Quo vadis BTMG?

Ich hab eine eingeschränkte Sicht? Aber wenn ihr einzig die Legalisierung als Möglichkeit seht, dann ist das vielschichtig, objektiv und total offen.

Oh man, was eine Diskussionskultur. -.-

Deine Frage Heffer habe ich beantwortet. Im Gegensatz zu Zeiten, wo Drogen wie Opium in China völlig legal erhältlich waren und damals ein Land fast ruiniert haben, haben wir verhältnismäßig wenig Drogentote und abhängige. Das ist ein Erfolg. Aber du wirst sagen, dass liege an der Prävention ohne zu beweisen, dass dies alleinig der Fall ist. Genau so wie ihr bis jetzt den Beweis schuldig geblieben seid, die Prohibition sei gescheitert bzw. würde auch dann nichts weiter bringen, wenn man überhaupt mal die ausreichende Mannstärke bei der Polizei hätte um z.B. Am Kotti auch entsprechende Präsenz zeigen zu können ohne das die Beamten unmotiviert die x. Überstunde abreißen müssen. Die Prohibition ist nicht gescheitert, nur weil es immer noch Drogentote, Schmuggel etc. gibt. Das hat YesWeedCan ja bereits selbst erkannt und zugegeben, den all das gibt es bei Legalisierung genau so noch...
 
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Aha die Prohibition soll also nicht gescheiter sein, interessant.

Ich stell mich heute in eine x-beliebige Stadt und schaue wie lange ich brauche, um an Drogen zu kommen.
Der Witz dabei ist ja der, dass ich mir gar keine Gedanken machen muss, ob ich welche bekomme.
Die Frage ist doch nur wann ich sie bekomme.
Und ich kann auch in jedes kleine Pissdorf gehen.
Mindestens Gras wirst du fcking überall bekommen.

Und dann will mir jemand allen ernstes erzählen, dass die Prohibition funktioniert?

Und wie viele Menschen müssen noch an Alkohol und Tabak sterben, bis der Schutzbedarf der Bürger so groß wird, wie bei illegalen Drogen?
Diese heuchlerische Behauptung es ginge um den Schutz der Bürger...
Klar wir schützen die Bürger vor dem Joint abends und sehen uns lieber mit an, wie er an Leberversagen verreckt...
 
Der Argumentation folgend ist das gesamte StGB obsolet, denn alles, was darin verboten ist, wird dennoch getan. Heuchlerisch ist, zu behaupten etwas sei gescheitert, sobald nur einmal jemand dagegen verstößt...

Aber ganz ehrlich? Ich wäre mal für so eine Anarchie. Weil dann geh ich demnächst nicht mehr mit Worten gegen anders denkende vor sondern mit Taten. Ist denk ich ohnehin effektiver, wenn man tätlich den Leuten klar macht, dass man längst nicht mehr ausschießlich um Cannabis diskutiert..
 
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Dein Vergleich hinkt aber schon ein wenig...

Klar, mal verstößt jemand gegen § 103, mal gegen § 212.
Aber ohne da jetzt genaue Zahlen zu kennen, kann man davon ausgehen, dass sich der Großteil der Bürger an die Gesetze hält.

Beim Weed Konsum reden wir aber nicht von: "einmal jemand" :rolleyes:
Nein, es verstoßen jeden Tag zig-tausende gegen das Verbot des Besitzes.

Jaja mach mal Mustis, die Hunde die am lautesten bellen und so...
 
Es ist auch verboten zu schnell zu fahren. Daran hält sich ein ziemlich großer Teil der Bevölkerung auch nicht und auch da ist der Schutz der anderen marginal, denn "ich kann auch etwas schneller noch sicher fahren".

Der Vergleich hinkt keineswegs. Es ist die exakt selbe Argumentationsstruktur. Das Verbot des zu schnellen Fahrens ist gescheitert, es machen nämlich täglich tausende.

Die Prohibition ist nicht gescheitert, nur weil du Drogen nicht restlos aus der Gesellschaft vertreiben konntest.
Ich hab eher das Gefühl, dass du was gegen Gesetze hast, die dich direkt betreffen in einschränkender Weise, die Gesetze, die dich begünstigen wirst du hingegen vehement verteidigen.

Und offensichtliche Satire erkennst du auch nicht und reagierst wie erwartet mit in Fragestellung meines Könnens dahingehend. :rolleyes:
 
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?!? Menschen verstoßen gegen Gesetze... Was für ne Erkenntnis. Das ist jetzt nu wirklich nicht neu;-)

Aber das ja auch garnicht die Frage. Die Frage ist eher: Wie kann ich eine Gesellschaft reglementieren, dass ein möglichst großer Teil der Bevölkerung so frei und sicher wie möglich leben kann.

Zu schnell oder besoffen fahren ist ein Risiko für Unbeteiligte. Also ist hier eine Reglementierung notwendig und OK (von der Blitzerabzocke der Ordnungsämter die mit Verkehrsicherheit nix zu tun hat abgesehen). Aber ich war schon mehrmals in Amsterdam und gerade erst in Spanien. Da kommen immer mal wieder Müffelschwaden vorbei gezogen. Das war aber die einzige Beeinträchtigung meiner persönlichen Freiheit. In Spanien gibts auch Coffee Shops. Aber ich muss ja nicht rein gehen. Mir persönlich ist es völlig egal ob einer ne Kippe oder nen Joint raucht. Solange er das nicht direkt neben mir im Restaurant macht während ich esse ist mir das total egal. Auf der anderen Seite sehe ich eine massive Verfolgung der Konsumenten welche nicht nur diesen Schadet sondern auch noch unmengen an Kohle frisst. Und was hab ich als Nichtkiffer davon? Ich darf mehr Steuern zahlen. Na toll! Und weil die Bullen Kiffer scheuchen müssen haben sie weniger Zeit für andere wichtigere Dinge.

Bei harten Drogen bin ich vorsichtig. Aber mal ehrlich:
Ob Kiffen nu Legal oder Illegal ist werde ich als Nichtkiffer wohl kaum merken (von gelegentliche Schwaden abgesehen). Es gibt viele Länder in denen es recht liberal gehandhabt wird und ich habe mit eigenen Augen gesehen das dort die Welt nicht unter gegangen ist;-)

Vielleicht mal weniger nach Studien aus undurchsichtigen Quellen schielen sondern einfach mal gesunden Menschenverstand und Gelassenheit walten lassen. En bissel Kiffen wird die Welt nicht retten, sie wird aber auch nicht untergehen. Ich als spießiger Familienvater mit EFH und Kombi davor würde wie der größte Teil der Bevölkerung von einer Legalisierung vermutlich rein garnix mitbekommen. Warum soll ich also dagegen sein wenns mich einfach nicht betrifft? Nur um anderen ihren Spass nicht zu gönnen? Die Kiffer kotzen mir wenigstens nicht in den Hof wenn sie von der nahegelegene Grillhütte zurück wanken*g*
 
Mustis hat sich bis jetzt noch nicht geäußert wie in Zukunft mit illegalen Drogen umgegangen werden soll.

Also insbesondere nach der Doku gestern Abend, machen sich die Menschen die sich gegen eine Regulierung von Drogen stellen total unglaubwürdig.
Ich bin sprachlos wie verblendet man sein kann hier keinen Handlungsbedarf zu sehen oder sogar die Prohibition als Erfolg, richtiges Signal usw. zu feiern!

Also da hört bei mir echt alles auf. Wäre die Prohibition erfolgreich, wäre ich der erste der ruhig ist denn ob Drogen legal oder illegal sind davon habe ich nichts von, aber nichts davon ist eingetroffen. Die Prohibition hat versagt, egal wie man sich das zurecht legt.

Wer heute noch gegen die Prohibition ist, ist nur aus Gutdünken dagegen aber nicht aus rationalen Gründen. Erinnert mich stark an die Zeiten als Homosexuelle oder noch weiter früher die Hexen verfolgt wurden.
Aber ich zitiere hier noch mal die DHS:

"“Nach so vielen Jahrzehnten ergebnisloser Diskussionen sind wir nicht mehr an Glaubenssätzen, Meinungen und Allgemeinplätzen zur Prohibition interessiert. Wir erwarten Beweise. Für die Vorteile von Prohibition wurde noch kein einziger vorgelegt. Diejenigen dagegen mehren sich von Jahr zu Jahr. Ob uns das gefällt oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Es sei denn, Suchtpolitik wäre eine Geschmacksfrage.” - Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen "

In diesem Sinne und in freudiger Erwartung einer endlich mal vernünftigen gut verständlichen Antwort von Mustis warum die Prohibition so wie sie ist beibehalten werden soll allen noch einen hoffentlich so wie bei uns gerade sonnigen Tag :-)
 
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Es wurden weder beweise vorgelegt, dass die prohibition versagt hat noch dafür das es ohne besser wäre. Außer vermutungen und hoffnungen....

Lediglich für cannabis gibt es kurze erfahrungswerte.
 
Fahre zu schnell und du kannst durchaus Menschen töten.
Setze dich draußen in einen Park auf ne Bank rauch einen Joint und das schlimmste was passieren kann ist, dass du einschläfst?"

Fahre 5-10km/h zu schnell und werd geblitzt.
Folgen: Keine - ~15/30€
Du hast im schlimmsten Fall also schon sobald du gegen das Gesetz verstößt ne Geldstrafe.

Rauche den Joint und ein Polizist kommt vorbei.
Folgen: Anzeige, Sozialstunden, Eintrag ins Führungszeugnis etc. pp.
Im schlimmsten Fall kannst schon mal viele Berufe streichen bei denen du zB ein Führungszeugnis brauchst. Und das weil du mit paar G Gras erwischt wurdest.
 
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Mustis schrieb:
Es wurden weder beweise vorgelegt, dass die prohibition versagt hat noch dafür das es ohne besser wäre. Außer vermutungen und hoffnungen....

Lediglich für cannabis gibt es kurze erfahrungswerte.

Wenn Mexiko wegen der Prohibition knapp 70 000 Tote zu beklagen hat ist das kein Beweis?

Wenn im Jahr 1965 40kg Drogen beschlagnahmt wurden und heute sind es alleine bei Cannabis schon 40 000 Kilos pro Jahr ist das kein Beweis?

Wenn jedes Jahr die Zahl der Konsumenten ansteigt, Menschen sterben wegen fehlendem Verbraucherschutz (Stichwort Streckmittel oder überdosierung) dann ist das kein Beweis für das Versagen der Prohibition?

Wenn die Mafia immer mehr Drogen absetzen kann und jedes Jahr mehr verdient ist das auch kein Beweis?

Jetzt mal Butter bei die Fische Mustis:

Bist du ein Drogendealer? Oder profitierst du in anderer Art und Weise von einer Prohibition? Weil anders kann ich mir das nicht mehr erklären!

Was du und auch die anderen nicht verstehen:
Drogen sind doch da! Jederzeit und immer und überall verfügbar! Und wenn alle Drogen legalisiert werden, dann ändert sich für die Menschen die keine Drogen nehmen ja nichts!

Und Stichwort Beweise:
Nicht die das Verbot abschaffen wollen müssen Beweisen, dass die Prohibition versagt hat sondern die Prohibitionisten müssen Beweisen warum das Verbot was so tief in die Persönlichkeitsrechte eingreift das einzige richtige Mittel ist!

Na dann leg mal die Beweise vor Mustis ;)

P.S.:
Für Cannabis gibt es ein Modellprojekt mit 14 Millionen Menschen...schon seit 40 Jahren...da kann man nicht mehr von einer kurzen Zeitspanne sprechen......
 
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Ich kenne nicht einen einzigen Menschen, der seine Entscheidung für/gegen Drogenkonsum im Bezug auf das BTMG getroffen hätte (tatsächlich waren Verfügbarkeit, Wirkung und eine mögiche Abhängigkeit fast immer die einzige Entscheidungsgrudlage). Das BTMG war dabei fast allen pupsegal ... da haben die nichtmal drüber nachgedacht.

Mit dem Auto NICHT zu schnell fahren tun die Leute doch meist, weil da irgendwo Schilder stehen, die sagen bei welcher Geschwindigkeit man noch "straffrei" fährt, selbst wenn ein Polizist filmt. Und selbst wenn man "zu schnell fährt" ist einem die diesbezügliche Gesetzeslage nicht so total egal, wie das bei Drogen oft ist.

... die Interpretation überlass ich mal dir.
Als Tipp: Meine Gedanken gehen da in Richtung Wirksamkeit von Gesetzen ... dass die Substanzen illegal sind, ist den Konsumenten durchweg bewusst ... und meist völlig egal.
 
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Der Geschwindigkeitsvergleich is ziemlich unpassend. Dieses Gesetz und viele andere (ab 18 Jahren) regeln das Autofahren. Das Autofahren ist dabei legal.
Die Parallele zu Drogen ist also das Autofahren selbst.

Somit wäre beispielsweise die Parallele zum Fahrverbot in Parks und anderem anderweitig zugewiesenem öffenlichem Raum das Konsumverbot von allen Drogen im öffentlichem Raum.

Das Autofahren ist also legal und unterliegt deswegen zahlreichen Reglementierungen. Auch Drogen müssen Drogen reglementiert werden.
Ergänzung ()

@ Mustis: Bezüglich des Erfolgs der Prohibition kannst du meinen letzten Post lesen (vorige Seite, zweiter Post: klick). Den hast du anscheinend bewusst ignoriert.

Als weitere "kurze" Erfahrung mit der Legalität (oder Entkriminalisierung) von Drogen darfst du gerne 10 Jahre Portugal nehmen. Hier hat sich der schädliche Drogenkonsum und der Konsum unter Jugendlichen enorm verringert. Nur das Problem des Schwarzmarktes und aller damit zusammenhängender Probleme (Personenschäden durch Kämpfe zwischen und gegen Banden, fehlende Qualitätssicherung, usw.) ist natürlich noch vorhanden, dazu bedarf es der Legalität und staatlicher Reglementierung.

Mustis bitte hör auf damit sich grundlos über die Diskussionskultur hier zu beschweren. Sie ist relativ gut. Deine Vorstellung einer richtigen Diskussion weicht einfach von der Normalität ab. Viele haben sich über dich beschwert, ohne sich über die allgemeine Diskussionskultur zu beschweren. Nochmal ein Beispiel wie du diskutierst: klick
 
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Und wenn alle Drogen legalisiert werden, dann ändert sich für die Menschen die keine Drogen nehmen ja nichts!
Na da bin ich mir nicht so sicher... Bei Canabis meinetwegen. Aber bei anderen Sachen wage ich das anzuzweifeln.

Sorry, aber wer Drogen per se legalisieren will schafft damit auch de facto die Verschreibungspflicht von Medikamenten ab! Und was die Mediziner und Pharmafirmen im Schrank haben sind etwas andere Kaliber als ein Joint. Wird das alle unreguliert und frei am Markt angeboten öffnet das der willkürlichen Selbstmedikation Tür und Tor.
Der Kumpel hatte Depris und vom Doc nette Pillchen empfohlen bekommen? Klasse, mir gehts auch gerade nicht so gut, klink ich mir auch ein paar von...
Hinter der Müdigkeit steckt ne echte Krankheit. Aber Hey, Speed ist billig und macht wach. Wer braucht da noch nen Arzt?
Und bei Schmerzen? Wenn Heroin legal ist dann können doch die Morphine aus dem Laden um die Ecke nicht verkehrt sein...
Bubchen kommt in der Schule nicht mit? Da gibts doch was von Ratiopharm...

Ich habe keine Probleme damit, dass z.B. ein Arzt eine Abhängigkeit disgnostiziert und zur Therapie zunächt das Suchtmittel verschreibt. Und nen Konsument würde ich lieber bei einer Beratung als bei der Staatsanwaltschaft sehen. Aber den Schrank aufzumachen und freie Marktwirtschaft Olé, alles raus was geht... Bitte nicht. Dazu ist die Gesellschaft in meinen Augen lange nicht reif genug. Das endet im Desaster.

Wenns eine pauschal Legalisierung gibt werden die klassischen (harten) Drogen unser kleinstes Problem sein. Dann kommen die Pharma Firmen mit ihren Pülverchen und ihrer Marketingabteilung und dann gehts richtig rund.

Und nein, ich habe keine Studie, nur meine Menschenkenntnis!
 
Gaunt sein ganzer Post basiert auf einem Denkfehler: verschreibungspflichtige (="harte") Medikamente sind nicht illegal, sie sind legalisiert und werden nur an Personen weitergegeben, die sie benötigen. Genau das sollte mit harten Drogen geschehen.

Auch tust du so als sei jeder Drogenkonsum problematisch, das ist falsch. Nur der problematische Drogenkonsum ist problematisch (Überraschung) und diesen zu verringern und zugleich indirekte Opfer zu minimieren (wie durch den Drogenkrieg) muss das Ziel der Drogenpolitik sein, nicht stumpf die Anzahl der Konsumenten Richtung 0 zu treiben.

Marketingverbot und neutrale Verpackungen für alle Drogen sollten selbstverständlich sein (auch für Zigaretten, Alkohol).
 
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Anscheind gehen auch alle davon aus, dass sobald Drogen legalisiert werden, jeder rund um die Uhr jeden Tag druff ist.

Sieht man ja in Holland... oh wait... not.

Dass die Leute Freitag Abend ein Joint rauchen und dazu en Buch lesen oder zusammen Monopoly spielen, ist anscheinend keine vorstellbare Alternative.

Ich sage nicht, dass es keine Leute gibt, die auf sowas hängen bleiben, wie auch beim Alkohol.
Aber man sieht ja, dass der Großteil der Bevölkerung relativ verantwortungsbewusst mit Alkohl umgeht.
Wieso traut man ihm das nicht auch bei bestimmten anderen Drogen zu?
 
Anscheind gehen auch alle davon aus, dass sobald Drogen legalisiert werden, jeder rund um die Uhr jeden Tag druff ist.
Wenn hier die ersten CoffeeShops aufmachen, wird der Konsum natürlich erstmal ansteigen. Denn viele werden das dann testen wollen. Aber das relativiert sich schnell wieder.

Derzeit bekommt man das ganze ja bereits auf dem Schulhof oder im Bahnhofsviertel. Gerade weil es illegal ist, ist es für die Jugend interessanter.
 
Mustis schrieb:
Es ist auch verboten zu schnell zu fahren. Daran hält sich ein ziemlich großer Teil der Bevölkerung auch nicht und auch da ist der Schutz der anderen marginal, denn "ich kann auch etwas schneller noch sicher fahren".

Der Vergleich hinkt keineswegs. Es ist die exakt selbe Argumentationsstruktur. Das Verbot des zu schnellen Fahrens ist gescheitert, es machen nämlich täglich tausende.

Die Geschichte mit dem Autofahren hab ich doch neulich erst näher erläutert ...



Mustis schrieb:
Die Drogenpolitik scheitert nicht, weil man nichts machen könnte, sondern weil man seitens der Politik nicht gewillt ist, zu Umsetzung die entsprechenden Kosten zu tragen, vor allem Personalkosten durch mehr Polizei, die dazu notwendig wäre.

Jo, weil die Kosten-Nutzen-Rechnung bei dieser Sache einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Horrorgeschichte gleich käme. Und alleine durch "mehr Polizei" löst man keine Probleme, deren Ursachen so vielschichtig sind.

Mustis schrieb:
Ich hab eine eingeschränkte Sicht? Aber wenn ihr einzig die Legalisierung als Möglichkeit seht, dann ist das vielschichtig, objektiv und total offen.

Oh man, was eine Diskussionskultur. -.-
Ich spreche jedes mal, wenn es um eine Legalisierung geht, auch von anderen Rahmenbedingungen. Aufklärung, Prävention, mehr Substanzforschung, offenerer und ehrlicher Umgang/Diskussion, Armutsbekämpfung, Jobs und Perspektive für Jugendliche, usw.
Für einen Politiker kommen Sprüche wie "MEHR POLIZEI, WEIL DROGEN IMMER GEFÄHRLICHER" bei der breiten leider Masse besser an, setzen aber an der falschen Seite an.
Fleckchen wie Kotti und co gab es schon immer und wird es auch immer geben. Wenn du dort mehr Polizei hinstellt, verlagert sich das nur. Kurz bevor Wahlen sind werden diese Probleme wieder medial hochgepuscht, Politiker versprechen Besserung, und am Ende wird wenig getan. Täglich grüßt das Murmeltier.

Und allen voran muss in der Politik und Gesellschaft(!) die "Drogenfrage" erst einmal offen und ehrlich diskutiert werden. Das habe ich auch schon mehrfach hier angesprochen.
Fragen wie:
a) Was sind "Drogen" überhaupt?
a,5) Wie "gefährlich" ist jene Droge, wie bemisst man "Gefährlichkeit" und wie drückt man es aus?
b) Was ist "Sucht" überhaupt?
c) Warum nehmen Menschen Drogen?
e) Es gab schon immer Drogen und es wird auch immer Drogen geben. Wie gehen wir damit um?
f) Ist das Strafrecht überhaupt geeignet für das "Drogenproblem"?
g) Lohnt es sich, soviel Geld und Mannstunden für Repression auszugeben? Wie ist der Kosten-Nutzen-Faktor?
usw)
sollten dabei diskutiert und geklärt werden. Auf Basis von aktuellen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Leider wird oft so getan, als wären Drogen selbst des Teufels Advocat und gehören einfach verboten. Augen zu und die Wirklichkeit leugnen. Thema beendet.

Momentan tagt ja die UNO zum Thema Drogen. Davon bekomme ich aber hier in den Medien ÜBERHAUPT NICHTS mit. Selbst über solche großen Drogentagungen wird medial nicht berichtet. Somit wird doch die Ergründung einer (besseren) Drogenpolitik unmöglich gemacht. Sogar Mortler war dort und hat eine kurze Ansprache gehalten.



Mustis schrieb:
Deine Frage Heffer habe ich beantwortet. Im Gegensatz zu Zeiten, wo Drogen wie Opium in China völlig legal erhältlich waren und damals ein Land fast ruiniert haben, haben wir verhältnismäßig wenig Drogentote und abhängige. Das ist ein Erfolg. Aber du wirst sagen, dass liege an der Prävention ohne zu beweisen, dass dies alleinig der Fall ist. Genau so wie ihr bis jetzt den Beweis schuldig geblieben seid, die Prohibition sei gescheitert bzw. würde auch dann nichts weiter bringen, wenn man überhaupt mal die ausreichende Mannstärke bei der Polizei hätte um z.B. Am Kotti auch entsprechende Präsenz zeigen zu können ohne das die Beamten unmotiviert die x. Überstunde abreißen müssen. Die Prohibition ist nicht gescheitert, nur weil es immer noch Drogentote, Schmuggel etc. gibt. Das hat YesWeedCan ja bereits selbst erkannt und zugegeben, den all das gibt es bei Legalisierung genau so noch...

Du scheinst den Opiumkrieg in China gerne als Argument zu benutzen. Leider kenne ich mich geschichtlich damit nicht aus und du erwähnst es nur und gehst nicht näher drauf an. Eine kurze Wiki-Recherche sagt mir, dass diese Kriege vor mehr als 150 Jahren stattgefunden haben, eine Verschärfung der Opiumgesetze vor 100 Jahren. Ich weiß nicht, in wie fern solche antiken historischen Ereignisse für die heutige Drogendiskussion herhalten können, vielleicht kannst du ja eher drauf eingehen. Hast du mehr Argumente, die ein Erfolg oder die Angemessenheit des Verbots verdeutlichen?

Welche Art von Argument würde dich denn überzeugen, dass die Prohibition gescheitert ist? Würdest es doch sowieso verdrehen und nicht akzeptieren...
Alleine die Tatsachen, dass die Prohibtion selbst so viele Probleme erst erzeugt und verschlimmert, zeigt doch schon sein scheitern bzw. seine Ungeeignetheit. Und die Tatsache, dass ein Verbot nur sehr wenige Menschen vom Konsum abhält ebenfalls. Und dass ein Jugendlicher trotz eines Verbots leichter an illegale Drogen kommt, als an Alkohol. Und dass der Konsum legaler Substanzen bei Jugendlichen runter geht.
Und da es ein Unterschied zwischen Gebrauch und Missbrauch gibt, ist ein Verbot von vornherein der falsche Ansatz.

@YWC: Danke für den Dokuhinweis.
 
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Auf nach Bremen !

Wieder sehr lustig:
CDU gegen Lockerung
Das sieht die Bremer CDU anders. Deren Gesundheitspolitiker Rainer Bensch sagte, seine Fraktion lehne eine Drogen-Einstiegspolitik ab: "Ich will nicht, dass Bremen in Europa irgendwann einen gleichen Ruf hat wie Amsterdam. Für uns haben Erwägungen des Gesundheitsschutzes oberste Priorität.
Schwarzmarkt ist wirklich der beste Gesundheitsschutz !:lol:

Auch gut:
Ebenso soll nicht mehr automatisch der Führerschein eingezogen werden, wenn bei Verkehrsteilnehmern auch nur geringe Mengen Cannabis im Blut nachgewiesen werden. Dies kann laut SPD und Grünen das Land Bremen eigenmächtig umsetzen.
In 2 Jahren is das Ding durch und ich steh in meinem Cannabis Store !
 
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Gaunt sein ganzer Post basiert auf einem Denkfehler: verschreibungspflichtige (="harte") Medikamente sind nicht illegal, sie sind legalisiert und werden nur an Personen weitergegeben, die sie benötigen. Genau das sollte mit harten Drogen geschehen.
Und genau das stellen einige hier eben anders da. Hier erwecken viele Posts den Eindruck das mit einer Legalisierung der frei Verkauf einher gehen soll. Dann drückt euch bitte genauer aus. Also bitte nicht nur sagen "Im Moment ist alles Mist" sondern dann sollte man auch in der Lage sein zu beschreiben, unter welchen Umständen z.B. Haluzinogene, Morphine oder Amphetamine abgeben werden sollen.

Werden harte Drogen nur über einen Arzt nach Prüfung von Beweggründen abgegeben kann ich damit Leben. Insbesondere wenn das zu Therapiezwecken erfolgt. Damit würde aber die große Gruppe der Spasskonsumenten weitestgehend ausgeschlossen.

Auch tust du so als sei jeder Drogenkonsum problematisch, das ist falsch.
Das tue ich nicht! Ich unterscheide nur zwischen Sachen wie Canabis was meinetwegen jeder ab nem gewissen Alter auf eigene Verantwortung wegpaffen kann und Substanzen welche eine völlig andere Wirkungsweise und damit auch einen komplett anderen Einsatzzweck haben.

Dass die Leute Freitag Abend ein Joint rauchen und dazu en Buch lesen oder zusammen Monopoly spielen, ist anscheinend keine vorstellbare Alternative.
Damit hab ich kein Problem. Aber die Diskussion hier dreht sich nunmal nichtmehr nur um Dope sondern auch um ganz andere Substanzen.
Meine Fresse. Wer einen paffen soll das machen. Sowas ist mir völlig egal und in meinen Augen das ganze gelaber nicht wert. Wie schon x mal gesagt. Vom Kiffen wird die Welt nicht besser aber auch nicht schlechter. In meinen Augen isses Gesellschaftlich rel unerheblich ob Dope legal ist oder nicht.

Aber wer hier von einer Legalisierung aller Drogen spricht sollte bitte bitte auch schreiben wie er sich das vorstellt! Denn da ist die Gesellschaft in meinen Augen wirklich nicht bereit zu.
 
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