News Internet-Nutzer wollen nicht für Inhalte zahlen

Megatron schrieb:
Ein gutes Beispiel ist die Computerbase Seite, dort hält sie sich dezent im Hintergrund und wenn ein interessantes Angebot dabei ist kann man es jederzeit anklicken.

Ach je, da blitzts doch genauso wie überall sonst auch. Allein drei wild zuckende, visuell terroristische Flashbanner hab ich auf der Startseite ohne Adblock.
 
serra.avatar schrieb:
nicht nur das... nimm doch mal den ganzen Content der im weiten www doppelt und dreifach vorhanden ist und reduzier den ... (hier im Forum doch dasselbe: kaum eine Meldung etc. die tatsächlich von CB ist nur aufgewärmter Kaffeklatsch) dafür auch noch bezahlen ?

ach, hier geht es doch noch. Bei den Webseiten der Verlage, die sich zur Zeit drüber aufregen sieht es aber ganz anders aus. Zu 90% veröffentlichen die sowieso nur Agenturmeldungen (die selten sogar noch etwas umformuliert werden, damit es nicht so auffällt). Vorallem google news wird ja da kritisiert, ich warte noch auf den Tag wo google hingeht und einfach direkt bei den Agenturen lizenziert. Das schöne ist ja das genau diese Verlage auf anderen Ebenen dann aber selbst auch alles möglichst kostenlos haben möchten (glaubt einer hier das z.B. Murdoch oder Springer z.B. mal eine Spende an Apache geleistet hätten?).

Ich war und bin ja immer noch ein Freund von lebenslangen Mitgliedschaften, einmal einen Betrag spenden (schon bei 10€ käme ein vielfaches zusammen) und dafür bekommt man werbefreie Seiten oder Zusatzdienste wie RSS.
 
hoosty schrieb:
Ach je, da blitzts doch genauso wie überall sonst auch. Allein drei wild zuckende, visuell terroristische Flashbanner hab ich auf der Startseite ohne Adblock.

Aber sie halten die Klappe und sind auch nur in der Ecke... - wo ist das Problem ?
 
@ Volker:

Stell' dir vor, das ist genau das, was ich mit neuen Modellen meinte.

An Wikipedia kann man spenden, wenn man möchte. Genauso wie an viele Projekte der Linux-Community. Wer etwas zurückgeben möchte, kann es tun und bekommt so auch das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu unterstützen. Ist doch toll, oder?

Das ist meiner Meinung nach etwas völlig anderes als nervende Werbebanner oder Pop-Ups von Produkten, die rein gar nichts mit der Seite zu tun haben, die ich gerade besuche.

Und da es Wikipedia sowie die Linux-Communities nicht nur schon seit längerem gibt, sondern sie ständig wachsen, scheint ja offenkundig auch zu funktionieren. Demnach zieht meiner Meinung nach gerade Wikipedia als Gegenbeispiel zum 50er Jahre-Werbefinanzierungsmodell-Denken.
 
Im Vergleich zu vielen anderen Seiten nervt die Werbung hier bei CB trotzdem weit weniger. Eben weil sie z.B. an unkritischen Stellen platziert ist. Dennoch stimme ich zu, dass gerade Flash usw. wirklich Schrott sind.

Besonders genervt hat mich in letzter Zeit Web.de. Nach jedem Ausloggen spielten die plötzlich Werbung in Form eines richtigen Videos ab, mit Ton. Ich hab gedacht ich spinne. Und AdBlock hats nichtmal blocken können. Besonders beschissen fand ich das, weil ich seit Oktober im Studentenwohnheim leider nen Mordsspeed habe, aber ganze 20GB Traffic im Monat. Und jedes mal nach dem Ausloggen hat das Video nicht nur genervt sondern auch noch ungefragt einige hundert KB mehr verbraten. Generell verbraucht Webrung viel zu viel Traffic, weils immer größer, bunter und beweglicher wird. Wenn der Trend mit richtigen Werbevideos jetzt Einzug hält, dann gute Nacht.

Unbewegliche Werbung ist ja ok, so lange sie an unkritischen Stellen sitzt. Aber das andere Zeug verursacht unnötigen Traffic, verlangsamt den Seitenaufbau und geht auf die Augen. Leider hat auch CB diese sich bewegenden Dinger, was mich schon ein wenig stört und mich evtl. auch dazu bringen könnte den Blocker wieder zu aktivieren, so leid es mir tut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie sind animiert und das bietet nicht gerade entspanntes Lesen, wenn man dauernd von mehreren Seiten abgelenkt wird. ;)

Schlimm find ichs auch, wenn ne Seite lädt, teilweise den Inhalt schon anzeigt und dann nicht weiterlädt, weil erst noch die Werbung geladen werden will.
 
Robo32 schrieb:
Aber sie halten die Klappe und sind auch nur in der Ecke... - wo ist das Problem ?

Naja, da zuckts und blitzt es gewaltig und es lenkt vom eigentlichen Content der Seite ab (was ja auch genau der Zweck ist). "Jetzt kaufen" blitzt rum wie in einer schlecht gemachten Parodie. Mich stört das beim Studium einer Seite oder eines Forums gewaltig. Wenn ich Action auf dem Schirm will, mache ich einen Film oder ein Spiel an. Aber wenn ich lesen will, brauche ich Konzentration. Als ADDler kann ich sowas auch schlecht Kopfmäßig ausblenden und hab sowieso eine kurze Aufmerksamkeitsspanne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Besonders genervt hat mich in letzter Zeit Web.de. Nach jedem Ausloggen spielten die plötzlich Werbung in Form eines richtigen Videos ab, mit Ton.

Ton in Webseiten ist wirklich nervig. Der kommt immer im unpassendsten Augenblick und ist dann meist auch noch extrem übersteuert. Das Häkchen bei "Geräusche in Webseiten zulassen" werde ich jedenfalls so schnell nicht mehr standardmäßig aktiviert lassen.

Schlimm find ichs auch, wenn ne Seite lädt, teilweise den Inhalt schon anzeigt und dann nicht weiterlädt, weil erst noch die Werbung geladen werden will.

Besser als umgekehrt ;)
 
Also zahlen würde ich für Informationen (News) im Netz auch nicht. Man findet ja eh immer irgendwo etwas, wo man die Informationen umsonst herbekommt.
Ich lese gerne morgens nach dem Aufstehen Nachrichten im Netz zu ner Tasse Kaffee. So wie Zeitung eben. Wenn ich schon zahlen müsste, dann würde ich eher noch zur Tageszeitung greifen. Die kann man doch auch noch mitnehmen...
Oder würde das Radio benutzen. Und da zahl ich ja dann auch dafür (GEZ). Gegen Werbung hab ich nichts so lange dies in Form von Bannern an den Seitenrändern geschieht. Diese Popups die einem mitten ins Bild springen, mit nach unten scrollen und beim Click auf "Schliessen" denoch ihren Link öffnen sind hingegen unverschämt. Da benutze ich auch nen Werbeblocker.
 
_cLanForce schrieb:
Ich frage mich gerade, wie ne Zeitschrift finanziert wird. Ist es nicht so, dass man über ein Produkt einen Artikel schreibt, dafür vom Hersteller einen Betrag X bekommt und nebenbei verdient man sich noch ein kleines Zubrot mit bissel Werbung. Natürlich hat man noch die ganzen Unkosten für Druck und Verbreitung der Zeitschrift. An den 5€ pro Zeitschrift verdient man sich daran mit Sicherheit nicht ne goldene Nase. Das hat man bei Onlineinhalten alles nicht. Ok, man braucht nen gescheiten Server und ne Internetverbindung. Aber ich bin sicher, wenn man viel Gutes über den Hersteller schreibt, bekommt man sowas recht kostengünstig. Das hängt natürlich auch von der Größe der Seite ab. Wie auch immer...Zumindest wissen jetzt die Seitenbetreiber darüber bescheid, dass sie mit der Mehrheit der Nutzer kein Zusatzgold verdienen können.


Ich glaub du verkennst das gewaltig. Es sind die gedruckten Magazine, die die Verlagshäuser am Leben halten. Schau da doch mal rein, 30% des Heftes sind mitunter Werbung und in den Branchen wird richtig viel dafür gezahlt. Doch da jedes Jahr die Leserzahlen richtig stark zurückgehen, die sich Hefte für 5 Euro kaufen, weil es alles im Internet gibt, müssen sich die Häuser umsehen, wie sie ihre Leute bezahlen können.

Online wird aber ein Bruchteil dessen gezahlt, was man für eine Anzeige im Heft abdruckt. Deshalb bibbern die Verlagshäuser alle, weil das ohne Stellenstreichungen nicht über die Bühne gehen wird. Darunter leidet dann aber wieder die Qualität usw. Eine Spirale die zu nix wirklich gutem führt, denn letztendlich verlieren alle, auch der Leser, der schlechte Quli oder nur noch DPA-Pressemeldungen 1:1 kopiert auf jeder Seite vor sich sieht. Dies ist der erste Schritt, weil sich die Häuser kein Personal für eigenen Meldungen leisten können, also drücken sie DPA nen 5er in die Hand und kopieren das Ding 1:1.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Nightkin:
Freiwillige Zahlmodelle funktionieren auf breiter Front (noch) nicht. Dafür gibts mehr als genug Beispiele. Da braucht die Menscheit noch einige Zeit, besonders hier in D.
 
Ich binn auch für das nichtbezahlen bzw kommt immer drauf an, aber Werbung so wie hier auf CB und vielen anderen Seiten stört mich so eigentlich nicht, nehme ich gerne im Kauf solange nicht zig Popups aufgehen.
 
hallo, ich zahle schon für den internet anschluss, soll ich bald für jede benutzte seite zahlen :freak:
 
@Nightkin:
z.B. CD-Verkäufe.
http://www.tonspion.de/neues/neueste/244845

Die Ergebnisse sind noch sehr unzuverlässig und man weiß noch nicht genau, wie man sicher Geld verdienen kann bzw. die Resonanz auf ein Projekt einigermaßen prognostizieren kann. Auch darfst du Programme nicht mit Websites vergleichen, da ist die öffentliche Wahrnehmung noch eine Andere - und die ist letztendlich ausschlag gebend, was die Zahlungsmoral angeht. Weiterhin geht´s um Finanzier- und Planbarkeit. Eine Horde Leute, welche Open Source entwickeln und sich auf freiwilliger Basis bezahlen lassen ist eine gute Idee, welche aber nicht überall greifen kann. Was in einem Markt klappt, scheitert in einem Anderen. Ein gutes Beispiel für die eine Seite ist Wikipedia oder diverse Open Source CMS, für die andere der Markt der Betriebssysteme im privaten Sektor und größere, technologisch komplexe Projekte welche mit einer hohen Erstinvestition belastet sind.

@Jeger:
Zwei paar Stiefel. Die einen bieten die Leitungen, die Anderen den Inhalt. Fürs Fernsehen "zahlst" du auch durch Werbung, obwohl du den Kabelanschluss blechst. Oder du nutzt PayTV, da zahlst direkt. Wo ist da der Unterschied zum Web, wenn man nicht von Usern selbst erstellte Inhalte nimmt, also kommerzielle Seiten?

@Topic:
Ich denke, dass man da nie eine pauschale Aussage treffen können wird. Letztendlich wird es sich Dritteln in User generated Content und freiwillige Bezahlung (kostenlos, optional bezahlt), bezahlte und gut recherchierte Inhalte/Services und "richtige" Onlineapplikationen, welche entweder durch Werbung, einmalige Bezahlung oder Abomodelle finanziert werden. Wie viel Anteil jeweils die verschiedenen Parts einnehmen werden, weiß nicht mal meine Glaskugel *Kugel polier und einpack* :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Volker schrieb:
Wenn ich in unser Feedback schaue, da zeigt sich doch genau das Bild. Gestützt wird dies von unser internen Statistik, die zeigt, wieviel Prozent nen Werbeblocker nutzen.

Also da muss ich jetzt auch mal etwas zu sagen. Ich gehöre nämlich zu den Leuten mit Werbeblocker und ich erkläre Dir jetzt mal, weshalb ich einen Werbeblocker einsetze:

Wenn man auf einer Internetseite einen Text lese (Artikel, Test, ...), dann muss so etwas natürlich finanziert werden und ich habe KEIN Problem mit Werbung dabei.

Aber: Wenn oben, unten, zwischendurch, rechts und im Hintergrund Flashbanner durchgängig blinken und blitzen, wird das Lesen des Textes derart anstrengend, dass ich nach 2 Sätzen sofort solche Seiten schließe. Diese ganzen Animationen stören das Gehirn nachweislich dabei dabei die Aufmerksam auf den Text zu richten (das ist natürlich der Grund, warum die Banner so gestaltet werden). Zusätzlich gibt es dann auch mind. 1 Flashbanner, der ungefragt die Soundausgabe startet oder ein Video streamt usw. Und hier geht auch das Konzept solcher Seiten nicht auf:

Auf der einen Seite wollen die Leute durch interessante Inhalte Menschen auf ihre Seiten ziehen, aber andererseits verhindern sie aktiv, dass die Leute den Inhalt auch entspannt und konzentriert aufnehmen und verarbeiten können.

Hinzu kommt dann meist noch, dass pro Satz 10 völlig beliebige Wörter ein Popup hervorrufen mit Werbung drin, dass gleich aufpoppt, sobald man aus Versehen die Maus darüber bewegt hat. Die Wörter sind dann auch noch schön bunt hervorgehoben, damit das Lesen des eigentlichen Inhaltes noch anstrengender und nerviger wird.

Ich kann wirklich nicht verstehen, dass sich Leute auch noch ernsthaft darüber wundern, dass sich die Leute das nicht antun wollen.
Mir tut es zwar immer auch Leid, dass da die Seiten betroffen sind, die verhältnismäßige Werbung schalten, aber mal ehrlich: Die Anzahl dieser Seiten ist ohnehin verschwindend gering.

Entweder verhältnismäßige, unanimierte Werbung oder - wenn man (aus welchen Gründen auch immer) nicht in der Lage ist sein Angebot so zu finanzieren - Paid-Content.

Ja, die Zahlungsmoral im Internet ist schlecht. Das weiß ich auch und ich finde Kritik daran auch vollkommen berechtigt und wäre prinzipiell auch bereit für Inhalt zu zahlen. Aber ich finde es wirklich fast schon eine Frechheit, dass Du die Leute kritisiert, weil sie sich Flash-Demo-Seiten mit ein paar zeilen Text zwischendurch nicht anschauen wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, am besten direkt vom Konto abbuchen - Rechnung online.

Man gehe auf Google und suche nach Windows - ergibt ~991.000.000 Treffer zu 1 Cent/Stück...
 
@ FredKune

Ich darf mich jederzeit beschweren, schließlich stell ich meine Arbeit auch dir KOSTENLOS zur Verfügung. Aber gerade durch das Forum und die Nutzer dessen, die das auch kostenlos haben, kommen so viele Anwaltsschreiben rein, die bearbeitet/bezahlt werden müssen, dann muss neue Testhardware her, die Server und vieles andere an Rechnungen mal ganz außen vor. Und woher kommt das alles? Genau, Werbung.

Dass du alle Seiten über einen Kamm scherst, spricht nicht grad für dich. Aber es wird immer Leute geben, die sowas nicht verstehen. Leider ist Deutschland in der Position Spitzenreiter, was sich hier und heute hervorragend beweisen lässt.
 
Oh ich böser, ich sehe hier sehr häufig rein, habe einen direkten Link im Browser und mag die Tests, werde Adblock für die Seite mal ausstellen.
Reicht es das Häckchen in der Adonverwaltung vor Computerbase zu entfernen?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Wintermute:
Ich dachte eigentlich, wir reden von Internet-Inhalten.

Zu Deinem Link:
"Die große Musikindustrie ist offenbar nicht in der Lage, für ihre Künstler tragfähige Geschäftsmodelle im Internet zu entwickeln."
Der erste Satz besagt bereits, dass es in dem Fall die Musikindustriewar, die wieder mal nicht in der Lage war, sich ein gescheites Modell auszudenken.

Abgesehen davon, dass es sich bei Musik nicht um klassische Internet-Inhalte handelt, überzeugt mich dieses Beispiel schon deshalb nicht, weil man es auch zur Stützung meiner These verwenden kann. In dem Artikel wird selbst auf das Radiohead-Album hingewiesen, dass sich super verkaufte, obwohl es schon vorher _kostenlos_ im Netz zu haben war. Andere Künstler belegen das ebenfalls, z.B. David Bowie. Auch für neue, noch unbekannte Künstler bietet das Netz als Verbreitungsmedium ein ungeahntes Sprungbrett im Vergleich zum angestaubten Platten-Knebel-Vertrag.

Aber du schriebst ja von "mehr als genug" Beispielen, deshalb kannst du doch sicher noch andere nennen?
Ich habe ja immerhin auch einiges aufgezählt, wo das Freiwillige-Bezahlen-Modell offenbar funktioniert, z.B. Wikipedia und viele Linux-Communities und (-distris). Diesmal aber bitte aus dem Gebiet des klassischen Internet-Contents, also hauptsächlich Nachrichten und Informationen.



PS: (@ CB) Hilf es CB wirklich, den Werbeblocker auszustellen? Ich meine: Lassen sich die Auftraggeber Werbung die Statistik eurer Seite zeigen um zu sehen, wie viele User dennfiltern?
 
Zuletzt bearbeitet: (PS)
Zurück
Oben