Bericht Im Test vor 15 Jahren: AMDs Barton mit mehr L2-Cache war teuer

Robert

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#1
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#2
Mit einem abgerutschten Kühler, einem damit abgeniffelten Prozessoraufsatz und damit auch einen Totaldefekt hat mich diese mistige CPU-Architektur genügend Nerven gekostet.

Ähnliches gibt es mit den aktuellen Z270 und Z370 Mainboard Sockeln. Eine Kleinigkeit an den feinen Mainboard Pins verbogen und nichts geht mehr. Wie konnte und kann man nur so einen empfindlichen Mist erfinden und auf die Masse loslassen?
 

amd_24

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#3
Ich kam damals günstig an einen 3200+ Barton ran mit 512KB L2 Cache. Hatte bereits vorher einen "modifizierten" 2400+ Thoroughbred B mit 200MHz FSB * 10 bzw 11 multiplier anstatt die originalen 133MHz FSB * 15 multiplier. Da war kein spürbarer Leistungsvorsprung (vor allen Dingen in Spielen nicht). Eher nur der Haben-wollen-Faktor. LG :)
 
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#4
"So konnte ein Northwood-Celeron durch den auf 128 kByte geschrumpften L2-Cache nur 25 Prozent so viele Daten wie ein Northwood-Celeron vorhalten,....."

Ein Northwood-Celeron muss falsch sein.
 
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#5
Ich hatte damals den Barton als Mobile Variante gekauft.
In einem Computer Magazin las ich, das es einige CPUs gab, die mit nur 1,50 Volt auskamen und im Desktop als 4000+ betrieben werden konnten.
Das wollte ich ausprobieren da der Preis für die (mobile) CPU zum Kaufzeitpunkt mit 90€ relativ günstig war.
Der Sockel war identisch, man benötigte nur ein Mainboard das damit zurecht kam, ich hatte das Glück das mein Gigabyte damals kompatibel zu der mobilen Version war.
Mit einem massiven Vollkupferkühler kam ich zwar nicht ganz auf die gewünschten 4000+, aber 3800+ waren stabil drin.
Für den Preis damals eine sehr ordentliche Performance.

Ich denke mit Wehmut an die alte Zeit zurück, irgendwie war damals alles greifbarer und näher.
So wie die Autos aus vor den 90ern, die man noch mit einem Schraubenzieher und Hammer reparieren konnte.
Heute geht ja ohne einem IT Fachmann nirgends mehr etwas. :-)
 

deo

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#6
Mehr als einen XP 2500+ musste man nicht kaufen und der wurde auf mindestens XP 2800+ Niveau übertaktet.
 

noplan724

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#7
Hatte ich damals als Athlon XP-M auf einem Desktopmainboard laufen :) Da die CPU für Notebooks gemacht war und nicht richtig erkannt wurde, musste man kleine Drähte an einigen Pins in den Sockel stecken und diese damit verbinden um Multiplikator, FSB usw. manuell einzustellen.

Die interaktive Anleitung für die PIN Mods gibts sogar noch :D https://www.ocinside.de/workshop/amd_pinmod_d/
 
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#8

WommU

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#9
Da sieht man wie schlecht die Intel-CPUs damals waren. Ein Barton mit 2,166 GHz realem Takt besitzt die Leistung eines P4 der mehr als 0,6 GHz höher taktet.
 

Paratronic

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#10
Bin wohl nicht der einzige, der sich einen XP2500+ im Computerladen anhander der Seriennummer im Laden ausgesucht hat, um ihn dann als XP3200+ laufen zu lassen. Hat wunderbar funktioniert.
 

Volkimann

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#11
Mit einem abgerutschten Kühler, einem damit abgeniffelten Prozessoraufsatz und damit auch einen Totaldefekt hat mich diese mistige CPU-Architektur genügend Nerven gekostet.
Und weil du zu unfähig warst einen Kühler gerade aufzusetzen/nicht zu verlangen ist die CPU Architektur jetzt mistig.

Interessante Schlussfolgerung 😐
 

Pizza!

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#16
Hunderte Euro für wenige Prozent Leistungsunterschied... und die Leute beschweren sich heute als hätte es sowas früher nicht gegeben :)
Mein erster eigener PC war später, mit einem 4400+ und dazu dem ersten händischen Upgrade auf einen X2 6000+.
 
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#17
hatte nen Barton 3000+ mit 333 MHz und hab mir dann extra noch den mit 400 MHz FSB geholt ;) ....
 

noplan724

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#18
Trotzdem war es nicht gut, dass die CPU keinen Heatspreader hatte.
Naja, Heatspreader sind aber eigentlich mist, potentiell erhöht sich die Temperatur des DIE durch die zusätzliche Schicht WLP unter dem Heatspreader. Deshalb köpft man CPUs ja heute auch, wenn man übertakten will oder einfach die Temperatur senken will/muss.
AMD hatte doch diese kleinen Gummipinöpel auf der CPU, die eigentlich ein Abrutschen beim Kühler montieren verhindern sollten.
 
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#19
Also ich hatte einige Sockel A Athlon, abgebrochen ist mir keiner.
Lass mich mal nachdenken: Thunderbird 1200, 1333, XP 2400, 2500 (Wollte den hochtakten aber das Mainboard grillte ihn), XP3000 und zuletzt einen XP-M 2800, der immer noch in meinem Asus A7N8X-E Werkelt.
 
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#20
Ich hatte damals auch den großen Barton 3200 gekauft -zuvor hatte ich den 2800. Der Unterschied war gering und übertakten lies sich das Teil auch nur um 20 MHz. Das Jahr drauf stellte ich nach einem Mainboard Defekt mein System auf Intel um.
Das System lief spürbar schneller, obwohl der Intel Pentium nur 3 GHz hatte. Seine OC Grenze lag bei 3,6 GHz. Mit meinem Asus Board konnte ich das Teil soweit übertakten. Da lagen Welten zwischen den CPUs. Von da an hatte ich AMD nie wieder angefasst , was die CPUs betraf. Der Pentium hatte ein großes OC Potential und wenn man die enorme Abwärme in den Griff bekam, waren 600 MHz mehr drin und dann noch das HT, was aber in den Spielen von damals keinen Sinn machte. Und wenn es denn mal funktionierte, liefen die Spiele sau schnell. Das konnte aber beim nächsten Start schon wieder vorbei sein oder es traten Ruckler auf. Der Barton war ein untauglicher Versuch mit mehr Cache die gegenüber Intel fehlenden MHz auszugleichen, das aber nicht gelang. Den Barton hatte ich bei Ebay fast verlustfrei verkaufen können. Mich nervte bei AMD die schutzlose Die und die dünnen Pins mehr als die fehlende Leistung. Bis zum Ivy Bridge hatte ich alle CPU Stufen von Intel mitgemacht. Seitdem hatte ich alle weiteren ausgelassen und das war gut so und hat mir viel Geld gespart. Die jetzt aufgetauchten Sicherheitslücke beweisen mir , das es richtig war. Die alten Intel CPUs Sandy und Ivy können auch heute noch die aktuellen Spiele befeiern-dazu lassen sie sich noch gut übertakten.
 
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