News Im Test vor 15 Jahren: AMDs Bulldozer war der Super-GAU

Bulldozer habe ich übersprungen.
Habe mit Phenom II X4 855 BE weitergemacht, bis ich den Ryzen 3 gekauft habe.
 
RealMax123 schrieb:
Die FPU-Leistung und Gaming-Leistung waren nicht überragend, aber deswegen war die CPU nicht gleich schlecht.
Wenn eine neue CPU langsamer in Anwendung und Gaming ist und dabei mehr verbraucht. Und das ggü Vorgänger Genarationen der Konkurrenz. Was wäre denn das richtige Synonym für diesen Zustand, wenn nicht schlecht?
Das war meine Sandybitch zu der Zeit ....
1000012451.jpg
Edit: Mir ist einer eingefallen: Mitleid!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Celinna
Cavaille schrieb:
Top! Toller Artikel. Ich kannte noch nichtmal die ganze Webseite.

Also 1) und 3), dafür aber schwerwiegend, plus 2) eben auch noch. Na ja, nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass AMD zu der Zeit ziemlich klein und demnach sowohl personell als auch finanziell haushalten musste. Sie haben sich mit "Bulldozer" schlicht übernommen und hätten wohl besser nur kleine Optimierungen in gewissen Teilbereichen gemacht, statt eines komplett neuen Designs.

Pech für AMD war natürlich auch, dass Intel nicht nur bereits das 6-Core-Design im Massenmarkt hatte, sondern mit "Sandy Bridge" wieder mal die Israeli richtig krass abgeliefert haben. Ich weiß noch, wie der einschlug und beschaffte mir deswegen später selbst einen gebrauchten Core-i3 2100, der privat bis zum Ende von Windows 7 (und darüber hinaus) für alles genügte. Die Zeit seit dem Core 2 Duo haben sie in Haifa offenbar konsequent für's gründliche Nachdenken genutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Cavaille
Die Bulli Reihe hab ich nur als quälend langsamen Stromfresser in Erinnerung - nach ein paar Monaten rumärgern bin ich dann auf nen 3930K auf LGA 2011 gewechselt - der Unterschied war drastisch - kam mir im direkten Vergleich vor als hätte ich mit dem Bulli nen Prozessor ausm Kaugummiautomat drin gehabt. :freaky:
 
Sehr guter Artikel, das war ne Zeit damals, leider auch eine sehr schwere für AMD. Ich hab damals von meinen AMD Phenom II X6 1055T auf eine FX 6300 gewechselt. Die FX Prozessoren waren damals echt nicht so das gelbe vom Ei. Bin dann noch auf einen FX 8350. Und hab dann halt ewig gewartet bis ich irgendwann auf einen Ryzen 1600X konnte, da wurde alles besser. :D Aber man hat AMD immer die Treue gehalten. :D
 
wuschipuschi schrieb:
Aber man hat AMD immer die Treue gehalten. :D
Meine Treue endete, als die FX 51,53,55 Richtung UVP 1000€ bestätigten. Und AMD die selbe Motivation dem Kunden das Geld aus die Tasche zu ziehen zeigte, wie INTEL 😁
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wuschipuschi
Cavaille schrieb:

Und der zweite Teil: https://chipsandcheese.com/p/bulldozer-amds-crash-modernization-caching-and-conclusion

Wobei in den Artikeln nicht wirklich klar wird, warum die Leistung von Bulldozer sich nicht von Phenom II abgeben konnte. Die Aenderungen sollten meist Verbesserungen bringen, oder zumindest Gleichstand, und mehr Takt hatte der Bulldozer auch noch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bigeagle und konkretor
@mae Das steht doch sehr ausführlich in den beiden Artikeln. Zum einen der viel zu kleine L1 Cache, der schlecht angebundene L2 Cache, der HyperTransport der für Bulldozer ungeeignet (weil zu langsam) war und andere Dinge. Der Artikel macht deutlich, dass AMD zu viel auf einmal wollte, die Strukturbreite nicht hinterherkam und darum das Ursprungsdesign kompromittiert werden musste. Hätte GlobalFoundries eine bessere Fertigung gehabt, hätte Bulldozer wahrscheinlich anders (-> besser) ausgesehen - aber das ist hätte hätte Fahrradkette.

EDIT: ein bisschen von all dem haben wir momentan eh in Zen, der Artikel beschreibt, dass Zen ohne Bulldozer wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre und vergleicht das mit neueren Intel-Architekturen die ohne Netburst nicht möglich gewesen wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
Cavaille schrieb:
@mae Das steht doch sehr ausführlich in den beiden Artikeln. Zum einen der viel zu kleine L1 Cache

Der Excavator (in Carrizo und Bristol Ridge) hatte dann 32KB D-Cache und (fuer das gesamte Modul) 96KB I-Cache, also genausoviel D-Cache wie Sandy Bridge, und 3x mehr I-cache (wenn man nur einen Thread eines Moduls benutzt), und war trotzdem nicht viel besser als der K10, waehrend Sandy Bridge den AMD K10 trotz dessen groesseren L1-Caches abgehaengt hat.

der schlecht angebundene L2 Cache

So schlecht war der nicht angebunden, und dafuer sehr gross, sodass der L3 viel seltener gebraucht wurde als beim K10.

der HyperTransport der für Bulldozer ungeeignet (weil zu langsam) war

Das habe ich da nicht herausgelesen. Jedenfalls war der HT mindestens genausogut wie beim K10, also warum haben die anderen Verbesserungen den Bulldozer nicht schneller gemacht als den K10?

Der Artikel macht deutlich, dass AMD zu viel auf einmal wollte, die Strukturbreite nicht hinterherkam und darum das Ursprungsdesign kompromittiert werden musste.

Das steht im Artikel, und es mag was dransein (wobei: ueber "silicon diet" u.ae. habe ich auch bei anderen Prozessoren gelesen, die aber dann trotzdem ihre Vorgaenger uebertroffen haben). Aber es werden durchaus eine Reihe von Verbesserungen aufgezaehlt die auch zu besserer Performance fuehren sollten: z.B. groessere ROBs, groessere Scheduler; Einfuehrung eines register renamers; 4 Befehle pro Zyklus. Aber am Ende kommt nur aehnliche Performance heraus wie beim K10. Ich vermute, dafuer gibt's irgendeinen Grund, der nicht offensichtlich ist, sowas wie die replays beim Pentium 4 (nur dass die inzwischen dann doch bekannt sind), und den auch die chipsandcheese-Autoren nicht kennen.

P.S.: Spekulation: Der verwendete Scheduling-Algorithmus hat, zusammen mit dem (fuer einen Thread) breiten Front end und der relativ geringen Zahl von Functional Units dazu gefuehrt, dass relativ alte Befehle im Scheduler geblieben sind und damit all die Befehle, die von ihnen abhaengen; das macht effektiv weniger der Scheduler-Kapazitaet nutzbar und verlaengert die durchschnittliche Latenz der Befehle. Weiters fuehrt es dazu, dass viele Befehle im Reorder Buffer haengenbleiben und damit die nutzbare Kapazitaet des Reorder Buffers reduzieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe bis heute noch den Phenom X4 965 BE auf einem Asus M4A79XTD EVO gepaart mit 16 GB. Wäre da nicht Battlefield 1 gewesen, hätte ich den Rechner länger benutzt. Hatte kurzfristig einen FX 6300, was ich aber dann durch den R5 2600 und anschließend durch einen R9 5900X ersetzt habe.
 
Der FX Bulldozer war eine schreckliche Entscheidung von AMD, daran gibts keinen Zweifel. Kastrierte Server-CPUs die für den Desktop einfach nur mies waren, der große Anteil bei Endkunden wurde ignoriert wegen 5% Serveranteil.

Habe deshalb damals nach mehreren AMDs in Folge zu Intels Ivy gewechselt und bin erst wieder wieder nach AM5 zu AMD teilweise zurückgekehrt. OK, für Kollegen habe ich -auf Wunsch- auch einige AM4 verbaut.
 
Für die Spiele, zumindest zu dem damaligen Zeitpunkt nach dem Release, war der Flaschenhals bei Bulldozer das sich zwei Kerne eine FPU teilen mussten, das war bei den Vorgängern nicht so, da hatte jeder Kern auch eine eigene FPU.

AMD_Bulldozer_block_diagram_(CPU_core_block)edited.png
 
SuperHeinz schrieb:
Und ich war ein treuer Kunde von Atelco in Duisburg, das nahe dem Innenhafen lag, so zwischen Eisenbahn und Autobahn eingequetscht. Heute ist da ein Baumarkt drin. Früher war das schöner. 😉

Dort habe ich mir auch die meiste Hard- und Software gekauft. Die Verkäufer dort waren allerdings sehr unterschiedlich im Wissen um das, was sie da verkauften. Das ging von völlig ahnungslos bis Crack. 😏
Das kann daran gelegen haben, dass dort oft Studenten ihr Bafög aufgestockt haben.
 
Ich bin auch während dieser Zeit AMD treu geblieben und hatte den FX 6100 und später den FX 8320. Ich hatte nie Probleme beim Zocken.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: daknoll
@Feuerbiber kommt halt drauf an welche Games und Genre man zockt, mein alter x6 1090T hatte in Battlefield un Co. kein Land mehr gesehen gehabt, sodass ich dann 2015 auf nen i5 4590 und zwei Jahre später noch auf nen Xeon1246v3 gewechselt bin
 
Ich sehe nicht den Shit Sorm gegenüber von 250Watt CPUs von aktuellen Intel CPUs
 
@ebird Beim Bulldozer ist AMD auch bei TDPs von 95W und 125W geblieben. Beim Piledriver mit zwei Ausnahmen auch; die zwei Ausnahmen haben 220W TDP. Und dabei ist das der tatsaechliche Verbrauch, nicht so ein Pseude-TDP, mit Power Limits, die um einen Faktor 1.35 dauerhaft (AMD) oder die PL2 von 183W bei 65W TDP und 253W bei 125W TDP (Intel, dauerhaft per Default auf vielen Boards).

Jedenfalls haben mehrere Leute in diesem Thread ueber den hohen Verbrauch geschrieben, und der Bulldozer wird schon aus anderen Gruenden von den meisten fuer schwach befunden, da braucht es keinen Shitstorm wegen 125W TDP.
 
Absolute Vollkatastrophe, die schrammten schon an Kernschrott entlang.
Ich hatte mich damals nicht Grundlos für den Intel 2600K entschieden, die Tests waren eindeutig.
Wie sich die Leute damals verbogen haben, um sich die FX CPUs auf biegen und brechen schönzureden, unglaublich, damals hat Selbsttäuschung bei nicht wenigen ein neues Level erreicht 😏
Die Dinger habe ich damals nie empfohlen, immer davon abgeraten, damals war AMD in vielen Punkten ... ich drücks mal diplomatisch aus ... sehr ausbaufähig.
Aber aber aber, es hat doch ACHT! Kerne 🤪😉
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ByteBlur
mae schrieb:
Der Excavator (in Carrizo und Bristol Ridge) hatte dann 32KB D-Cache und (fuer das gesamte Modul) 96KB I-Cache, also genausoviel D-Cache wie Sandy Bridge, und 3x mehr I-cache (wenn man nur einen Thread eines Moduls benutzt), und war trotzdem nicht viel besser als der K10, waehrend Sandy Bridge den AMD K10 trotz dessen groesseren L1-Caches abgehaengt hat.



So schlecht war der nicht angebunden, und dafuer sehr gross, sodass der L3 viel seltener gebraucht wurde als beim K10.



Das habe ich da nicht herausgelesen. Jedenfalls war der HT mindestens genausogut wie beim K10, also warum haben die anderen Verbesserungen den Bulldozer nicht schneller gemacht als den K10?



Das steht im Artikel, und es mag was dransein (wobei: ueber "silicon diet" u.ae. habe ich auch bei anderen Prozessoren gelesen, die aber dann trotzdem ihre Vorgaenger uebertroffen haben). Aber es werden durchaus eine Reihe von Verbesserungen aufgezaehlt die auch zu besserer Performance fuehren sollten: z.B. groessere ROBs, groessere Scheduler; Einfuehrung eines register renamers; 4 Befehle pro Zyklus. Aber am Ende kommt nur aehnliche Performance heraus wie beim K10. Ich vermute, dafuer gibt's irgendeinen Grund, der nicht offensichtlich ist, sowas wie die replays beim Pentium 4 (nur dass die inzwischen dann doch bekannt sind), und den auch die chipsandcheese-Autoren nicht kennen.

P.S.: Spekulation: Der verwendete Scheduling-Algorithmus hat, zusammen mit dem (fuer einen Thread) breiten Front end und der relativ geringen Zahl von Functional Units dazu gefuehrt, dass relativ alte Befehle im Scheduler geblieben sind und damit all die Befehle, die von ihnen abhaengen; das macht effektiv weniger der Scheduler-Kapazitaet nutzbar und verlaengert die durchschnittliche Latenz der Befehle. Weiters fuehrt es dazu, dass viele Befehle im Reorder Buffer haengenbleiben und damit die nutzbare Kapazitaet des Reorder Buffers reduzieren.
Ich weiß nicht, warum Bulldozer und die Nachfolger so "langsam" und vergleichsweise ineffizient waren. Ich kann auch nur das wiedergeben, was ich selbst gelesen habe - und ich werde nicht behaupten, dass ich alles perfekt verstanden habe.

Der Autor schreibt jedenfalls das am Ende des zweiten Artikels (kann man beim Überfliegen leicht übersehen): "Each individual Bulldozer disadvantage might not be huge by itself, but they stack on top of each other to put AMD way behind Intel. For example, a combination of lower reordering capacity and higher cache latency means the core will have a more difficult time extracting parallelism around L1 misses. But Bulldozer’s issues weren’t purely due to difficulties faced by AMD. Intel also deserves a lot of credit for the massive progress they made with Sandy Bridge."
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mae
Holzfällerhemd schrieb:
Ich würde ja deinem Post ein "Gefällt mir" hinterlassen, aber ich respektiere deinen Wunsch, der in deiner Signatur stehst. Obwohl du ja meine Privatsphäre als mein Nachbar damals offensichtlich nicht respektiert hast. :P
Kannst du gerne machen, es soll halt nicht ausarten, darum die Signatur.;)
Erinnerst du dich nicht mehr an deinen FX OC Livestream? Da hattest du ein Holzfällerhemd an.😁
A126346.jpg

Bei mir brach während des FX OC Streams unerklärlicherweise die Stromversorgung zusammen und ich musste wegen besseren, mobilen Signalempfang auf die Straße. Kommentare waren abgeschaltet.
Immerhin hattest du im Livestream sichtbar ein Holzfällerhemd an, denn was glaubt du bin ich für ein Nachbar der nicht die Privatsphäre seiner Mitmenschen und guten Nachbarn respektiert?😅
B48974,.jpg

So ein FX Bulldozer ist bis heute gut für manch Lacher, obwohl es ja intel mit Pentium 4 oder der ausgebudelten Raptor DNA an der Leistungskotzgrenze ebenso geschafft hat. Nicht umsonst hat ein Meteor die Raptoren gegrillt. Wird sicher herrlich zum 15 Jahre Jubiläum der Raptoren.😄

-
Was mir aber wieder einfällt, Kumpel hatte einen AMD FM2 Sockel mit Hudson Chipsatz und einen mittleren Piledriver. Das völlige AMD Budget Segment hat AMD mit durch diese dunkle Zeit geholfen.

Zu der Zeit hatte ich den PII X4 965BE eigentlich bis zur technischen Kotzgrenze bei meiner Hardware mit 3,9GHz übertaktet und durchaus gelegentlich seine Tjunction Grenze von 85°C gesprengt. in dem Temperaturbereich schaltete das System nämlich ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Holzfällerhemd
Sapphire Forum
Zurück
Oben