Netzwerk für Einfamilienhaus

Frozzy

Ensign
Registriert
Nov. 2011
Beiträge
187
Hallo,
Ich möchte gern Zuhause die konnektivität im ganzen Haus verbessern. Ich habe einen Keller , Erdgeschoss und darüber 2 Stockwerke. Derzeit habe ich eine Fritzbox 7430 im Erdgeschoss und dort PC und Media per Kabel angeschlossen. Außerdem geht ein alter Powerline Adapter nach oben in den 2. Stock wo ich arbeite und mein Bad habe.
Leider funktioniert Powerline aufgrund der verschiedener Stromphasen nur bedingt in unserem Haus (Verbindungsabbrüche beim zocken oä) und deshalb überlege ich mir eine Mesh Lösung anzuschaffen, nur weiß ich nicht wie gut diese Technik bei Stahlbeton decken ist. Das WLAN früher funktionierte jedenfalls eher mäśig. Jedoch meinte mein Nachbar das ereinen neuen Router hat und mit diesem die konnektivität nun besser ist (die Aussage ist mit Vorsicht zu genießen, der Nachbar ist planlos bei solchen Dingen).
Die schönste Lösung wäre natürlich ein Kabel in der Wand, dies ist aus Ermangelung an Leerrohren aber nicht möglich.

Hat jemand eine idee bzw Empfehlung?

LG
 
Mit etwas Geschick, Fleiß und einem großen Bohrer klappen vielleicht auch die Kabel?
Wenn es dein eigenen Haus ist, solltest du das aufjedenfall machen.
 
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Die grundsätzliche Empfehlung ist Kabel. Einmal Aufwand, dafür aber Ruhe.
Entweder bohren oder alternativ sauber (z.B. hinter Fußleisten) verlegen.
 
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Frozzy schrieb:
deshalb überlege ich mir eine Mesh Lösung anzuschaffen, nur weiß ich nicht wie gut diese Technik bei Stahlbeton decken ist. Das WLAN früher funktionierte jedenfalls eher mäśig.
Mesh hat nichts mit Stahlbetondecken zu tun. Mesh ist nach wie vor WLAN, aber mit ein paar Zusatzfunktionen, wenn ich das mal vereinfacht ausdrücken darf. Wenn die Bausubstanz vor Mesh kein sauberes Signal im Haus zugelassen hat, dann wird sich mit Mesh nichts daran ändern, weil das WLAN-Signal als solches zu 100% unverändert bleibt. Das was heutzutage als Mesh am Markt verkauft wird, beinhaltet lediglich erweiterte Meta-Daten in den Beacons der APs/Repeater und ggfs eine rudimentäre, zentralisierte Konfiguration, am WLAN-Signal ändert sich aber nix.
 
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Die schönste Lösung wäre natürlich ein Kabel in der Wand,
Und wenn das nicht geht halt Kabel an der Wand. Oder unter Fußleistung... gibt da schon Möglichkeit das auch optisch halbwegs gescheit zu machen.

Ansonsten kann man es mit WLAN Repeatern (Mesh ist auch nur ein tolles neues Marketing Wort dafür) versuchen. Wichtig wäre hier welche zu nehmen die mindestens zwei Funkmodule haben damit jeweils einer für die Verbindung zur Fritzbox, und der andere zu den Clients aufbauen kann.
Gut funktionieren wird das aber auch nur wenn der Repeater selbst eine gute Verbindung hat, also idealerweise irgendwo auf halber Strecke zwischen Router und EG und Clients im 2. OG positioniert werden kann.
 
Kabel durch entweder vorhandene Rohre legen oder entsprechende Löcher bohren und das Kabel durch diese ziehen. Mit Kabelkanäle, Leisten & Co. kann man das dann auch wieder "unsichtbar" machen. Dann im Zweifel auf jede Etage einen oder je nach Größe mehrere AP oder ggfs. das Kabel weiterverteilen.
 
Hallo, dass sauberste ist die Verlegung von Netzwerkkabeln und einer zentralen Einheit ( serverschrank / switch / patchpanel )
Auch wenn dieser Schritt wohl der aufwendigste ist, jeder hier im Forum wird die bestätigen können das die Mühe sich lohnt.

Ich habe das ganze bei mir sogar Dokumentiert https://post-schwarz.de/netzwerk/
 
Okay,

Danke für den Input. Bisher hab ich die Kosten für die gescheite Kabelverlegung einfach immer gescheut. Ich hatte gehofft das es inzwischen Mal eine bessere Lösung gibt. Aber dann bleibt's halt bis zum Kabel.
 
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Klar hast Du einmal Kosten und Aufwand. Aber danach hast Du immer eine stabile LAN Verbindung, die Du nicht mehr missen möchtest. Überlege mal, was Dich die Nerven mit den Verbindungsabbrüchen und Fehlersuche kostet. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ansonsten auch mal in richtung alte Telefonverkabelung oder DVB-/S/T/C Verkabelung schauen ob da ggf. Platz für ein weiteres Kabel ist. Ich habe bei mir in der Mietwohnung die vorhandene DVB-S Ringleitung genutzt um von Raum zu Raum zu kommen und dort jeweils einen Switch platziert.

Sicherlich nicht optimal. Trotzdem noch besser als DLAN oder WLAN und das ohne ein einziges Loch gebohrt zu haben.
 
Du müsstest
Frozzy schrieb:
Bisher hab ich die Kosten für die gescheite Kabelverlegung einfach immer gescheut
WLAN ist viel teuer.
Zur Überbrückung vom EG über 1.OG zu sauberem Empfang im 2. OG brauchst du mehrere WLAN Repeater, vorzugsweise mit Crossband Technik.
Je nach dem ob du "nur" nach oben musst oder auch noch auf die andere Seite vom Haus sind da ruckzuck mal 500€+ weg. Zumal du den Router evtl. auch tauschen müsstest, da die 7430 nur 2,4GHz WLAN hat und kein 5GHz WLAN kann.
 
Die Kosten sind auch bei weitem nicht so hoch wie man denkt, wenn man etwas aufpasst. Klar, ein Profi verlangt unter Umständen Mondpreise für das Material - ich habe schon mal 10€ pro LFM Verlegekabel gesehen (Materialpreis ohne Arbeit!) - aber zum einen ist das dann einfach unseriös und zum anderen kann man ja mit dem Installateur sprechen, dass man das Material selbst zur Verfügung stellt.

In deinem Falle muss aber nicht zwingend eine Komplettverkabelung des Hauses mit Hunderten Metern an Kabeln gemacht werden, prinzipiell reicht es ja genau EIN Kabel zu ziehen. Vom EG ins 2. OG reichen je nach Verlegeweg vermutlich schon 20-30 Meter Kabel aus (50m-Rolle ca 40€), dazu dann zwei Dosen, eine im EG neben dem Router gesetzt und eine im 2. OG. (2x ~10€) und das war's dann, Gesamtkosten ca. 60€ + Arbeit. Letztere ist an einem regnerischen Wochenende - oder im Lockdown ;) - auch schnell erledigt. Das Kabel lässt sich dann hinter Fußleisten verstecken, ggfs ein kleines Stück in einem 1-Kabelkanal, Löcher bohren, fertig.
 
Raijin schrieb:
prinzipiell reicht es ja genau EIN Kabel zu ziehen. Vom EG ins 2. OG
Also wenn er so machen würde, dann aber gleich vorsorglich zwei Doppel-Kabel und ne Dose auch in den 1. Stock. Kostet dann kaum mehr Geld und Aufwand. :)
 
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Harrdy schrieb:
Ansonsten auch mal in richtung alte Telefonverkabelung oder DVB-/S/T/C Verkabelung schauen ob da ggf. Platz für ein weiteres Kabel ist. Ich habe bei mir in der Mietwohnung die vorhandene DVB-S Ringleitung genutzt um von Raum zu Raum zu kommen und dort jeweils einen Switch platziert.

Sicherlich nicht optimal. Trotzdem noch besser als DLAN oder WLAN und das ohne ein einziges Loch gebohrt zu haben.

Alte telefonbuchsen sind vorhanden. Nur ob was Platz hat kein Plan
 
@Frozzy Hallo . Wenn ein Telefonkabel vorhanden ist schau doch bei ebay nach Phoneline Bridge.
Die sind inzwischen ziemlich schnell geworden.
 
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