Quo vadis BTMG?

@Zet
Automaten: Irgendeinen Betrag verloren, weis nicht mehr wie viel.

Roulette: ca. 600€ mit einen Schlag gewonnen und solange gespielt, bis das wieder weg war.

Der gesamte Nachmittag hat mich ungefähr 170€ gekostet.

Karten habe ich nur zugesehen, weil die Einsätze für mich zu hoch waren (50€ pro Karte).

@oiolli
Das ist nicht übermenschlich, das ist normal.
In meiner Abteilung trinkt keiner, ausser dem Chef- der gibt sich an einen Sonntag tatsächlich 1-2 Bier, weil er zu Fuß zum Wirten kann. Raucher haben wir viele- ca 30%. Drogen 0,0%.
 
Die Sucht entsteht ja primär durch das Belohnungssystem im Hirn. Wer erstmal gewinnt und dann wieder verliert und wieder gewinnt, der endet in dieser Spirale weil ihm die Belohnung fehlt und er dieses Gefühl wieder haben will.

Da kommt es natürlich drauf an ob man dafür anfällig ist oder nicht.
 
Ich kann diese Automatensucht auch nicht verstehen. Hab mich mal an son Novolineteil gesetzt (kenne mich da echt gar nicht aus) und nach paar Minuten die Lust verloren, während Freunde da gern länger ihre Zeit verbringen :)

Das du nicht verstehen kannst, weshalb Leute etwas konsumieren und sich in einem anderen Zustand befinden, ist völlig in Ordnung. Es gibt auch Sachen die ich nicht nachvollziehen kann (bspw. Automaten), egal ob es um Konsum oder etwas anderes geht. Allerdings versuche ich dann zu verstehen, warum jemand etwas tut, selbst wenn es mir am Ende immer noch nicht passt.
 
Sologruppe schrieb:
Ich bin KEIN FREUND von Zigaretten oder Alkohol.
Versuchen wir es mal anders. Wie sieht es mit Zucker und Salz so aus?
Das wird ja auch gerne übermäßig konsumiert und führt zu reichlich Problemen in der Gesellschaft mit enormen Kosten welche die von z.B. THC sicherlich um ein vielfaches übersteigen.
Kontrollierst du regelmäßig deinen Zucker und Salz Konsum? Siehst du da Süchte?

Sologruppe schrieb:
Bis jetzt gings eigentlich immer um die Biologie, um die Frage wie schädlich das Ganze ist.
Wenn ich das mal aufgreifen darf: Ich sehe nicht das es dir darum ging. Was ich bei dir heraus höre ist nur das du es gerne mit Verweis auf die Natur als unnatürlich abstempeln möchtest. Das ist etwas anderes. Das ein Genuss von Rauschzuständen in der Natur vorkommt ist dir belegt worden. Es ist für dich also eine philosophische Frage.
Und in dem Bereich scheinst du mir Laie zu sein, nicht Herr Lesch.
 
Nach Zucker und Salz war ich vor langer Zeit tatsächlich mal "süchtig". Je mehr ich von dem Zeugs nahm, desto süchtiger wurde ich. Ich brauchte drei Monate um wieder auf normales Level zu kommen- war nicht einfach.

Vor Alkohol oder Zigaretten habe ich keinerlei Angst. Mein Körper ist noch so gesund, das er eine natürlich Abneigung davor hat. Ich könnte meinen Körper natürlich zum Konsum zwingen- das wäre aber extrem dumm.

Suchtmittel/Gifte zu konsumieren ist für Tiere immer unnatürlich- auch wenn es manchmal in der Natur vokommt. Es gibt keine einzige Art in der Natur, wo Rauschzustände für die ganze Art oft und lange vorkommen. Das ist ein deutliches Zeichen der Natur, das diese Arten nicht vorhanden waren oder ausselektiert wurden. Vermutlich wurden sie einfach von Raubtieren gefressen. Das jährlich irgendwo und irgendwann eine Herde sich mit gärenden Früchten den Bauch vollschlägt, ist zwar ein Beleg für einen natürlichen Rausch, aber mehr ein Unfall. Wäre diese Möglichkeit ganzjährig vorhanden, würde diese Herde aufgefressen werden.

Die einzige Ausnahme ist der Mensch, wo der berauschte von seinen nicht berauschten Artgenossen gegen Feinde geschützt wird. Als Feinde sehe ich auch die Drogendealer.
 
Sologruppe schrieb:
Nach Zucker und Salz war ich vor langer Zeit tatsächlich mal "süchtig".
Womit nach dir ja jetzt die Gefährlichkeit von Zucker und Salz belegt wären und folglich jetzt ein Verbot gefordert werden müsste.
Ich warte nun jetzt also auf deine Proklamation das Donuts verboten gehören.

Selbst wenn es eine Art geben hätte, welche sich gerne berauscht hätte und deswegen aufgefressen worden wäre, das wäre immer noch natürlich gewesen. Auch wenn du es nicht magst :)
Ich verweise noch einmal auf die Delphine welche die Kugelfische nicht essen möchten sondern einfach nur deren Nervengift 'genießen' möchten. Kein Unfall, und Delphine gibt es immer noch.
 
Ich habe ja schon geschrieben, das die Verteitigung von Sucht oder Suchtgigt nur von zwei Gruppen herrühren wird.
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Der Ur und Optimalzustand ist ohne Suchtverhalten- und dieser ist auch ganz leicht und kostenlos möglich. Warum es sich also verschlechtern? Mit Wissen und Aufklärung kann schon viel verhindert werden. dann noch Willensstärke um davon loszukommen und fertig. Mein zuviel an Zucker und Salz war auch eine Verschlechterung für mich- also habe ich den Entschluss gefasst, das wieder abzustellen.
 
Und wie er (Sologruppe) vorhin schrieb nach dem Motto "ja gut Cannabis ist relativ harmlos für intelligente Leute, die damit umgehen können". Sucht hat nichts mit IQ zu tun, es trifft IQ 80 genauso wie IQ 130. Bloß das Cannabis nur psychisch abhängig macht und nicht psychisch und körperlich, wie z.B. Alkohol oder Tabak. Psychisch abhängig kann alles machen, was irgendwie gut tut oder Spaß macht.

Außerdem sind die Folgen bei Cannabis Mißbrauch idr reversibel und damit viel harmloser als bei Alkohol. Besonders wenn man Cannabis ohne Tabak im Vaporizer verdampft.

Ja gut, es kann latent vorhandene Psychosen zum Vorschein bringen. Aber es gibt sicher auch Leute, die ihren Mitmenschen eine Essensgabel in den Kopf gerammt haben. Soll man deswegen allen das Essensbesteck verbieten? Nach Logik der CDU/CSU aufjedenfall!

Generell: Wenn es um Contra Cannabis geht, melden sich immer Lobbyisten, Christdemokraten, die deren Wünsche umsetzen, und Leute, die mit den 0,x% der Konsumenten beruflich jeden Tag zu tun haben, die damit nicht umgehen können. Tolle Sache.

Man kann auch VW fragen, ob deren Motoren wirklich so Umweltschädlich sind, wie dargestellt. Sind ja schließlich Experten und die müssen es ja wissen. Oder man fragt Umweltforscher. Sind ja auch Experten, die es wissen müssen. Tut man in punkto Cannabis aber nicht. Da werden von der Politik immer nur die Contra Argumente wieder gegeben. Zur Not werden Contra Argumente erfunden und somit wird gelogen. Z.b. den Jugendschutz schiebt man gerne vor. Tja, als minderjähriger kommt leichter an illegale Drogen, als an Alkohol. Spätestens seit dem Internet und Kräutermischungen.

Und ja, es gibt einen ganz kleinen Prozentsatz an Leuten, die mit Cannabis einfach nicht umgehen können und dann nur noch berauscht daheim rumgammeln. Häufig trägt aber auch deren Angst dazu dabei, "erwischt" zu werden und z.B. den Führerschein zu verlieren. Es reicht aus, Samstags zu kiffen und Mittwochs in der Polizeikontrolle den Führerschein zu verlieren. Nicht nur das: Man muss nichtmal Auto fahren. Es reicht aus mit ein paar Gramm erwischt zu werden, und man verliert den Führerschein ohne jemals berauscht gefahren zu sein. Da bleiben manche halt lieber direkt daheim...

Heute habe ich nochmal ein gutes Gespräch über Cannabis mit einem Arzt geführt. Er sagte, dass sie auch Angst hätten, jetzt Cannabis zu verschreiben und dann kommt eine neue Regierung oder das Gesetz ändert sich wieder und dann "hängt man da mit Problemen durch Cannabis Rezepte". Außerdem sagte er mir, dass sich seiner Erfahrung nach alle Krankenkassen sowieso bei der Bezahlung quer stellen. Was bei 250% Schwarzmarktpreis ein finanzielles Problem ist, für kranke Menschen sowieso noch eher, da häufig nicht Vollzeit gearbeitet wird oder man Geringverdiener ist, oder gar nicht arbeiten kann. Von dem immensen Papierkram mal abgesehen.

Als ob die CDU/CSU die Probleme durch das neue Cannabis Gesetz nicht hätten kommen sehen. Ich glaube nicht an Zufälle in der Politik. Ganz toll gemacht, ihr lieben Christ Demokraten! Schikaniert die Patienten nur weiter (und Konsumenten sowieso). Das ist wahre christliche Nächstenliebe, genau wie der Rest eurer Politik!
 
Zuletzt bearbeitet:
Sologruppe schrieb:
Mein zuviel an Zucker und Salz war auch eine Verschlechterung für mich- also habe ich den Entschluss gefasst, das wieder abzustellen.
Damit handelst du aber gegen die Natur. Dein Körper möchte das du dir möglichst viele Kalorien zuführst.
Also folgen wir nun deiner Naturtheorie oder nicht?
Ist das handeln gegen die Natur nun ok oder nicht? Oder liegen da vielleicht doch deine ganz persönlichen moralischen Maßstäbe an?
 
Als Österreicher kann ich zu euren deutschen Gesetzen oder eurer Innenpolitik wenig sagen, ich kenn sie zu wenig.
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Ist jemand einmal süchtig, hilft ihm Intelligenz nur mehr wenig.
Der Vorteil, den der Intelligente hat, ist es gar nicht so weit kommen zu lassen!
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Ich könnte mir für mich einen problemlosen und verantwortungsvollen Umgang mit Hanf jederzeit vorstellen. Aber meine Einstellung ist schon von Haus negativ gegen über Alkohol, Zigaretten, Hanf, Drogen, etc. Ich werde daher niemals ein Suchtproblem mit diesen Stoffen bekommen.
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Ich sehe das so: Es gibt einen Ur und Originalzustand- und der ist ohne Drogen.
Alles andere ist eine teure Verschlechterung.
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Darum verstehe ich auch die Befürwortung nicht: Wer will sich schon unter Einsatz von viel Geld verschlechtern?
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Ich glaube, wir liegen ansonsten gar nicht so weit auseinander.
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Wenn du mich fragen würdest, ob Hanf den Alkohol ersetzen sollte, dann würde ich sagen: Das sollen die Mediziner ausgiebig testen und klären und dann entscheiden. Mit "die Mediziner" meine ich aber schon eine ordentliche Mehrheit und eine saubere Klärung ohne Ideologie. Wenn es trotzdem nicht passt, muss eben gesetzlich nachjustiert werden. Vielleicht ist vor Gebrauch von Alkohol und Hanf auch eine Art Psychotest oder eine Art Führerschein notwendig. Mir als Laien fallen da sofort ein paar Maßnahmen ein.
Ergänzung ()

@witzm
Der Körper will, aber als Mensch habe ich einen Verstand- der ist auch natürlich entstanden.
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Der Verstand hat einfach gesagt: Das ist nicht gesund, was du Körper da willst. Ich entscheide daher für uns beide: Schluß damit!
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Im Grunde machen es ja alle so: Der Körper sagt: "Ich muss pinkeln". Der Verstand sagt: Ok, das machen wir nicht jetzt, wo wir in der UBahn sitzen, sondern zu Hause- das läuft ganz automatisch.
 
Sologruppe schrieb:
Der Verstand hat einfach gesagt: Das ist nicht gesund, was du Körper da willst. Ich entscheide daher für uns beide: Schluß damit!
Das ist dann aber deine persönliche Entscheidung die den natürlichen Lauf einengt..
Vielleicht solltest du also anderen Individuen ihre eigenen, persönlichen Entscheidungen überlassen und respektieren.
​Wenn diese sich entscheiden einen Joint anzuzünden ist es ihre Entscheidung.
 
"Wenn diese sich entscheiden einen Joint anzuzünden ist es ihre Entscheidung."
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Ich kann dagegen sowieso nichts machen.
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Aber lass mir bitte die Freiheit, das als wenig klug zu benennen. Ich würde das auch bei Alkohol und Zigaretten sagen.

Bei harten Drogen ist sowieso alles klar- das ist selbstmörderisch.
 
Sologruppe schrieb:
Ich sehe das so: Es gibt einen Ur und Originalzustand- und der ist ohne Drogen.
Alles andere ist eine teure Verschlechterung.

Darum verstehe ich auch die Befürwortung nicht: Wer will sich schon unter Einsatz von viel Geld verschlechtern?

Du magst das so sehen, ich für meinen Teil finde das der Zustand im Vergleich zum dauernd nüchtern sein sich durch einen Joint oder Keks spürbar verbessert. ^^
 
Sologruppe schrieb:
Aber lass mir bitte die Freiheit, das als wenig klug zu benennen. Ich würde das auch bei Alkohol und Zigaretten sagen.
Diese Freiheit hast du natürlich. Du bist aber hier rein gekommen und hast Verbote gefordert.
Es geht also damit nicht mehr um deine Freiheit sondern um die der anderen welche du einschränken möchtest.
Dir sind halt leider nur unterwegs die Argumente ausgegangen :)
 
Sologruppe schrieb:
In meiner Abteilung trinkt keiner, ausser dem Chef- der gibt sich an einen Sonntag tatsächlich 1-2 Bier, weil er zu Fuß zum Wirten kann. Raucher haben wir viele- ca 30%. Drogen 0,0%.

Sofern deine Abteilung nicht aus nur 3 Leuten besteht, bezweifle ich diese Aussage. Da du aber von 30% Rauchern sprichst, müssten es ja eher mindestens 10 Leute sein. Da ist sicher nicht nur einer dabei, der auch mal einen Trinken geht. Die Leute die nie was trinken gehen, sind eher eine Seltenheit.
Und ob wirklich keiner Drogen nimmt, kannst du nicht wissen. Gerade so einen Drogenfeind wird man das nicht auf die Nase binden.

Ich sehe das so: Es gibt einen Ur und Originalzustand- und der ist ohne Drogen.
Alles andere ist eine teure Verschlechterung.
Dies ist so nicht richtig. Man nimmt es ja, weil man durch den Rauch eine Verbesserung seines Zustandes möchte. Gerade durch Cannabis wird man eher ruhiger und kann besser entspannen. Auch breit einen Film ansehen wirkt viel intensiver.
Zudem ist Ur- und Originalzustand schwer zu definieren. Denn schon durch bspw Sport ändert sich dieser Zustand. Da wird man nämlich auch berauscht. Und es kann ähnlich lange anhalten, wie die Wirkung eines Joints.
 
Ich arbeite in einer sehr großen Firma- ich kenne keinen einzigen, der Drogen nimmt. Etwas anderes wäre auch sehr verwunderlich. Es ist auch absolut normal und gewöhnlich, keine Drogen zu nehmen. Es ist völlig unnormal, Drogen zu konsumieren und sich damit selbst zu beschädigen und selbst zu verletzen.
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In was für einer sozialen Umgebung lebt ihr bitte sehr, das ihr Drogensucht für normal haltet?
 
Sologruppe schrieb:
Ich arbeite in einer sehr großen Firma- ich kenne keinen einzigen, der Drogen nimmt.

Ich arbeite in einem großen Konzern (10.000 MA) und kenne alleine in meinem engsten Kollegenumfeld (~30 Personen) mindestens 5 Personen die regelmäßig Drogen nehmen (Cannabis). 100% sind übrigens Kaffee- oder Teetrinker, knapp ein fünftel raucht und mit >60% der Kollegen habe ich schon einmal richtig gesoffen. Und nu?

In was für einer sozialen Umgebung lebst du bitte sehr, das [sic!] du Drogensucht für nicht normal hälst?
 
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