Können Gute Kopfhörer das gleiche oder besserere erlebniss bieten wie eine hifi anlage?

csch92

Commander
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Viele bestreiten das ja immer. Viele Schwärmen über Kopfhörer oder andere über ihre Hifi anlagen.

Ich Persönlich finde Kopfhörer besser so lange ich meine Musik Privat hören will.. finde da bekommt man gut ein gänsehaut gefühl raus wen die Qualität stimmt. und bei Kopfhörern finde ich merkt man meist öfter ob ein Lied gut gemixt und gemastered ist. Und der größe vorteil ist ja auch das die meisten Kopfhörer Portable sind, und das egal in welcher preis klasse
 

eRacoon

Commander
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Du beantwortest dir die Frage doch quasi schon selbst, es kommt immer auf den eigenen Geschmack an.

Kopfhörer können jedenfalls niemals wie Lautsprecher klingen da der Raum eben fehlt.
Was man bevorzugt ist jedem selbst überlassen, da gibt es kein "gleiches" Erlebnis.
 

csch92

Commander
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Aber haben Moderne Kopfhörer nicht auch ne sehr gute Räumlichkeit? Ich saß schon vor Studio monitore, hat sehr spaß gemacht, aber von Detail her ist eigentlich nur wenig Unterschied zu spüren.
 

ghecko

Admiral
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Da machst du ein großes Fass auf.
Wenn man Kopfhörer und Lautsprecher vergleichen will, darf man das nicht nur mit normalem Stereo tun, denn Stereoaufnahmen sind für Stereowiedergabe auf Lautsprechern aufgenommen. Bei Kopfhörern funktioniert so die Ortung nicht mehr richtig, man hört mittig angeordnete Töne nicht mittig im Sichtfeld sondern mitten im Kopf. Beide unter Stereo zu vergleichen tut den Kopfhörern also Unrecht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lokalisation_(Akustik)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstkopf
Einen Eindruck wozu Kopfhörer in der Lage sind kann man zb auf Youtube mit dem berüchtigten Barbershop gewinnen.

Kopfhörer sind - wie man es auch dreht und wendet - das idealere Medium zum unverfälschten Hören von Musik. Gerade weil man immer volle Kontrolle über den Hörraum hat. Lautsprecher kämpfen mit der Raumwiedergabe im Raum. Sie geben also die Schallreflektionen und den Raum der Aufnahme wieder, die in Wechselwirkung mit dem Raum treten, in welchem die Lautsprecher stehen. Das ist insbesondere bei Liveaufnahmen kritisch. Aber die Ortung unter Stereo funktioniert, im Gegensatz zu Kopfhörern.
Wenn wir allerdings Kopfhörern mit Kunstkopfaufnahmen kombinieren sind sie bezüglich Ortung und Neutralität konkurrenzlos. Nur das physische fühlen der Musik, welches Lautsprecher in tieferen Tonlagen mit viel Energieaufwand bereitstellen, können die Kopfhörer nicht bieten.

Letztendlich ist es finanziell einfacher, sich mit Kopfhörern zu beschäftigen wenn man tonale Perfektion anstrebt. Es ist aber die Art zu hören die einem gefallen muss. Ich höre Musik sowohl mit Kopfhörern als auch mit meiner Stereoanlage, und je nach Zweck und Musik gefällt mir mal das eine, mal das andere Medium besser.
Aber nur als Vergleich - Mein Equipment ist, was die Wiedergabequalität betrifft ziemlich ausgeglichen. Interessant ist die Preisdifferenz:
Kopfhörer-KHV-Soundkarte: 2200€ Handelspreis
Lautsprecher-Verstärker-DAC: 14000€ Handelspreis.
Ich baue Verstärker und Lautsprecher selbst, die Preise beziehen sich also auf vergleichbare Geräte im Handel.
 
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Volus

Lt. Junior Grade
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Wohl wahr... Jemand ist mit der 16K€ Soundlösung noch nicht ganz zufrieden, und ich z.B. freue
mich, wie gut meine STX II Soundkarte im Zusammenspiel mit den JBL 305 Boxen oder dem Fidelio X2
Kopfhörer klingt. Es ist eben eine Frage des Geschmacks, abgesehen von unwichtigen Kleinigkeiten,
wie Geld.
 

JMP $FCE2

Commander
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Bei Kopfhörern funktioniert so die Ortung nicht mehr richtig, man hört mittig angeordnete Töne nicht mittig im Sichtfeld sondern mitten im Kopf.
[...]
Wenn wir allerdings Kopfhörern mit Kunstkopfaufnahmen kombinieren sind sie bezüglich Ortung und Neutralität konkurrenzlos.
Kunstkopfaufnahmen und HRTF-Simulationen funktionieren bei mir leider nicht richtig. Bei Schall von der Seite schon, aber Schall von vorne oder hinten bleibt diffus "im Kopf" lokalisiert.

Mag sein, dass das mit individuell auf die Ohr-/Kopfform eingemessenen Systemen wie AKG BAP1000 oder Smyth Realiser klappen würde, aber das Geld ist mir die Sache nicht wert. Da höre ich lieber mit Lautsprechern.
 

ghecko

Admiral
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Kunstkopfaufnahmen und HRTF-Simulationen funktionieren bei mir leider nicht richtig
Ist bei mir ähnlich, aber größtenteils antrainiert, weil ich schon sehr lange und viel Stereo über KH höre. Irgendwann merkt das Gehirn dass was nicht stimmt und passt sich der Ortung an. Nur ohne Visuelle Lokalisation fehlt dem Gehirn dabei die Referenz. Das Ergebnis ist eine ziemlich diffuse Ortung bei Stereo und mehr noch bei HRTF. Wodurch man dann durch Gewöhnung Stereo favorisiert.
Zumal Kunstkopfaufnahmen am besten Funktionieren, wenn sie die Kopfgeometrie des Hörers abbilden, und das ist Quasi unmöglich (gerade bei meinen Segelohren).
Wenn ich also mal die ein oder andere Datei einlege, muss ich mich ziemlich auf das Ereignis konzentrieren, was auf die Dauer anstrengend ist.
Deshalb schwanke ich so sehr zwischen Stereoanlage und KH. Wenn ich Musik analytisch betrachte, dann meist über Kh, weil genauer. Will ich Musik aus Spaß hören, dann meist vor der Stereoanlage.
 
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Spellbound

Lieutenant
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Je nachdem ist wohl die realistischste Antwort. Wie Ghecko sehr schön ausgeführt hat. Willst du Druck spüren oder bist eben nicht alleine, kommst du um Lautsprecher nicht herum. Filme machen mir z.B. damit oft mehr Spaß. Bei Musik hingegen kommt das für mich sehr darauf an,was ich denn gerade höre. Will ich Bass am Körper spüren, geht halt nichts an Lautsprechern vorbei. Will ich hingegen eine Aufnahme erkunden, jedes Detail erlauschen, sind Kopfhörer da die bessere Wahl.
Und dann kann man noch wunderbar über Klangsignaturen, Bühne etc. weitergehen, da nicht jede Box , oder KH gleich klingen und ich je nach Genre mittlerweile meine Lieblinge habe. Auf einigen hört sich z.B. Klassik einfach deutlich besser an, Metal hingegen auf einem anderem Kopfhörer.

Wobei das dann wieder so eine Sache ist. Manches Stück hört sich auf meiner Anlage aus Schottland herrlich an, da kommt keiner meiner teilweise bereits sehr teuren Boliden heran, weil ich dann diese Mischung aus Druck , Wärme und Detailreichtum als besten Kompromiss ansehe. Die Nachbarn und Mitbewohner hingegen irgendwie oft nicht ;-)

Ich hatte z.B. bevor ich hier im Forum für den PC Kopfhörer empfohlen bekam nie welche, da ich die früher als unterlegen ansah. Nun befindet sich recht teures Zeug im "Fuhrpark" .
 
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Volus

Lt. Junior Grade
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Wo hier schon offenbar Experten im gedanklichen Austausch sind: Ich nutze gerne Hilfsmittel um den
Klang von Kopfhörer/Boxen für mein "Spaßempfinden" zu beeinflussen. So z.B. den EqualizerAPO.
Findet ihr das generell verwerflich? Mein Soundmaterial besteht vornehmlich aus .FLAC Dateien, aber
Ausnahmen gibt es schon auch, z.B. sehr seltenes Zeug, das ich leider nur als MP3 bekommen habe.
 
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ghecko

Admiral
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Das wird gerne Verteufelt. Man kann Musik mit einer Art Religion vergleichen, und die Puristen wollen sie möglichst neutral, unverfälscht und "so wie der Künstler es im Sinn hatte" erleben.
Und dafür geben sie, wie ich auch, teils erhebliche Summen aus. Für uns ist der Eingriff in die "Echtheit" des Mediums ein Affront, weil es unsere Entbehrungen auf dem Weg dahin ad absurdum führt :D

Musik hören und Erleben ist ein extrem subjektives Ereignis und die "Klangfarbe" der Wiedergabe wird durch unzählige Faktoren beeinflusst. Das kann der Raum sein indem man sich befindet, das Equipment selbst, eigene Präferenzen oder unterschiedliche, physiologisch bedingte Wahrnehmungsfaktoren.
Es ist also grundsätzlich nichts verwerfliches daran, sein Equipment zu Sounden, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht.
Das Argument ist nur, dass es paradox ist wenn man sich Equipment holt, nur um es danach klanglich anzupassen, denn man könnte auch direkt zu Equipment greifen, dass zu den eigenen klanglichen Präferenzen passt. Würde ich beispielsweise versuchen, mehr Bass aus meinen T1 zu quetschen, würde sich das evtl nicht so stimmig anhören wie aus einem KH, der für strammere Basswiedergabe optimiert ist. Wobei man nun argumentieren könnte, das die Frequenzweichen in Lautsprechern nichts anderes tun.

Wenn ich Lautsprecher für Familie oder Bekannte baue besuche ich sie, schaue mir den Aufstellungsort an, höre mir ihre Musik an und frage sie, wie sie ihre Musik gerne hören und was ihnen daran besonders gefällt.
Aus diesen Informationen heraus entscheide ich, welche Lautsprecher wohl am besten zu den Hörgewohnheiten passen. Diese Freiheit hab ich beim Selbstbau.
Will man sich aus dem Markt bedienen wird es komplizierter, weil das mittlere Preisfeld eine recht homogene Brühe darstellt. Will man den richtigen für sich finden, begibt man sich auf eine Odyssee des Testhörens unterschiedlichstem Equipment, und das ist nicht für jeden eine Option.

Mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt. Viele Wege führen ans Ziel. Und was du anstellst um dein Hörerlebnis zu verbessern ist komplett deine Sache. Religionen sind meiner Meinung nach eh nur was für Kleingeister ;)
 
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Spellbound

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Equalizer APO und EQ ... uhm... da bin ich sehr hin- und hergerissen. Einerseits finde ich , dass man sich ja ein Produkt kaufen sollte, weil es einem so zusagt, wie es ist. Aber andererseits kann man so mitunter aus vermeintlich schlechteren KH einen tadellosen Klang zaubern und kleinere Makel kaschieren. Bei Lautsprechern geht das meist eher schief, finde ich. Aber da kann sehr geteilter Meinung sein und manche Puristen haben da nahezu religiöse Ansichten drüber ;O)
 

Spellbound

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Beim Thema Audio habe ich die wildsten Diskussionen erlebt, teilweise über geradezu esoterisch anmutende Themen und dermaßen auseinander driftende Ansichten, dass ich mich da üblicherweise heraushalte. Und das auch noch von Leuten, die ich als echte Experten ansehe und keinesfalls als Spinner. Berühmtes Thema ist da z.B. das einspielen. Die einen sehen es als Muss an, und Andere als totalen Unfug, der schon rein physikalisch unmöglich ist. Aber ich fürchte wir haben den Thread gekapert ;O)
 

ghecko

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Aber ich fürchte wir haben den Thread gekapert ;O)
Arr.
Einspielen: Ist bei manchen! Lautsprechern tatsächlich sinnvoll. Solchen nämlich mit Gewebesicke, meist auf Zellulosebasis. Die sind im Auslieferzustand relativ steif, verändern aber durch Faserbruch im laufe des Betriebes ihre Elastizität, was enormen Einfluss auf den Klang hat. Kann jeder mit nem Stück Karton selbst ausprobieren. Biegestelle erzeugen, dran rumnudeln und merken, dass es immer leichter geht.
Bei Lautsprechern mit Gummi oder Kunststoffsicke kann man sich das sparen, hier verändert sich das Material in seiner Struktur nicht durch mechanische Belastung. Und das ist heute in den meisten Lautsprechern und Kopfhörern der Regelfall. Genauso das "Einbrennen" von Verstärkern und DACs. Hier kommen eher Psychoakustische Eingewöhnungseffekte zum tragen. Das Gerät selbst verändert seine akustischen Eigenschaften, wenn überhaupt, nur kurz vor dem Tod eines Bauteils. Temperaturbedingte Schwankungen in der Linearität mal ausgenommen.

Was ist also passiert: Das Einspielen, einem durchaus sinnvollen Verfahren bei Lautsprechern älterer Bauart, wurde mangels technischem Verständnis von der Schlangenölfraktion gekapert und auf sämtliches Audioequipment übertragen. Jetzt ist es in aller Munde und kaum jemand traut sich noch, die Sinnhaftigkeit des ganzen anzuzweifeln und wissenschaftlich zu beurteilen, weil man sonst in der Szene gesteinigt wird. Er hat Jehova gesagt!
 
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JMP $FCE2

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Equalizer APO und EQ ... uhm... da bin ich sehr hin- und hergerissen. Einerseits finde ich , dass man sich ja ein Produkt kaufen sollte, weil es einem so zusagt, wie es ist.
Das ist bei Lautsprechern kaum möglich, weil die Raumakustik ein Alpenpanorama aus dem Bass- und Grundtonbereich macht.

Zu einer Loudness gibt es ebenfalls keine Alternative, weil sie eine Gehörschwäche korrigiert. Hier ist das Leisehören die Klangverfälschung, und die Loudness nur der Schadensbegrenzer.

Wegen der Loudness und des komfortablen 4-Band-EQ verwende ich immer noch einen 35 Jahre alten Grundig SXV 6000. Der EQ korrigiert momentan nur die wandnahe Aufstellung (die Nuvero 60 hat zwar auch einen Schalter dafür, aber der verbrät im Gegensatz zu den Klangreglern Verstärkerleistung). Eine Raummode bei 33 Hz neutralisiert ein entsprechend gegenphasig eingestellter Subwoofer an der Raumrückseite, ohne den wäre ein parametrischer Equalizer zwingend erforderlich.
 

Spellbound

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Dein Grundig- so einen hatte mein Vater auch, hast du da was austauschen müssen, oder was hast du unternommen, um den zu erhalten? Ich hab da evtl, sogar noch was im Keller eingelagert, lohnt sich das, sowas wieder flott zu machen?
 

NighteeeeeY

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So manche Hersteller schreiben dass sogar in ihre "Betriebsanleitungen". Bestes Beispiel, ich glaube, Audioquest? Die Nighthawks sollen 150-300 Stunden eingespielt werden. :D:rolleyes:

BTT: kurz um wurde hier praktisch alles schon gesagt.

Das kann man pauschal nicht beantworten. Man kann mit guten Filtern und CrossFeed und anderen DSP Spielereien schon sehr, sehr viel Raumklang und -authentizität nacharmen. Smyth wurde ja auch schon genannt.

Aber da du zb. Bass ab einer bestimmten Frequenz nicht mehr hörst sondern nur noch spürst, kann einen Lautsprecher eben nichts ersetzen. Dazu kommt eben der echte Raum, Resonanzen, Interferenzen, usw usf.

Es ist definitiv einfacher und günstiger Musik gut über KH zu hören. Da hat man schon bei einer Investition von ein paar hundert Euro eine Schwelle erreicht, wo man 95-98% der absolut möglichen Qualität erreicht hat. Jedes weitere Prozent kostet da dann eben 1000 oder auch mal 10000€ oben drauf.

Aber im Normalfall bist du mit einem hohen dreistelligen, bis mittleren vierstelligen Betrag schon ganz weit oben mit dabei.

Bei Lautsprechern hingegen.....das kann in die hunderttausende bis Millionen gehen. Für absolute Puristen und Enthusiasten.

Und dann eben nicht nur für das eigentliche Equipment sondern in erster Linie den Raum drumherum.

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen, ein Bekannter hat zwei der aktuell besten Soundsysteme + Clubraum drumherum weltweit gebaut. Und sie stehen Mitten in Deutschland.

Die Skala, Bielefeld, war sein erstes Projekt dieser Art. Dort wurde ein Club in ein alten Theater/Kino-Saal gebaut. Mit Renovierungsarbeiten am Gebäude, speziell für soundtechnische Verbesserungen, im hohen sechsstelligen Bereich.

Dazu kam die, damals, beste Clubsoundanlage, die man für Geld kaufen konnte. Eine Void Incubus.

Die Maßnahmen umfassten unter anderem die Abschirmung aller Wände mit speziellem, 1,5m dickem, aus 3 verschiedenen Lagen bestehenden Schaumstoffen, die jeweils bestimmte Frequenzen absorbieren für weniger Resonanz und Interferenzen sorgen, die Durchschlagung des Bodens bis auf den Erdgrund, um die einzelnen Lautsprecher Türme auf jeweils 1,5t schwere Betonblöcke zu lagern, die wiederum mit einem speziellen Material vom Boden entkoppelt wurden, der hauptsächlich in Nord/Ost-Asien zur Erdbebenprävention von Hochhäusern zum Einsatz kommt, damit keine Bassschwingungen über den Boden übertragen wurden, und ein komplett neues Dach mit speziell berechneter Kuppel wurde aufgesetzt um Reflexionen zu vermindern.

Wenn man so ein Projekt startet, bekommt man die Anlage selbstverständlich inkl. der Firmenchefs geliefert, die beim Einpegeln helfen. Als die Anlage das erste Mal lief, war jeder in diesem Raum sprachlos. Und die Menschen von Void sagten, dass sei der beste Sound, den sie jemals an irgendeinem Ort der Welt, über ein Soundsystem gehört haben.

Als ich das fertige Projekt das erste mal gehört habe, und ich bin clubtechnisch viel rumgekommen weltweit, hatte ich Gänsehaut und Tränen gleichzeitig. Ich hab die folgenden 3 Stunden im Stereodreieck verbracht und den besten Sound, den ich jemals gehört habe, genossen.

Wir haben dann angefangen unter der Woche für Bekannte und Freunde zu öffnen und private Listeningsessions zu machen, wo jeder seine Lieblingsmusik mitbringen konnte und auf dieser prächtigen Anlage, an diesem prächtigen Ort hören zu können.

Leider ging das Projekt nach bereits 1 Jahr finanziell den Bach hinunter und alles wurde eingestampft. Es war der traurigste Tag in meinem Leben seit langem.

Doch: lange warten mussten wir nicht. Sein nächstes Projekt war das BLITZ in München, das sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut. Dort wurden ähnliche Maßnahmen vorgenommen, das Gebäude wurde vorher komplett entkernt und ausschließlich darauf ausgerichtet, den besten Sound möglich zu bieten.

Es gibt unzählige Artikel und Interviews sowohl mit den Chefs, als auch dem oben angesprochenen Toningenieur, der für die Realisierung zuständig war und mittlerweile auch der deutsche Fachpartner von Void Acoustics ist. Jeder, der sich für dieses Thema interessiert sollte da mal ein bisschen stöbern und lesen und ggf. natürlich im besten Falle einfach mal vorbeifahren und selbst hören.

Denn sowas ist tatsächlich einmalig bisher. Und das Mitten in Deutschland.

Lange Rede, kurzer Sinn: KH bieten dir 90% von dem was Lautsprecher können. Aber die letzten 10% können einen Unterschied wie Tag und Nacht machen. Und Gefühle auslösen, die man vorher nicht kannte. :)
 
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hardcoreCHENGO

Lieutenant
Dabei seit
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Einspielen: Immer! Lautsprecher verpolt anschließen, gegenüber stellen und weißes+rosa Rauschen 2 Tage laufen lassen.
Dann klappt's auch mit den Nachbarn ^^
 

csch92

Commander
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was habe ich da nur erweckt? danke für eure verschiedene Meinungen. man sollte echt ne Religion namens Musik aufmachen
 
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