@combatfun:
Auch wenn ich die Ansichten von @Sologruppe nicht teile ... Beleidigungen haben hier mMn nichts zu suchen.
Wie Du dir seine Einstellung dazu erklärst, oder wie seine Welt deiner Meinung nach aussehen wird, ist reine Spekulation.
Er hat seine Gründe dafür ... und er hält sie ganz sicher nicht für weniger berechtigt oder vernünftig, als du deinen Standpunkt.
Ich bitte um einen respektvollen Umgang mit den Meinungsäußerungen anderer, auch und gerade in der Anonymität des Internet.
Und das geht natürlich auch an @Sologruppe ... Kiffer gibt es in jeder sozialen Schicht, in jedem politischen Spektrum und aus individuell sehr verschiedenen Lebenslagen heraus.
Auch deine verbale "Gleichmacherei" zeugt von einem ausgewachsenen Mangel an Respekt für andere.
Ich würde mir nicht anmaßen, ein Urteil über Verhaltensweisen zu fällen, von denen ich keine Ahnung habe, weil ich ALLES, was in meinem Kopf mit diesen Verhaltenswiesen zusammenhängt strikt (dogmatisch) ablehne.
Ich sehe mich selbst nicht als Süchtigen, aber ich kann das Suchtpotenzial von sehr sehr vielen Rauschmtteln aus erster Hand einschätzen (natürlich nur im Bezug auf mich selber), denn ich habe die Substanzen probiert, mit Menschen zusammengelebt, die diese regelmäßig konsumieren und mich ganz bewusst bei den allermeisten Drogen GEGEN einen Dauerkonsum entschieden. Nicht weil ich einfach nicht süchtig sein will, sondern weil bei den meisten einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht passt ... denn "das bisschen Spass" bezahlen ein paar meiner Bekannten noch heute mit regelmäßigen Klinikaufenthalten.
Wegen dieser Erfahrungen setze ich mich für eine tatsachenbasierte Aufklärung zu Drogen aus ... ohne Ausnahme ... auch Alkohol sollte in Deutschland nicht mehr so positiv beworben werden, denn der Schaden für unser Gesundheitssystem ist gerade bei Alkohol enorm (sogar ohne die Unfallopfer bei Alkoholfahrten) ... im Vergleich damit sind die Ausgaben für die Behandlung von Drogensüchtigen aller art ziemlich gering.
Wenn ich nicht wüsste, dass Verbote das Problem eher verschärfen (empirisch belegt ... seit Jahrzehnten), würde ich sofort ein Alkoholverbot unterstützen ... denn das würde wohl dafür sorgen, dass man in jeder ohnehin illegalen Eck-Kneipe dann auch Gras kaufen kann

Aber Verbote bringen nichts ausser Kosten und einen bestens funktionierenden und preislich unkontrollierbaren Schwarzmarkt in der Hand mafiöser Strukturen.
Das Verbot unterstützt genau das, was es eigentlich verhindern soll ... die unkontrollierte Abgabe der Substanzen jenseits JEDER gesetzlichen Regelung im Bezug auf Qualität, Wirkhaltigkeit, Konsumform ... ohne jede Aufklärung zur Dosierung oder zu Suchtpotenzialen usw ... auch auf Schulhöfen.
Wenn wir die Drogenproblematik in unserer Gesellschaft wirksam bearbeiten wollen (ich denke, dass dürfte das Ziel sein ... sogar bei den meisten Prohibitionsbefürwortern), dann müssen wir sie zuerst aus ihrem Schattendasein in der Illegalität herausholen ... momentan ist nichtmal sicher festzustellen, wie viele Menschen Drogen nehmen, wie oft sie das tun, und ob sie ihr Leben allgemein auf die Kette bekommen.
Ohne Verbot hätte man weitaus mehr Möglichkeiten, dieses Problem zu bearbeiten ... ganz loswerden wird man es mMn nicht.
Rauschzustände sind nichts unnatürliches:
Es gibt sogar Symbiosen zwischen Tier- und Pflanzenarten, welche auf Alkohol basieren ... Pflanzen, die NUR vergorene Früchte tragen und Tiere die sich NUR von diesen Früchten ernähren ... von der Evolution beides geduldet und subventioniert (sonst gäbe es die beiden Beispiel-Spezies nicht).
Die Evolution hat also "Pegelsäufer" genauso hervorgebracht, wie Pflanzen, die sich ausschließlich über diese Pegelsäufer vermehren und verbreiten ... dem Verschwinden der einen Art folgt (zwingend) das Verschwinden der anderen.
Ich habe früher oft "magic mushrooms" gesammelt ... und hatte dabei immer "Gesellschaft" von Katzen ... wenn man ihnen gefolgt ist, haben die einen immer direkt zu einer Stelle geführt, wo die gesuchten Pilze wuchsen ... scheinbar instinktiv, aber doch ziemlich geradlinig ... und die haben die Pilze nicht einfach nur angefaucht oder zertrampelt ... NEIN, die haben sie gefressen.
Seitdem achte ich bei Fregänger-Katzen immer auf eventuell auftretende Verhaltensänderungen im Herbst ... und sehe die auch (obwohl Katzen eh strange Viecher sind, im Herbst sind viele von ihnen nochmal ganz anders drauf ... vielleicht selbst mal im September oder Oktober drauf achten).
Und die Evolution lässt das seit Jahrtausenden zu ... wenn du also etwas als "dumm" betrachten willst, dann vielleicht die Evolution oder die Natur, aber nicht die Wesen, welche ihre naturgegebenen Möglichkeiten nutzen, um ihren Alltag etwas zu bereichern.
Die negativen Effekte, die Drogen bei einem eher kleinen Teil der Menschheit haben, sind exklusiv menschlich ... und zum Bedauern vieler eben nur zu einem recht kleinen Teil aus den Wirkungen der Droge zu erklären ... die größten Probleme hängen mit der verbotsinduzierten Stigmatisierung zusammen und mit der allgemeinen Gesetzesferne der Schwarzmärkte, auf denen das Zeugs auch nur deswegen gehandelt werden MUSS, weil der Staat auch wider besseres Wissen an einem unsinnigen und sehr teuren Verbot festhält.