News Internet-Nutzer wollen nicht für Inhalte zahlen

Volker schrieb:
dann muss neue Testhardware her, die Server und vieles andere an Rechnungen mal ganz außen vor. Und woher kommt das alles? Genau, Werbung.

Kriechen euch die Firmen nicht in den Arsch mit kostenlosen Referenzexemplaren, um verhältnismäßige Artikel von ihren Produkten online zu sehen?
Ist es nicht die Menge der Community, die allein durch ihre Existenz potenzial schafft?
Soll keine Unterstellung manipulierter Berichterstattung sein, sondern auf "unkoventionelle" Werbemethoden hinweisen.
 
hoosty schrieb:
Naja, da zuckts und blitzt es gewaltig und es lenkt vom eigentlichen Content der Seite ab...

Kann ich versteheen - ich muss mich dagegen anstrengen um solche Werbung überhaupt zu registrieren ;) ( im TV schaue ich auch keine - Umschaltzeit <1s ).

Das problem mit der Finanzierung bleibt jedoch weiterhin bestehen und einige Seiten werden es nicht überleben wenn jeder alles abblockt - so lange die Werbung nicht mitten im Bildschirm aufgeht, sollte man zumindest bei den Seiten die man oft und gerne nutzt diese auch zulassen >quit pro quo<
 
Robo32 schrieb:
Das problem mit der Finanzierung bleibt jedoch weiterhin bestehen und einige Seiten werden es nicht überleben wenn jeder alles abblockt - so lange die Werbung nicht mitten im Bildschirm aufgeht, sollte man zumindest bei den Seiten die man oft und gerne nutzt diese auch zulassen >quit pro quo<

Naja, bei gewissen Seiten würde ich durchaus Fördermitglied werden wollen. Aber leider sind die Webmaster dermaßen scheuklappig, dass sie lieber weiter eplilepsiebegünstigende Werbung schalten.
Stille Werbung bei CB und ich lass es zu, kein Problem. Aber kein geflashe!
 
Puzzler schrieb:
Kriechen euch die Firmen nicht in den Arsch mit kostenlosen Referenzexemplaren, um verhältnismäßige Artikel von ihren Produkten online zu sehen?
Ist es nicht die Menge der Community, die allein durch ihre Existenz potenzial schafft?
Soll keine Unterstellung manipulierter Berichterstattung sein, sondern auf "unkoventionelle" Werbemethoden hinweisen.

Alles gibt es nie. Man stellt Anfragen, bekommt etwas oder nicht. Manchmal braucht man halt spezielles Zeug, dann hilft auch mal die Anfrage an einen Shop. Aber ab und an muss halt auch mal was gekauft werden, vor allem halt solches Zeug, was dauerhaft benötigt wird und nicht nach 14 Tagen wieder zum Hersteller zurück kann, was in den meisten Fällen so ist. Fangen wir einfach mal bei Windows 7 an, dann die Festplatten auf denen man dies installiert - alles nur Beispiele, die Liste kann man im Bereich Hardware auch noch gut verlängern. Klar, alles einzeln ist nicht viel, aber es gibt hier ja nicht nur ein System. Dafür ist halt auch die Werbung da, schließlich kommt es auch wieder den Tests auf der Seite zu Gute.

Robos32s Spruch am Ende trifft es deshalb wohl recht passend.
 
Volker schrieb:
Ich glaub du verkennst das gewaltig. [...] Deshalb bibbern die Verlagshäuser alle, weil das ohne Stellenstreichungen nicht über die Bühne gehen wird. Darunter leidet dann aber wieder die Qualität usw. Eine Spirale die zu nix wirklich gutem führt, denn letztendlich verlieren alle, auch der Leser, der schlechte Quli oder nur noch DPA-Pressemeldungen 1:1 kopiert auf jeder Seite vor sich sieht. Dies ist der erste Schritt, weil sich die Häuser kein Personal für eigenen Meldungen leisten können, also drücken sie DPA nen 5er in die Hand und kopieren das Ding 1:1.
Du verkennst Ursache und Wirkung. Nicht das Internet und der Nachrichten-Boom haben zu schlechterer Qualität geführt, schonmal in den letzten 10 Jahren einen Spiegel aufgeschlagen? Der Focus hatte bei seiner Erstausgabe '93 mehr Niveau und Qualität, wobei der mittlerweile irgendwo zwischen Bunte und Bild streunert. Vom Stern nicht zu reden. Verabscheuungswürdige Portale wie shortnews haben gezeigt, dass auch Nicht-Journalisten schlecht recherchieren und von der dpa kopieren können, interessanterweise ohne Qualitätseinbußen. Durch das Internet haben dies viele frühere Printmagazinleser bemerkt und eben jenen abgeschworen.
Wieso veröffentlichen Verlage ihre Arbeit online kostenlos? Weil sie wissen, dass niemand dafür bezahlen würde, weil sie nichts wert ist! Als Lektüre im Wartezimmer reicht sie im besten Falle.

Was viele Verlage jedoch nicht zugeben wollen, ist dass ihnen mindestens ebenso viel Konkurrenz im TV droht (teilweise von Produktionen in ihrem Namen!), denn noch nie gab es so viele Reportagen und Berichte zu aktuellen Themen, da kann ein Printmagazin, das meist erst 2-5 Wochen später dieses Thema aufgreift einfach nicht mithalten. Wer keinen Mehrwert hat kann auch keinen verkaufen (CB würde ja auch nicht auf die Idee kommen, für die Meldungen, die es auf anderen Plattformen schon tagelang gibt, Geld zu verlangen; genau das wird aber momentan versucht), komischerweise haben Blätter, die wirklich gute Arbeit leisten keine Probleme zahlende Onlinekunden zu finden. Genau wie wohl auch die meisten hier für Harwaretests, die sie interessieren und zur Kaufentscheidung beitragen, bezahlen würden (oder für eine ausführlichere Version), von den Audiotests mal abgesehen...

Es wurde nicht nur mal wieder die komplette Internetentwicklung verschlafen und jetzt wird versucht dies Alles zu kompensieren, nein, sogar die Entwicklung im Fernsehen wurde verschlafen. Was anderes als die Kündigung haben Manager und Chefredakteure da verdient?
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja allein die Kosten um überhaupt das Internet ordentlich zu nutzen kosten schon einiges, kein Wunder. Solange Werbung nicht penetrant mitten im Sichtfeld aufpopt und weggeklickt werden muß habe ich nichts gegen Werbung. Die meisten ordentlichen Seiten haben das ja begriffen, wie auch CB und machen es Dezent.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das dumme am Internet ist eben. Anfangs gab es so gut wie keine kommerziellen Inhalte, nur konventionelle Medien. Nach und nach ist das Internet überschwemmt worden mit unzähligen immer neueren Geschäftsideen. Die Ursprungsmentalität ist aber geblieben. Quasi von User für User, Motivaion ist oder war Ding eum ihrer selbst Willen zu machen/erschaffen.
Warum also sollte ich Rücksicht auf Gewerbeschaffende nehmen, die hier nicht erwünscht sind?
Den Firmen geht es nämlich niemals um Kostendeckung, sondern Indexsteigerung, Rendite und Gewinnmaximierung. Und deren Idee, die sie von Anfang an hatten, als es noch "keine" Firmen im Internet gab:
Wie kann ich mit diesem (blöden) Internet Geld verdienen?

Wie tatsächlich mehrkostenaufwändige Projekte, ich kann nicht beurteilen, ob CB dazugehört. (Volker scheint der Meinung zu sein) finanziert werden, sprich ihre laufenden Kosten ohne Werbung und direkte Zahlungsaufforderung an den "Kunden" laufen soll, sollte intensiver untersucht werden. Letztendlich handelt es sich eben nicht um Kunden, sondern gleichberechtigte User.

Der Schwerpunkt des Schaffens hat sich einerseits aus Interesse und andererseits aus logistischen Gründen in eine Richtung verlagert. Oder hatte z.B. Volker von Anfang an kommerzielle Interessen, Test/Artikel/News usw zu verfassen/durchzuführen?
 
@ Volker:

Leider hast du meine letzten beiden an dich gerichteten Äußerungen nicht beantwortet. Könntest du dich bitte mal kurz dazu äußern, ob das deaktivieren des Werbe-Blockers CB hilft oder nicht?
Sprich ob die Anzahl der Werbeaufträge, die ihr habt bzw. schaltet, davon abhängt, wie viele User einen Blocker benutzen. Dürfte auch vonn allgemeinem Interesse sein, einige hier haben ja schon signalisiert, den Blocker für CB abstellen zu wollen.
 
Ja es gibt unterschiedliche Arten von Werbung. Manche über eine bestimmte Anzahl Einblendungen, einfach um gesehen zu werden (unterwewusst und so), andere brauchen Klicks direkt oder per Refer. Helfen tut es CB in jedem fall, denn sonst würden wir ja keine Werbung schalten. Zum Spass machen wir das ja auch nicht.
 
Ohne alles gelesen zu haben möchte ich mal auf Volkards Aussage eingehen:
Wenn ich in unser Feedback schaue, da zeigt sich doch genau das Bild. Gestützt wird dies von unser internen Statistik, die zeigt, wieviel Prozent nen Werbeblocker nutzen. Die Umsonst-Mentalität der Leute aus den Köpfen zu bekommen, schafft wohl die aktuelle Generation nicht mehr. Zu viele Leute erwarten immer alles auf dem Silbertablet, ohne dafür auch nur einen kleinsten Gegendienst anzubieten.
Ich weis ja nicht wo genau ich da nun auftauche, da ich nicht genau weis wie ihr das messt. Ich selbst befürworte zwar das Werbungsprinzip jedoch habe ich oft alle möglichen Skripte gesperrt, so auch z.B. Javaskript welches sehr oft für das Darstellen für Werbung genutzt wird so dass ich teilweise keine Werbung angezeigt bekomme. Gerade in diesem Fall sind die Leute die auf solche Techniken setzen weil sie vermeidbar sind und meist nur von irgendwelchen inkompetenten Leute für wichtige Dinge genutzt werden, einfach selber schuld wenn sie kein Geld mehr mit Werbung verdienen!
 
Dass Deutschland im Gegensatz zu den USA (von den anderen weiß ich es nicht) so schlecht bezüglich der Bezahlmoral da steht, hat meiner Ansicht nach einen einfachen Grund: Hier zahlt man im Allgemeinen nicht nur für die Dinge, die man nutzt (was fair ist), sondern auch für Dinge, die man nicht nutzt. Die Zahlung für den gewünschten Inhalt ersetzt nicht andere Zahlungen (für ungewünschte Inhalte), sondern kommt "oben drauf".

Die meisten Beispiele hierfür kommen nicht aus der virtuellen Welt, sondern aus der realen - man siehe nur die ganzen Diskussionen zur Zahlung der GEZ-Gebühren: Wieviele sagen, "Öffentlich-Rechtliches schaue ich nicht, daher will ich nicht bezahlen"? Man zahlt aber trotzdem, weil man ja könnte. (Provokation: Deren Problem, wenn sie keine Kontrolle darüber haben, wer ihr "Produkt" erhält. Das ist ein bisschen wie die Ware, die einem ungefragt zugestellt wird mit folgender Zahlungsaufforderung.)
Wer Pay-TV hat, zahlt dies auf die Kosten des Kabelanschlusses und der GEZ drauf, auch wenn er nichts Anderes sehen will.
Ich sehe z.B. überhaupt kein fern mehr, zahle es trotzdem mit, weil es Teil meines Inet-Anschlusses ist. (Ist nicht die Welt, aber es geht um die Logik hier.)
Außerhalb der Medienwelt gibt es die meisten Beispiele:
- Gesetzl. Krankenkassen (über 200 an der Zahl) und Praxisgebühr,
- KFZ-Steuer und Mineralölsteuer + Ökosteuer

Ich denke, dass der Nutzer in Deutschland deswegen gegenüber Zahlinhalten misstrauisch ist. Zumindest geht es mir so.
Bei jedem (Erfolgs-)Produkt gibt es zuviele, die mitverdienen wollen. Man denke nur an die Musikindustrie: Wieviel pro CD bekommt der Künstler selbst? 0,60€? Da gebe ich ihm lieber 2€ direkt für die ganze Musik ohne Datenträger, Cover, Verpackung, Versand, Werbung/Marketing und Sekretärin des Plattenbosses.
Wieviel meines Krankenkassenbeitrages geht an die Ärzte und in Medikamente statt in überladene Verwaltung?
Hier 10€, da noch einmal 8€, dann woanders 15€ und am Ende fragt man sich, wo das ganze Geld hin ist - man hat ja noch gar nichts genutzt. Und dann noch draufzahlen? Man fühlt sich als zahle man 30€ Eintritt ins Stadion - ein Platz, von dem aus man das Spiel sehen kann, kostet aber 15€ extra.
Das Problem ist also nicht unbedingt eines, das Inhalte-Anbieter verursachen. Aber sie leiden darunter, dass die Grundstimmung so ist.

Zum Thema Bezahl-News: Ich sehe das Problem, dass eine Zeitung ca. 1€ kostet, ein Artikel aber 0,50€ kosten könnte. Klar, man liest nicht die gesamte Zeitung, aber wie bei der Diskussion um illegale Downloads gilt auch hier: Wieviele Artikel liest man, weil sie einen wirklich interessieren und wieviele, weil man einfach "nicht abgeneigt" ist. (Ich gehöre zu den gebildetsten in meinem Freundeskreis, eben weil ich manchmal auch Themen erkunde, die eher zum Rand meiner Interssengebiete gehören.) Realistisch wären also 1-5 Cent pro Artikel. Und selbst dann würde ich sehr schnell anfangen zu filtern, da ich sicherlich bei 50€ zusätzlich im Monat wäre. Dann tritt also ein, was jemand weiter oben schon geschrieben hat: Informationen nur für Reiche, Halbwissen im Tickerformat für Arme. Die Tagesschau müssten all diese aber trotzdem noch bezahlen.
Das Pay-per-X-Modell ist einfach nicht Realität, solange nicht alles einzeln gezahlt bzw. bei Nicht-Nutzung nicht gezahlt wird.

Anmerkung: Es ist nicht meine Meinung, dass man die ÖR Sender abschaffen sollte oder alles einzeln bezahlen sollte. Ich habe nur versucht grundsätzliche Fehler aufzuzeigen, die den Ansatz von Bezahlinhalten im Internet "belasten". Darüber inaus entschuldige ich mich für den langen Post, aber die Vielzahl an Beispielen und Ausführungen erachte ich für nötig, um aufzuzeigen, dass die Grundstimmung des "Zur-Kasse-Gebeten-Werdens", die ich für das eigentliche Problem halte, vorhanden ist.

Ach so: Werbung blocke ich gar nicht. Seiten, die aber damit überfrachtet sind, besuche ich einfach nicht bzw. verlasse ich wieder schnell. Dadurch ergibt sich auch eine Art der Selbstregulierung, denke ich.
 
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Amen Pater DanMan, besser hätte ich es auch nicht sagen können. :schluck:
 
... ich werde auch nicht für Inhalte bezahlen, wenn ich meine Informationen gleichzeitig noch irgendwo anders kostenlos bekomme!

Doch gleichzeitig habe ich auch nichts gegen jegliche Werbung und bin nicht grundsätzlich so anmaßend immer einen Werbeblocker zu verwenden ... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Robo32 schrieb:
Kann ich versteheen - ich muss mich dagegen anstrengen um solche Werbung überhaupt zu registrieren ;) ( im TV schaue ich auch keine - Umschaltzeit <1s ).

Das triffts gut, ich hab vorhin versucht mir die Google Adsense Werbungen auf CB anzusehen aber mein Verstand blendet den Text irgendwie aus :lol:

Dann hab ich die Links aber einfach angeklickt um euch zu unterstützen :cool_alt:
 
@ Volker:
Danke. Dass ihr das nicht zum Spaß macht, ist schon klar, ich kenne mich nur einfach mit dem technischen Teil der Werbeanzeigen im Internet nicht so aus. Zeitungen (aus Papier) schalten ja auch Werbeanzeigen, ohne dass die Werbenden wissen, ob der Leser die Anzeige tatsächlich beachtet. So gesehen könnte es ja auch sein (bezogen auf die Werbung, die keine Klicks braucht), dass ihr die Werbeangebote bzw. -aufträge trotzdem bekommt, obwohl die Werbenden nicht wissen, wie viele CB-User einen Filter haben und die Anzeige tatsächlich sehen.

@ BPhoenix:
FULL ACK, JavaScript ist bei mir auch grundsätzlich aus. Ein weiteres wichtiges Argument: Über einige dieser ganzen Skriptgeschichten verbreitet sich auch gern mal Schadcode, so dass es im Grunde kontraproduktiv ist, unsichere Techniken für die eigene Werbung zu nutzen.

@ DanMan:
Wieso sind KFZ-Steuer sowie Mineralöl- und Ökosteuer ein Beispiel für etwas, das man zahlt, obwohl man es gar nicht benutzt? Soweit ich weiß, zahlen diese Steuern nur Autofahrer, also die Nutzer.

@ Thaquanwyn:
Zum Glück bin ich nicht so anmaßend, Leute, die Werbeblocker nutzen, als anmaßend zu bezeichnen.
 
Man darf ja auch nicht vergessen, dass es beim Blocken auch um Selbstschutz geht. Hinter jedem Banner kann eine Abofalle oder ein Trojaner lauern, Google setzt Cookies bis 2014, ebay setzt Flash Cookies uswusf. Der Schutz der eigenen Daten kann auch nicht überbewertet werden.
 
Wow. Es gibt also Leute die lieber nichts bezahlen?
:lol:
Ja ja. Kommt halt drauf an.
 
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Dass Deutschland im Gegensatz zu den USA (von den anderen weiß ich es nicht) so schlecht bezüglich der Bezahlmoral da steht, hat meiner Ansicht nach einen einfachen Grund: Hier zahlt man im Allgemeinen nicht nur für die Dinge, die man nutzt (was fair ist), sondern auch für Dinge, die man nicht nutzt. Die Zahlung für den gewünschten Inhalt ersetzt nicht andere Zahlungen (für ungewünschte Inhalte), sondern kommt "oben drauf".


richtig. Aber wieso für Webseiten zahlen, was denn konkret?

Für die Interseite einer Bank zahle ich ja indirekt eh schon wenn ich Kunde da bin. Außerdem hätte es für die Bank zb auch wenig sinn das ganze sich nochmal extra bezahlen zu lassen, dann rennt nen Großteil der Kunden wieder in die Filiale und das Personal kostet da sicher mehr als ne Internetseite.

Oder wenn ich mich über eine Firma schlau machen will, sei es Bank, Versicherung etc, wieso soll ich nur fürs draufsurfen bezahlen? Die Firmen wollen doch MICH als Kunde. Was kommt als nächstes? Für Werbespots im TV zahlen, immerhin haben die Firmen ja Ausgaben die nicht wieder reinkommen wenn keiner kauft;)

Außerdem nur weil etwas genutzt wird heißt dass ja noch lange nicht, dass es auch genutzt werden würden wenn man zahlen müsste.
Ich würde für Webseiten jedenfalls nicht zahlen, solange ich die Informationen woanders her kostenlos bekomme. Mal angenommen man müsste für News rund um den PC bezahlen, ich denke dann würde ich eher komplett auf diese Informationen verzichten anstatt dafür zu bezahlen.

Und auch bei den Sachen wo man zahlt, heißt das ja lange nicht noch nicht, dass es da auch dann wenigstens Werbefrei ist. Beispiel GEZ, ARD, ZDF, die ÖR bekommen ihr Geld, doch dennoch läuft Werbung dort, wird einfach doppelt kassiert eben.


Wieso sind KFZ-Steuer sowie Mineralöl- und Ökosteuer ein Beispiel für etwas, das man zahlt, obwohl man es gar nicht benutzt? Soweit ich weiß, zahlen diese Steuern nur Autofahrer, also die Nutzer.
Wieso muss ich genausoviel KFZ bezahlen ob ich nun einmal im Monat mit dem Auto fahre oder einmal in der Woche?
Wieso muss ich Steuern zahlen auf ein eigenes Haus, welches einfach nur auf meinem eigenen Grundstück steht....

Wieso muss ich als Student für die Kita zahlen, obwohl ich gar kein Kind habe.....

Wieviel pro CD bekommt der Künstler selbst? 0,60€? Da gebe ich ihm lieber 2€ direkt für die ganze Musik ohne Datenträger, Cover, Verpackung, Versand, Werbung/Marketing und Sekretärin des Plattenbosses.
Naja da hat jeder vllt seine ganz eigene Meinung. Ich sehe es jedenfalls nicht ein für Musik zu zahlen, wenn ich dann bei MTV die Villen der Stars sehe und deren Fuhrpark und lese wieviel Millionen Dollar jemand wieder für ein Film, Album bekommen hat etc. Dies mag vllt nicht auf alle Künstler zutreffen. Aber wenn jemand mit einem Film 10mal soviel verdient wie manch andere Person in einem ganzen Leben durch Arbeit 8 Stunden Tag etc fehlen da doch irgendwo die Relationen....

Und demnächst muss man dann auch beim Verlassen eines Warenhauses zahlen wenn man nix gekauft hat, immerhin wurde einem ja ein Angebot an Waren bereit gestellt und man hat den Boden ja auch beschmutzt....
 
Zuletzt bearbeitet:
Rach78:

Mir scheint, du kommst da bei deinen ganzen Beispielen durcheinander, was private und öffentliche "Abgaben" angeht.

Steuern zalht man meines Wissen nicht für ein Haus, sondern für das Grundstück selbst. Das hat etwas mit dem Wohl der Allgemeinheit zu tun und ist grundgesetzlich verankert (siehe Art. 14 Abs. 2 GG).
Im Grunde sieht das bei allen Steuern (öffentlich) so aus. Man finanziert damit den Staat und somit die Allgemeinheit. Ebenso bei den Kita-Gebühren (die soweit ich weiß aber für Eltern, die ihre Kinder dort unterbringen, erhoben werden - in der Zusammensetzung meines Semesterbeitrages ist die Kita meiner Uni nicht aufgeführt.
Wenn es bei dir tatsächlich anders ist, könntest du die Kosten als Motivation betrachten, ein Kind zu bekommen. Wie gesagt, bei Steuern hat Vieles mit der Allgemeinheit und auch mit Psychologie zu tun.

KFZ-Steuer bezahlt man dafür, dass man ein Auto _hat_, nicht dafür wie oft man damit fährt (Mineralölsteuer). Ein Auto geht zu Lasten der Allgemeinheit, auch wenn man nicht damit fährt. Es stellt zum Beispiel ganze Innenstädte zu. Wer in einer großen Stadt wie Frankfurt a.M. wohnt, wird mir zustimmen - auf manchen Gehwegen hat man hier als Fußgänger Probleme, weil alles zugeparkt ist.

Alle diese Beispiele haben meiner Meinung nach aber nicht mit dem Thema hier zu tun, denn es geht hier um privatwirtschaftliche Existenzen.


Außerdem gibt es auch Beispiele der öffentlich-rechtlichen, die komplett werbefrei sind. Nächstes Mal also nicht SWR3 hören, sonderns stattdessen HR2 oder Deutschlandfunk. ;)
 
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