Quo vadis BTMG?

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Naja, so zeimlich jedes Rauschmittel erhöht die "Wahrscheinlichkeit von Halluzinationen und Wahnvorstellungen". Konsumiert man dabei auch noch illegal, legt man gleich einen Grundstein für Verfolgungsängste (durch Polizei oä.), die auch die Wahrscheinlichkeit von Wahnvorstellungen erhöhen. Geh mal in die Dünerbude um die Ecke und schau dir Leute an, die seit zwanzig Jahren jeden Tag vier Bier trinken - täglicher Konsum über längere Zeiträume macht die Menschen kaputt. Nur, der typ, der täglich konsumiert, konsumierts auch, wenns illegal ist - das verbot behindert nur den Gelegenheitskonsumenten, der von der ganzen Suchtgefahr eben nicht betroffen ist.
 
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Interessanter Artikel, der jedoch nicht nur die negative Seite beschreibt, sondern auch eine Positive. Das in Cannabis enthaltende CBD, wirkt Psychosen entgegen.

Wobei man jetzt auch wieder sagen muss, dass Alkoholpsychosen ebenso möglich sind.


Das medizinische Potential von Cannabis ist in der richtigen Nutzung auf jeden fall sehr hoch. Die Nebenwirkungen von Opiaten als Schmerzmittel Alternativen halte ich für deutlich höher. Deshalb halte ich es für angebracht Patienten die chronische Schmerzen haben, Tourette-Syndrom, MS, Krebs, Aids etc. und deutlich von der Substanz profitieren, einen Zugang mit einem gerechten Preis für Cannabis zu bieten - oder eine Erlaubnis zum Selbstanbau.

Alles Andere ist meiner Meinung nach eine unterlassene Hilfeleistung und eine Straftat. Jemanden leiden zu lassen wegen einer Krankheit die mit Cannabis therapierbar wäre ist unmenschlich.

Wenn Patienten für ihre Medizin 500-1000€ bezahlen müssen oder gar keine Genehmigung bekommen, dann ist es kein Wunder das diese in die Illegalität abdriften müssen. Wenn ich mein Leben mit einer Substanz wieder lebensfähig machen kann, dann würde ich alles dafür tun.

Ich verstehe nicht wie der Staat so etwas erlauben kann und darf! Damit wird das Leben von vielen Betroffenen zur Hölle gemacht!

Hier ein Beispiel zum Potential von Cannabis:
http://www.youtube.com/watch?v=pInkduXOQac



Achja und immer werden die Nebenwirkungen angesprochen. Habt ihr mal die Nebenwirkungen sämtlicher Medikamente gesehen die man teilweise Rezeptfrei in der Apotheke bekommt? Medienmanipulation ist hier ein Wort! So wird Aspirin z.B. in Werbung immer als harmlos dargestellt, man kann es sich mal eben einwerfen und der Tag ist deiner, Kopfschmerzen sind vergangenheit. Dabei sind Magengeschwüre nicht selten. Sogar tödliche Erkrankungen im Gehirn "Reye-Syndrom" können auftreten. Auch z.B. DXM (Dextromethorphan), ein Hustenstiller ist Rezeptfrei erhältlich und wirkt als MAO Hemmer, sobald man die falschen Lebensmittel ist, kann es zur tödlichen Vergiftung kommen. Auch ist die Missbrauch Gefahr recht hoch, da es schon in therapeutischen Dosierungen psychoaktive Wirkungen hat und Suchtgefahr besteht. Die Überdosierung ist damit recht schnell erreicht da Wirk- und Letale Dosis nah beieinander liegen.

Man kann hier noch Millionen andere Arzneimittel aufzählen. Ich will nur ein Beispiel geben, dass alles Gefährlich ist.

Cannabis ist verhältnismäßig eines der ungefährlichsten Medikamente überhaupt. Nur weil die Medien immer auf die "BÖSEN Gefahren" des Cannabis aufmerksam machen und die Arzneimittel als Gesund und toll verkaufen, hat das nichts mit der Wahrheit zu tun. Es geht hier um Gewinn und das wird nun mal am besten mit Manipulation erreicht. An Cannabisblüten betsteht nur wenig Interesse, da Cannabis (Eine Pflanze) nicht patentierbar ist.

Wir sind ein Sozialstaat? Definitiv nein!
 
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@ KloMeister

Für welches Medikament muss ein Patient in Deutschland 500-1000€ (pro Monat?) zahlen.

Jedes (!) Medikament welches eine Wirkung besitzt hat auch Nebenwirkungen.
Wenn jemand sporadisch zu seinen Kopfschmerzen ASS nimmt, ist ein Magengeschwür nicht selten (also mit anderen Worten formuliert "häufig")? Wäre mir neu, da die Wahrscheinlichkeit von Magenblutungen und Magengeschwüren erst mit einer regelmäßigen und/oder hochdosierten Anwendung nenneswert ansteigt.

Mit welcher Menge eines z.B. tyramin/tyrosin/histaminhaltigen Lebensmittel ist denn Dextromethorphan kombiniert worden, dass jemand an den folgend gestorben ist?
Wann liegt denn die Wirk und letale Dosis für dich nahe bei einander? DXM ist sicherlich nicht für seine geringe therapeutische Breite bekannt...
 
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Ich glaube das Argument mit dem ASS-Magengeschwür zielt darauf ab, dass vergleichbarschlechte Nebenwirkungen von Cannabis auch nur bei vergleichbar übertriebenem Konsum auftreten. Und wenn man sich die Kopfschmerztablettenabhängigkeit von so mancher Frau anschaut, mit der mangelnden Einsicht, dass die Usrache der Kopfschmerzen in solchen Fällen oft der ASS- oder Paracetamol-Entzug ist (oder der Koffeinentzug), weils Entzugserscheinungen "ja nur bei [illegalen] Drogen [gibt]", dann ist da bei vielen ASS- und Paracetamolkonsumenten nichts mehr mit "sporadischer" Einnahme. Bei rezeptfreien Medikamenten betrachten wir bei der Untersuchung der Schädlichkeit alle Konsumenten. Bei illegalen Drogen betrachten wir aber immer konzentriert die Problemfälle und haben deshalb keinen offenen Blick für einen sinnvollen Vergleich. Ist auch schwierig, das Gesamtbild zu erfassen, weil gerade bei illegalen Drogen der Gelegenheitskonsument sehr erfolgreich darin ist, seinen Konsum vor unbeteiligten Freunden/Bekannten und vorm Arzt zu verheimlichen.
 
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MountWalker schrieb:
Ich glaube das Argument mit dem ASS-Magengeschwür zielt darauf ab, dass vergleichbarschlechte Nebenwirkungen von Cannabis auch nur bei vergleichbar übertriebenem Konsum auftreten.

Oder bei viel zu frühem und regelmäßigen Konsum. Die Wissenschaftler sind sich da ziemlich einig, wer vor dem 16ten Lebensjahr anfängt zu konsumieren, kann Beeinträchtigungen des Gedächtnisses erwarten. Ich bin der Meinung nach 5 Jahren Beobachtungen, dass es sehr darauf ankommt wie man mit Cannabis umgeht. Wer immer mal wieder Pausen zwischen dem Konsum einlegt oder es in Phasen oder nur gelegentlich tut, der kommt damit meistens ziemlich gut klar (wenn keine genetisch bedingten Dinge vorliegen).

Die richtige Mischung macht's. ;)
 
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Mit vergleichbar übertriebenem Konsum meine ich einen Konsum, der eine körperliche Abhängigkeit aufbaut also genau das, was oft gemeint ist, wenn von Regelkonsum gesprochen wird. Beim Töten von Hirnzellen verhält sich Cannabis jedenfalls, auch hier dürften sich die Wissenschaftler ziemlich einig sein, nicht schlimmer, als Alkohol. Generell sollte man auch mal philosophisch und nicht rein wirtschaftlich darüber nachdenken, ob wir überhaupt ein Leben wollen, in dem alles darauf ausgerichtet wird, dass unser Körper (incl. Gehirn) die bestmögliche Leistungsfähigkeit erreicht. Ich empfehle dabei Aldous Huxley: Brave New World als Denkanstoß und die Dokumentationsreihe Expedition ins Gehirn um sich vielleicht mal die Frage zu stellen, ob es überhaupt das optimale Gehirn gibt, dem aktuell alle Neopuritaner nacheifern.
 
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MountWalker schrieb:
Generell sollte man auch mal philosophisch und nicht rein wirtschaftlich darüber nachdenken, ob wir überhaupt ein Leben wollen, in dem alles darauf ausgerichtet wird, dass unser Körper (incl. Gehirn) die bestmögliche Leistungsfähigkeit erreicht.

Sehe ich sehr ähnlich. Es sollte doch einem selber überlassen werden, was man mit seinem Leben tun möchte. Der Trend geht immer weiter dahin, dass man jeglichen Spaß wegrationalisiert und immer mehr Leistungsfähigkeit erstreben soll. (Geht schon in der Schule los.) Wenn ich kein Veganer werden möchte, nicht 24 Stunden am Tag mich der Gesellschaft fügen soll um ihr das beste zu bieten, dann bliebt das meine Entscheidung. In jeglichen Sachverhalten wird unser Land immer liberaler und offener, nur auf die Drogenpolitik wird ein Deckel drauf gesetzt und "Nein" gesagt. Mir total unerklärlich.
 
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Nur wenn es nach der Gefährlichkeit ginge, dann müssten Alkohol und Zigaretten ebenfalls verboten werden.
Hinzu kommt noch, dass ein Verbot nicht heißt das keiner es konsumiert.
 
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@ZeroZerp

Zum Thema Ignoranz kann ich nur sagen. Das du wahrscheinlich nichts über Herrn H.J. Anslinger der bundesdeutschen Drogenpolitik weißt!
Sonst hättest du auch nicht die rp-online.de als Quelle angegeben.

Mit den Jugendlich hast du aber Recht. ;) In genannter Studie geht es aber um Erwachsene. Ist dir das etwa entgangen?
 
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Unabhängig von Alkohol oder Cannabis ist es meiner Meinung nach eher der oft mit dem Konsum einhergehende Lebensstil, der dumm und träge macht, und weniger die Substanz per se.
 
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Drogen sind immer "verstärker" bzw. ändern den Gemütszustand auf unnatürliche Weise (Kick).
Ich glaube die Art des Lebensstils und der Konsum bedingen sich gegenseitig.

Mir ginge es beim Thema Drogen vornehmlich um Jugendliche. Erwachsene haben grundsätzlich ein anderes Verhältnis dazu, aufgrund der Reife und des Erahrungsschatzes. Ist wie mit dem Führerschein. Der Misbrauch und die Unfallrate geht mit dem Alter immer weiter zurück.

Wie schützt man die Jugendlichen?
 
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einfach herrlich. ist euch schon aufgefallen, das ihr das hauptproblem nicht angesprochen habt?

jeder mensch, der eine droge konsumiert(suchtmässig, das bedeutet mehr als nur einmal feiern), brigt ein problem in sich. dieses problem wird von allen direkt ignoriert, da man die drogen als schuldigen sieht. wenn man kein hanf konsumiert hätte, wäre man weiter gesund. was ein totalitärer schwachsinn ist. eine sucht zeigt einen mangel. DAS ist die crux. es bedeutet, das die droge im eigentlichen egal ist. man sollte sich auf das problem, also die ursache stürzen und diese angehen. doch genau an dem punkt, verweigern sich dann alle, weil es viel geld kostet.

man macht drogenkonsum lieber illegal, damit man scheinbar etwas dagegen tut. was aber dummfug ist, was die drogengeschichte der letzten 100 jahren deutlichst zeigt. haben wir weniger drogen? nein. es hat sogar einen boom gegeben, das immer mehr drogen auftauchen. die drogenpolitik ist also total gescheitert.

doch was tut man, man geht munter weiter auf diesem wege, statt endlich einmal die sache wirklich anzugehen. die problematik liegt nicht in den drogen, sondern im menschen, der ein problem/manco hat. dieses bekämpfen und siehe da, der mensch benötigt keine drogen mehr. ui, staun.

aber eben, bis der normale bürger in der lage ist auch nur gerade-aus zu denken, vergehen wieder 100 jahre.

greez
 
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Darf ich das so verstehen, das jemand der einmal im Jahr sich betrinkt und dabei feiert bereits ein Problem in sich trägt?
Ist ja auch ne Droge.
Oder jemand der einmal im Monat mit Kumpels einen kifft hat auch ein Problem?
 
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@WhiteShark


nein.

eine droge zu konsumieren ist per se nichts schlimmes. aber es wird dann schlimm, wenn eine sucht entsteht. genau darum geht es und DAS ist das problem. ohne problem in sich, keine sucht. *s ich habs oben etwas klarer formuliert.

greez
 
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Ich habe mal eine Seite gebastelt (Nicht besonders toll und auch noch viele Fehler drin), die die wichtigsten Punkte (Meiner Meinung nach) zusammen fasst.

http://klomeister.eimer-24.de/Daten/FaktenCannabis/Index.html

Gerade die Leute die sagen Alkohol ist okay und Cannabis wäre schlimm, und Leute die denken das ein Verbot einer Substanz sinnvoll ist, sollten sich mal die diversen Punkte durchlesen.
 
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Gerade das es illegal ist, macht Cannabis so interessant ;)

Kann tarrabas zum Teil zwar zustimmen, aber im Allgemeinen kann man nicht sagen, dass nur Probleme eine Drogensucht auslösen. Oftmals kann man auch abhängig werden ohne größere oder auch kleinere Probleme im Leben. Das dadurch aber dann Probleme entstehen, ist dann nicht die Seltenheit.
 
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Manchmal entstehen auch Probleme (Mit der Polizei) wegen Kleinigkeiten, ohne das man eigentlich Probleme hätte. Das ist das Schlimmste.

Da ist nämlich die Nebenwirkung die Strafverfolgung und nicht die Substanz.
 
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