amdintel schrieb:
Falsch gemacht hast du im Prinzip nichts das NT hatte mit Sicherheit einen Internen Kurzschluss und wenn das NT kein TüV und kein CE Zeichen hat, darf das gar nicht verkauft werden in Deutschland !
Letztendlich schon, aber sicher nicht ab Werk.
Stefan Payne schrieb:
Neuere Geräte (mit aktiv PFC) haben diesen Schalter nicht, die sind universell einsetzbar, ohne irgendwas beachten zu müssen...
Die Art der PFC hat nicht zwangsläufig etwas mit dem Eingangsspannungsbereich zu tun.
Eon-Deon schrieb:
Netzteilausfälle können viele Ursachen haben.
1. Bauteile überlasten.
2. Irgend ein Fehler der bei der Nachkontrolle übersehen wurde.
3. Überhitzung durch defekten Lüfter oder Lüftersteuerung (BQ E5 Revision 1. Reihe war dafür bekannt)
4. Sehr hohe Spannungsschwankungen bei alten Gebäuden (wird von guten NTs aber abgefangen)
So hohe Spannungsschwankungen gibt es in unseren Netzen regulär nie!
Bei direkter oder indirekter Blitzeinwirkung ist das durchaus möglich. Sollte so was in Gebäuden der Fall sein, dann beträfe das ganz sicher auch andere Verbraucher.
Sherman123 schrieb:
In einem deiner Links steht noch etwas von Transformatoren - ich dachte heutige Netzteile sind Schaltnetzteile und haben keine Transformatoren mehr, stimmt das oder liege ich daneben? (ich habe von Elektrotechnik wirklich überhaupt keine Ahnung.
Das stimmt nicht, natürlich haben Leisungs Netzteile (
SMPS (Switched-mode power supply)) HF (Hochfrequenz) Transformatoren!
Ohne solche Transformatoren wäre es praktisch nicht möglich Spannung/Strom in dieser Größe und Effizienz zu transformieren.
HF Trafos sind, wie der Name schon vermuten lässt, Transformatoren, die mit Hochfrequenz arbeiten. Gegenüber den üblichen Netztransformatoren (50/60 HZ) haben sie den enormen Vorteil kleiner, leichter und oft Effizienter zu sein. Anstatt des reinen Eisenkern (in Form von Blechpaketen in verschiedenen Stanzformen) haben diese einen Kern aus Ferritpulver gepressten Teilen oder anderen Materialien. Das Prinzip bleibt das selbe.
Zu den Gründen, warum elektronische Leistungs-Geräte(Teile) überhaupt irgend wann mal das Weite suchen:
Aus unvermeidbaren Gründen müssen Teile Verbaut werden, die einem gewissen Alterungsprozess unterliegen.
Das wären z.B.
- Elektrolytkondensatoren (Austrocknung ->Kapazitätsverlust, Kurzschlüsse)
- Folien,- Keramikkondensatoren die durch hohe Impulsströme erwärmt werden und so Durchschläge des Dielektrikums (Keramik, Folie) entstehen können
- Dioden,-Z-Dioden - die ihre Kennlinien verändern und so Refenrenzspannungen driften lassen, das trifft überhaupt auf alle Halbleiter zu wie Leistungs MOSFET's deren Gate-Isolierung angeschlagen ist (ESD Schaden)
- Induktivitäten in Form von Spulen oder Drosseln - diese können Windungsschlüsse erleiden (durch Abbau/Bruch der Isolierung) durch mechanische Belastungen (magnetische Wechsselfelder)
- Leistungswiederstände - die durch ständig hohe Temperaturen und Temp.- Änderungen Eigenschaften verändern.
Dann kommt noch die Qualität der Teile selbst ins Spiel, die kann durchaus sehr schwanken.
Schlechte Qualität der verwendeten Materialien/Teile und schlechtes/sparsames/"günstiges" Schaltungsdesign tragen dann ihren Teil zu Instabilitäten bei. Wie hoch die Ausfallquote ist, sieht man nicht unbedingt daran, wie viele "Hilferufe" in Foren gepostet werden. Die wirklichen Zahlen kennt nur der Hersteller.
All diese Effekte sind bekannt und mittels entsprechendem Schaltungsaufwand durch Kompensationsschaltungen, Regelungen oder Schutzschaltungen jeglicher Art zu verhindern/mindern oder hinauszuzögern.
PFC Schaltungen hingegen dienen nicht dem Schutz des Gerätes, sondern des Netzes. Alle SMPS und Netzteile oder Verbraucher, die eine nicht rein Ohmische Last darstellen, erzeugen Blindleistungen (und eventuell Störungen/Schwingungen) die nirgends umgewandelt werden aber das Netz enorm belasten. Deshalb muss bei solch starken Verbrauchen wie PC-Netzteilen eine Leistungskorrektor vorgenommen werden.