Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
diRAM schrieb:
Das was Du beschreibst könnte man wohl als die in vielen Themenbereichen vorkommende Divergenz zwischen subjektiver Erfahrung und objektiver (empirischer) Realität bezeichnen.
Wie Du selbst sagst existiert "scheinbar" ein Unterschied bzw. Du persönlich hast "noch nie davon gehört", dass bei anderen Tätergruppen auch so vorgegangen wird. Du formulierst also eine Annahme bzw. Behauptung auf der Basis von subjektiven Erfahrungswerten. Und das ist alles was ich kritisiere. Ich kann dir nicht das Gegenteil beweisen, mahne aber die Beachtung der objektiven Fakten, wie die strafprozessualen Voraussetzungen bei bestimmten repressiven Maßnahmen oder die in Post #2325 dargestellten Größenrelationen, an.

Bezieht man diese in die Beurteilung mit ein und trägt zudem noch dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Rechnung, ergibt sich ggf. ein anderes Gesamtbild.
Noch mal in aller Deutlichkeit: Ich negiere die Vermutung (!), dass mit unterschiedlichem Maß gemessen wird nicht zwingend, finde es aber falsch hier absolute Annahmen (und genau das tust Du ja: "warum wird" impliziert dies) zu formulieren. Bei Beachtung der o.g. Verhältnismäßigkeit kommt man vielleicht selbst darauf, warum sich Drogendelikte möglicherweise besser eignen ein "Netzwerk aus Nummern" zu visualisieren, als bei Schlägergruppen (wenn wir bei diesen beiden Beispielen bleiben wollen).
 
AW: Cannabis Legalisierung

Und hier noch ein interessanter Artikel aus der Zeitung Die Welt welche beileibe kein linkes oder drogenpolitisches liberales Blatt ist.

http://www.welt.de/wissenschaft/art...ter-Kampf-gegen-Drogen-vor-dem-Scheitern.html

Das erste mal das ich in einer eher konservativen Zeitung solche Artikel lese.Tja die drogenpolitischen Träumereien (drogenfreie Welt, wirksames Verbot, etc.) haben hoffentlich bald auch bei konservativ angehauchten Zeitgenossen ein Ende ;)

Komischerweise schreibt hier kein der Verbotsbefürworter ein Statement dazu. Aber was soll man auch schreiben? Das man sich ebenso wie bei der Alkohol Prohibition geirrt hat, bzw. sich nur selber was vorgemacht hat (oder von der Obrigkeit verarscht wurde) ?

Leider musste es soviel Leid geben und die aktuelle seit Jahrzehnten gescheiterte Drogenpolitik hat soviel Leid erzeugt.

Man denke nur :
an die ganzen per Überdosis verstorbenen Drogengebrauchern,
an die Gesellschaft die durch Beschaffungskriminalität und Kosten der wirkungslosen Prohibition so viel Schaden erlitten hat,
an die Polizisten die sinnvolleres hätten tun können als jeden Drogenkonsument zu verfolgen und kriminalisieren,
an die Mafia welche sehr viele Milliarden weniger durch Drogenhandel verdient hätte.

Aber nein es musste nur weil ein paar Spinner (anti) drogenpolitische Träumereien durchsetzen wollten, der hohe Preis bezahlt werden.Leider fanden und finden diese Spinner immer wieder welche die sie mit Angstparolen und Unwissenheit einlullen können.

Klar wenn ein Regierungsmitglied sagt das Drogen (Cannabis) gefährlich sind und das Verbot wirksam ist, dann glauben das Millionen von Menschen obwohl die meisten in den Großstädten jeden Tag erleben das es nicht so ist.
 
AW: Cannabis Legalisierung

@ dacapo


Dummheit stirbt wahrscheinlich nie aus. Dem Menschen seien ja auch Fehler erlaubt (nett, nicht?^^)
Ich find´s allerdings schlimm, dass "Dumme" und Arschlöcher immerwieder soviel Zulauf bekommen und an die sogenannten Spitzen der Gesellschaft gelangen/gehievt werden. Diese missbrauchen ihre Positionen dann meist in reinem egoistischen Interesse. Dabei sollten diese Positionen doch mit verantwortungsvollem Handeln ausgefüllt werden, da sie von Natur aus verantwortungsvolle Positionen sind. Da wo eigentlich richtige Vorbilder sein sollten, haben wir in der Gesellschaft zuhauf die schwarzen Schafe sitzen. Diese Positionen ziehen solche Menschentypen wahrlich an. Will man die Wahrheit erkennen, muss man eigentlich immer nur den gegenwärtigen Zustand umkehren. Von links nach rechts, von oben nach unten und von gut zu böse und umgekehrt. Gesellschaftliche Anerkennung ist in Wahrheit ein Makel. Und der "Außenseiter" hat in Wirklichkeit größtes Lob und größte Anerkennung verdient. Die eigentlichen "Führer" sitzen entweder im Knast oder beziehen Hartz4. Und die, die die höchsten Ämter bekleiden, sind eigentlich die schlimmsten und größten Verbrecher. Das könnte man unendlich so weiter ausführen. Und man kommt der Wahrhheit dadurch auf alle Fälle ein Stück näher. (Auch wenn es natürlich pauschalisiert ausgedrückt ist. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.)

Schlimm finde ich auch, dass das anscheinend alles auch kaum jemanden zu tangieren scheint. Die Gesellschaft zerstört durch ihr Verhalten komplette Leben, nicht nur in bezug auf Drogen, sondern in allerlei Hinsicht. Und das alles nur, weil man nicht bereit war/ ist, seine Fehler einzugestehen, Verantwortung zu übernehmen und schlicht die Realität anzuerkennen, eben dass oben eigentlich unten, gut eigentlich böse, intellektuell in Wahrheit obrigkeitshörig ist. Und das, was verachtet und verunglimpft wird, eigentlich wahre Intelligenz ist und Wege zu Problem und Lösung zeigt.

Ich glaub auch, dass Drogenkonsumenten erst dann entkriminalisiert werden, wenn wir die gerade genannten Verhältnisse begradigt haben. Da sind einfach Leute am Werk, die werden ihre ihnen nicht zustehenden Positionen auf Gedeih und Verderb verteidigen. Zumal sie ja auch etliche Schwerverbrechen am Hals haben, sobald man sie entthront hat.
Dass die CIA z.B. schwer in den Drogenhandel verwickelt ist, ist ja auch nur ein offenes Geheimnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Eben und das ist das traurige,es gibt immer noch zu viele die sagen:
Wenn der Staat das bestimmt dann wird das schon stimmen. Wenn es ein Gesetz gegen Drogenmissbrauch gibt, dann wird das Gesetz richtig sein. Wenn Cannabis verboten ist, dann wird es auch gefährlich sein. Wenn Alkohol legal ist wird es auf jeden Fall ungefährlicher sein als Cannabis, denn sonst wäre Cannabis nicht verboten und Alkohol erlaubt.
Und das ließe sich unendlich fortführen, und niemand kommt auf die Idee die richtigen fragen zu stellen:
Warum sind eigentlich diese Drogen wirklich verboten?
Wer profitiert von diesem Verbot?
Gibt es wirklich keine alternative zu der repressiven Drogenpolitik?
Warum schafft es kein Land auf der Welt einen drogenfreien Staat zu errichten?

Das ganze Thema ist so ineinander verrannt und zum Selbstläufer geworden,so das die meisten Politiker nicht mehr in der Lage sind den irrtümlichen Fehler einzugestehen, denn viele haben Angst als zu weich gegenüber Drogen dazustehen und auch das Gesicht zu verlieren.
Natürlich gibt es hier Ausnahmen, insbesondere sind hier die Länder Schweiz und in jüngstem Beispiel Uruguay hervorzuheben.Die Schweiz deshalb weil sie vor fast 20 Jahren die Eier hatte zu sagen wir haben versagt und dadurch das wir versagt haben, haben wir eine der größten offenen Drogenszene hervorgebracht (Platz Spitz/Bahnhof Letten). Dies wurde dann mit der Abgabe von Heroin an Süchtige behoben, was dann von vielen Staaten kopiert wurde.

Uruguay deshalb da sie einsehen das insbesondere im Cannabisbereich ein Verbot kläglich gescheitert ist, und deshalb die Regierung den Handel und Verkauf zu einem Dollar das Gramm (70 eurocent) übernehmen möchte.

In anderen Staaten mussten ja die Bürger die Freigabe erzwingen (Washington und Colorado).

Die Niederlande fährt leider auf den Druck der repressiven Euroländer eine harte Linie gegen die Coffeeshops und hier sei insbesondere das Verbot von ausländischen Coffeeshopbesucher erwähnt.
Gebracht hat es nichts ausser das es nun einen Schwarzmarkt für Dealer rund um die Coffeeshops gibt, der neben Cannabisprodukte alles anbietet was das Drogenherz begehrt.
Natürlich achtet dieser Personenkreis auch nicht auf den Jugendschutz,selbst ein zehjähriger kann dort Drogen erwerben sobald er das nötige Geld hat.
Auf der anderen Seite liest man dann in Niederländischen Medien solche berichte:
Van de geschatte 30000 kwekerijen worden er nog maar 5500 per jaar opgerold. (Von geschätzten 30000 Hanfplantagen werden 5500 pro Jahr aufgespürt)
http://www.dichtbij.nl/tilburg/regio/artikel/3135900/voor-de-meter-langs-cannabis-in-kaart.aspx

Doch wird eine vernünftige Drogenpolitik die alle Facetten im Cannabisbereich legalisiert vor alle dingen von Frankreich und Deutschland verhindert.Dabei sind es doch diese Länder die trotz repressiven Umgang höhere Konsumenten Zahlen haben:

Im internationalen Vergleich stehen die Niederlande mit ihrer Drogenpolitik gut da. 3,1 Prozent der Bevölkerung gelten als drogenabhängig. In Großbritannien (10,2 Prozent), Spanien (8,5 Prozent) oder Italien (7,9 Prozent) ist der Anteil der Menschen, die einen problematischen Umgang mit Drogen haben, wesentlich höher. Gemeinsam mit Griechenland und Deutschland gibt es in den Niederlanden die geringste Rate von Heroinabhängigen (zirka 2 bis 3 Prozent).
Erstaunlicherweise gibt es in den Niederlanden auch weniger Cannabiskonsumenten als in Ländern wie Frankreich, Spanien, Deutschland oder Großbritannien, obwohl hier der Zugang zu weichen Drogen relativ einfach ist.


http://www.uni-muenster.de/Niederla...vertiefung/drogenpolitik/drogenstatistik.html

Aber was habe ich in diesem Threat hier nicht alles gelesen:
Niederlande ist nicht vergleichbar mit Deutschland, als ob die Menschen dort anders sind als die Deutschen oder andere Staaten.
Es wurden die Studien als nicht repräsentativ angesehen.
Es wurde Horrorszenarien heraufbeschworen, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Vergessen wird aber das es Horrorszenarien schon gibt,
man denke nur an das Horrorszenario von Drogenabhängigen Eltern die nicht wissen ob ihr Kind beim nächsten Schuss stirbt,
man denke nur an die ganzen Toten im Drogenkrieg z.b. in Mexiko oder anderswo die unbeteiligt zwischen die Fronten geraten sind,
man denke nur an die ganzen Polizeieinheiten die sich mit Drogen befassen müssen, aber in vielen Viertel in Städten auf der Welt nicht genügend für Sicherheit sorgen können,
man denke nur an die mafiösen Organisationen die durch das Drogengeld in der Lage sind ganze Infrastrukturen zu erkaufen, insbesondere Politiker die genau das sagen und tun damit sich der Status Quo nicht ändert, und diese Liste ließe sich noch fortführen.

Also um es mit einem Wort zu sagen: Schlimmer als es heute ist wird es mit einer Legalisierung und kontrollierten Abgabe jeglicher Drogen nicht werden, im Gegenteil es würden so viele Vorteile für die Gesellschaft dazukommen.

Leider gibt es nun mal in unserer Gesellschaft bei einigen das verlangen sich mit Substanzen zu berauschen, und leider auch Substanzen die nicht so gesund sind.
Aber ein Verbot ist in diesem Fall nicht das wahre, ansonsten würden wir nicht einen jahrzehntelangen nutzlosen Krieg gegen Drogen führen.

Ich persönlich hätte es auch lieber gesehen das der Krieg gegen Drogen erfolgreich ist, aber so borniert kann ich nicht sein um die Realität auszublenden.
Drogen sind nicht gut, und leider gibt es sie, also liegt es an uns das beste aus der Situation zu machen, doch die gegenwärtige Strategie gegen Drogen ist eben nicht die beste Strategie um den Drogengebrauch anzugehen.
Darüber sollte jeder mal nachdenken!

Passend dazu bzw. als ein Beleg dafür das die ganze Drogenpolitik gescheitert ist ein Statement welches ich heute in einem Artikel zum Komasaufen gelesen habe:

Lea (16) paukt für eine Schularbeit: „Ich hatte zuvor noch nie viel Alkohol getrunken und wusste nicht, dass Wodka so gefährlich ist“
http://www.bild.de/regional/stuttgart/vollrausch/lea-saeuft-sich-ins-koma-33210616.bild.html

Daran sieht man das die ganze Drogenpolitik mehr wie verlogen ist, wenn noch nicht mal ein 16 jähriges Mädchen über die Wirkung und Gefährlichkeit der Droge Alkohol bescheid weiß.
Ich bin sicher es gibt zigtausende Leas in Deutschland........
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

dacapo schrieb:
Niederlande ist nicht vergleichbar mit Deutschland, als ob die Menschen dort anders sind als die Deutschen oder andere Staaten.
Selbst innerhalb Deutschlands gibt es große Unterschiede im Drogenkonsum. Regionale Unterschiede beeinflussen den Drogenkonsum deutlich; es gibt selbst eine deutliche (!) zeitliche Schwankung in einer Region (aber das weißt du ja sicherlich).
dacapo schrieb:
Daran sieht man das die ganze Drogenpolitik mehr wie verlogen ist, wenn noch nicht mal ein 16 jähriges Mädchen über die Wirkung und Gefährlichkeit der Droge Alkohol bescheid weiß.
Wer mit 16 Jahren noch nicht gehört hat, dass in Schnaps/Wodka Alkohol ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen (früher nannte man das natürliche Selektion)...
Hier wird ständig von der Eigenverantwortung gesprochen, aber andererseits sofort die Schuld in der (Dorgen)Politik gesucht. Ja was denn nun?
 
AW: Cannabis Legalisierung

Hier wird ständig von der Eigenverantwortung gesprochen, aber andererseits sofort die Schuld in der (Dorgen)Politik gesucht. Ja was denn nun?

@ Seppuku

Lol. Der Satz ist gut!
Eigenverantwortlicher Umgang ist ja das, was wir seit Jahren predigen. Aber genau der wird ja durch das Verbot verhindert.
Das Schizophrene an dem Beispiel ist doch, dass Drogen wie Cannabis u.a. verteufelt werden bis zum geht nicht mehr, auf der anderen Seite aber Alkohol erlaubt ist und dadurch der Eindruck erweckt wird, er sei ungefährlich. Das ist eine Folge dieser schizophrenen Politik. Glaub mal nicht, diese Lea sei die einzige, der es so geht. Aber das geht dir wahrscheinlich eh am A**** vorbei...

(früher nannte man das natürliche Selektion)...

Wunderbar! Deutlicher konntest du den Lesern hier nicht zeigen, welch Typ Mensch du bist, und aus welcher Ecke die Verbotspolitik (und noch einiges anderes in dieser Gesellschaft) meist kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku schrieb:
Selbst innerhalb Deutschlands gibt es große Unterschiede im Drogenkonsum. Regionale Unterschiede beeinflussen den Drogenkonsum deutlich; es gibt selbst eine deutliche (!) zeitliche Schwankung in einer Region (aber das weißt du ja sicherlich).
Ja das mag alles sein,mein Statement bezog sich darauf das eine Duldung der Coffeeshops in Deutschland nicht möglich ist,da hier eine andere Gesellschaft wäre und die Ergebnisse in Deutschland (laut Mutmaßungen) anders wäre (niedrigerer Konsum trotz defacto Freigabe von Cannabis für Niederländer).

Seppuku schrieb:
Wer mit 16 Jahren noch nicht gehört hat, dass in Schnaps/Wodka Alkohol ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen (früher nannte man das natürliche Selektion)...
Hier wird ständig von der Eigenverantwortung gesprochen, aber andererseits sofort die Schuld in der (Dorgen)Politik gesucht. Ja was denn nun?

Es geht hier doch eher um eine Verharmlosung in der jetzigen Drogenpolitik, die dann solche Sachen zutage fördert. Das ist genau die Sorte Mensch die aber bei einem Joint entsetzt aufschreien würde, da dieses ja angeblich so gefährlich ist.
Somit ist diese jetzige Drogenpolitik mehr wie fragwürdig.
Wie groß wäre der Aufschrei wenn es sich um einen Joint oder andere illegale Droge gehandelt hätte?

Strafrechtlich wird derjenige der dem 16 jährigem Mädchen harten Alkohol gab auch nicht viel zu befürchten haben, es ist nämlich nur eine Ordnungswidrigkeit und wird in Berlin z.b. zwischen 750 und 1500 Euro geahndet.
Aber bei Abgabe von illegalen Drogen an minderjährige schreibt das Gesetz mindestens ein Jahr vor, was ich auch sinnvoll finde.Aber warum nicht beim Alkohol? Das ist diese Scheinheiligkeit die ich anprangere.

Und ja ich stimme dir zu,fangen wir an mit Eigenverantwortung bei jeglichen Drogenkonsum, strafrechtliche Verfolgung von gewissen Drogen ist einer Eigenverantwortung bestimmt nicht zuträglich.
Ebenso wie Alkohol nicht verboten werden kann, ist es leider auch nicht möglich Drogen zu verbieten und vom Erdball zu tilgen.Die Folgen beim Versuch dies zu tun sind verheerend wie ich oben ja beschrieb.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Wer mit 16 Jahren noch nicht gehört hat, dass in Schnaps/Wodka Alkohol ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen (früher nannte man das natürliche Selektion)...
Hier wird ständig von der Eigenverantwortung gesprochen, aber andererseits sofort die Schuld in der (Dorgen)Politik gesucht. Ja was denn nun?

Von Eigenverantwortung kann überhaupt nicht die Rede sein!

zumindest nicht im Alter von 16 Jahren. Es gibt keine Aufklärung über Alkohol!
Die meisten Jugendlichen wissen noch nicht einmal das Alkohol überhaupt eine Droge ist.
Und wenn der 14 Jahre alte Tim seinen Papi fragt ob er mal ein Bier trinken darf,
dann wird Papi nicht nein sagen. Weil Alkohol in unserer Gesellschaft komplett unterschätz wird.
Alkohol wird wie keine andere Droge Medial gepusht und angepriesen.
(Zigaretten Werbung im TV ist auch abgestellt worden ;) nur beim Alkohol scheint es nicht von Nöten zu sein)

Unsere Drogenpolitik ist ein Witz!

PS: Wenn Irgendein Besoffener Den Lieben Seppuku über den Haufen fährt dann ist das Wohl auch Selektion ;)
 
AW: Cannabis Legalisierung

Naja, Seppuku hat in einem Punkt schon recht: Ihr argumentiert inkonsistent, wenn ihr auf der einen Seite für Liberalisierung seid und auf der anderen Alkohol übertrieben stark reglementieren wollt. Ich würde, wenn ich ein Kind in dem Alter hätte, dem Kind auch ein Bier erlauben. Rauschmittel sind in der Welt, also ist es nicht verkehrt, wenn Jugendliche auch den Umgang damit lernen und nicht, wie in den USA, dann irgendwann mit 21 auf der Uni ständig Komasaufen machen.

Die Amies können nicht besser mit Alkohol umgehen, als Europäer, obwohls bei ihnen bis 21 verboten ist. Deswegen ist eine stärkere Alkoholreglementierung auch genausowenig kontraproduktiv, wie Kiffen generell zu verbieten.

P.S.
Und die erzieherische Eigenverantwortung stärker einzuschränken, als bisher, halte ich auch für falsch. Ich finde es gut, dass in der BR Deutschland die Eltern erziehungsberechtigt sind und nicht der Staat.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Hier redet niemand über eine Reglementierung von Alkohol, sondern es geht mehr darum die wirklichen Gefahren zu erkennen und zu benennen. Wenn über das Oktoberfest gesagt wird das es ein tolles Volksfest ist, dann liegt hier was im Argen.

In Wirklichkeit ist das Oktoberfest ein kollektives Drogenfest und weite teile der Besucher fahren dort hin um sich in Rauschzustände zu begeben. Ebenso verhält es sich mit den ganzen anderen Festen, die zwar nach außen Verharmlosend Volksfeste heissen, aber auch nur kollektiven Drogengebrauch fördern.
Niemand will dies ernsthaft einschränken, aber eine gewisse Ehrlichkeit sollte in diesem Bereich einziehen!

Da wird von der ehemaligen Bundesdrogenbeauftragten von Eigenverantwortung im Bereich Alkohol gesprochen, die es auf einmal bei Cannabis nicht geben soll? Na toll genau diese Verarschung ist es die viele Menschen in Deutschland satt haben.

Wir sollten mal schwedische Verhältnisse einführen wo Alkohol reglementiert ist und nur beschränkt Verfügbar ist. Imo der richtige Umgang und der Gefährlichkeit angemessen.
Alkohol sollte aus dem Blickfeld von Kindern und Jugendlichen verschwinden.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Also tut mir leid, aber für mich ist das Oktober ein tiolles Volksfest und genauso ist für mich das 1968er Woodstock ein tolles Volksfest oder die Sommer-OpenAirs in Berlin. Natürlich werden da ausgiebig Rauschmittel konsumiert - aber darf es deshalb ekin tolles Volksfest sein?

Ich finde, mal so nebenbei, auch die Anti-Alkohol-Werbung im TV absolut daneben. Da wird permanent von der These ausgegangen, Rauschzustand wäre schlecht. Dabei hängt die Frage, ob ich im Leben das leben kann, was ich will, nicht davon ab, ob ich mich beim Oktoberfest mal zu kippe oder mir an Sylvester die Nase mit Koks vollstopfe, sondern daran, wie häufig ich sowas mache. Ein Spiegelalkoholiker ist durch seine Sucht vielleicht extrem stark eingeschränkt in seiner Lebensbewältigung, obwohl er nie einen Vollrausch hat.

Aus psychologischer Sicht ist nie der Stoff oder die Menge entscheidend, sondern das Leben der betroffenen Person. Das kapieren aber leider nur wenige Naturwissenschaftler.
 
AW: Cannabis Legalisierung

@ MountWalker

Es gibt doch sogar ein natürliches menschliches Bedürfnis nach Rauschzuständen. Das ist auch etwas, was in der gesellschaftlichen öffentlichen Diskussion total schief dargestellt wird.
Die Lösung liegt "ganz einfach" im verantwortungsvollen Umgang damit.
Die Menschheit hat, vor allem in den sogenannten "fortschrittlichen/zivilisierten" westlichen Ländern sehr viel verlernt.
Ich glaub manchmal, der Begriff "Fortschritt" muss ganz anders als bei uns üblich definiert werden. Wir sind nämlich vor allem fortgeschritten von der Natur und uns selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

dacapo schrieb:
Das ist genau die Sorte Mensch die aber bei einem Joint entsetzt aufschreien würde, da dieses ja angeblich so gefährlich ist.
Aber dann hat doch die Verbotspolitik funktioniert, oder verstehe ich dich falsch?
Das ist diese Scheinheiligkeit die ich anprangere.
Das kann ich so unterschreiben. Es besteht natürlich eine Doppelmoral und die Drogenpolitik ist sicherlich verbesserungswürdig (gerade im Bereich Alkohol).

culo schrieb:
zumindest nicht im Alter von 16 Jahren. Es gibt keine Aufklärung über Alkohol!
Es gibt sie in der Schule und es ist auch Pflicht der Eltern, den Kindern entscheidende Informationen auf den Weg zu geben. Ich muss auch von den Eltern erwarten können, dass sie ihren Kindern beibringen, nicht bei rot über die Ampel zu laufen und kann bei einem Todesfall nicht den Staat/die Politik dafür verantwortlich machen.
Da du mit dem Begriff anscheinend nicht so viel anfangen kannst: http://de.wikipedia.org/wiki/Selektion_(Evolution)#Nat.C3.BCrliche_Selektion

MountWalker schrieb:
Ich finde es gut, dass in der BR Deutschland die Eltern erziehungsberechtigt sind und nicht der Staat.
Problematisch ist es aber, dass es eigentlich eine erziehungspflicht sein sollte (mit entsprechenden Konsequenzen, beim nicht einhalten). Denn es gibt nicht wenige Eltern, die sich zwar auf das Recht berufen, aber sobald es zu anstrengend wird muss der Staat dann doch einspringen (in schlimmen Fällen Jugendamt oder in leichteren Fällen müssen die Schulen/Lehrer die Versäunisse der Eltern kompensieren). Meine Mutter ist seit über 30 Jahren Grundschullehrerin und weiß ein Lied davon zu singen...
 
AW: Cannabis Legalisierung

@Seppuku

Anscheinend hast du mein Beispiel für Selektion außer acht gelassen ;)
Wie dem auch sei, der begriff Selektion hat hier wirklich nichts zu suchen. Ich dachte mein Bsp. hätte dich darauf hingewiesen.
Falls du doch der Meinung bist das man hier von "natürlicher Selektion" sprechen kann. Bitte ich dich, den von dir geposteten
Wiki link eingehend zu Studieren.

Back to Topic

Es gibt sie in der Schule und es ist auch Pflicht der Eltern

So sieht die graue Theorie aus. In der Praxis findet es aber nicht statt.



Ich möchte es nochmals explizit für dich verständlicher darstellen.

Alkohol = :)

Cannabis = :(

So sieht es in Deutschland aus. Die Mehrheit der Deutschen sind Desinformiert durch den Staat und die sogenannte Drogenpolitik.
Die Desinformation bezieht sich auf Alkohol, als auch auf Cannabis.
 
AW: Cannabis Legalisierung

@ Seppuku

Meine Mutter ist auch Lehrerin und glaubt auch ein Lied davon singen zu können. Ich werde selbst Lehrer, weil ich die Geschichte dann doch differenzierter sehe. In der Regel haben Lehrer falsche Vorstellungen von den familiären Verhältnissen, weil sie völlig unwissenschaftlich Voruteile als Wissen annehmen, was aber auch daran liegt, dass man in einem deutschen Lehrerstudium innerhalb von fünf Jahren nur zwei Semester eine Vorlesung und ein Tutorium Erziehungswissenschaften hat und deswegen folgerichtig nicht gerade tiefgründig pädagogisch gebildet ist.

P.S.
Mich macht nur die zufällig vorhandene persönliche Lebenserfahrung und der Umstand, dass ich im Abi Psychologie hatte, zu einem etwas gebildeteren Lehramt-Studenten. Ich werde auch Lehrer, weil ich es absolut notwendig finde, dass ein Mensch wie ich Lehrer wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

@ culo

Da dir immer noch nicht der Begriff natürliche Selektion bekannt ist und du dich weigerst dir einmal den von mir geposteten Wikiartikel durchzulesen, lassen wir das Thema besser...
Wie kommst du zu der Aussage, dass keine Aufklärung bezüglich Alkohols in der Schule stattfindet (steht übringens sogar im Lehrplan...).
In wie weit desinformiert die aktuelle Drogenpolitik/der Staat im Bezug auf Alkohol?

MountWalker schrieb:
In der Regel haben Lehrer falsche Vorstellungen von den familiären Verhältnissen, weil sie völlig unwissenschaftlich Voruteile als Wissen annehmen,
Könntest du das bitte einmal konkretisieren?
Ich glaube in mehr als 30 Jahren als (gemessen an der Benotung in verschiedenen Schulen) deutlich überdurchschnittliche Lehrerin, erhält man so etwas das man Berufserfahrung nennt und deutlich über die theoretischen Grundlagen eines Studiums (oder Abis) hinausgeht... (von daher finde ich deine Pauschalkritik mehr als fragwürdig...) Alleine diese, ich nenne es einmal "Erfahrungsfetzen" anzuführen, zeugt einfach von relativ wenig Weitsicht. Studiere eínmal fertig, sei einmal ein paar Jahre im Beruf tätig und du wirst über deine sktuellen ansichten selbst schmunzeln müssen... (gilt übrigens für alle Berufszweige)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku schrieb:
Ich glaube in mehr als 30 Jahren als (gemessen an der Benotung in verschiedenen Schulen) deutlich überdurchschnittliche Lehrerin...

sind das aber nicht "unterschiedliche Generationen" bzw. auch relativ diverse unterschiedliche Erfahrungen, die Lehrer machen, sie sind ja auch selber Menschen bzw. haben auch Kinder oder aber keine...

Also ein/e Lehrer/Lehrerin in Berlin hat mehr Ausländer Anteil und die gesellschaftliche Schicht spielt auch eine rolle oder? als in Bayern, oder Buxdehude, etc... den das sind auch gewaltige unterschiede in 30 Jahren Erfahrung.

Lea (16) paukt für eine Schularbeit: „Ich hatte zuvor noch nie viel Alkohol getrunken und wusste nicht, dass Wodka so gefährlich ist“

...weil Bild gerade da ist paukt sie ja is klar :D

wo sind die Eltern gewesen? in ihrer führsorge Pflicht? wo die schule? bzw. Lehrer!? warum paukt sie den gerade dann, wenn Bild da ist? Was passiert als nächstes? Ich wusste nicht das man schwanger wird? :rolleyes:.

Bild: ja das kommt davon wenn man alk trinkt, später raucht sie sich einen und Bild: ja jetzt wird alles gut... ich renn gegen die wand man ..... LoL aber ich kenne hier auch die ein oder andere mit 13 schon im Koma gewesen und 3 tage später wieder raus aus dem Krankenhaus und PARTY saufen. Vor allem wo die kleinen das ganze Geld her haben Wahnsinn...

Frage, an die Grünen Raucher hier ;) die schon Kinder haben, wie geht ihr damit um? bzw. eure Kinder selber. Wissen sie das? Was habt ihr selber in eurem Privaten und Beruflichen leben für Erfahrungen gemacht?

warum gibt es hier keine Umfrage, rauche, habe geraucht, werde niemals rauchen würde gern mal probieren etc....

kann ja auch anonym sein:rolleyes:
 
AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku schrieb:
Aber dann hat doch die Verbotspolitik funktioniert, oder verstehe ich dich falsch?

Ich schrieb Sorte von Mensch, und meinte eben diese Sorte und nicht Gesellschaft im allgemeinen.

Wenn Lieschen in der Schule meint das Wodka gerne in Verbindung mit Red Bull, u.ä. nicht gefährlich ist ,da es z.b. so schön süß schmeckt oder irgendein Meier in der Kneipe meint sein Korn ist gut für die Volksgesundheit, aber im Gegenzug denken das ein Joint der ja soooo gräßlich in deren Augen stinkt der Vorhof zur Hölle ist, dann gilt das eben für diese Sorte Mensch und nicht für alle!

Wo funktioniert da bitte die Verbotspolitik im ganzen?Bitte erkläre mir das mal bitte, und wenn es geht nur diese eine Frage präzise beantworten!
Bedenke aber bei deiner Antwort, Drogen gibt es trotz Verbot in einer hohen Verfügbarkeit.
Die Kriminalität die durch Drogen entsteht gibt es jeden Tag in einem hohem Maße!
Die Repression die nicht seit kurzem sondern seit Jahrzehnten dem Volk zig Milliarden Euros gekostet haben, ist mehr oder weniger nutzlos (höhere Verfügbarkeit, niedrigere Preise).
Eben nur dafür da um drogenpolitische Spinnereien aufrechtzuhalten. Der Preis für diese Spinnereien ist aber einfach zu hoch!
Und jetzt erklär noch mal das die Drogenpolitk bzw. die Verbotspolitik funktioniert?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben