Fußball-Stammtisch 2023/2024 (1. Beitrag beachten)

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strempe schrieb:
Dann mus die Stimmung aber nun ganz mies sein denn mit diesem Kacktor des Jahres den Sieg zu holen war mehr als nur glücklich ;)
Also als Urdortmunder sehe ich das anders. Unter Favre oder Rose wär das 0:0 ausgegangen oder wir hätten es noch in der 93ten mit 0:1 verkackt.

Da freut man sich auch über so ein dreckiges 1:0 auch wenn das spielerisch die letzte Scheiße war.

Sind ja genau diese dreckigen Punkte, die uns immer fehlen um den Bayern mal eins auszuwischen.
 
@mo schrieb:
Für welchen Club der erwähnte Kollege @Banger steht, ist aber so weit klar? Der wusste jedenfalls sofort was gemeint war. :)
Da hatte ich wohl ne ganz lange und langsame Leitung! :freaky:
Sry dafür!
Nun gut...die Lage zweier Stadien aus/in/um Berlin gibts dafür umsonst.
 
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Was anderes!

Lese gerade,der DFBwill den Kinder- und Jugendfußball neu organisieren. Meisterschaftsrunden fallen weg, statt Ergebnissen soll der Spaß im Vordergrund stehen. Sie wollen den Leistungsdruck minimieren.
Des weiteren kleinere Mannschaftsstärken auf kleineren Feldern.
Konkret keine Meisterschaftsrunden mehr bei G und F Jugend. Stattdessen sind Spielenachmittage und Festivals mit mehreren Mannschaften und Spielfeldern vorgesehen.

Klar, dass das kontrovers diskutiert wird. Ich selbst bin da ziemlich skeptisch. Bin aber auch "nicht mehr so drin".

Vielleicht kann Kollege @FrankenDoM ja was zu sagen.
 
@mo schrieb:
Meisterschaftsrunden fallen weg, statt Ergebnissen soll der Spaß im Vordergrund stehen. Sie wollen den Leistungsdruck minimieren.
Und bei der WM 2030 läuft dann die deutsche NM mit Clownsgesichtern und im Karnevalskostüm auf oder was.
Auch die Kids brauchen einen gewissen Druck um sich weiter zu entwickeln. Mit nur Streicheleinheiten kommst net weiter.
Die sollten sich lieber mal auf ein an den modernen Fußball angepasstes Ausbildungsprogramm Gedanken machen und die dafür erforderliche Infrastruktur schaffen und den Vereinsbonzen auf die Fresse hauen.

Das ist doch wieder nur öffentlichkeitswirksame Kosmetik. Saftladen durch und durch!
 
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oeMMes schrieb:
Die sollten sich lieber mal auf ein an den modernen Fußball angepasstes Ausbildungsprogramm Gedanken machen und die dafür erforderliche Infrastruktur schaffen und den Vereinsbonzen auf die Fresse hauen.

Infrastruktur ist doch in Maße vorhanden, jeder Verein hat gefühlt ein Nachwuchsleistungszentrum, in Frankfurt wurde eins für Zig Millionen vom DFB aus dem Boden gestampft.

Wenn was nicht stimmt dann dieser typisch deutsche Ansatz alles erzwingen zu wollen mit Bürokratie und Regeln, deswegen haben wir ja auch so viele Spielertypen vom gleichen Schlag, alle können Pass-Stafetten und Positionierung auf Weltklasse Niveau, nur wenn man 1 gegen 1 Spieler braucht dann wird die Auwahl eng.

Gleichzeitig hat sich der Fussball seit Tiki-Taka halt auch noch deutlich verändert zum körperlichen, jeder muss 12 KmH pro Spiel laufen, jeder muss austrainiert sein ohne Ende, jede Mannschaft ist am pressen, jeder Offensivsspieler muss 34 kmH schnell sein, Stoßstürmer 1.85plus sind wieder im kommen.

Man hat halt Spieler die für den Fussball von 2010 trainiert sind und die scheitern jetzt einfach an einer Umwelt die sich weiterentwickelt hat.

Dann lass die f,e und d Jugend halt mal ein bisschen zocken anstatt wieder die große Leistungskultur auszurufen, weil die hat uns ja in den letzten 6 Jahren auch wenig geholfen im Weltfussball.
 
@oeMMes @Fleshed

Kontra:

Baumgart:
Wir sind eine Generation, die nur noch den weichen und seichten Weg geht“, sagte der Kölner Trainer Baumgart im WDR-Podcast „Einfach Fußball“. Und weiter: „Es ist doch nicht schlimm, wenn ein Kind verliert. Es muss doch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Ich muss doch lernen, Spaß an dem Sport zu haben, nicht nur, wenn ich zehn Tore schieße.“

Rangnick: Das Ergebnis, das Gewinnen müsse immer im Vordergrund stehen.

Helmer: „Grotesk“, weil der Leistungsgedanke kaum noch zum Tragen komme. Wenn bei den jungen Menschen nicht zulasse, „da auch Fehler zu machen, eine Persönlichkeit zu entwickeln, glaube ich, geht das in die falsche Richtung“.

Hamann :„Für mich: Ohne Ergebnis kein Erlebnis. Deswegen kann ich den Schritt, den der DFB gemacht hat, überhaupt nicht nachvollziehen.“


Pro:

Sandro Wagner (unter dem neuen Chef Wolf, Teil des Kompetenzteams für den Nachwuchs:
Er wolle, dass Nachwuchstrainer mehr Qualitäten der Spieler ausbilden und nicht schon von Dienstag an nur noch für den Sieg im nächsten Spiel trainieren...
„Du gibst den Kindern nur Spaß, wenn du sie spielen lässt“. Es sei schrecklich, wenn er U-8- bis 14-Trainer mit Taktiktafeln sehe. „Man muss sie bis zur U 14 verbieten, die muss in den Vereinen weggesperrt werden. Das klaut nur Zeit vom Training“, „ich als Vater will, dass mein Sohn die ganze Zeit zockt. Die Tabelle ist am Ende des Tages völlig wurscht.“
 
@@mo
Alles gut und schön, aber imo fallen die jetzt von einem Extrem ins andere. Irgendwo sollte es ja nen brauchbaren Kompromiss geben, der einerseits Spielfreude und fummeln und kicken ermöglicht, aber den Leistungsgedanken nicht verliert und taktische Ansätze vermittelt.

Man darf auch ruhig mal bei den Nachbarn gucken und klauen. Wir sind nicht mehr das Wunderland des Fußballs. Die Franzosen und Engländer haben uns lange abgehängt.

Btw: Hab mir grade mal Chelsea bei TM angeguckt. Lt. TM haben die jetzt in den letzten beiden Transferperioden (Eigentlich ja erst ab Winter 22/23) nen Transferminus von ca. 670 Mios hingelegt.
Die Tage biegt son Scheich um die Ecke und scheißt die wegen FFP an. :evillol:
 
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Ich bin auch eher Fraktion "Alte Schule".

Aber!
Ich finde den "neuen" Ansatz jetzt nicht völlig unsinnig, denke aber, dass der richtige Weg ist, einem Kind beizubringen, dass Niederlagen völlig normal sind und nicht den Untergang bedeuten, sondern man sie als Ansporn nutzen kann.
Nur als Umkehrschluss kann ich den Sieg doch auch genießen bzw. gestehe diesem überhaupt seine Existenz zu.
Das Kindern "vorzuenthalten", halte ich für falsch.

Wenn die Ursache für übertriebene Ergebnisorientiertheit die Trainer sind, haben die im Jugendbereich nichts verloren - deswegen aber das System umzukrempeln, halte ich für falsch.
 
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@mo schrieb:
„Es ist doch nicht schlimm, wenn ein Kind verliert. Es muss doch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Ich muss doch lernen, Spaß an dem Sport zu haben, nicht nur, wenn ich zehn Tore schieße.“

Dann müssen aber auch wir als Nation uns hinterfragen wie gut wir eigentlich mit dem verlieren klarkommen, weil bei uns brennt immer der Baum wenn die Nationalmannschaft aus einem Turnier fliegt.

Ich würde den Herren gerne den Spiegel vorhalten, so wie es bis jetzt gelaufen ist hat uns in den letzten fast 10 Jahren nicht mehr wirklich vom Fleck gebracht.

Diese immer der stärkste Mentalität sorgt auch dafür das die meisten Fussballprofis in den ersten 6 Monaten des Jahres geboren wurde (75%), wir verlieren Massen an Talenten weil nur der Erfolg zählt.

https://www.faz.net/aktuell/sport/f...inder-werden-eher-fussballprofi-15775261.html

In Frankreich machen die das übrigens anders da werden Talente mit Kernspintomographie und Röntgen ausgewählt, da wirst du in die Jugendgruppe gepackt wo die Körperentwicklung am ehesten hinpasst.


Ganz ehrlich, wir haben 83 Millionen Einwohner, die Niederlande hat 17,5 Millionen und steht uns doch in nix nach, lasst uns doch einfach das Ding teilen:

10 Jahre:

50% Nachwuchszentrum der alten Schule
50% Nachwuchszentrum der neuen Schule

Am Ende kann man gucken was mehr gefruchtet hat.
 
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Was anderes (schon wieder):

Seiferts neue Streaming Plattform Dyn startet am Mittwoch:

Handball (Bundesliga, Pokal, Supercup, Champions League und European League/in Kooperation mit DAZN), Basketball (Bundesliga, Pokal, Champions League), Hockey (Bundesliga), Volleyball (Bundesliga), Tischtennis (Bundesliga). Kosten: 12,50 Euro monatlich im Jahresabo, sonst 14,50 Euro monatlich.

Wer also neben den vielen anderen Angeboten noch ein paar € übrig hat......!?
Und Dyn erweist sich hoffentlich nicht als dünn! ;)
 
Fleshed schrieb:
Dann müssen aber auch wir als Nation uns hinterfragen wie gut wir eigentlich mit dem verlieren klarkommen, weil bei uns brennt immer der Baum wenn die Nationalmannschaft aus einem Turnier fliegt.
Nee, seitdem wir angefangen haben schon die Gruppenphase nicht zu schaffen. Früher sind wir im Viertel- oder Halbfinale rausgeflogen. ;)
Ergänzung ()

@mo schrieb:
Halte ich im übrigen für ne gute Entscheidung. Der kennt Jugendarbeit von der Pieke an.
 
Zuletzt bearbeitet:
PES_God schrieb:
Meistens passt das aber, Bellingham war 120 und wechselt für 133. Kane 90 für 100.

Bei Thill und Behrens nicht. Glaube, Thill hat 5-stellig gekostet oder niedrig 6-stellig, also maximal 200.000. Und für Behrens habt Hansa 200.000 bekommen, obwohl der Wert auf TM bei 600.000 war. Also mal passt es ungefähr, mal überhaupt nicht.

FrankenDoM schrieb:
auswärts mit 1000 "Fans" usw. usw.

1000 rote Bullen in Leverkusen, da finde ich 1000 von Heidenheim in Wolfsburg stärker, weil das einfach ein Verein mit kleiner Fanbasis ist, im Vergleich zu Red Bull Leipzig. Aber mal gucken, was Die falsche 9 dazu berichtet, die sind da genauer aus Fussballmafia.de.

https://www.fussballmafia.de/auswaertsfahrer/spieltag/1-bundesliga/2023-2024/1-spieltag/

MoinKffee schrieb:
Für mich steht nirgends geschrieben, dass RB Leipzig das Ende der Fahnenstange ist. Mit jedem weiteren Retortenklub verliert diese Liga an sportlichen wettbewerbscharakter, an Identifikation und an kulturrellen Gut und ich finde es notwendig bei jeder Gelgenheit zu betonen, dass die Anzahl an Plastik schon jetzt zu viel.

2. Liga ist deshalb dann auch geiler. ^^

Sollte man Heidenheim auch als Retorte einordnen? Oder nur Hoffenheim? Wolfsburg war m.E. vor ca. 25 Jahren noch keine Volkswagenburg mit Geldpumpe, ähnlich Leverkusen vor 40 Jahren oder so? Daher die können noch als Traditionsvereine durchgehen?

Kann man Elversberg und Wiesbaden als Retorte einstufen? Elversberg wird von Ursapharm geboostert (:D) und in Wiesbaden steht ja Brita dahinter und der Verein wurde aus Taunusstein-Wehen übergesiedelt.

@mo schrieb:
Es ist ja schön, wenn es im Osten außerhalb Berlins einen bedeutenden Club gibt, einer der alteingesessenen wäre aber besser für alle. Wir wollen ja keine Namen nennen, @Banger . ;)

Red Bull und Hertha zählen nicht, da österreichisch und Westberlinerisch. :D Bleiben nur Hansa, Union, Magdeburg und Dresden mit großen Fanbasen und höherklassig. Chemie Halle und Aue sind da schon wieder fantechnisch kleiner. Und dann viele Vereine in der 4., unter Anderem auch die alten Leipziger Vereine.

Magellan schrieb:
Meine Tendenz wäre da wohl wirklich 50:1 ganz zu streichen, dann haben wenigstens alle die selben Rechte.

Eventuell kommt hier auch das Argmument zum Tragen, weshalb Hansa den Investoreneinstieg in die DFL abgelehnt hat. Vereine, bei denen das Stadion in Ordnung ist, können schön in den Kader pumpen. Vereine, die es für viele Millionen sanieren müssen, haben zwar dann dafür das Geld, aber können es nicht in den Kader stecken. Die Schere öffnet sich weiter zwischen den Vereinen. So ähnlich hatte Robert Marien argumentiert.

(Der Verkauf des Ostseestadions hat auch eher den Status, dass es sich zerläuft. Also muss der Verein das Stadion unterhalten und warten, ohne dem Steuergeld von Hansa-Fans. ^^)
 
Zuletzt bearbeitet:
@getexact
Naja mir geht es halt zB. Schon ums spielerische. Also natürlich kritisiere ich sie nach nem Kackspiel, egal ob gewonnen oder verloren.
Für jemanden wie mich, der auch liebe zum Spiel hat und tollen Fußball sehen will. Der übrigens nicht perfekt sein muss, was soll ich denn machen?
Also schweigen am besten?
 
Cyberdunk schrieb:

Wie sehen aktuell die Blöcke neben dem Gästeblock aus? Kannst du einen Screenshot vom Kartenshop reinstellen? Ich kann es mangels Mitgliedschaft nicht einsehen. Da draußen sind noch genug Hansa-Fans, die über Rautenmitglieder Karten benötigen.

Ansonsten mit einem Unentschieden kann man zufrieden sein. Wichtiger ist es, gegen den direkten Konkurrenten Osnabrück am Samstag erstmal zu gewinnen.

In HH gilt dann der Dresscode alle in Blau. Es wird sich wieder am Baumarkt in Lurup getroffen, wie letztes Jahr. Aber theoretisch müssten wir offiziell 6500 Karten bekommen haben? Alle 13er- und 14er-Blöcke in der Ecke. Nur hat man nichts von der Anzahl in der Ticketinfo erfahren.

Ich hätte Bock darauf, wenn gegen Kaiserslautern wieder mal ein Aufruf gestartet wird, wie vor 4 Jahren an Ostern. Da wird man aufgrund der Entfernung keine Knappheit bei 5000 verfügbaren Tickets haben.
 
@mo schrieb:
Vielleicht kann Kollege @FrankenDoM ja was zu sagen.
Puh.. willst Du das wirklich? Na gut...

Was passiert?
Zusätzlich macht man von U6-U11 Funinio, was mittlerweile im 4. Jahr gespielt wird, zum Standard und argumentiert, dass man an die Kinder denken muss. Als das losging war ich auf Fortbildung zu dem Thema. Dort wurde erzählt, dass eh alle Jugendtrainer dumm sind und die Kinder nur kaputt machen und man so den Einfluss minimiert und die Kinder nur spielen, außerdem spielen dann auf Feld 1 die guten Kinder gegeneinander und auf dem letzten Feld die Schlechten, so verhindert man, dass die Guten die Schlechten abschießen und so demotivieren. Am Ende hat dann ein großer Verein erzählt, dass sie das ganz toll finden und es fördern, aber mitmachen tun sie erstmal nicht. Man kann sie einladen zu so Festivals und sie nehmen teil wenn sie Zeit haben. Sehr überzeugend. Finden wir super und fördern, aber mitmachen? Ne, lieber erstmal nicht.
MMn hat keiner dieser Entscheider jemals auch nur 5 Minuten in diesen Altersbereichen gearbeitet. Kinder wollen Wettkampf. Kinder wollen Tabellen. Die lieben Aufstiegs- oder Meisterschaftsshirts. Aber die Eltern und die alten Männer des DFB wissen was die Kinder wollen. Einfach nur spielen ohne jede Herausforderung. Ähnlich wie bei Bundesjugendspielen. Jeder, aber auch jeder, selbst der der nicht mitgemacht hat MUSS eine Urkunde bekommen.
Funinio ist eine klasse Sache, aber fürs Training. Solche eine Spielform als Wettkampfersatz zu nutzen ist in meinen Augen Unsinn. Hier hieß es ja auch schon 50%/50%. Gute Idee, aber nicht in der Form 50% alt und 50% neu und schauen was besser ist, sondern mischen. Was spricht dagegen Festivals UND "normalen" Wettkampf zu veranstalten?
Man schafft die U19 und U17 Bundesliga in der Form ab und schafft eine LZ Runde. Hier lese ich auf der DFB Seite nicht heraus was LZ ist. Ein LZ gibt es in 2 Formen, nämlich Profi NLZ (Dortmund, Bayern, St. Pauli oder Ingolstadt usw.) und NLZs der einzelnen Länderverbände. Bayern hat von diesen BLV NLZs 18. Ich nehme aber an, dass von Profi NLZs die Rede ist und derer haben wir 57.
Diese sind gesetzt und können nicht absteigen. Die Vorrunde spielt in einzelnen Staffeln. Das machen auch die Amateurvereine. Der Meister wird in einer Hauptrunde ermittelt für die sich die qualifizieren können die von Anfang an dabei waren. Für die "kleine Hauptrunde" können sich die besten Amateurvereine qualifizieren. In dieser Runde geht es dann aber um nichts mehr. Das Ganze scheint dann im neuen Spieljahr von vorne loszugehen.
Das soll den Leistungsdruck minimieren und für alle Spielzeit bringen. Man darf gespannt sein ob das funktioniert. Die Topvereine in der Jugend wie Dortmund, Bayern oder Schalke werden nach wie vor nur ein Ziel haben und das ist Meister werden. Für die Amateurvereine, also alle außer diesen 57 ändert sich jetzt nicht so viel. Die Landes NLZs werden auch hier wieder vorne sein und das auch müssen weil man sonst den Status verliert. Der Status und die Spielklassen ziehen natürlich auch Spieler. Wer es bei den 57 nicht schafft will zumindest in eines der 18.

Für mich ist das alles halbgarer Aktionismus der nicht zu Ende gedacht ist. Wie lösen wir das Thema mit dem 1. Halbjahr bei solch einem Vorgehen auf? Wo ist hier die Verbesserung Talente nicht zu übersehen? Kinder wollen sich messen, nun schaffe ich das ab und erzähle so haben die Kinder mehr Spaß. Also die Kinder die ich kenne und erlebt habe im NLZ haben keinen Spaß wenn sie nicht auch mal gewinnen. Erfolg gehört zur Entwicklung dazu, daraus zieht man Motivation und Spaß, auch aus Niederlagen zieht man Motivation und den Willen sich zu verbessern. Klar laufen da auch Trainer rum die Niederlagen als Katastrophe und was ganz Schlimmes ab tun.

Der DFB ist doch das eigentliche Problem. Man hat nun die Trainerschein Modelle wieder geändert. Ein Nagelsmann würde unter den jetzigen Voraussetzungen keinen Fußballlehrer mehr machen dürfen und somit nicht Bundesliga trainieren. Farke ist auch einer dieser Trainer die das betrifft. Der Trainer vom 1860 München muss sich für den Lehrgang zum Fußballlehrer der ab 1.1.24 starten soll bewerben. Bis dahin zahlt 1860 10k€ Strafe plus 1380€ pro Spiel bei dem er auf der Bank sitzt.
Um für die B-Lizenz zugelassen zu werden muss man mindestens ein halbes Jahr BOL Jugend min. als Co-Trainer oder Bezirksliga Herren min. als Co-Trainer gearbeitet haben zudem brauchst du solch eine Team während des Lehrgangs um Videos einschicken zu können. Die B-Lizenz ist die 2. kleinste die man machen kann. Es zählt natürlich nicht deine Leistung beim Erwerb der C-Lizenz. Da gibt es nur bestanden oder nicht. Klar, macht Sinn. Ein halbes Jahr Arbeit und jeder Depp kommt durch und am Ende zählt es nicht ob du den Lehrgang wiederholen musstest und mit ach und Krach bestanden hast. Ich kann euch sagen da bestehen Leute die darf man nicht auf Kinder los lassen.
Auf der anderen Seite darf jeder Papa in der Jugend "trainieren". Natürlich nur bis zu einer gewissen Liga.
Bei sowas krieg ich Brechreiz! Wir haben eh zu wenig Trainer für die Jugend und dann legt man denen die sich weiterbilden wollen auch noch Steine in den Weg. Einen Job in der Bezirksliga oder in der BOL der Jugend zu bekommen ist gar nicht mal so leicht, zumal es die BOL erst ab D-Jugend gibt. Dort ist es dann die höchste Liga die man spielen kann bzw. gibt es mittlerweile die Profi NLZ und BLV NLZ Förderligen. Dort spielen die dann unter sich.
In die 57 Profi NLZs kommst du ohne B-Lizenz kaum noch rein bzw. nur dann, wenn du die C-Lizenz hast und direkt im ersten Jahr als Hütcheneinsammler die B-Lizenz machst.
Aber wieso wundert einen solch ein Vorgehen im Land der Zertifikate. Wer nicht via Wisch beweisen kann, dass er was kann, der kann nichts. Ich hab Lizenztrainer erlebt die konnten gar nichts. Die armen Kinder. Auf der anderen Seite gibt es genug ohne Lizenz die super Arbeit machen. Diese Lizenzen kosten viel Geld und noch mehr Zeit. Jetzt hat man sich das Lizenzmodell sogar mal angeschaut und was macht man? Man macht es zwar ETWAS billiger aber noch weltfremder und abgehobener. Wo ist die Talentförderung im Trainersektor?
Als ehemaliger Spieler kannst du unter gewissen Voraussetzungen ( x Spiele in Liga y, genau weiß ich die Zahlen nicht), die Lizenz bis A glaube ich, einfach via Mail bekommen oder dann via Kurzlehrgang den Fußballlehrer machen und Bundesliga trainieren.

Ich höre jetzt lieber wieder auf. Falls das überhaupt wer bis hier hin gelesen hat. Zusammenfassend: Nicht zu Ende gedacht, aber sicherlich nicht alles kompletter Quatsch.

Fleshed schrieb:
Dann lass die f,e und d Jugend halt mal ein bisschen zocken anstatt wieder die große Leistungskultur auszurufen, weil die hat uns ja in den letzten 6 Jahren auch wenig geholfen im Weltfussball.
Das ist doch Augenwischerei. Die Profi NLZs werden weiter scouten und sich die besten Zocker schnappen und bei erster Gelegenheit auch wieder rauswerfen. Dieser Quatsch ändert gar nichts. Zudem steht auf der Seite des DFB bis U11. Das ist g, f und e Jugend. Also ab 11 Jahren sieht es dann wieder anders aus.

Ich weiß auch nicht wieso sich dieser Glaube hält, dass man den Kindern irgendwas abtrainiert. Solch einen Quatsch erzählen nur Leute die noch nie in der Jugend gearbeitet haben oder irgendwelche abgehalfterten Ex-Profis die selbst nichts auf die Kette gebracht haben nach der Karriere und nun im TV Experten sind. Hamans Prognosen kann man nehmen, negieren und dann darauf wetten.
Ergänzung ()

Achso... Sandro Wagner.

Für mich eine riesige Enttäuschung. Ein Typ mit Ecken und Kanten und klarer eigener Meinung. Macht in Haching nen Klasse Job um dann hinzuwerfen um sich in Reih und Glied beim DFB einzureihen.
Selbst verkauft der Typ. Da passen die oben zitierten Aussagen nur zu gut ins Bild.

Schade...
 
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@FrankenDoM
Danke für die Einblicke, guter Beitrag👍


Ich glaube man verkackt in der Jugendförderung auf kompletter Ebene.
Das liegt meiner Auffassung nach in erster Linie daran, dass man komplett unterschätzt, dass wenn man sich für eine künstliche Entwicklung/Einflussnahme wie z. B. die NLZ´s, Fuminio entscheidet, es zwar gewisse Entwicklungen fördert zeitgleich es aber genauso Gegenparts gibt, die negativen Einfluss nehmen.

Den kompletten Wettkampf in Jahrgängen zu streichen z. B. ist für mich wieder so eine Extrementscheidung die überhaupt nicht notwendig ist. Sowas einzubinden, warum nicht? Aber diese extreme Form der Einflussnahme ist aber vollkommen unnötig. Vor allem wird der Schritt zu den Jahrgängen, wo nur noch Leistung zählt damit umso krasser und umso weniger sind die Kiddies drauf vorbereitet.

Vielleicht hinkt das Beispiel an der einen oder anderen Stelle aber mich erinnert das an die Regulierung der ganzen Flussläufe, bei der auch viele Aspekte nicht bedacht worden sind. Jetzt renaturiert man wieder dort wo es geht und nicht zuviel kostet.

Man hätte einfach die meiste Energie/Geld aufopfern sollen um die Breite so gut wie möglich zu stärken und ein Stück weit zu professionalisieren. Spitzenförderung von mir aus gerne aber bitte möglichst ohne Aufopferung der Persönlichkeitsförderung.

Insgesamt sollte der DFB supporten, supporten, supporten, nicht so viel regulieren, Einfluss nehmen, nicht so viel spezialisieren und keine zweite Sportart für Kinder erschaffen. Zumindestens nicht als Komplettersatz.
Aber das wäre ein Weg, in dem man sich als Entscheidungsträger nur schwer profilieren kann und wo man viel Vertrauen in die einzelnen Verein steckt...
 
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FrankenDoM schrieb:
Ich höre jetzt lieber wieder auf. Falls das überhaupt wer bis hier hin gelesen hat
Hab' ich und auch den Rest! :)

Danke, dass du dir soviel Zeit genommen hast! 👍

Bei Wagner war das auch so mein erster Gedanke!
 
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