KH-Verstärker Ja oder Nein?

Mrpercy

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Hallo Leute,

habe mir vor kurzem die "Philips Fidelio X2" zugelegt. Betrieben werden die momentan durch meine OnBard-Soundkarte des MSI-H97 Mainboard. Bin eigentlich relativ zufrieden. Musste lediglich den Lautstärkeausgleich aktivieren und die Werte im Equalizer hochstellen, da die KH sich beim ersten Probehören sehr leise und dumpf anhörten.

Würde ein zusätzlicher Verstärker die Soundqualität noch etwas steigern?

Danke für die Antworten
 
Die Frage ist immer, was du hören willst. Ein anderer Kopfhörerverstärker verändert den Klang vielleicht in eine andere Richtung oder ist sogar realitätsnaher, aber ob es dir dann gefällt?
Solange du keine Störgeräusche hast, würde ich erstmal bei dem Onboard bleiben.
 
Eigentlich dürfte der aber nicht am Limit laufen, 30 Ohm sind jetzt nicht so besonders schwer zu betreiben, dass sollte jedes Handy hinbekommen :)
 
FranzvonAssisi schrieb:
Die Frage ist immer, was du hören willst. Ein anderer Kopfhörerverstärker verändert den Klang vielleicht in eine andere Richtung oder ist sogar realitätsnaher, aber ob es dir dann gefällt?
Solange du keine Störgeräusche hast, würde ich erstmal bei dem Onboard bleiben.

Danke erstmal für die schnelle Antwort. Genutzt werden die KH hauptsächlich für Filme und bisschen Musik. D.H. ordentlich Bass gute Stimmenwiedergabe. Bisschen Surround-feeling halt, da ich mir leider keine Anlage in die Wohnung stellen kann.
Das Problem an der Sache ist, dass ich keinen Vergleich habe. Ich weiß nicht was die Dinger leisten können. Dewegen will ich die so gut wie mögliche ausreizen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kopfhörer macht den Klang, nicht der Verstärker.Davon mal abgesehen: "Automatischer Lautstärkeausgleich" ausmachen (-> Dynamikkompressor) und im EQ nichts hochdrehen, sondern das, was zu viel ist, runterdrehen.

Edit: Davon mal abgesehen hat der Philips zu viel Bässe: https://www.kopfhoerer.de/test/philips-fidelio-x2/
Ein Beyer DT 770 Pro ist ja noch "neutral" dagegen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm. Also ich entnehme den techn. Daten, dass das Teil eine Impedanz von 30Ohm hat. Und wenn du schon schreibst:

die Werte im Equalizer hochstellen, da die KH sich beim ersten Probehören sehr leise und dumpf anhörten.

dann klingt das für mich so, als wär da etwas nicht so, wie es sein sollte. Andererseits: Ist es zufällig das MB hier?

https://de.msi.com/Motherboard/H97-GAMING-3.html

Das hat ja Audio-"Spezial" Ausstattung. Da geh ich davon aus, dass das Board mit 30Ohm locker klar kommen sollte. Als Richtlinie sagt man eigentlich, dass die KH-Impedanz mind. Faktor 8 der Ausgangsimpedanz der Verstärkers sein sollte. Aber Gut, der Wirkungsgrad der KH ist nicht übermäßig hoch und er verträgt dafür nicht soviel Leistung. Wenn der KH bei 1mW 100dB macht, dann macht das bei mir bei 500mW (angegebene max. Leistung des KHs), die der OnboardSound vermutlich nicht leisten wird, "gerade" mal knapp 124dB Pegel bei max. Leistung. Kann also sein, dass gerade bei Filmen mit hohem Dynamikumfang zu wenig rum kommt. Wenn es nicht laut genug wird, dann wäre da schon ein KHV angebracht. Aber ob der dadurch für dich sinnvoll besser klingen wird, mag ich bezweifeln. Wenn die Grundabstimmung nicht gefällt, ändert auch kein KHV selten etwas daran.

Ich weiß nicht was die Dinger leisten können. Dewegen will ich die so gut wie mögliche ausreizen.

Das ist Blödsinn. Man kauft sich doch keine Lautsprecher/Kopfhörer und sucht dann den Punkt (im Sinne der Audiokette, Lautstärke etc.), wo sie am theoretisch "besten" klingen. Man ist zufrieden oder nicht. Ist man an dem Punkt, wie man sie benutzen möchte nicht zufrieden, hat man die falsche Auswahl getroffen. Falls du verstehst, was ich meine.
 
Neben der Impedanz spielt ja auch noch der Wirkungsgrad mit rein und manche OnBoards sind auch recht leise. Wenn er den EQ hochstellt verbiegt es ihm halt auch den klang, die Arbeiten nicht wirklich verlustfrei.

Die Frage ist wie groß das Budget ist... günstiger Einstieg wäre eine Soundblaster Play! 3, richtig gut finde ich die SoundblasterX G5. Alternativ gibt's noch die ganzen USB DACs mit KHV.
 
Die Frage ist durchaus welches MSI-H97 du hast. Da gibt es div. Ausführungen mit eher miesem Soundchip und potentiell gutem.

Grundsätzlich sollte ein KHV (wenn es kein Tube Amp ist) den Klang nahezu gar nicht beeinflussen. An sich scheinen die Fidelio recht leicht anzutreiben Kopfhörer zu sein, aber meiner Erfahrung nach heißt das nicht das sie ohne AMP wirklich genug versorgt werden für entsprechenden klang.

Empfehlenswert ist es sowieso Kopfhörer Probe zu hören aber unabhängig davon wäre eine lösung eine Soundkarte oder eine externe Soundkarte mit KHV und Lautstärkeregler etc.
Gerne im "low Budget" wird der hier empfohlen: https://www.amazon.de/FX-Audio-DAC-X6-Optical-Amplifier/dp/B06XCNJCT1/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1512083759&sr=8-3&keywords=fx+audio
Der kann auch den Großteil aller Kopförer antreiben.
 
Wenn der Ausgang beispielsweise 10 Ohm hat, dann hörte sich das Ding tatsächlich falsch an. Das ist aber wirklich selten der Fall, wenn man ein halbwegs aktuelles Board hat. Aber wie bereits einige erwähnt haben, der x2 braucht nicht viel Leistung und ist leicht zufriedenzustellen.

Es klingt ein bisschen so, als brauchst du einen anderen Kopfhörer. Der x2 hat nur leichte Bassbetonung. Hast du dir mal den dt770 angehört? Bzw. was hast du sonst angehört?
 
Das mit der ausgans Impedanz ist so pauschal nicht richtig.

Das Variiert von Kopfhörer zu Kopfhörer. Es gibt 30 Ohm Kopfhörer die auch bei 120 Ohm kaum einer Änderung widerfahren und manche die da sehr anfällig sind.
Meistens werden auch eher die oberen Bässe Richtung Mitten angehoben was nicht selten sogar als angenehm empfunden wird.
 
"eigentlich relativ zufrieden"

Also bei einem hochwertigen Kopfhörer würde ich auch noch einen USB- DAC kaufen.

Kannst ja mal kaufen und ausprobieren..

Schließe mich Was_denn an. Der DAC X6 wäre ein Einstieg. Gibts aber auch nen 10er billiger und ist genau der Gleiche. Lieferzeit 2 bis 3 Tage.

https://www.amazon.de/FX-Audio-DAC-...ie=UTF8&qid=1512111974&sr=1-2&keywords=dac+x6

Oder eben weiter nach oben:

Roland UA M10
SMSL S6
O2+ODAC
Mayflower ARC
 
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Selbst ein billiger Soundchip kann gut implementiert sein. Ich hatte letztes Jahr meine Tests mit einem B85M-DGS durchgeführt, was einen ALC662 (in Anbetracht des Preises vom Mainboard eher ein Einsteiger-Chip) verbaut hat und der Chip kam locker klanglich auf das Niveau eines FiiO E10K / SMSL M3. Getestet mit Kopfhörern von 10-350€ (32-250Ohm).

Der Kopfhörer macht den Klang, das stimmt eigentlich durch und durch. Das einzige, was den Klang "verschlechtert" ist ein zu schwacher Verstärker, da verliert ein "besserer" Kopfhörer an Kraft, Dynamik, Tiefgang und co.. Das merkt man Anfangs nicht, weil man eben keinen Vergleich hat, aber spätestens wenn man einen Verstärker hat, der den Kopfhörer vernünftig antreiben kann, gehen einem die Ohren auf.
Wenn du eh schon kämpfst, dass du den Fader erhöhen musst um überhaupt auf Lautstärke zu kommen, dann macht ein Kopfhörerverstärker definitiv Sinn, aber dir würde schon ein Sabaj PHA2 reichen, wenn dein Onboard keine Störgeräusche von sich gibt (da das von Mainboard zu Mainboard unterschiedlich ist, musst du das selbst erhören).
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja gerade der Fiio ist kein vergleich zu einem FX-Audio und co. ^^

Das der Chip alleine nichts sagt ist klar aber Mainboards haben sich gerade früher nicht damit gerühmt besonders viel wert auf den Soundteil zu geben. Das hat sich halt geändert und gerade bei den ALC11+ Chips wird häufiger ein solides Setup mit Amp und co. aufgebaut.

Gerade in der letzten zeit ist ja das Thema Sound meiner Meinung nach erst richtig Present geworden. Immer mehr externe DAC/AMP Combos für wenig Geld und immer mehr Leute greifen gefühlt zu richtigen Kopfhörern. Sogar der Gaming Headset Bereich wird immer öfters mit soliden Kopfhörern ergänzt.
Ungefähr genauso wie der Anstieg an Optisch aufwändigeren Gehäusen, "Gaming" Monitore etc.
 
Gerade in der letzten zeit ist ja das Thema Sound meiner Meinung nach erst richtig Present geworden. Immer mehr externe DAC/AMP Combos für wenig Geld und immer mehr Leute greifen gefühlt zu richtigen Kopfhörern. Sogar der Gaming Headset Bereich wird immer öfters mit soliden Kopfhörern ergänzt.
Ungefähr genauso wie der Anstieg an Optisch aufwändigeren Gehäusen, "Gaming" Monitore etc.
Und genau das ist der richtige Weg ;) Qualität statt Billigscheiß. Wobei selbst China auch schon gute Gaming-Headsets abliefert. Muss man nur Suchen wie die Nadel im Heuhaufen :p
 
Qarrr³ schrieb:
Es klingt ein bisschen so, als brauchst du einen anderen Kopfhörer. Der x2 hat nur leichte Bassbetonung. Hast du dir mal den dt770 angehört? Bzw. was hast du sonst angehört?
Nur leichte Bassbetonung? Laut meiner verlinkten Seite hat der X2 knappe 10 dB Betonung auf die Bässe, der DT770 Pro 5 dB weniger als der X2.
 
Ich finde in dem verlinkten Test keinen Hinweis auf eine 10dB Bassbetonung. Laut Chart hier ist er zwar deutlich badewannig abgestimmt, aber im Bass "nur" um 5dB. Da bietet der DT 770 eigentlich mehr.

Da der Fidelio X2 aber einen Impedanzanstieg auf 45 Ohm im Bassbereich hat, vermute ich eher mal einen falschen (oder besser "nicht passenden") Kopfhörerverstärker (oder Vollverstärker mit Kopfhörerausgang). Dann würde nämlich der eh schon betonte Bassbereich weiter aufgedickt. Wie weit, kann ich aber nicht sagen.
Genau dieses Problem zeigt z.B. mein Sennheiser HD598...am "falschen" Verstärker angeschlossen, ist der Bass total überbetont (und grausam). Am Senni vermutlich deutlich schlimmer, da dort der Impedanzpeak noch ausgeprägter ist. An KHV mit niegdriger Ausgangsimpedanz habe ich das Problem nicht.
 
matraj63 schrieb:
Ich finde in dem verlinkten Test keinen Hinweis auf eine 10dB Bassbetonung. Laut Chart hier ist er zwar deutlich badewannig abgestimmt, aber im Bass "nur" um 5dB. Da bietet der DT 770 eigentlich mehr.
https://www.kopfhoerer.de/test/philips-fidelio-x2/
https://www.kopfhoerer.de/test/beyerdynamic-dt-770-pro-250-ohm-softskin/
Dann auf "Mehr Messdaten".

Warum mir persönlich kein Fidelio ins Haus kommen wird (habe ohnehin schon einen DT770 Pro 80 Ohm): Philips.de -> Ersatzteile & Zubehör -> Fidelio X2 eingeben -> Leider konnten wir keine Zubehör- oder Ersatzteile für das eingegebene Produkt finden.
Bei Beyer (bzw Händler wie Thomann & Co.) bekomme ich wohl auch in 20 Jahren noch Ersatzpolster (zumindest gibt es dort heute noch originale Ersatzpolster für einen Kopfhörer von 1938).
 
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Vindoriel schrieb:
Dann auf "Mehr Messdaten".

Danke, das hatte ich übersehen. Schon komisch, wie sehr sich die Charts der Frequenzverläufe unterscheiden. Ich habe jetzt noch ein wenig gegoogelt, der Chart von Kopfhörer.de fällt dabei irgendwie aus dem Rahmen. Die anderen Charts zeigen in etwa eine gleich starke Anhebung der Bässe und Höhen, also typische Badewanne. Bei Kopfhoerer.de gibt es die extreme Bassanfettung und nur ein kleiner Peak in den Höhen bei 10K.

Ist auch beim DT 770 so, im Vergleich zu anderen Charts (z.B. hier) scheint der Bassbereich viel betonter als der Höhenbereich. Andere Charts deuten auf eine etwa gleich starke Anhebung hin.

Leider gibt es da den Fidelio x2 nicht zum Vergleich.

Zeigt wieder, nur selber Probehören hilft;)

Zum Thema Ersatzteilversorgung -> volle Zustimmung
 
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