Frage zur Handhabung von NiMH-Akkus im DECT-Telefon

Scyllo

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Hallo zusammen!

Ich hoffe, dass mir irgendjemand in diesem Unterforum behilflich sein kann und mein Thema einigermaßen hierhin passt.

Folgendes:

Ich besitze noch ein altes DECT-Telefon der Marke Medion (MD80999) (1 Basisstation, 1 Ladeschale, 2 Mobilteile), welches ich gerne noch nutzen möchte.

Basisstation:

Eingang: 230V ~ 50 Hz, 60 mA
Ausgang: 6V Gleichstrom 600 mA, 3,6 VA

Ladeschale:

Eingang: 230 V ~ 50 Hz, 45 mA
Ausgang: 6V Gleichstrom 200 mA, 1,2 VA


Hierbei finde ich es schon sehr ungünstig, dass beide Mobilteile (wenn eingesetzt) mit unterschiedlichen Ladeströmen geladen werden.

In den beiden Mobilteilen befanden sich "ab Werk" je 2 AAA NiMH-Akkus (1,2 V 750 mAh), welche aber schon seit langem "platt" sind.

Jetzt habe ich im Laufe der Zeit schon mehrere Akku-Marken durch (eneloop lite, eneloop, Varta, Ansmann, etc.), bin aber nach einer gewissen Zeit (etwa 1 Jahr Gebrauch) immer wieder enttäuscht worden.

Nun habe ich mir 4 Fujitsu-Akkus (HR-4UTCEU(4B) mit mind. 750 mAh Kapazität) gekauft.

Diese sind wie die bisherigen Akkus auch VORGELADEN (LSD-Akkus).

Nun zu meinem Problem:

Laut Handbuch sollten die Akkus (welches damals beigelegt waren) beim ersten Laden mindestens 16 Stunden ununterbrochen aufgeladen werden.

Bei nicht vorgeladenen Akkus kann ich dies ja noch irgendwie nachvollziehen; dass diese Angabe aber für beide (600 mA bzw. 200 mA) Ladeströme gelten soll, finde ich schon seltsam.

Gehe ich, davon ab, jetzt mal nach der Faustformel:

Ladezeit in min = (Kapazität des Akkus [mAh]/Ladestrom [mA]) * Wirkungsgrad des Ladegerätes (hier 1,2 angenommen) * 60 min

so ist selbst bei dem Ladestrom von 200 mA der Ladeschale die Erstladedauer sehr großzügig bemessen.

Nun zu meinen Fragen:

1. Wie verfahre ich nun am besten bei den vorgeladenen LSD-Akkus von Fujitsu und Co?

Sollte man diese erst einmal in einem anderen Verbraucher entladen und sie erst dann vollständig laden?

Das Problem, was hinzukommt, ist meines Erachtens, dass die Ladestationen des DECT-Telefons nämlich gar nicht erkennen, wie voll der eingelegte Akku eigentlich ist, solange er nicht von der Ladestation selber geladen wurde.

2. Wenn man nun kein zusätzliches, professionelles Ladegerät besitzt: wie weit darf man die vorgeladenen Akkus dann entladen und wie bewerkstelligt man das am besten?

Ich meine mal gelesen zu haben, dass NiMH-Akkus nicht unter 1,0V entladen werden sollten. Aber angenommen, ich habe nun irgendeinen Verbraucher, der mit eingelegten Akkus irgendwann von selber abschaltet, so kann es ja immer noch sein, dass dieser Verbraucher erst bei 0,8-0,9V abschaltet - somit wären die Akkus ja schon tiefentladen.

3. Wie lange sollte man die auf 1,0V entladenen Akkus (falls man dies ohne prof. Ladegerät überhaupt hinbekommt) dann anschließend im DECT-Telefon laden (16 h?)- und vor allem:

nimmt man hierzu den niedrigen Ladestrom (200 mA) oder den höheren (600 mA)?

Oder beim ersten Mal den niedrigen und ab da immer den höheren?

Ich weiß nämlich z.B. auch gar nicht, wie die Ladeelektronik im DECT-Telefon geartet ist (und bei welchem erreichten Spannungswert diese abschaltet).

Ich weiß, viele raten wahrscheinlich dazu, eher ein neues DECT-Telefon zu kaufen. Aber ich würde das Medion dennoch gerne weiter nutzen.

Gruß,

Scyllo
 

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Wo hast du die Werte 600 mA und 200 mA her?

Wie kommst du darauf, daß das die jeweiligen Ladeströme sein sollen und nicht einfach nur die Leistungsdaten des jeweiligen Versorgungsnetzteils des entsprechenden Geräts?

Wie hast du damals auf z.B. die eneloop- Akkus gewechselt!?
Genauso würde ich es an deiner Stelle heute wieder machen.
 

Torry_PB

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  1. Verbraucht deine Basis Station keine Strom oder wie ? Deshalb, weil deine Basisstaion auch selbe Strom brauch, ist dort ein größeres Netzteil. Und die 600mA stehen dort auch eher für den max. Strom der Basis + Ladestrom für Mobilteil brauchen könnten.
  2. Und das in DECT Geräten die Akkus keine 10 Jahre halten ist normal. Ich habe hier Gigaset und wechsel die Akkus auch alle 2 Jahre. Nutze aber die normalen "eneloop" Akkus. Ok, telefoniere auch nicht so viel, daher muss ich auch meist alle 7 Tage mein Gerät auch Laden.
 

[EH]Keeper

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also, wenn der Ladestrom bei 200 bzw. 600mAh liegen sollte, müsste der originale Akku von Medion mind. 3,2Ah bzw. 9,6Ah aufweisen, damit dieser nach 16 Stunden voll ist.
Bei einem 750mAh Akku wäre bei diesen Ladeströmen nach ca. 4 (200mAh) bzw. 1,25h (600mAh) der Akku voll. Sollte die Ladeelektronik NICHT abschalten, würde der Akku ständig überladen. Das würde allerdings erklären, warum die Akkus nur ca. 1 Jahr lang halten. Oder stellst du das Mobilteil nach jedem Telefonat wieder auf die Ladestation zum Laden?
 

h00bi

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Die "bitte 16 Stunden laden" Sache ist völliger Humbug. Lass dich davon nicht verwirren.
Das was die NiMH Akkus auf der platt macht ist das ewige Dauerladen in der Station und das vermutlich nie richtig entladen wenn man das Mobilteil nach jedem Gespräch wieder parkt
 

[EH]Keeper

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ach ja, entladen musst du die vorgelandenen Akkus natürlich nicht. Einfach ins Mobilteil einlegen und leer telefonieren. Dann zurück auf die Ladestation und vollladen :)
 

Wilhelm14

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Also ja, die Stromangaben sagen aus, wieviel das Netzteil maximal liefern kann, nicht, wieviel die Ladelektronik tatsächlich in den Akku pumpt. Unsere 230 V Steckdosen haben auch 16 A, dennoch kommt immer nur soviel raus, wie der Verbraucher zieht.

Ich behaupte, dass man die Akkus gar nicht wirklich tiefentladen kann, das Telefon schaltet sich weit vorher schon aus.

Ich lasse das DECT-Telefon neben der Ladeschale liegen und stecke es nur rein, wenn es geladen werden muss. Bei neuen Akkus ist das fast eine Woche. Ich nutze dafür gerne die Eneloop lite.
 

Scyllo

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Hi zusammen und danke für die Antworten!

Ich hoffe, dass ich es schaffe, alle Beiträge einigermaßen zu beantworten.

Wo hast du die Werte 600 mA und 200 mA her?

Wie kommst du darauf, daß das die jeweiligen Ladeströme sein sollen und nicht einfach nur die Leistungsdaten des jeweiligen Versorgungsnetzteils des entsprechenden Geräts?

Also, diese Werte stehen so unter der Ladestation bzw. unter der Basisstation sowie im Handbuch bei den technischen Daten.

Ich war jetzt einfach davon ausgegangen, dass die dortigen Angaben bezüglich der Gleichströme auch den gelieferten Ladeströmen entsprechen...

Und sollte man das nicht auch zumindest bei der Ladeschale so annehmen können?

Nach einem Blick auf die jeweiligen Netzteile fand ich dann exakt dieselben Angaben, was ja wiederum Deine Annahme stützt.

Vielleicht eine blöde Frage: Aber was soll mir als Anwender dann die Angabe des Gleichstroms unter den Geräten bringen, wenn damit nicht der jeweilige Ladestrom gemeint ist? Denn so gesehen steht das Ganze ja schon auf den Netzteilen.

Und wie bringe ich die Ladeströme nun in Erfahrung? Nur mit einem Multimeter?

Wie hast du damals auf z.B. die eneloop- Akkus gewechselt!?
Genauso würde ich es an deiner Stelle heute wieder machen.
Ich hatte die eneloops halt in die Mobilteile eingesetzt, "voll geladen", das Mobilteil dann aus der Station genommen, dann gewartet, bis sich das Mobilteil von selbst abschaltete und habe die Mobilteile dann wieder geladen. Dies habe ich etwa 4-5 Mal gemacht.

Danach habe ich die Mobilteile dann direkt nach Gebrauch wieder in die Ladestationen gestellt.

  1. Verbraucht deine Basis Station keine Strom oder wie ? Deshalb, weil deine Basisstaion auch selbe Strom brauch, ist dort ein größeres Netzteil. Und die 600mA stehen dort auch eher für den max. Strom der Basis + Ladestrom für Mobilteil brauchen könnten.
  2. Und das in DECT Geräten die Akkus keine 10 Jahre halten ist normal. Ich habe hier Gigaset und wechsel die Akkus auch alle 2 Jahre. Nutze aber die normalen "eneloop" Akkus. Ok, telefoniere auch nicht so viel, daher muss ich auch meist alle 7 Tage mein Gerät auch Laden.
zu 1. : siehe oben ; heißt das also, dass die Ladeströme wohl bei beiden (Basisstation + Ladeschale) eher gleich sind?

zu 2. : die beigelegten NiMH (750 mAh) haben aber im Vergleich zu allen folgenden LSD-Akkus gefühlt 5x so lange ausgehalten, was ich schon sehr verwunderlich finde.

Diese Akkus habe ich aber leider nirgendwo mehr auftreiben können.

also, wenn der Ladestrom bei 200 bzw. 600mAh liegen sollte, müsste der originale Akku von Medion mind. 3,2Ah bzw. 9,6Ah aufweisen, damit dieser nach 16 Stunden voll ist.
Bei einem 750mAh Akku wäre bei diesen Ladeströmen nach ca. 4 (200mAh) bzw. 1,25h (600mAh) der Akku voll.
Das hatte mich ja eben auch gewundert.

Sollte die Ladeelektronik NICHT abschalten, würde der Akku ständig überladen. Das würde allerdings erklären, warum die Akkus nur ca. 1 Jahr lang halten. Oder stellst du das Mobilteil nach jedem Telefonat wieder auf die Ladestation zum Laden?
Ja, nach den ersten 4-5 Ladezyklen mache ich dies tatsächlich.

Dazu gibt es aber auch verschiedene Ansichten: https://www.telefon24.de/blog/ratgeber-soll-man-ein-schnurlostelefon-immer-auf-die-basis-legen/

Zumal: Mit den ursprünglichen Akkus stellte diese Verfahrensweise ja auch nie ein Problem dar.

Dazu ein Auszug aus dem Handbuch:

Sie können das Mobilteil ständig in der Basisstation
belassen. So sichern Sie den maximalen
Ladezustand.
Ob die Ladeelektronik abschaltet oder aber eine Erhaltungsladung einsetzt, weiß ich leider nicht.

Die "bitte 16 Stunden laden" Sache ist völliger Humbug. Lass dich davon nicht verwirren.
Das was die NiMH Akkus auf der platt macht ist das ewige Dauerladen in der Station und das vermutlich nie richtig entladen wenn man das Mobilteil nach jedem Gespräch wieder parkt
Siehe vorheriger Beitrag.

Dazu noch eine Frage: Was bringt es mir nun, die Mobilteile nach einem Telefonat nicht zu parken und nachzuladen, sondern soweit leer gehen zu lassen, bis sie wieder komplett geladen werden müssen?

Angenommen, die Mobilteile sind beide nahezu komplett leer und ich müsste gerade dann ein längeres Gespräch führen: so schnell lädt die Station/die Ladeschale dann nicht nach.

Ich werde es jetzt mal probieren, erst ein Mobilteil mit Akkus zu bestücken und 24-48 h später dann das andere, damit immer eins voll ist.

ach ja, entladen musst du die vorgelandenen Akkus natürlich nicht. Einfach ins Mobilteil einlegen und leer telefonieren. Dann zurück auf die Ladestation und vollladen :)
Tja, das ist auch so ein "Problem":

Wenn ich die neuen, vorgeladenen Akkus nun so einlege, zeigt das Mobilteil immer 0 Ladebalken.

Also eigentlich ist der Akku ja dann für die Elektronik des Telefons "leer"; Deswegen hatte ich ja auch gefragt, ob man die Akkus nun besser in einem anderen Verbraucher entlädt, um sie dann auch leer ins Mobilteil einzulegen.

Also ja, die Stromangaben sagen aus, wieviel das Netzteil maximal liefern kann, nicht, wieviel die Ladelektronik tatsächlich in den Akku pumpt. Unsere 230 V Steckdosen haben auch 16 A, dennoch kommt immer nur soviel raus, wie der Verbraucher zieht.

Ich behaupte, dass man die Akkus gar nicht wirklich tiefentladen kann, das Telefon schaltet sich weit vorher schon aus.
Ob das auch die alten DECT-Modelle schon so machen, weiß ich halt nicht.

Ich hatte z.B. nach dem automatischen Abschalten des Mobilteils einmal die Akkus entnommen. Diese hatten da nur noch 0,9V.

Ich lasse das DECT-Telefon neben der Ladeschale liegen und stecke es nur rein, wenn es geladen werden muss. Bei neuen Akkus ist das fast eine Woche. Ich nutze dafür gerne die Eneloop lite.
Gut, vielleicht werde ich das auch einmal mit den Fujitsu-Akkus so machen.

Die Eneloop lite (nur 550 mAh) waren bei mir leider ganz schlecht...
 

[EH]Keeper

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Also, wenn vollgeladene (vorgeladene) Akkus "0" im Telefon anzeigen, dann sind die entweder nicht wirklich vorgeladen oder sie weisen eine zu niedrige Spannung <1,20V auf. Dann wäre evtl. die Suche nach Akkus, die grundsätzlich etwas mehr V haben, eine Idee. z.B. haben die weißen Eneloops erfahrungsgemäß weniger Volt als die schwarzen Eneloop Pro. Das mögen zwar nur minimale Unterschiede sein - z.B. statt 1,20 liegen 1,21V oder 1,22V an, aber genau das könnte ein älteres Gerät davor bewahren, frühzeitig abzuschalten. Habe z.B. einen Satz Varta-Akkus. Lt. Hersteller 2.700mAh bei 1.20V. nur unterschreiden die Akkus bereits nach der Entnahme von ca. 1200mAh die 1.20 Grenze auf ca. 1.18V - und das selbst bei niedrigem Entladestrom. Rechnerrisch sind noch ca. 1.500mAh im Akku, die betroffenen Geräte können diese aber meist nicht mehr abrufen, da eine Mindestspannung von z.B. 1.20V anliegen muss. Ergo: der Akku hält nur halb so lange wie einer mit nur 2.000mAh, der aber bis kurz vor Schluss die 1.2V aufrecht erhält.
Von der Firma Hähnel gibt es z.B. Mignon-Akkus, die auf 1,25V gepuscht sind. Macht für den Normalverbraucher keinen Unterschied, aber für spezielle Anwendungen (Blitzlicht usw.) kann das durchaus ein quentchen längere Laufzeit bedeuten.
Mein Tipp, falls die Fujitsu`s nicht laufen: die schwarzen Eneloop Pro von Panasonic.
Evtl. könnten dir auch Akkus mit dem Aufdruck "Phone" weiterhelfen.
 

Wilhelm14

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Aber was soll mir als Anwender dann die Angabe des Gleichstroms unter den Geräten bringen, wenn damit nicht der jeweilige Ladestrom gemeint ist? Denn so gesehen steht das Ganze ja schon auf den Netzteilen.

Und wie bringe ich die Ladeströme nun in Erfahrung? Nur mit einem Multimeter?
Die Angabe der Ströme der Geräte und Netzteile ist dafür da, ein passendes Netzteil zum Gerät zu finden. Steht auf dem Gerät 6 V, 600 mA, muss das Netzteil 6 V haben und mindestens 600 mA oder mehr liefern können. Es ginge auch 6 V und 6000 mAh, dann wäre das Netzteil je nach Sichtweise überdimensioniert oder kaum ausgelastet.

Über die Ladeströme kannst du nichts in Erfahrung bringen. Das müsstest du in der Tat messen und dazu vermutlich das Telefon zerlegen.

Wie [EH]Keeper schon sagt, würde ich auch Akkus nutzen, die als "Phone" ausgewiesen sind. Das müssten eigentlich die Eneloop Lite sein. "Phone"-Akkus haben aufgedruckt vergleichsweise wenig mAh, liefern weniger Maximalstrom als White/Black, haben dafür aber eine geringere Selbstentladung.

Wenn dein Telefon mehr oder weniger sämtliche Akkus frisst, hilft nur ein neues Telefon. An der Ladeelektronik kannst du nichts ändern. Unpraktisch aber möglich, du lädst zwei Akkupaare umschichtig in einem "besserem" Ladegerät und nutzt die Ladeschalen nicht. Wenn allerdings das Handteil selbst (und nicht die Ladelektronik) die Akkus verschleißt, hilft das nichts.
 

Scyllo

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Also, wenn vollgeladene (vorgeladene) Akkus "0" im Telefon anzeigen, dann sind die entweder nicht wirklich vorgeladen oder sie weisen eine zu niedrige Spannung <1,20V auf.
Sorry, aber da muss ich Dir leider widersprechen,

Bei vielen DECT-Telefonen ist dies leider ein bekanntes Problem.

Du kannst selbst nagelneue 1,5V-Batterien ins Mobilteil einlegen, sie werden dennoch nicht als voll erkannt.

Deswegen bringt es leider auch nichts, die Akkus extern zu laden, um sie dann stets "voll geladen" in die Mobilteile einzusetzen.

Siehe dazu z.B. auch die FAQs auf der Ansmann-Seite: https://www.ansmann.de/service/haeufig-gestellte-fragen-faqs

Wieso können Akkus bei den meisten Telefonen nicht extern geladen werden?
Schnurlostelefone besitzen üblicherweise eine Anzeige, welche Auskunft über den Akkuzustand (die Restkapazität) gibt. Um eine zuverlässige Anzeige zu gewährleisten, werden wichtige Informationen wie z.B. die von der eingebauten Ladeelektronik zugeführte Energie benötigt. Wird nun ein Akku außerhalb des Telefons aufgeladen, fehlen der Anzeige die nötigen Informationen und sie kann den Ladezustand des Akkus nicht richtig anzeigen.
Deswegen bringt es mir nun eher wenig, die vorgeladenen Fujitsu (haben 1,3 V) in die Mobilteile zu setzen, da danach 0 Ladebalken angezeigt werden, und das Gerät somit nicht "weiß", wie voll die Akkus eigentlich sind.

Ich werde mir einfach mal ein DMM ausleihen und mal messen welche Ladeströme an der Basis-Station und der Ladeschale zu messen sind.

Bei der angegebenen Ladezeit von 16 h des Herstellers für einen 750 mAh-Akku (als Faktor für die Ladeverluste nehme ich nun einfach mal 1,2 an) sollte der Ladestrom ja dann bei 56,25 mA (evtl. 60 mA bei einem Faktor von 1,28) liegen, oder irre ich da?

Erscheint solch ein Ladestrom bei älteren Geräten plausibel?

PS: Übrigens waren alle bisher verwendeten Akkus speziell für DECT-Telefone ausgelegt (Ansmann phone maxE, eneloop lite, eneloop weiß for DECT phone, VARTA recharge accu phone, etc.)


Über die Ladeströme kannst du nichts in Erfahrung bringen. Das müsstest du in der Tat messen und dazu vermutlich das Telefon zerlegen.
Reicht es denn dazu nicht, das DMM einfach auf Amperemeter zu stellen (200M) und dann die Ladekontakte durchzumessen?
 
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Wilhelm14

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War der Faktor nicht 1,4? Egal. Wie willst du denn messen? Du musst ja in die Leitung zwischen Telefon und Akku. Zerlegst du dein Telefon? Und nun die wichtige Frage, was wird dir welcher Messwert sagen, bzw. welche Konsequenzen möchtest du daraus ziehen? ;)
 

Scyllo

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Meist wird 1,2 angenommen. Wie hoch er bei diesem Gerät ist, könnte ich ja "errechnen/eingrenzen", wenn ich die 16 h bei 750 mAh Kapazität zugrunde lege und dann denn Ladestrom messe.

Wie willst du denn messen? Du musst ja in die Leitung zwischen Telefon und Akku. Zerlegst du dein Telefon?
Kann man hier nicht einfach die Kontakte an der Basisstation bzw. der Ladeschale durchmessen?

Falls dies nicht so einfach ist (da die im Mobilteil verbaute Elektronik der ausschlaggebende Faktor ist), kann man dann nicht einfach den Batteriedeckel an der Rückseite des Mobilteils entfernen und zwischen den Akku-Kontakten messen? Hier sollte doch der Ladestrom erfasst werden können, oder irre ich mich da?

Und nun die wichtige Frage, was wird dir welcher Messwert sagen, bzw. welche Konsequenzen möchtest du daraus ziehen? ;)
Na, ich möchte wissen, ob mit dem gemessenen Ladestrom die angegebenen 16 h Ladezeit für einen 750 mAh-Akkus plausibel sind.

So könnte ich dann die resultierende Ladezeit berechnen, wenn ich es nochmals mit einem 550 mAh eneloop lite probieren sollte.
 

Wilhelm14

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Da hast du recht, zwischen Akku und Batteriefachkontakten messen. Das sollte mit einfacher Bastelei möglich sein.

Gut, aber was machst du, wenn du Ergebnis x oder Ergebnis y hast? 5h, 15 h, sagen einem was? Warum solltest du wann wieder "Phone" Akkus nehmen wollen? Es ist doch egal, ob du mit 70 mA einen 500 mAh oder 900 mAh Akku lädst, da ist nur ein Zeitunterschied. Wenn voll, sollte gute Ladeelektronik abschalten, bzw. in Erhaltungsladung gehen. Wenn sie das nicht macht, dann ist das eben so.

Dass dein Telefon jeden Akkutyp innerhalb eines Jahres verschleißt, weißt du ja jetzt schon.
 

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@Scyllo

Ich war jetzt einfach davon ausgegangen, dass die dortigen Angaben bezüglich der Gleichströme auch den gelieferten Ladeströmen entsprechen...
Dann müßten die Akkus ja auch mit 6 Volt geladen werden und das ist hier aber nicht der Fall.

Die Ladeschale z.B. wird mit 6 Volt und 0,2 Ampere versorgt. Somit hat sie für ihren gesamten Betrieb 1,2 Watt an Leistung zur Verfügung.
Ist die Schale leer, wird sie nur einen geringen Strom aus dem Netzteil ziehen, ist das Mobilteil eingelegt, so wird sie je nach "Ladeauftrag" mehr oder weniger Strom zusätzlich zu ihrem Grundbedarf aus dem Steckernetzteil ziehen.
Dabei wird sie aber bestimmt nicht an die Leistungsgrenze des Netzteils gehen. Einfach mal geraten, wird sie vielleicht maximal einen Ladestrom von 0,1 Ampere bereitstellen.

Bei vielen DECT-Telefonen ist dies leider ein bekanntes Problem.
Du kannst selbst nagelneue 1,5V-Batterien ins Mobilteil einlegen, sie werden dennoch nicht als voll erkannt.
Ist bei meinem Panasonic Gerät auch so.

Da das Gerät von der gemessenen Akkuspannung nicht auf den wirklichen Ladezustand schließen kann, ist es eigentlich ganz sinnvoll, wenn sich das Gerät den Ladezustand aus den letzten Ladungen merkt um somit besser den "Überblick zu behalten".

Aus Erfahrung heraus weiß ich, daß sich die Elektronik bei meinem Gerät, bei z.B. neu eingelegten Akkus, schnell ein Bild davon macht, wie voll die Akkus tatsächlich geladen sind. Nach ein paar Tagen, einigen Telefonaten und anschließendem/jeweiligen Nachladen in der Station (ich parke mein Mobilteil immer in der Station), ist dann das Gedächtnis des Geräts wieder auf einem aktuellen Stand und zeigt mir dann auch wieder nachvollziehbar die Restkapazität der Akkus an.
 

Scyllo

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Da hast du recht, zwischen Akku und Batteriefachkontakten messen. Das sollte mit einfacher Bastelei möglich sein.
Was genau meinst Du in diesem Zusammenhang mit Bastelei?

Die beiden Akkus liegen ja im Batteriefach parallel nebeneinander, aber um 180° gegeneinander "verdreht". Also müsste ich doch lediglich auf einer Seite "+" und "-" miteinander verbinden und dann auf der gegenüberliegenden Seite (die zur Ladeschale-/station zeigt) am Plus- und Minuspol mit dem Amperemeter ansetzen (nachdem ich das Mobilteil in die Station gesetzt habe), oder?

Gut, aber was machst du, wenn du Ergebnis x oder Ergebnis y hast? 5h, 15 h, sagen einem was?
Ich möchte einfach folgendes erreichen:

1. Ich messe den Ladestrom, der im Mobilteil wirklich eingespeist wird.

2. Über Ladezeit [h] = (Kapazität [mAh]/Ladestrom [A]) * X

kann ich den Faktor "X" bestimmen, über den der Ladeverlust kompensiert wird. Sollte der nun nicht absolut hanebüchen sein, könnte ich im folgenden einfach "überprüfen", ob das mit den 16 h für einen 750 mAh Akku plausibel ist.

Dann könnte ich halt wenigstens ab jetzt (die Fujitsus wurden noch nicht eingesetzt), die Mobilteile außerhalb der Station leer gehen lassen und sie dann nach der Ladezeit, die nun plausibel erscheint, umgehend aus der Station nehmen. Vielleicht bringt das ja was.

Angenommen, ich würde nochmals die eneloop lite (550 mAh) ausprobieren: natürlich könnte ich hier die Ladezeit (16 h) auch im Dreisatz herunterrechnen; aber ich möchte gerne mal "testen", ob das mit den 16 h bezüglich des 750er Akkus überhaupt so hinkommen kann.

Warum solltest du wann wieder "Phone" Akkus nehmen wollen?
Was meinst Du damit?

Es ist doch egal, ob du mit 70 mA einen 500 mAh oder 900 mAh Akku lädst, da ist nur ein Zeitunterschied.
Ich möchte aber keinen 550 mAh Akku knapp 12 h laden, wenn die 16 h für den 750er eigentlich schon zu viel waren.

Wenn voll, sollte gute Ladeelektronik abschalten, bzw. in Erhaltungsladung gehen. Wenn sie das nicht macht, dann ist das eben so.

Dass dein Telefon jeden Akkutyp innerhalb eines Jahres verschleißt, weißt du ja jetzt schon.
Ob die Ladeelektronik das macht, weiß ich aber nicht; ich könnte bei "leeren" Akkus und anschließender Ladung mit von mir berechneter Ladezeit aber die Mobilteile manuell aus den Stationen entnehmen.

@Scyllo


Dann müßten die Akkus ja auch mit 6 Volt geladen werden und das ist hier aber nicht der Fall.
Da hast Du natürlich vollkommen Recht!

Ist die Schale leer, wird sie nur einen geringen Strom aus dem Netzteil ziehen,
Fließt bei leerer Schale überhaupt ein Strom in die Ladeschale? Bei der Basissation wird ja zumindest noch der AB, Digitalanzeige, etc. versorgt.

ist das Mobilteil eingelegt, so wird sie je nach "Ladeauftrag" mehr oder weniger Strom zusätzlich zu ihrem Grundbedarf aus dem Steckernetzteil ziehen.
Dabei wird sie aber bestimmt nicht an die Leistungsgrenze des Netzteils gehen. Einfach mal geraten, wird sie vielleicht maximal einen Ladestrom von 0,1 Ampere bereitstellen.
Das ist wohl auch noch so eine Sache....

Ich gehe ja immer davon aus, dass der Ladestrom konstant bleibt. Ob das wirklich so ist, weiß ich ja gar nicht.

Ich werde einfach mal rumprobieren. Zur Not müssen halt irgendwann wieder neue Akkus her....

Vielen Dank an Euch alle.
 

Wilhelm14

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Bastelei: Du musst den Strom in Reihe messen, also den Stromkreis an den Akkus auftrennen und das Messgerät in Reihe schalten. Also + des Batteriefachs zum Multimeter. Vom Multimeter zum + eines Akkus, dahinter zweiter Akku und vom zweiten Akku - zum - Batteriefach.

Zur Akkuwahl: Ich dachte, du machst von deiner Messung die Wahl der Akkus abhängig.
Du möchtest wirklich einen Wecker stellen und bei der von dir ermittelten Zeit das Telefon aus der Ladeschale nehmen? Ist das nicht zu aufwendig? :)
 

Scyllo

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Nochmals zur "Bastelei" (nicht, dass wir aneinander vorbei reden;)):

Dass ich das Multimeter (in diesem speziellen Fall ja Amperemeter) in Reihe schalten muss, war mir schon bewusst. Da die Ladeschale auf der Rückseite höher als die Vorderseite, deckt sie das Batteriefach des Mobilteils sehr ungünstig ab, sodass es schwierig gewesen wäre, das nun durchzumessen.

Aber nochmals aus persönlichem Interesse:

Ich habe die Ladeschale mal symbolisch aufgezeichnet:

751619


Wenn ich jetzt mal nicht die technische Stromrichtung betrachte, sondern die Flussrichtung der Elektronen, so sollten doch beim Mobilteil, dass nicht in der Ladeschale steht, die Elektronen von 4 (über 3 und 2) nach 1 fließen.

Lade ich nun das Mobilteil in der Schale, werden doch über 5 wieder Elektronen in 4 "gedrückt" (ganz einfach formuliert).

Kann man jetzt das Multimeter (Amperemeter) nicht einfach zwischen die Positionen 4 und 5 "schalten" (das wäre doch in Reihe)? Denn damit sollte doch eigentlich der Strom gemessen werden können, mit dem im folgenden beide Akkus geladen werden, oder?

Wie Du es oben beschreibst, verstehe ich leider nicht so ganz.

Noch etwas:

Bei der Ladeschale war ja folgendes angegeben:

Eingang: 230 V ~ 50 Hz, 45 mA
Ausgang: 6V Gleichstrom 200 mA, 1,2 VA

Gemessen hatte ich aber:

9,14 V DC 240-250 mA

Ist so eine Abweichung "normal"?

Du möchtest wirklich einen Wecker stellen und bei der von dir ermittelten Zeit das Telefon aus der Ladeschale nehmen? Ist das nicht zu aufwendig? :)
Vielleicht halte ich es ja ein paar Wochen durch.;)

Aber Du hast natürlich Recht, das wäre auf Dauer schon sehr aufwendig.

Vielleicht bringt es ja schon etwas, dass ich die Fujitsu-Akkus (da vorgeladen) jetzt erst einmal (vor allem vor dem Erstgebrauch) in den Mobilteilen bis zur Abschaltung leer gehen lasse, um sie dann "vollständig" zu laden.

Ich hoffe nur, dass die Abschaltung des Mobilteils nun nicht bei einer zu geringen Spannung erfolgt.
 
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Wilhelm14

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Kann man jetzt das Multimeter (Amperemeter) nicht einfach zwischen die Positionen 4 und 5 "schalten" (das wäre doch in Reihe)? Denn damit sollte doch eigentlich der Strom gemessen werden können, mit dem im folgenden beide Akkus geladen werden, oder?

Gemessen hatte ich aber:
9,14 V DC 240-250 mA
Ist so eine Abweichung "normal"?
Wenn du zwischen 4 und 5 misst, ist das der Strom, den das Telefon aufnimmt. Das Telefon selbst verbraucht auch. Dort fließt also nicht nur der Ladestrom. Die Ladeelektronik wird im Telefon selbst sein, also wird dein Messpunkt nicht das erwünschte Ergebnis liefern.
Wo misst du 9,14 V und 240 mA? Spannung von 5 nach 6 und Strom von 4 nach 5? Das ist ja das, was das Telefon (Handlteil) sich gönnt. Was das Handteil dann an die Akkus gibt, ist was anderes.

Du müsstest an den Batterien messen, z.B. zwischen 4 und Minuspol des linken Akku oder 1 und Pluspol des rechten.
 

Scyllo

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Wenn du zwischen 4 und 5 misst, ist das der Strom, den das Telefon aufnimmt. Das Telefon selbst verbraucht auch. Dort fließt also nicht nur der Ladestrom. Die Ladeelektronik wird im Telefon selbst sein, also wird dein Messpunkt nicht das erwünschte Ergebnis liefern.
Ja, das klingt plausibel.

Wo misst du 9,14 V und 240 mA? Spannung von 5 nach 6 und Strom von 4 nach 5? Das ist ja das, was das Telefon (Handlteil) sich gönnt. Was das Handteil dann an die Akkus gibt, ist was anderes.

Du müsstest an den Batterien messen, z.B. zwischen 4 und Minuspol des linken Akku oder 1 und Pluspol des rechten.
Bezüglich der Messwerte (9,14 V DC 240-250 mA):

Hier wollte ich einfach einmal "durchmessen" (unabhängig vom Mobilteil), ob das, was auf dem Netzteil (der Ladeschale) angegeben wird, auch "eingehalten" wird.

Dazu hatte ich die Spannung zwischen 5+6 gemessen.

Die Stromstärke allerdings auch zwischen 5+6, denn irgendwie muss ich ja den Stromkreis schließen, damit das dann als Amperemeter geschaltete Multimeter auch in Reihe ist.

Dabei wunderte mich halt, dass die Spannung viel höher war, als angegeben und die Stromstärke ebenfalls.

Kann man das so nicht machen?

Wie gesagt, das mit dem "Messen" werde ich jetzt wohl bleiben lassen - mich interessiert nur, ob der Weg richtig gewesen wäre.
 
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