Magellan schrieb:
Vornweg, ich denke du hast mich anders verstanden als ich es gemeint habe
Ja, scheint so!
Magellan schrieb:
Wie gesagt die Erwartungshaltung, der Druck, der Fokus der Medien. In Frankfurt kannst du auch mal 11. werden, in Dortmund gibt es Unruhe sobald man nicht 2. ist und keine CL wäre der SuperGAU.
Die müssen einfach etwas Demut lernen und gut is!
Magellan schrieb:
Reine Spekulation, das bringt uns nicht weiter.
Ja sicher! Nur bedeutend weniger spekulativ als z.B. die Annahme, dass eine Assi ohne jede spezielle Erfahrung mit Leitung im Clubfussball binnen Jahresfrist alle Titel holt, die ein Club auf diesem Planeten holen kann.
Dass das keine Blaupause ist, ist klar.
Ansonsten, auch Pep kam aus dem Nachwuchs und mit kleinen Umwegen Xavi und Luis Enrique bei Barca.
Magellan schrieb:
Ich sage aber, dass es ein klarer Vorteil ist wenn der Trainer ein gewisses Standing hat und dadurch nicht so schnell in Frage gestellt wird, die Spieler leichter überzeugen kann, im Club seinen Standpunkt mit mehr Nachdruck vertreten kann.
Ich würde an der Stelle "ist" durch "kann" ersetzen . Es kann genauso gut ein großer Vorteil sein, wenn man Struktur und Spieler bestens kennt. Hängt .m.E. vom konkreten Falls und den Personen ab.
Magellan schrieb:
Für Tuchel z.B. ist es garantiert hilfreich gewesen in dieser Chaossituation der letzten Rückrunde als CL Sieger Trainer der schon bei BVB, PSG und Chelsea erfolgreich war aufzutreten und nicht als Trainertalent von Mainz zu kommen.
Ja, gut möglich. Aber als Tuchel von Paris verpflichtet wurde war er auch noch ein absoluter No Name auf dem Level. Dem heiß ersehnten Titel stand dann aber nur Neuer im Weg.
Das war aber trotzdem sein Einstieg in die Bel Etage, nicht BVB.
Magellan schrieb:
Wenn ich jetzt sehe, dass es in Dortmund im Prinzip seit 10 Jahren heißt "und täglich grüßt das Murmeltier", man immer wieder irgendwo mit dem Kader, der Konstanz, der Spielweise usw hadert, dann denke ich dass ein Trainer mit entsprechendem Standing sich leichter täte da einiges umzukrempeln als eben ein Noname.
Und genau das wird nicht passieren.
Ein Trainer "der gehobenen CL-Klasse" wird da nicht hingehen (können).
Stell dir einfach mal vor, Watzkes ruft einen aus der Klopp-Klasse an und fragt ihn, ob er Lust hat.
Der sagt dann, ja kann man drüber reden. Schmeiß die Hälfte des Teams raus, dieses und jenen (Position oder Spieler) holen und Bellingham wird natürlich nicht verkauft, den brauche ich hier.
Das rechnet sich Watzkes dann in 2 Sekunden durch und gibt ihm die passende Antwort und die Angelegenheit ist erledigt.
Denn diese Leute sind primär erfolgreich, wenn man ihnen das gibt was sie wollen. Pep in München oder Manchester, Klopp bei Pool, Tuchel in xxx, usw. Die gehen nirgendwo hin und bilden Spieler aus, die dann anderswo die Ernte einfahren.
Von daher wird da kein Promi den BVB in der Praxis umkrempeln (können) auch wenn das theoretisch gut klingt. Die Gefahr zu scheitern ist für ihn viel zu groß. Einer aus dem nächsten Trainerlevel oder eben ein Eigengewächs betrachtet die Aufgabe dagegen als Herausforderung mit ggf. größeren Erfolgschancen. Und eben Terzic ist m.E. die viel versprechendste Personalie der jüngeren Vergangenheit. Jedenfalls im Vergleich mit Rose, Stöger, Favre, Bosz und wie sie alle hießen.