LAN-Kabel von Router zu PC mit ungewöhnlicher Leitungsführung

dxniel

Ensign
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Hallo zusammen,

ich habe diesen Thread erstellt, weil ich mir ein LAN-Kabel ins Zimmer legen möchte und ein paar Fragen dazu habe. Leider ist es in unserem Haus nicht einfach so möglich, die Verlegung „traditionell“ mit Patchpanel etc. durchzuführen. Ich habe eine kleine Skizze angefertigt, die dabei helfen soll, die Problematik zu visualisieren. Das LAN-Kabel soll vom Router, der sich im Erdgeschoss befindet ausgehen, dann über ein Leerrohr in den Keller führen, dann über den Hauptkabelschacht im Haus in den Dachboden führen und dann in mein Zimmer führen. Unter Absprache mit einem Elektriker ist eine andere Kabelführung in diesem Fall nicht möglich.

Zu meinen Fragen:

-Ist es sinnvoller ein Patch- oder Verlegekabel zu verwenden? Und wann sollte man hier was verwenden? Welche Schirmung würdet ihr verwenden?

-Wie verhält es sich dann mit den Steckern und Buchsen, wenn ich z.B. das Kabel mit dem Switch verbinden muss? Bei Verlegekabel ist die Problematik ja, dass man schlecht Stecker auf das Kabel crimpen kann.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, da mich auf diesem Gebiet nur sehr begrenzt auskenne.

Vielen Dank schon mal im Voraus.


LAN-Kabel-Skizze.png
 
Verlegekabel crimt man nicht. Garnicht. Setze Dosen oder nutze Feldkonfektionierbare Stecker. Ansonsten sehe ich hier kein Problem. Nutze Cat 7 Verklegekabel und du hast erstmal Ruhe.
 
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Ohne viel nachgedacht zu haben schlage ich ein Cat.7 Duplex Verlegekabel und Aufputzdosen mit Keystonemodulen vor.

Ansonsten kannst du auch einfach ein Cat6/7 Patchkabel verlegen. Hier dann S/FTP PiMF.

Würde aber wirklich Verlegekabel empfehlen.
 
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Danke schonmal für die schnellen Antworten.

Ich muss mich nochmals konkretisieren:

Ich will in das Zimmer, wo der Router steht, nur ungern eine Dose installieren. Ich hätte mir vorgestellt, dass das Kabel, das in den Router gesteckt wird, direkt in den Keller führt. Kann dann ein Verlegekabel in Frage kommen? Man kann darauf ja keinen Stecker crimpen.

Und bei Verwendung eines Verlegekabels: Wie setzt man den Übergang von Verlegekabel zum Switch dann um?
 
Stecker kann man crimpen wie man will. Den Eindruck, dass man das nicht kann, hast du richtig vermittelt bekommen dadurch, dass man das nicht machen sollte.
Ein Verlegekabel ist nicht dafür gedacht bewegt zu werden. Stecker drauf ist teurer, wird brechen, du bist in der Länge eingeschränkt. Früher oder später wird aufgrund des Verschleißes bei Kabelbrüchen das Kabel so kurz sein, dass du es komplett austauschen musst. Ich kenne das selber von Umbauarbeiten, dass man auch beim Verlegen sehr vorsichtig sein muss. Bei anschließenden Renovierarbeiten kam ich mal ran und hatte schnell einen Kabelbruch.
Du musst das auf eine Dose auflegen. Ist auch günstiger und einfacher als Stecker (wofür man Werkzeug braucht und wissen muss was man tut).
Thema damit für mich beendet.
 
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So etwas tut es sicher auch ...

Und etwas OT: Bedenke bei dem Switch im DG, dass die auch üblicherweise nur für Betrieb unterhalb
von 40 - 50° C vorgesehen sind. Je nachdem wie der Dachboden gedämmt ist (oder nicht), bist du auch da außerhalb der Spezifikation.
 
Zitat von dxniel:
Ist es sinnvoller ein Patch- oder Verlegekabel zu verwenden? Und wann sollte man hier was verwenden?

Nomen est omen. Patchkabel sind dafür gedacht, eine fliegende Verkabelung zwischen Dose und Endgerät herzustellen oder von Switchport zu Switchport.
Verlegekabel kommt imemr dann zum Einsatz, wenn es in einer Substanz verlegt wird, also Beton, Holz etc.

Zitat von dxniel:
Wie verhält es sich dann mit den Steckern und Buchsen, wenn ich z.B. das Kabel mit dem Switch verbinden muss? Bei Verlegekabel ist die Problematik ja, dass man schlecht Stecker auf das Kabel crimpen kann.

Verlegekabel werden auf Dosen abgeschlossen. Von der Dose führt dann ein Patchkabel zum Endgerät. Stecker auf Verlegekabel zu crimpen, ist Pfusch. Ja, es gibt feldkonfektionierbare Stecker, die sollen aber kein Ersatz bei einer Festinstallation in einem Haus sein.
 
Zitat von dxniel:
Ich will in das Zimmer, wo der Router steht, nur ungern eine Dose installieren.
Warum nicht? Es gibt Aufputzdosen die du einfach auf die Wand schraubst. Einfach irgendwo unauffällig in der Nähe des Routers oder direkt am Ausgang des Leerrohres platzieren und gut ist. Das gleiche im Keller, deinem Zimmer und zweimal auf dem Dachboden (1 Dose, 2 Kabel). Dann kann an das Verlegekabel schon mal fast nichts dran kommen, da es nicht bewegt wird.
 
Dose --> Verlegekabel --> Dose

Das wäre für mich der einzige Weg.

Es ist wirklich keine Zauberei eine Dose zu setzen.

Was hast Du für Wände?
 
Es ist ein Verlegekabel zu verwenden, das an beiden Enden mit einer Dose abgeschlossen ist. Kein Stecker, da durch die unvermeidbaren Bewegungen sich der Anschluß bald ausleiert und du keine Freude an der Übertragung haben wirst. Wie das Kabel verlegt ist, ist egal, solange du nicht den zulässigen Biegeradius unterschreitest. Die Gesmtläng der Verbindung sollte 100m nicht überschreiten, Um auch für die Zukunft gerüstet zu sein, verwendet man CAT7 Kabel (ist nur unwesentlich teurer als schlechteres Kabel). Von den Dosen geht man mit flexiblen (am besten vorkonfektionierten) Patchkabel beliebiger Länge weiter zu den Geräten.
Ergänzung: Gleiche Vorgangsweise ist auch angebracht für die Verbindung zw. Switch und PC, wenn es mehr als ca. 3m sein sollte bzw. du durch die Deck keine Stecker durch bekommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von dxniel:
Ich will in das Zimmer, wo der Router steht, nur ungern eine Dose installieren.
Dann nimm ein Keystone Modul und verbinde Keystone und Router mit einem Patchkabel.

Aber bitte keinen Stecker direkt auf das Verlegekabel.
Das hat der Elektriker hier bei uns z.B. für die Außenkameras gemacht. Ging 18 Monate gut, jetzt zicken die eine nach der anderen. Und fest verschraubte Außenkameras werden nicht wirklich viel bewegt.
 
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Wie @h00bi sagt, auf Keystone abschließen und dann mit kurzem Patchkabel auf den Router/ Switch, wenn Du unbedingt auf eine Dose verzichten möchtest.

Bei den Steckern für Verlegekabel kommt hinzu das diese recht dick sind, das kann am Router/ Switch dann Probleme geben, z.B. benachbarter Port wird blockiert, Plastikverkleidung stört etc
 
Also Aufputz-Dosen beim Router und am Dachboden würde in Frage kommen und sind eigentlich eine sehr gute Idee.
Dann mit Cat7-Verlegekabel auf den Dachboden zur weiteren Dose. Danach mit Patchkabel zum Switch.

Anschließende Besonderheit ist noch, dass ich durch die Decke muss und das Kabel dann hinter den Leisten der Holzdecke verstecken muss und dann noch runter zum PC muss. Bleibt dann nur noch die Frage, ob ich vom Switch zum Zimmer ein Verlege- oder Patchkabel verwenden sollte.
Was würdet ihr davon halten, wenn ich vom Switch zum PC ein fertiges Patchkabel verwende? Leitungslänge läge bei ca 10-15m

@ms007
Danke für den Tipp hinsichtlich den Temperaturen. Der Switch, den ich schon in Betrachtung gezogen habe hält gerade einmal 40 Grad C im Betriebszustand aus. Gibt es auch günstigere Switches mit wenigen Ports, die höhere Temperaturen aushalten?
Wäre es zur Not auch möglich, ein kleines Gehäuse für den Switch mit Lüftern zu bauen?
 
Also bei mir (Bj 73) sind keine horizontalen Leerrohre verlegt worden, aber mindestens ein zentraler Kabelkanal vertikal durch alle Stockwerke, nur für Datenkabel (Telefon und Kabelfernsehen). Also ich gehe nicht davon aus, dass du Bohren musst. Und danach (nach diesen Kanälen) würde ich den restlichen Aufbau machen.
 
Also den vertikalen, zentralen Kabelkanal werde ich benutzen, um ins Dachgeschoss zu gelangen. Zusätzlich nutze ich ein Leerrohr, das vom Router in den Keller führt.
 
Gerade in unserer neuen Wohnung verwendet:
Draka Cat 7 Verlegekabel UC900
und
Crimpstecker CAT7 für Verlegekabel
Da ich vom Verlegekabel direkt in einen AP an der Decke gehe. Geht.
Die Crimpstecker die ich habe kann ich aber nicht empfehlen :D
 
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