Merz möchte die Klarnamenpflicht

FrankenDoM schrieb:
Ich mache genau das was Du doch gutheißt, ich sage offen meine Meinung. Nach Deiner Definition dürfte ich sogar noch „harmlos“ beleidigen, weil das in Deinem Umfeld normal ist, was ich aber nicht getan habe.
wäre ich damit nicht einverstanden, hätte ich dich angezeigt. Um es mal mit deiner Auffassung widerzugeben.
Ich habe dir nur gezeigt, dass du genau das tust, was du hier verurteilst.

FrankenDoM schrieb:
In welcher Welt „Geschwurbel“ ein strafrechtlich relevanter Begriff sein soll könntest Du mal anhand von Quellen, wie zum Beispiel einem Urteil, belegen, den nur darum ging es mir. In keiner Weise hat hier irgend jemand was anderes gesagt.
Grad ich der hier nahezu wöchentlich energisch diskutiert.
Clever. jetzt muss ich in der juristischen Welt nach einem urteil suchen, was "schwurbelei" als beleidigung definiert hat, da es ansonsten legitim sei, andere als das zu bezeichnen.
Oder definierst du den begriff deswegen nicht als strafrechtlich relevant, da du ihn selber anwendest um andere Meinungen zu diskreditieren?

Da schließt sich dann der Kreis. Man will eine Klarnamenpflicht um so selektiv unliebsame Äußerungen leichter verfolgen zu können.
 
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FrankenDoM schrieb:
Was Du schreibst finde ich gut und nachvollziehbar, aber dieser Punkt erschließt sich mir nicht. Wieso? Was sind hier die Gründe?

Du fragst, warum ich bei Klarnamen-Pflicht selbst bei CB weniger schreiben würde. Das ist eher eine Bauchgefühls-Sache. Einerseits motiviert aus der Tatsache "das Netz vergisst nicht". Zudem möchte ich vermeiden, dass eine Google-Anfrage reicht, um sofort ein komplettes Bild meiner Online-Identität zu haben. Deswegen nutze ich für jedes Forum eigene Nicks/Profilbilder.

Im realen Leben ist das einfacher: Da ist der Zuhörerkreis begrenzt und meist Bekannte. "Zufallszuhörer" von nebenan sehen mich zwar, aber kennen mich nicht. Gleichzeitig ist das gesprochene Wort flüchtiger als das geschriebene.

Aus den Gründen überlege ich mir online viel mehr, was ich schreibe.
 
Zuletzt bearbeitet: (Einleitender Satz ergänzt, damit Beitrag ohne Nachblättern verständlich bleibt)
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areiland schrieb:
Ich z.B. befürworte schon lange ganz klar eine Klarnamenpflicht, aber eben immer nur gegenüber dem Dienstanbieter, so dass die Nutzung von Pseudonymen weiter gewährleistet ist.
Niemand kann dir gewährleisten das deine Daten nicht doch irgendwie den Weg in die Öffentlichkeit finden.
areiland schrieb:
Und wenn man zu seiner Meinung stehen kann, dann muss man sie auch nicht anonym sagen.
Das ist zu kurz gedacht. Sprich mal mit Iranern die das Regime im Iran kritisieren dort jedoch Familie haben. Du kannst dir sicher vorstellen was mit denen passiert wenn das Regime deinen Klarnamen rausfindet.

Das Internet endet nicht an der deutschen Grenze. Ebenso gibt es keinen illegalen Zugriff auf Webseiten aus dem Ausland. Allein das dein Dienstleister im Ausland sitzen könnte und jener völlig andere Datenschutzbestimmungen hat hebelt das ganze Prinzip der Anonymität trotz Klarnamenpflicht aus.
 
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Für extrem veranlagte politische Gruppierungen jeglicher Coleur wäre die Klarnamenpflicht ein ideales Mittel zur Identifizierung politischer Gegner, mit allen unangenehmen Folgen für all Jene die ins Visier solcher Leute geraten.
Man kann nur hoffen das so etwas nicht billigend in Kauf genommen wird.
 
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Die grundsätzliche Frage ist ja eher, wie man der inzwischen bereits überdeutlichen Gefahren für die gesellschaft durch Einflussnahme KI Gestützter Botfarmen in Social Media Herr wird. Diese sind inzwischen in erheblichem Umfang für die politische Meinungsbildung mitverantwortlich.
Das Misstrauen in etablierte Medien und die Wissenschaft ist uA darauf zurückzuführen.
Vormals (russische) Bots oder Menschliche Intelligenz, inzwischen durch KI unkontrollierbar hochskaliert.
 
Incanus schrieb:
Das ist kein Vorwand, wer Hass und Hetze gutheißt muss mit den Konsequenzen leben.
Hass und Hetze sind ne Floskel um zulässige Meinungsäußerungen zu delegitimieren, mitunter zu kriminalisieren, würde man sonst von strafbaren Inhalten reden.
 
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BOBderBAGGER schrieb:
Beim Lesen des Threads ist mir vor allem eins aufgefallen das die Leute die kein Problem mit einer Klarnamenpflicht haben alle ein Pseudonym benutzen wieso eigentlich ?
Also bist Du für eine solche Pflicht oder nicht, Bob?
Hutzear schrieb:
Hass und Hetze sind ne Floskel um zulässige Meinungsäußerungen zu delegitimieren, mitunter zu kriminalisieren, würde man sonst von strafbaren Inhalten reden.
Nicht mal ansatzweise. Im Gegenteil, Hasskommentare ode Hetze müssen nicht kriminalisiert werden, sie sind es. Wer das nicht einsieht trägt selber aktiv zur Verrohung der Sitten im politischen Diskurs bei.
Rainbowprincess schrieb:
Clever. jetzt muss ich in der juristischen Welt nach einem urteil suchen, was "schwurbelei" als beleidigung definiert hat, da es ansonsten legitim sei, andere als das zu bezeichnen.
Ich bin ein wenig entsetzt, wie Du Dir alles zurechtbiegst. Jemanden einen Schwachkopf zu nennen ist eine juristisch relevante Beleidigung, das ist ein Fakt, zu sagen er schwurbele ist es nicht, auch das ist ein Fakt. Du machst Dir aber Deine eigenen Regeln, meinst Menschen gegen alle Gesetze beleidigen zu dürfen, wenn sie nicht Deiner Meinung sind und fährst an die Decke, wenn man Deine Behauptungen anzweifelt.
 
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@Hutzear
Chapeau!
Genau so sieht's aus, und immer mehr Leute merken es.
Bei kleinsten Abweichungen vom vordefinierten Meinungskorridor wird die Keule geschwungen und besorgte Instanzen tauchen auf der Bildfläche auf.
Die Frage wer zur Verunsicherung der Bevölkerung beiträgt muss an alle Akteure der Gesellschaft, der Medien und der Politik gestellt werden dürfen.
 
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Incanus schrieb:
Nicht mal ansatzweise. Im Gegenteil, Hasskommentare ode Hetze müssen nicht kriminalisiert werden, sie sind es. Wer das nicht einsieht trägt selber aktiv zur Verrohung der Sitten im politischen Diskurs bei.
quarks.de hat vor nicht all zu langer Zeit behauptet, es wäre ein Hasskommentar, wenn man behauptet es gäbe nur 2 Geschlechter. Kannst du mir den Strafbaren Inhalt dieser Aussage erklären?

Caroline Kebekus hat sich von einigen Wochen über Hass und Hetze in ihren Kommentaren beschwert.
Eingeblendet wurden einige Beispiele.
so z.b. diesen: "Nimm eine Pause, es ist nicht mehr lustig.."
Alle Beispiele definiere ich als Kritik an ihr, mal netter formuliert, mal härter.
Ich konnte aber keinen Hass erkennen.

Hass ist ein Gefühl, das Interpretiert offensichtlich jeder anders.
 
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Incanus schrieb:
Ich bin ein wenig entsetzt, wie Du Dir alles zurechtbiegst. Jemanden einen Schwachkopf zu nennen ist eine juristisch relevante Beleidigung, das ist ein Fakt, zu sagen er schwurbele ist es nicht, auch das ist ein Fakt. Du machst Dir aber Deine eigenen Regeln, meinst Menschen gegen alle Gesetze beleidigen zu dürfen, wenn sie nicht Deiner Meinung sind und fährst an die Decke, wenn man Deine Behauptungen anzweifelt.
Das definierst du jetzt für dich. Meine Definition ist bereits eine andere. Meiner Ansicht nach ist es grotesk, das Justizsystem mit solchen Anzeigen und Verfahren zu verstopfen, wo jemand als Schwachkopf oder was weiß ich bezeichnet wurde. Das ist wohl nur meine persönliche Meinung. Die Staatsanwaltschaft bamberg sieht das natürlich anders. Zumindest wenn es um Politiker geht, die als besonders schützenswert gelten.

"Schwurbeln" ist eine rein subjektive Unterstellung jemand anderem gegenüber, wenn man selbst der Ansicht ist, dieser habe unrecht und würde krude Dinge behaupten. Kurzum: Du maßt dir ein Urteil (Zitat "Fakt") über eine Meinungsäußerung als unwahr an.

Im übrigen. Irgend jemand schrieb, es wäre zu gar keiner hausdurchsuchung im Schwachkopf-Fall gekommen. Das ist unwahr. Es kam in der Tat zu einer Hausdurchsuchung. Im Zuge dieser Hausdurchsuchung wurde ein tablet sichergestellt.

Die Klarnamenpflicht soll all diese Verfahren vielmehr beschleunigen.
 
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Incanus schrieb:
Also bist Du für eine solche Pflicht oder nicht, Bob?
Natürlich bin ich dagegen nicht weil ich pro Hassrede oder Beleidigungen bin sondern weil ich auch in der Öffentlichkeit kein Namensschild trage.

Gerade im Internet geht's ja oft über klare Gesetzesverstöße hinaus Leute mobilisieren regelmäßig wegen "falscher" Meinungen und da spielt es fast keine Rolle was diese ist irgendjemand hat da immer ein Problem mit.
 
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Das mit dem Klarnamen ist ja nichts neues, also nichts Merz exklusives. Dann ist auch die Frage, ob es nur um den Namen geht, oder man seine Identität der Plattform nur freigeben muss. Das würde ich dann natürlich nur machen, wenn ich der Plattform vertraue. CB würde ich da dazuzählen.

Ich bin seit etwa dem Jahr 2000 in Foren aktiv. Ich bin es eigentlich gewohnt, dass man Fantasienamen hat. Ich muss also sagen, dass es auf mich befremden wäre, plötzlich meinen Klarnamen anzugeben. Die Ironie dabei ist, mein Vorname wie auch Nachname ist sehr häufig in Deutschland. Selbst in dieser Kombination. Solange also nicht auch noch ein Passfoto beigelegt werden muss, oder wenigstens der Wohnort, wäre es bei mir ziemlich schwer Herauszufinden, wer ich dann bin.

Aber um mich geht es wohl kaum. Ich bin hier seit 10 Jahren. Man kann also sagen, ich bin eher ein Harmloser Mensch.

Wie hier schon mal geschrieben. Viele Personen um die es eigentlich gehen würde, haben jetzt schon wenige Probleme bei Klarnamen Unsinn zu schreiben. Sie schreiben sogar Politiker mit der Privaten E-Mail, dass sie diese umbringen wollen.

florian. schrieb:
quarks.de hat vor nicht all zu langer Zeit behauptet, es wäre ein Hasskommentar, wenn man behauptet es gäbe nur 2 Geschlechter.

Kannst du mir den Strafbaren Inhalt dieser Nachricht erklären?
Irgendeine Seite behauptet etwas und irgend ein User, in einem Forum einer anderen Seite soll dazu Stellung nehmen WTF 😅
 
CCIBS schrieb:
Irgendeine Seite behauptet etwas und irgend ein User, in einem Forum einer anderen Seite soll dazu Stellung nehmen WTF 😅
Er hat die Behauptung aufgestellt, dass Hass immer Strafbar ist.
Der öffentlich rechtliche Rundfunk (Quarks socialMedia Kanal) hat damals gesagt, dass es Hass ist, wenn man behauptet, dass es nur 2 Geschlechter gibt.

Das Beispiel zeigt ja einfach nur, dass das Wort Hass Inflationär für alles verwendet wird.
So wie heutzutage sehr vieles. Es gibt keinen Mittelweg mehr, man wird sofort in Gut und Böse eingeteilt.
Und dann fängt man an, mit zweierlei maß zu rechnen.
 
Rainbowprincess schrieb:
Es kam in der Tat zu einer Hausdurchsuchung. Im Zuge dieser Hausdurchsuchung wurde ein tablet sichergestellt.
Das Tablet hat der Beschuldigte freiwillig übergeben, so dass es zu keiner Durchsuchung kam.
Rainbowprincess schrieb:
Das definierst du jetzt für dich. Meine Definition ist bereits eine andere.
Wie gesagt, Du machst Dir Deine eigene Realität. Es geht nicht um meine oder Deine Definition, sondern geltende Regeln.
BOBderBAGGER schrieb:
Natürlich bin ich dagegen nicht weil ich…
Du hast den Punkt nicht verstanden. Du warfst möglichen Befürwortern einer kommenden Klarnamenpflicht vor hier wohl Pseudonyme zu verwenden, tust es aber wohl selber ebenso.
 
Mach sachen jemand der ein Problem mit einer Klarnamenpflicht hat benutzt ein Pseudonym... Was ist deine Ausrede ? Ich mein die sind ja schließlich nur dafür da um unbehelligt Leute zu beleidigen.
 
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Incanus schrieb:
Nicht mal ansatzweise. Im Gegenteil, Hasskommentare ode Hetze müssen nicht kriminalisiert werden, sie sind es.
Nein, daran ist nichts strafbar, das sind zulässige Meinungsäußerungen. Staatsfeindliche Hetze galt dann eher der DDR (§ 106 StGB-DDR).

Unser Strafgesetzbuch kennt den Begriff Hass übrigens gar nicht.
 
BOBderBAGGER schrieb:
Mach sachen jemand der ein Problem mit einer Klarnamenpflicht hat benutzt ein Pseudonym...
Ok, Du verstehst die Ironie Deines eigenen Beitrags nicht, ist dann eben so.
Hutzear schrieb:
Nein, daran ist nichts strafbar, das sind zulässige Meinungsäußerungen
Nein, sind es nicht. Traurig, dass Du das so siehst.
 
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Incanus schrieb:
Ok, Du verstehst die Ironie Deines eigenen Beitrags nicht, ist dann eben so.
Ganz ehrlich ist steh da wirklich auf dem Schlauch erleuchte mich.

Ich nutze ein Pseudonym weil ich meinen Klarnamen nicht im Internet benutzen möchte wieso hast du eins ?
 
Weil es noch keine Klarnamenpflicht gibt und es üblich war und ist, bei der Anmeldung in Foren einen Benutzernamen und nicht Vor- und Nachnamen einzugeben?
Warum Du das also Menschen vorwirfst, obwohl Du es ja selber tust, klingt für mich nicht nachvollziehbar.
 
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