaust dir trotzdem nur den Auspuff vom Vordermann an.
Daher ja - ein Verstappen im Alpine wäre kein WM geworden. Aber wäre z.B. ein Gasly im Mclaren dieses Jahr WM geworden?
 
Bin ich genau anderer Meinung, es würde ihn aktuell wohl eher stärken. Auch bei Alpine 25 hätte er seinen Teamkollegen vermutlich klar geschlagen und wäre weiter vorne gefahren als es bei Alpine zuletzt der Fall war. Um die WM kämpft er natürlich nicht mit. Anders wäre es letzte Saison wohl eher bei Mercedes oder Ferrari gewesen, die er eventuell doch in den Titelkampf führen hätte können. Also die Technik muss natürlich stimmen, aber Verstappen holt halt doch noch selber ein paar Zehntel raus.

Der Mythos Hamilton wurde jetzt ja nicht wirklich widerlegt. Er ist halt einfach alt und über seinen Zenit hinaus. Vor fünf Jahren wäre ein Teamwechsel von Hamilton interessant gewesen.
 
Khaotik schrieb:
Das tut aber niemand.

Richtig, die F1 war aber nie eine Fahrer-WM sondern schon immer eine Hersteller-WM.

Khaotik schrieb:
[...] Aber wäre z.B. ein Gasly im Mclaren dieses Jahr WM geworden?

Vorausgesetzt das Auto passt zu seinem Fahrstil würde ich sagen ja. Die Jungs liegen ja alle innerhalb von 0,x bis 1,x Sekunden. Klar hört sich nach viel an bedenkt man aber, dass es alles unterschiedliche Autos sind mit unterschiedlicher Leistung ist das verdammt nah zusammen. Aber klar man kann schwer objektiv sagen Fahrer X ist besser als Y weil es da einfach zu viel Variablen gibt. Dafür müsste jeder wirklich das gleiche material haben wie z.B. in Nascar welches wirklich eine Fahrer-WM ist.

Bl4cke4gle schrieb:
Der Mythos Hamilton wurde jetzt ja nicht wirklich widerlegt. Er ist halt einfach alt und über seinen Zenit hinaus.

Das Problem bei Hamilton ist nicht das Alter, siehe Alonso. Hamilton hat sich nach dem Rennen in dem er die WM an Max abgegeben hat nie erholt und es wurde lieber mimimi gemacht als sich auf die nächsten Rennen/Saison zu konzentrieren. Max hätte das wahrscheinlich ne Woche angekotzt und er wäre wieder in den Heads-Down-Modus gegangen. Ich hatte und habe eher das Gefühl die letzen Jahre das er einfach kein Bock mehr hat.
 
Cool Master schrieb:
Vorausgesetzt das Auto passt zu seinem Fahrstil würde ich sagen ja.
Darüber kann man halt immer nur Mutmaßen, ob das so wäre. Deswegen ist vll auch die Aufgabe in der F1, nicht den besten Fahrer für dich zu finden, sondern den Fahrer, der am Besten mit dem zurecht kommt, was du ihm hinstellst. Siehe z.B. die Thematik, ob ein Auto eher zum Über- oder Untersteuern neigt. Ein Fahrer wie Verstappen, der eine gute Vorderachse braucht und eher mit Übersteuern klar kommt, wird dir in einem eher untersteuernden Auto auch nicht soviel rausholen, es sei denn, du baust ihm die Karre um.
Das war soweit ich mich erinnere damals auch der Knackpunkt zwischen Vettel und Leclerc bei Ferrari, da beide unterschiedliche Dinge wollten und man sich bei Ferrari entscheiden musste, was man beim Auto eher in Kauf nehmen möchte.

Ich würde sagen, dass der Fahrer i.d.R. nicht den Unterschied zwischen P1 und P20, wohl aber zwischen P3 und P6 oder P8 und P15 macht. Im Fall von RB dann häufiger auch mal zwischen P1 und P12 :D

Und das macht es für mich auch aus - und da gehe ich auch mit dem Vergleich von Formel1.de - wie sehr dominiert man seinen teaminternen Konkurrenten und wie war dessen Standing die vergangen Jahre?
Gegen Rookies ist die Aussagekraft noch eher gering, aber gegen etablierte Fahrer durchaus ein Benchmark.
Wie wir ja z.B. nun gelernt haben, war Perez doch nicht so schlecht wie von vielen (auch mir) hier die letzten Jahre behauptet, wenn man nun Lawson und Tsunoda im Vergleich gesehen hat.
 
Der RedBull war diese Saison bei weitem nicht das beste Auto und trotzdem fährt Max um die WM. Vor allem fährt er mit einem schlechteren Auto auf Höhe der McLaren.
Mit dem McLaren wäre Max definitiv viel früher Weltmeister geworden.

Natürlich gewinnt der im Haas nicht die WM, weil das Auto zu weit hinter der Spitze ist. Aber er kann seinen Fahrstil auch unglaublich schnell umstellen. Der fährt auf der Nordschleife in einer anderen Klasse direkt um den Sieg und fährt die schnellsten Runden.
Ich mache mir relativ wenig Sorgen, dass er in einem anderen Team scheitert.
 
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Meiner Meinung nach wird hier unterschätzt wie wichtig die Abstimmung der Autos ist. Der McLaren war diese Saison das beste Auto, weil er einfach abzustimmen war bzw. ein großes Fenster hatte. Andere waren aber glaube ich schneller, wenn die Abstimmung gefunden wurde. Red Bull natürlich, aber auch Ferrari. Nur hatten die so ein kleines Fenster, dass die Abstimmung während dem Qualifying bzw. Rennen schon wieder falsch war, wenn sich die Temperatur um ein paar Grad veränderte oder Wind aufkam etc.

Einen guten Fahrer zeichnet in dem Sinn auch aus, eine gute Abstimmung schnell zu finden bzw. Feedback zu geben um sie zu finden. Max kann das sehr gut, weil er auch mit suboptimalen Abstimmungen schnell fahren kann, aber trotzdem weiß in welche Richtung man verändern muss.
Piastri konnte es nur auf manchen Strecken, vor allem auf solchen, auf denen recht konstante Bedingungen vorherrschen. Das mag er anscheinend und kann viel aus dem Auto rausholen. Sobalds chaotischer wurde (und damit meine ich schon eine untergehende Sonne), hatte er gefühlt viele Probleme.
 
Cool Master schrieb:
Das Problem bei Hamilton ist nicht das Alter, siehe Alonso.
Naja, das liegt aber meiner Meinung nach eher daran, dass Alonso einfach besser ist ;)
Dem Rest stimme ich zu ;)
 
Ich halte Max schon für ausgesprochen gut und für einen der wenigen Fahrer, der sich auf das Auto einstellen kann und daher nicht auf das perfekte Auto angewiesen ist, s. Nordschleifenfahrt. Gerade Hamilton hingegen halte ich für überschätzt, der ist immer auf überlegenes Material angewiesen gewesen, hat jahrelang vom deutlich überlegenen Motor profitiert, und hat nur selten Momente (s. Sprint in China dieses Saison) wo seine fahrerischen Fähigkeiten die Schwächen des Autos ausgleichen.
Von daher bin ich auch froh, dass er nicht alleiniger Rekord-Champion ist, das wäre m.A.n. unverdient.
 
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Gegen den Motorentrick mit der variablen Verdichtung wurde offenbar schon Protest eingelegt. Am 22. Januar soll es ein erstes Meeting geben.
 
Das ist schon wieder so langweilig. Jede Innovation wird erst einmal protestiert. Wie soll sich der Sport da weiter entwickeln, wenn jeder direkt Protest einlegen kann bzw. legt? Da fand ich die F1 der 70er bis 90er super - da hat ein anderes Team etwas gemacht was klappt und 1-2 Rennen danach hatte es jeder. Ich finde eh es sollte viel mehr mit Variabilität gemacht werden sei es am Motor, Sturz oder Aero.
 
Das wäre jetzt wahrscheinlich nichts, was man schnell kopieren könnte, daher auch der Ärger.
Und regeltechnisch eben eher dunkelgrau, da es heißt, dass das Fahrzeug jederzeit den Regeln entsprechen muss, durch die veränderte Verdichtung bei Erwärmung ist das nicht der Fall.
Man nutzt hier nur aus, dass die Messung im kalten Zustand erfolgt.

Der Vorteil wird wohl mit bis zu drei Zehnteln pro Runde beziffert, was zu deutlich ist.
 
Thane schrieb:
dass die Messung im kalten Zustand erfolgt.
Jein, in den Regeln steht klar wie das Kompressionsverhältnis gemessen wird. Es gibt zig Arten wie man das ermittelt, statisch, dynamisch usw. Die Erhöhung kann real immer noch unter der Vorgabe liegen.
 
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Das Kompressionsverhältnis ändert sich unter Hitze sowieso. Die Frage wäre halt jetzt, gibt man noch ein maximales Verhältnis unter Hitze mit ins Regelwerk? Und wie will man das dann messen?

Des weiteren frage ich mich, wie das überhaupt an die Öffentlichkeit kam. An der Motorenentwicklung sollte doch alles geheim sein? Die verwendeten Materialien, vor allem wenn es bestimmte Legierungen sind, kann niemand von außerhalb in Frage stellen.
 
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Wenn es einen offiziellen Protest gibt, muss die FIA den Fall prüfen. Die FIA kann afaik Einsicht in alle technischen Unterlagen verlangen, auch bei den Motoren. Ferrari war ja auch mal mit dem Party Modus im dunkelgrauen Bereich unterwegs.

Man wird sehen, was dabei herauskommt
 
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Cool Master schrieb:
Da fand ich die F1 der 70er bis 90er super - da hat ein anderes Team etwas gemacht was klappt und 1-2 Rennen danach hatte es jeder.
Damals wurde ja auch schon oft protestiert. Siehe Doppel Chassis, oder Lüfter der für Anpressdruck gesorgt hat
 
Proteste gehören zur F1 wie das Amen zum Gebet. Die Regeln werden eben ausgereizt um das beste Auto zu bauen. Allerdings vergreifen sich Teams ja auch immer wieder (jüngst Mercedes z.B. mit den kleinen Sidepods). Nur führt das begrenzte Budget (und begrenzte Testfahrten) dazu, dass man einen Rückstand nur schwer aufholen kann - auch wenn es den Finanzschwachen Teams gegenüber natürlich fairer ist, als früher. Hatten die eine gute Idee, konnte z.B. Ferrari das halt wirklich in 4 Wochen einfach kopieren und ein neues Auto hinstellen.
 
Die FIA hat wohl schon bestätigt, dass man definitiv Möglichkeiten zum Aufholen einräumen wird.
Eine Situation wie 2014 will auch niemand. Aber schauen wir mal, was bei dem Meeting am 21.01. raus kommt.
 
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