Fußball-Stammtisch 2023/2024 (1. Beitrag beachten)

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Ich hab sicherlich auch nicht mit allem Recht, aber manche Sachen sind vogelwild was man liest wie es angeblich ist.
Klar ist nicht alles Gold was glänzt und ich will das System sicherlich nicht verteidigen oder schön reden, aber manch Bullshit muss man einfach klar stellen.

95% der Jugendtrainer machen die Nummer ehrenamtlich oder für eine Spritpauschale und dann kommen Deppen wie Hamann und Co. erzählen wie unfähig die Leute sind. Der DFB setzt dann noch einen drauf und macht Lizenzen nahezu unzugänglich und wenn doch zugänglich sind sie fast unmöglich neben Beruf und Familie zu machen.

Ich hab die ersten 2 Jahre im NLZ komplett keinen Cent bekommen. Selbst Klamotten habe ich mir selbst gekauft weil die Gestellten niemals ausreichend waren für 4-6 Termine die Woche.

Lizenzen zahlen viele Vereine aber nur wenn du mindestens x Jahre zusagst oder man streckt die Kosten selbst vor und der Verein zahlt dann was wenn du dort arbeitest.

Ich kenne übrigens genau keinen einzigen Trainer der diese Reform gut findet. Natürlich ist das nicht repräsentativ.

Solche Themen würden sich live viel besser besprechen lassen. Da könnt ich euch Sachen erzählen.
Von einem E Jugendtrainer der mittelweile Jugendleiter bei einem nicht mal kleinen Verein ist, der die 9-jährigen Viererkette hat trainieren lassen und wenn sie nicht geklappt hat Runden hat laufen lassen....

EDIT:
Mal kurz der ungefähre Aufwand C-Lizenz (dezentral)
17-20 Termine a 4 Stunden. Halb Theorie, Halb Praxis inkl. Zwischenprüfung(Theorie), Abschlussprüfung(schriftlich, Lehrprobe (Trainingsthema verführen mit fremden Team), mündlich)
Schirischein ( 6-8 Stunden Kurs inkl. Prüfung)
3 Spiele pfeifen
1. Hilfe Kurs ( Tageskurs )
Hospitation am DFB Stützpunkt ( 2 Trainingseinheiten a 1,5 Stunden bei 2 Altersklassen )
Kosten ca. 1000€
Ich hoffe ich hab nichts vergessen.

B-Lizenz ging bisher nur vor Ort in Oberhaching(2-3 Wochen). Kosten sind deutlich über 1000€. Seit diesem Jahr ist das nicht mehr ganz so. Wie genau muss ich aber noch Infos einholen.
 
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@mo schrieb:
Nur weil RB besser mit Geld umgegangen ist, das sie nie selbst erwirtschaftet haben und trotzdem einen Schuldenberg vor sich her schieben, der gegen alle Regeln verstößt, sind das nun die Guten...!?

Nein wie kommst du darauf? Ich habe doch ausdrücklich gesagt dass es mir nicht um eine Bewertung des Konstrukts ging sondern lediglich um die Transfers und dass die in dem Bereich gute Arbeit leisten, das ist ein ganz nüchterner Fakt, dazu muss ich kein RB Fan sein.
Genau das selbe habe ich doch ein paar Posts weiter vorne schon mal erklärt.
Beruhigt euch mal, ist ja schlimm hier sobald irgendwer "RB" erwähnt.
 
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Dafür sind wir doch hier, um uns gegenseitig aufzuzeigen, dass wir Stuss reden, oder? ;)

Mal im Ernst, ich finde die Runde hier großartig. Sachlich, emotional, tiefergehend, stammtischähnlich, super.
Ich behaupte mal, dass die meisten anderen Foren nicht mit so einer tollen Runde glänzen können. :schluck:

Danke für die Einblicke, @FrankenDoM.
Interessant, mal "von weit draußen" eine Einschätzung zu bekommen, gerade bzgl. der Ausbildung "an der Basis".
Wir (die damalige Runde der Trainer meines Vereins) haben uns damals nur regional dazu ausgetauscht; der größte Draht "zur Welt" war für mich der (ich glaube) Koordinator/Scout in Personalunion der Niederrheinauswahl, zu dem ich einen sehr guten Draht hatte.
Meine C-Lizenz ist schon ne Weile her, hab lange nicht über die Zeit nachgedacht.
 
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Marcel^ schrieb:
Mal im Ernst, ich finde die Runde hier großartig. Sachlich, emotional, tiefergehend, stammtischähnlich, super.
Ich behaupte mal, dass die meisten anderen Foren nicht mit so einer tollen Runde glänzen können. :schluck:
Finde ich auch. Man knallt zwar immer wieder mal aneinander, aber am Ende ist es hier immer respektvoll und auch wieder gut. Ich mag das hier auch sehr gerne.
Marcel^ schrieb:
Interessant, mal "von weit draußen" eine Einschätzung zu bekommen, gerade bzgl. der Ausbildung "an der Basis".
Ich bin ja nicht mal an der Basis. NLZ ist für mich keine Basis. Basis und wichtiger als alles andere in meinen Augen ist der Breitensport im kleinsten Dorf. Diese Leute die sich da aufopfern und immer wieder von "uns" die Herzen aus der Brust gerissen kriegen und trotzdem weiter und weiter machen verdienen unseren Respekt. Derjenige der die "Schlechten" und "Dicken" immer weiter fördert und fordert ist ein Held.
Nicht Leute wie ich im NLZ oder die aus dem Profi NLZ die die Besten der Besten aussuchen können und sich nicht mit dem beschäftigen müssen die auf 3 Meter keinen Ball spielen oder gar annehmen können.
Die NLZs schmeißen halt die Kinder raus deren Eltern nerven, der Breitensport kann sich das nicht leisten.
 
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@FrankenDoM
Bezüglich Kinder sollen sich messen, diesbezüglich muss man sagen das dieses „sie wollen sich messen“ ja ein von der Gesellschaft und den Eltern antrainiertes Verhalten ist.
Das Gehirn will konstant neues aber es wertet darin gar nicht ob es ums messen oder nicht geht, es geht darum das neue Stränge nur entstehen wenn eben auch ein neuer Impuls erfolgt.
Eine Herausforderung also ein Wettbewerb kann natürlich Impulse schaffen, was aber ja in der Vergangenheit auch oft passiert ist, man hat Kinder nicht nur mental gebrochen, man hat auch ganz einfach Talente übersehen weil der erste Impuls war eh nur die Highperformer zu fördern,
Es gibt da also ganz klar das Problem der Aufbereitung solcher Erlebnisse.
Dafür braucht es Staff Power und wie jeder weiß, in Deutschland wird eben auch am Kind gespart.
Man könnte sie sogar noch mehr in diese Wettkampfsituationen bringen, wenn jemand am Ende ihnen deutlich und empathisch vermitteln würde dass dies eben nicht ihren menschlichen Wert und Wert für die Gemeinschaft bestimmt.

Von daher wirst du wohl recht haben dass diese Ideen halbgarer unausgereifter Aktionismus sind.
Die Grundidee aber einen jungen Menschen eben nicht aufzugeben und ihm mehr Werte als nur „neoliberaler Leistungsdruck“ zu vermitteln ist halt erst mal richtig und führt dann eben auch dazu, dass jemand vielleicht in einer Jugendklasse nicht performt aber als Spätzünder alle überstrahlt.

Weil man muss auch sagen, die Jugendarbeit hat ja nicht perfekt funktioniert, die alten harten Regeln haben nicht gut funktioniert, die wenigsten sind in den Profifußball gekommen.
Ein paar der deutschen Helden wie Klose wurden sogar ausgesiebt und mussten über Umwege in die N11 und co. Kommen.

Man muss also auch ehrlich sein und sagen dass fie Leistungsförderung vorher auch gescheitert ist.
Sonst würde der deutsche Spielermarkt heute anders aussehen.

Und auch so Spieler wie Gerd Müller oder Franz Beckenbauer würden heute untergehen, Fußball ist halt auch eine Momentaufnahme und heute arbeiten viele in diesem Wirtschaftskonstrukt sehr hart am Erfolg und daher ist es auch schwieriger sind in der Welt zu beweisen.
Man muss am Ende also auch immer mal neue Wege gehen.

Es ist halt die Frage, du bist an der Basis du hast die Ahnung, kann man sowohl die neuen Insights und die Probleme der Vergangenheit berücksichtigen und trotzdem eben die Basis mit ins Boot holen und wichtige Sachen wie eben auch Impulse durch Wettbewerbe fördern ohne das man sich und den Kindern Wege verbaut.

Was der DFB halt seit Jahren nicht schafft ist eben Zeitgeist und Bewährtes zu kombinieren.
Weil dafür braucht es mehr Geld und mehr Leute und mehr zuhören.
 
HanneloreHorst schrieb:
Die Grundidee aber einen jungen Menschen eben nicht aufzugeben und ihm mehr Werte als nur „neoliberaler Leistungsdruck“ zu vermitteln ist halt erst mal richtig und führt dann eben auch dazu, dass jemand vielleicht in einer Jugendklasse nicht performt aber als Spätzünder alle überstrahlt.
Wer nur Leistungsdruck vermittelt war schon immer auf dem Holzweg.
HanneloreHorst schrieb:
Man könnte sie sogar noch mehr in diese Wettkampfsituationen bringen, wenn jemand am Ende ihnen deutlich und empathisch vermitteln würde dass dies eben nicht ihren menschlichen Wert und Wert für die Gemeinschaft bestimmt.
Genau das hab ich geschrieben. Aus Niederlagen Motivation ziehen und nicht per se Niederlage = Schlecht und Sieg = Gut.
HanneloreHorst schrieb:
Weil man muss auch sagen, die Jugendarbeit hat ja nicht perfekt funktioniert, die alten harten Regeln haben nicht gut funktioniert, die wenigsten sind in den Profifußball gekommen.
Es werden immer nur die wenigsten in den Profifußball kommen. Ist wie Managerposten. Sind halt nur begrenzt verfügbar.
HanneloreHorst schrieb:
Ein paar der deutschen Helden wie Klose wurden sogar ausgesiebt und mussten über Umwege in die N11 und co. Kommen.
Wird sich nie ändern. Spätzünder oder Leistungsexplosionen.
HanneloreHorst schrieb:
Man muss also auch ehrlich sein und sagen dass fie Leistungsförderung vorher auch gescheitert ist.
Sonst würde der deutsche Spielermarkt heute anders aussehen.
Deutschland ist im Fußball eine der erfolgreichsten Nationen überhaupt, zu erzählen, dass vorher die Förderung nicht funktioniert hat ist schon wild...
HanneloreHorst schrieb:
Man muss am Ende also auch immer mal neue Wege gehen.
Keine Frage, aber evtl. mit Hirn und nicht mit Aktionismus.
HanneloreHorst schrieb:
Was der DFB halt seit Jahren nicht schafft ist eben Zeitgeist und Bewährtes zu kombinieren.
Weil dafür braucht es mehr Geld und mehr Leute und mehr zuhören.
Ich glaube nicht, dass man dafür mehr Geld und Leute braucht. Man muss nur bereit sein neue Wege zu gehen und Dinge zu verändern.


Ich halte nichts von Leistung fordern schränkt die Kinder ein. Solche Ideen wie keine Tabellen mehr oder keine Noten mehr sind einfach Quatsch. Die harte Realität kommt dann wenn der Zeiger der Uhr plötzlich sich so oft gedreht hat, dass man plötzlich erwachsen ist und das in Watte packen endet weil ein neuer Tag ist und ich plötzlich nicht mehr jung genug für ei, ei, ei und gutschi gutschi gu bin. Darauf müssen wir Erwachsenen die Kinder vorbereiten und das ohne irgendwelche zu brechen oder auf der Strecke zu lassen.
 
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HanneloreHorst schrieb:
@FrankenDoM
Es gibt da also ganz klar das Problem der Aufbereitung solcher Erlebnisse.
Dafür braucht es Staff Power und wie jeder weiß, in Deutschland wird eben auch am Kind gespart.
Man könnte sie sogar noch mehr in diese Wettkampfsituationen bringen, wenn jemand am Ende ihnen deutlich und empathisch vermitteln würde dass dies eben nicht ihren menschlichen Wert und Wert für die Gemeinschaft bestimmt.

Das ist das, was ich irgendwo in den letzten Seiten meinte.
Das Leben besteht nicht für jeden immer daraus, in allem der Beste zu sein.
Kann es gar nicht sein, das ist völlig normal.
(Fast) jeder Mensch, auch schon im Kindesalter, muss damit leben, dass es in Disziplinen, in denen er herausragend gut ist, noch unzählige weitere gibt, die ihn weit in den Schatten stellen.
Das ist kein Weltuntergang, wenn dein Umfeld dir das als Kind auf gesunde Art nahe bringt. Aber auch nur dann, diese Sozialisierung ist unumgänglich.
Du bist wertvoll, du darfst verlieren, du darfst gewinnen wollen und daran Freude haben.
Dort gilt es anzusetzen.

Psychologisches Grundlagenwissen wird viel zu wenig in die Gesellschaft gebracht, damit ließe sich nachhaltig viel zum Besseren verändern.
Verhaltens- und Umgangsweisen wie "sich messen wollen", "gewinnen wollen", "sich mittels Leistung über andere erheben", "im Moment des Sieges den Gegner aufmuntern" ,"eine sportliche Niederlage als tiefe persönliche Verletzung werten" und so weiter sind alle auf grundlegende psychische Bedürfnisse zurückzuführen.
Wer darum weiß, kann als Erwachsener (Trainer, Betreuer etc.) in vielen Situationen viel passender und besser reagieren.
 
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Marcel^ schrieb:
Psychologisches Grundlagenwissen wird viel zu wenig in die Gesellschaft gebracht, damit ließe sich nachhaltig viel zum Besseren verändern.
Und genau sowas gehört und ist auch in der Trainerausbildung enthalten.
Leider setzt man hier unnötige Hürden für Leute die auf sowas Bock haben, aber das habe ich ja schon weiter oben erläutert.

Ich hab noch nie mein Team nach Niederlagen oder Fehlern zusammengeschissen, aber macht Mr. X zum 3. Mal den gleichen Unsinn, dann ist es als Ausbilder im Beruf und auch als Trainer mein Job zu korrigieren.

Niederlagen sind kein Weltuntergang und Siege kein Statussymbol. Schlechte Gewinner sind noch widerlicher als schlechte Verlierer.
 
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FrankenDoM schrieb:
Die harte Realität kommt dann wenn der Zeiger der Uhr plötzlich sich so oft gedreht hat, dass man plötzlich erwachsen ist und das in Watte packen endet weil ein neuer Tag ist und ich plötzlich nicht mehr jung genug für ei, ei, ei und gutschi gutschi gu bin. Darauf müssen wir Erwachsenen die Kinder vorbereiten und das ohne irgendwelche zu brechen oder auf der Strecke zu lassen.
Bei dem vorherigen stimme ich dir zu.
Bei dem hier muss man halt klar sagen das die Jugend auch immer den Auftrag hat die Realität zu verändern, sie ist ja gar nicht dazu gedacht in Stein gemeißelt zu sein, also anstatt das manchmal man an der Realität fest halten sollte muss man auch mal erkennen wo sie scheisse ist.

Und dieses „dein Erfolg ist ein Bonus und macht dich nicht als Mensch aus“ wäre ja schon mal ganz gut.
Ich glaube sogar wenn man Menschen vermittelt wie man mit Misserfolgen umgeht sind sie eben nicht in Watte gepackt, sondern haben eine Antwort darauf.

Weil gucken wir uns doch die Erwachsenenwelt an, da haben wir Egomanen und kleine Diven an jeder Ecke.
Immer wenn mir jemand sagt „das hat uns auch nicht geschadet“, dann denke ich „doch, doch, ihr seid emotionale Wracks und könnt nicht mit Kritik umgehen und euch adaptieren, ihr seid eingleisig und cholerisch und benehmt euch schlimmer als Kinder“.
Das sind die Erschienen von heute, die haben aber mal ganz hart darunter gelitten.

Diese Alten und Erwachsenen sind auch Schuld das wir heute überall ausscheiden und damit haben sie dann schon die heute Flaute zu verantworten.

Was wir immer häufig falsch machen ist der derzeitigen Generation die Schuld für schlechte Arbeit und die Krisen zu geben, als hätten sie sich schon als Kinder optimieren sollen.
Dabei sind es eben die Alten die alles verbockt haben und eben die Jungen die heute die Suppe ausbaden müssen.

Aber wir sind da als Kollektiv drin, egal ob in der Gesellschaft oder beim Fußball.

Fehler machen ist ok, sie weg schieben nicht.
Und leider schiebt eben auch die Generation um Wagner und eher noch alles davor die Verantwortlichkeit von sich weg, die haben alle keinen Mum sich dem zu stellen und kritisieren dann halt die Profis von heute.

Wenn wir also ein System schaffen was eben Selbstreflektion ohne Leistungsdruck aber mit Leistungsbelohnung fördert, bzw. Auch einfach die Fähigkeit seine Leistung einzuordnen und zu adaptieren, dann kann man irgendwann auch wieder die Früchte davon tragen.

Derzeit und dazu stehe sieht man das in den letzten 20Jahren im Nachwuchs eben nicht alles richtig lief. Ja die WM2014 und so ein unbedeutender Cup, aber sonst?
Ist wie Dortmunds Meisterschaften, man muss auch mal weiter gehen wenn etwas so lange her ist.
 
Marcel^ schrieb:
Das ist das, was ich irgendwo in den letzten Seiten meinte.
Das Leben besteht nicht für jeden immer daraus, in allem der Beste zu sein.
Kann es gar nicht sein, das ist völlig normal.
(Fast) jeder Mensch, auch schon im Kindesalter, muss damit leben, dass es in Disziplinen, in denen er herausragend gut ist, noch unzählige weitere gibt, die ihn weit in den Schatten stellen.
Das ist kein Weltuntergang, wenn dein Umfeld dir das als Kind auf gesunde Art nahe bringt. Aber auch nur dann, diese Sozialisierung ist unumgänglich.
Du bist wertvoll, du darfst verlieren, du darfst gewinnen wollen und daran Freude haben.
Dort gilt es anzusetzen.

Psychologisches Grundlagenwissen wird viel zu wenig in die Gesellschaft gebracht, damit ließe sich nachhaltig viel zum Besseren verändern.
Verhaltens- und Umgangsweisen wie "sich messen wollen", "gewinnen wollen", "sich mittels Leistung über andere erheben", "im Moment des Sieges den Gegner aufmuntern" ,"eine sportliche Niederlage als tiefe persönliche Verletzung werten" und so weiter sind alle auf grundlegende psychische Bedürfnisse zurückzuführen.
Wer darum weiß, kann als Erwachsener (Trainer, Betreuer etc.) in vielen Situationen viel passender und besser reagieren.
Genau das Thema haben ja einige Profis verständlicherweise NACH ihrer Karriere zum Thema (Per Mertesacker) gemacht und da ihre Erfahrungen ausgetauscht. Man kann sich z. B. auch die aktuelle DAZN meets Kicker-Folge mit Petersen anhören, der auch seine persönlichen Erfahrungen zu dem Thema sehr offen vorträgt.

Ich möchte jetzt nicht Fußballer in eine Art Opferrolle stellen, denn die Probleme sind mehr oder weniger unterschiedlich in der kompletten Gesellschaft beheimatet. Fußballer haben oftmals nochmal andere Möglichkeiten sich Termine zu suchen. Selbstvertrauen ist aber im Profifußball ein übergeordnetes Thema, als Spieler oder als Mannschaft, daher sollte viel Wert auf zwischenmenschlich richtige Beteuung von Kindern gelegt werden, statt Niederlagen komplett zu streichen.
 
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HanneloreHorst schrieb:
Und dieses „dein Erfolg ist ein Bonus und macht dich nicht als Mensch aus“ wäre ja schon mal ganz gut.
Ich glaube sogar wenn man Menschen vermittelt wie man mit Misserfolgen umgeht sind sie eben nicht in Watte gepackt, sondern haben eine Antwort darauf.
Aber genau davon Rede ich doch. Misserfolge sind nichts Schlimmes, was aber mMn aktuell versucht wird ist jede Art von Misserfolg im Keim zu ersticken. Genau das ist für mich der falsche Ansatz. Man darf auch mal verkacken, man muss nur lernen damit umzugehen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und das bei zu bringen ist Aufgabe der Alten und zwar nicht mit dem Rohrstock oder der Botschaft Loser, Du bist nichts wert.
HanneloreHorst schrieb:
Derzeit und dazu stehe sieht man das in den letzten 20Jahren im Nachwuchs eben nicht alles richtig lief. Ja die WM2014 und so ein unbedeutender Cup, aber sonst?
20 Jahre macht 2003. 2006 Halbfinale, 2008 Finale, 2010 Halbfinale, 2012 Halbfinale, 2014 Weltmeister, 2016 Halbfinale.
Es lief nicht alles richtig, tut es nie, aber sehr vieles lief sogar sehr richtig. Jetzt muss man eben wieder reagieren und an Stellschrauben drehen und das vernünftig. Ich bin auch nicht dafür "weiter so, wird schon", aber das macht in meinen Augen der DFB trotz dieser "Reform", allerdings halte ich es auch für Grund falsch alles aus der Vergangenheit schlecht zu reden. Der deutsche Fußball war nie schlecht und ist es auch jetzt NOCH nicht, aber man muss am besten gestern was tun und zwar nicht mit Aktionismus sondern mit Sinn und Verstand.

Matthäus sagt er will nächstes Jahr Europameister werden weil wir auf den ersten 13 oder 14 Positionen sehr gut besetzt sind und ich finde er hat damit recht, wir sind sehr gut besetzt. Womit er nicht recht hat ist mit dem Titel, dafür reicht es mMn nicht. Aber nur weil 3-4 Nationen besser sind heißt das nicht, dass wir komplett Kacke sind. Es gibt für mich keine Erklärung wieso man es nicht schafft Polen, Kolumbien oder die Ukraine zu schlagen. Wir sind klar besser besetzt als die.
HanneloreHorst schrieb:
Ist wie Dortmunds Meisterschaften, man muss auch mal weiter gehen wenn etwas so lange her ist.
Ja, bin ich dabei, aber hier darf man auch nicht vergessen, dass da ein Konkurrent ist, der x fach mehr Möglichkeiten hat als wir.
 
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FrankenDoM schrieb:
Wir sind klar besser besetzt als die.
Ich sehe da als Hauptprobleme
1. "hundert" hochveranlagte Offensivspieler aber unglaublich schlechte Chancenverwertung
2. total wackelige Abwehr, nicht eingespielt und viel individuelle Fehler
3. Mittelfeld zu offensiv (bzw falls Can 6er bleibt muss sich das mal einspielen)
4. Mentales Thema durch die ewige Negativserie (im Prinzip seit 2017 durchgehend)
 
Vielleicht setzt die Frau Kessler ja Herrn Flick als erste Amtshandlung vor die Tür.

Was dann gleichzeitig ihre letzte Amtshandlung gewesen sein könnte. ;)
 
FrankenDoM schrieb:
Aber die Eltern und die alten Männer des DFB wissen was die Kinder wollen.

Also ich nehme die Eltern da eher anders wahr... Wenn der Filius nicht spielt sind die Millionenbeträge in Gefahr.

Generell hab ich ein Problem mit dem angeblich weit verbreiteten Ansatz, dass Verlieren nicht ok sein darf. Ich habe das bei meinen Kindern in keiner Situation und in keinem Verein wahrgenommen. Im Gegenteil beim z.B. Badminton wurde ganz deutlich gesagt, dass man in den ersten ein, zwei Saisons, welche man spielt, davon ausgehen kann, dass man verliert, verliert und verliert und das ein Unentschieden schon fast ein kleiner Sieg ist. Und so ist es auch gekommen. Dabei sind die Niederlagen gar nicht schlimm sondern wie oben schon erwähnt nerven am meisten die schlechten und arroganten Sieger (und einige übermotivierte Eltern aber das korreliert mit den arroganten Spielern, da fällt der Apfel nicht weit vom Stamm...). Wenn ich dann erlebe, dass in KO-Turnieren auf dem Parkplatz dann (aber das ist nicht die Regel) Kinder vom eigenen Vater angeschrien und runtergemacht werden weil sie in Runde 1,2,3 ausgeschieden sind...ekelig. Aber dieser Sport (Badminton) hat eh ein anders Klientel als der Fußball es hat. Die Welt ist hier eigentlich ziemlich heile.

Im Fußballverein wo dann die Vätertrainer ihre eigenen Söhne als gesetzt sehen und die restlichen 15 Kinder sich um drei, vier Plätze streiten waren es eigentlich immer wie im alten Sprichwort: Das Problem an anderen Kindern sind die Eltern. Hat nur noch gefehlt, dass sie sich an die Gurgel gehen und das in der eigenen Mannschaft. Von Spielern und Eltern anderer Mannschaften reden wir hier noch gar nicht.
 
@@mo

Lese gerade, dass Kolo Muani für die Conference League gelistet wurde. Darf er dann noch CL spielen wenn er hier zum Einsatz kommt und womöglich noch wechselt?
Falls nicht, entweder total bescheuert oder genial um Druck auszuüben
 
DEADBEEF schrieb:
@@mo

Lese gerade, dass Kolo Muani für die Conference League gelistet wurde. Darf er dann noch CL spielen wenn er hier zum Einsatz kommt und womöglich noch wechselt?
Ohne es abschließend zu wissen, würde ich sagen ja. Wäre ja ansonsten komplett bescheuerte Regel.

DEADBEEF schrieb:
Falls nicht, entweder total bescheuert oder genial um Druck auszuüben
Na ja, andererseits, das dumme Gesicht vom Scheich möchte ich gerne sehen, wenn der nur Ligue1 spielen darf. :evillol:
 
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DEADBEEF schrieb:
@@mo

Lese gerade, dass Kolo Muani für die Conference League gelistet wurde. Darf er dann noch CL spielen wenn er hier zum Einsatz kommt und womöglich noch wechselt?
Falls nicht, entweder total bescheuert oder genial um Druck auszuüben

https://documents.uefa.com/r/Reglem...e-2023/24/Artikel-44-Spielberechtigung-Online
In der Regel ist ein Spieler innerhalb derselben Spielzeit in der UEFA Champions League, der UEFA Europa League und/oder der UEFA Europa Conference League nur für einen Verein spielberechtigt. Ein Spieler, der in der Vorrunde bzw. ersten, zweiten oder dritten Qualifikationsrunde bzw. in den Playoffs der UEFA Champions League, der UEFA Europa League oder der UEFA Europa Conference League eingesetzt wurde, ist jedoch ab der Gruppenphase der UEFA Champions League, der UEFA Europa League oder der UEFA Europa Conference League für einen anderen Verein spielberechtigt. Darüber hinaus kann ab den K.-o.-Runden-Playoffs ein Spieler in Übereinstimmung mit Absatz 46.01 bis Absatz 46.03 registriert werden. Ein Ersatzspieler, der nicht eingesetzt wurde, ist für einen anderen an der UEFA Champions League, der UEFA Europa League oder der UEFA Europa Conference League derselben Spielzeit teilnehmenden Verein spielberechtigt, sofern er in Übereinstimmung mit vorliegendem Reglement bei der UEFA-Administration registriert ist.
 
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Kann man dann nur hoffen, dass er sich nicht noch schwerer verletzt auf den letzten Drücker.

Leider haben einige Spieler jetzt zur Unzeit die Pips. :rolleyes:
 
Die Offensivreihe von Sofia:

Ronaldo - Ricardino - Welton-Felipe

Klingt jetzt eher nach Botafogo als nach Bulgarien.
 
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