Quo vadis BTMG?

Sologruppe schrieb:
In was für einer sozialen Umgebung lebt ihr bitte sehr, das ihr Drogensucht für normal haltet?

In was für einer Welt muss man leben um Konsum automatisch mit Sucht gleichzusetzen?

Und ich bezweifel mal ganz stark, das alle deiner Arbeitskollegen weder trinken noch rauchen.
 
Sologruppe schrieb:
Ich arbeite in einer sehr großen Firma- ich kenne keinen einzigen, der Drogen nimmt. Etwas anderes wäre auch sehr verwunderlich. Es ist auch absolut normal und gewöhnlich, keine Drogen zu nehmen. Es ist völlig unnormal, Drogen zu konsumieren und sich damit selbst zu beschädigen und selbst zu verletzen.
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In was für einer sozialen Umgebung lebt ihr bitte sehr, das ihr Drogensucht für normal haltet?

Erstmal ist Drogenkonsum nicht mit Drogensucht gleichzusetzen. Zwei völlig verschiedene Dinge.
Zudem heißt Drogenkonsum auch nicht, das man sich selbst schädigt oder verletzt.
Drogenkonsum, insbesondere Cannabis, ist auch nichts ungewöhnliches.

Außerdem garantiere ich dir, das du Leute kennst die Drogen konsumieren. Das erzählt man halt nur nicht groß rum, damit man sich von Leuten mit verzerrtem Bild nichts anhören muss.
 
Trinken nein, Rauchen ja.
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Grundsätzlich gibt es in der Firma natürlich ein Alkohol und Rauchverbot. Irgendwie haben die Raucher es aber geschafft, einen kleinen Raum am Rand der Gebäude als Raucherzimmer bekommen. Wer es als nötig hat, kann den zweimal am Tag aufsuchen.
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Trinken und Drogen während der Arbeitszeit wären auf jeden Fall ein Kündigungsgrund- das macht daher niemand. Ich habe auch noch nie von jemand gehört, das er sich zB in seiner Freizeit volllaufen lies, obwohl das der Firma natürlich egal wäre.

Und ja: Drogenkonsum ist ungewöhnlich. Aber wenn ihr euch unbedingt arm und euren Vergifter reich machen wollt: eure Sache. Klug und Erwachsen ist das aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, nur weil es dir niemand erzählt, heißt das nicht, dass es niemand macht.
Bei 10000 Leuten sind sicher auch Leute dabei die morgens oder in der Pause mal einen kiffen.
Ist übrigens auch nicht unbedingt ein Kündigungsgrund.
 
Vielleicht gibt es das in ganz seltenen Fällen. Gehört oder gar gesehen habe ich das noch niemals Ich arbeite mit dem unteren und mittleren Management zusammen die ihrerseits 100te Mitarbeiter kennen; das würde ich erfahren. Das wäre bei uns ein mittelgroßer Skandal, das würde sicher bekannt. Nicht der Name, aber die Tat.
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Ich glaube auch nicht, das dies bei anderen Firmen anders ist.
 
Es geht hier nicht um die Arbeit sondern um die Freizeit. Und nur weil sie dir nicht erzählen das sie Abends gerne ein Bierchen trinken, bedeutet das nicht das sie es nicht tun.

Einem mit deiner Einstellung würde ich auch nicht erzählen was ich in meiner Freizeit mache.
 
Ein Beitrag, zwei Sätze ... und du hast die perfekte Erklärung dafür, dass du glauben darfst, in deiner Firma gäbe es keine Konsumenten.
Sologruppe schrieb:
Ich arbeite mit dem unteren und mittleren Management zusammen die ihrerseits 100te Mitarbeiter kennen; das würde ich erfahren.

1. das Management "kennt" keine Mitarbeiter ... aber es ist Teil des Selbstbildes und der Jobanforderungen. Wenn dich also dein Chef fragt, ob du deine Mitarbeiter kennst, wie lautet dann die Antwort?
Die meisten beantworten in einer solchen Situation wohl nur eine einzige Frage: "Wollen sie ihren Job behalten?" ... und natürlich antwortet darauf jeder mit "Ja" (denn er kann sich drauf verlassen, dass der Vorgesetzte diese Leute ganz sicher nicht kennt, diese Aufgabe ist nämlich an den Gefragten deligiert worden).
Ausnahmen haben ein ausserordentlich gutes Gedächtnis ... oder sind einfach gut genug geschult (Kommunikation mit Menschen, deren Namen eigentlich unwichtig sind).

Das wäre bei uns ein mittelgroßer Skandal, das würde sicher bekannt. Nicht der Name, aber die Tat.
2. Und Du dürftest dir denken können, dass in einem solchen Klima niemand einen solchen Skandal ausgelöst haben will ... GERADE wenn einen das den Job kosten kann, weil der Chef eben keine Abweichung von der verordneten Abstinenz duldet.

Während der Arbeit zu kiffen (oder andere illegale Rauschmittel zu konsumieren) ist einfach nur dumm, denn noch IST das in Deutschland illegal ... und das bedeutet, dass man sich lieber nicht erwischen lässt ... wiederum durch die Knüpfung der Arbeit an die Beibehaltung des momentanen Lebensstils wird der ohnehin schon vorhandene Effekt noch verstärkt.

Dass du in deinem Bekanntenkreis niemanden hast, der eine etwas lockerere Einstellung dazu pflegt, mag damit zusammenhängen, dass du in deben diesem Bekanntenkreis sicher nicht erst einmal betont hast, wie "widernatürlich", autodestruktiv und dumm du doch Drogenkonsumenten findest.
Ich hätte mich auf kurz oder lang aus einem solchen Bekanntenkreis wohl auch zurückgezogen, und nicht ganz wenige meiner Bekannten ebenfalls. Darunter gibts auch echte Abstinenzler, die tatsächlich noch nie Drogen genommen haben, Alkohol nicht mögen und mit dem Rauchen nie angefangen haben ... vereinzelt haben die auch den Kontakt einfach abgebrochen (k.A. ob wegen der Drogen), und auch einzelne der krassesten "Drogenfreaks" haben sich von uns verabschiedet (wegen unserer Einstellung zu Dauerkonsum und Sucht).
Die übrigen haben alle begonnen, ihr "Wissen" über Drogen zu hinterfragen ... und haben ohne Ausnahme ein Geflecht aus Angstmacherei und offensichtlichen Lügen (die allenfalls jemandem "einleuchten", der <bitte verteufelte Droge einsetzen> noch nie genommen hat) vorgefunden ... es gibt tatsächlich KEINE Droge, deren staatliche Gegen-Propaganda ganz ohne Lügen auskommt.
Die Wahrheit ist bei vielen Drogen schon unerfreulich genug, aber durch die Würzung mit Lügen, um auch relativ ungefährliche Stoffe verteufeln zu können, das macht die Propaganda unglaubwürdig (insgesamt) und und geht bisweilen so richtig "nach hinten" los, wenn sich jemand denkt, "ach so, über Haschsch stand in dem Flyer also NICHT die Wahrheit ... dann kann doch auch der langzeitige Speed-, Koks-, Heroin- oder Methkonsum nicht ganz so schlimm sein, wie immer alle sagen".
In der Folge wäre dann die "Einstiegsdroge Canabis" sogar Realität ... nur eben nicht aus natürlichen sozialen Zusammenhängen heraus, sondern gerade durch die schlecht gemachte Propaganda.


In Maßen sind Drogen eine gute Sache, sie zeigen einem zeitweise eine etwas "andere" Welt, aus der man in den allermeisten Fällen auch sicher zurückkehrt, ein "normales Leben" führt, Familie hat, Job, Haus, Auto, Hund. Erfolgreiche Menschen, die eben nicht am Kamin mit der Frau ein Glas Rotwein trinken, sondern sich gemeinsam im Wald einen Dampfen und den Sonnenuntergang betrachten (mit den Kindern natürlich).
Einige Wenige schaffen es nicht, eine Balance aus Drogenzentriertem Leben (Sucht) und "normalem Leben" zu finden . Diese Menschen existieren ebenfalls in der Gesellschaft ... denn mit dem Maß hats der westlich europäische Kulturkreis halt auch nicht so, warum sollte das bei Drogen anders sein? ... musikalisch dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=h3l-L2VkItQ
 
Zuletzt bearbeitet:
Das verstehe ich nicht, warum das untere und mittlere Management nicht die Mitarbeiter kennen soll.
Das untere, das sind Chefs über Gruppen von zb 50 Personen- die kennen natürlich jeden genau. Das mittlere hat bei uns ungefähr bis zu 500 Personen/Mitarbeiter. Genau kennen sie nur ihr unteres Management und ihre Schnittstellen nach oben und nach unten.
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Es ist auch nicht so, das dieses Thema irgendwie Proteste oder Widerstand ausgelöst hat. Das ist Teil der Betriebsvereinbarung und trägt die Gewerkschaft, die Belegschaft und der Vorstand mit. Das war überhaupt nur ein 30 Sekunden Randthema damals, weil das sowieso selbstverständlich ist.
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Im Dienst Autofahren ist nur mit 0,0 Promille erlaubt und bei arbeiten mit Maschinen oder auf Gerüsten ist ein Rauschzustand absolut lebensgefährlich. Beim Kunden eingehascht auftauchen würde eine Beschwerde auslösen. Bleibt nur das Büro- dort merkt das aber auch jeder. Ich kenne aber sowieso niemanden, der danach ein Bedürfnis hat. Was sie in ihrer Freizeit machen, ist natürlich ihre Sache, das könnten sie auch erzählen. Unsere jungen probieren sicher einiges aus- aber in der Arbeit sind sie auch Montags top. Daher wird da nicht viel laufen.
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Ich will dir schon glauben, das du noch gut damit umgehen kannst. Aber prüfe dich einfach selbst: Kannst du fünf Wochen ANSTRENGUNGSLOS auf das Zeugs verzichten? Wenn ja, bist du Suchtfrei. Wenn nein gibt es ein kleines oder großes Abhängigkeitsproblem.
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Vielleicht reden wir auch ein wenig aneinander vorbei. Wenn ich Drogen/Suchtgifte sage, meine ich alles, von Alkohol, Zigaretten bis Heroin. Ihr meint aber immer nur euer Hanfzeugs. Andererseits: So ganz harmlos ist das lt. Medizin über die Jahre auch nicht.

Über eines sind wir uns wohl einig: Ihr wollt eure Gehirnchemie von normal zu unnormal verschieben- das gelingt euch auch. Alles was ihr dann erlebt, ist chemische Verwirrung im Gehirn. Wenn die Stoffe dann abgebaut werden und ihr wieder in den Normalzustand kommt, hat sich die Welt nicht verändert oder gebessert. Dann wollt ihr vermutlich wieder in die andere, in die introvertierte Welt zurück.
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Das ist verständlich, aber nicht klug.
Ich glaube immer noch, das für euch Freizeit eine Belastung ist.

Ihr wisst dann nicht, was ihr machen sollt und schlagt die Zeit mit diesen Zeugs tod. Sport oder eine Musikinstruement lernen wäre klüger. Wenn du wirklich schon Akademiker bist, dann hast du es sogar noch leichter. Du brauchst nur ein College nachholen, zB Chemie, Elektrotechnik oder meinetwegen ein richtiges Studium wie Jus oder BWL. Oder du versuchst dich als Unternehmer. Das ist aber ein harter Job; da kannst du dann gleich prüfen, ob das alles stimmt, was Marx so geschrieben und erfunden hat.
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Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass arbeitsbezogene Kommunikation (ob nun in der Firma, oder in der Freizeit mit Leuten aus der Firma, dem Firmenumfeld etc.) eben doch keine ganz freie Kommunikation ist. Alles was du da sagst, kann gegen dich verwendet werden (wie in jeder anderen Kommunikation auch).
Da aber dein Job, dein Geld und eigentlich dein ganzes Leben an dieser Firma/Arbeit irgendwie "aufgehängt" ist, musst du bei der Kommunikation eben aufpassen WAS du sagst und was nicht.
Das gibts im familiären Umfeld genauso ... insgesamt kann man es wohl "millieubezogen" nennen.
Was du wem sagst, das hängt auch damit zusammen, welchen Erwartungen du dich aus dem erreichbaren Umfeld ausgesetzt fühlst ... oder ausgesetzt fühlen willst.

Wie viel sagt man je nach Situation dann doch lieber nicht?

Im Arbeitsleben gibt es da mMn Barrieren, die gewisse Informationen nicht passieren ... Drogenkonsum in einem Land, welches das verbietet, dürfte an solch einer Barriere scheitern, was aber nicht bedeutet, dass es nicht gemacht würde ... es wird nur eben nicht jedem erzählt.
Dass Drogen nen beschissenen Ruf haben, kann wohl niemand bestreiten.

Du glaubst nicht, wie viele Kindergärtner, Grundschullehrer oder Ähnliches ab und zu mal kiffen, saufen, Amphetamine oder ähnliches nehmen und aber schon in ihrer Ausbildung nie jemandem davon erzählen durften, weil sie sonst eben nicht in den Staatsdienst gekommen wären (Referendariat z.B.).
Die Jungs und Mädels machen trotzdem keinen besseren oder schlechteren Job, als ein 50jähriger stocknüchterner Mathelehrer, der sogar Fruchtzucker strikt ablehnt.

Während der Arbeit ist man nüchtern ... oder befindet sich zumindest schon wieder in einem Zustand, wo die Arbeit funktioniert. daran würde sich auch durch eine Lockerug der Drogengesetzgebung nicht das geringste ändern. Es geht hier lediglich um ein Art der Freizeitgestaltung, die von nicht wenigen praktiziert wird, jedoch strafrechtlich von der Gesellschaft verfolgt.
Ich empfinde meine Freizeit nicht als belastend ... und Musik ist bekifft glatt doppelt so toll (egal ob selbstgemacht oder Konserve), es ist jetzt auch nicht so, dass ich mit Kiff viel schlechter spiele, ab und zu verbaselt man halt mal was, aber das passiert auch nüchtern ...
Bei der Arbeit (Auftritte, Unterricht momentan) lasse ich das natürlich bleiben. Selbst wenn es keinen negativen Effekt auf den Unterricht hätte (was ich bezweifeln muss), wäre doch der Effekt auf die Eltern meinerseits eher unerwünscht.
Und bei Auftritten will ich halt nen sauberen Job machen und das klappt nüchtern auch in meiner Erfahrung etwas besser (wenn auch nicht viel).
Insgesamt bedeutet das, dass ich erst dann kiffe, wenn ich nichts mehr vorhabe ... abends, wenn andere vllt. ein Bier trinken oder noch nen leckeren Salat essen, Sport treiben ... ich weiß aus Erfahrung, dass das auch mit Kiff alles geht ... ist nur etwas anstrengender ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Sologruppe

Du bist der perfekte Bürger. Geboren werden - arbeiten - sterben. ^^

Erklär mir doch mal weshalb ich Elektrotechnik oder BWL (sic!) studieren sollte? Ich interessiere mich nicht dafür. Ich genieße lieber mein Leben und tu das was ich will. Jeder sollte sein Leben nach eigenem Ermessen sinnvoll gestalten.

Du siehst nur schwarz/weis. Entweder man nimmt 24/7 Rauschmittel und bekommt nix auf die Reihe oder man lebt "vernünftig". Diese Sichtweise geht komplett an der Realität vorbei.
 
ZeT schrieb:
@Sologruppe

Du bist der perfekte Bürger. Geboren werden - arbeiten - sterben. ^^

Erklär mir doch mal weshalb ich Elektrotechnik oder BWL (sic!) studieren sollte? Ich interessiere mich nicht dafür. Ich genieße lieber mein Leben und tu das was ich will. Jeder sollte sein Leben nach eigenem Ermessen sinnvoll gestalten.

Du siehst nur schwarz/weis. Entweder man nimmt 24/7 Rauschmittel und bekommt nix auf die Reihe oder man lebt "vernünftig". Diese Sichtweise geht komplett an der Realität vorbei.
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Ok, dann nimm aber bitte von der Gesellschaft keinen einzigen Euro- denn ansonsten bist du nur ein weiterer Ausbeuter der Arbeiterklasse- und davon haben wir schon mehr als genug!
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Wie stellst du dir eigentlich das Leben in einer Gesllschaft vor? Jeder macht was er will, wie es bei kleinen Kindern normal ist?
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Glaubst du vielleicht die Arbeiter machen ihre Jobs, weil es ihnen Spaß macht???
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Was soll an Kanalräumen, Tiere schlachten, Feldfürchte ernten, Häuserbauen, Häuser elektrifizieren, Wasser und Kanal installieren, Alte pflegen, in Firmen putzen oder Zahlenschieben Spass machen?

Glaubst du etwa der Schlachter macht seinen Job immer gerne? Oder der Maurer? Oder der Altenpfleger? Oder der Polizist? Oder der Chirurg? Oder die Putzfrau? Oder der Rauchfangkehrer? Oder der Strassenkehrer? Die würden auch viel lieber auf der faulen Haut liegen und Urlaub machen!
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Aber du, du willst wie ein kleines Kind nur machen was dir Spass macht. Kannst du tun- aber bitte nur mit deinen gesparten Geld und nicht dem Steuergeld der Arbeiter und Bürger!
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Linke Ausbeuter sind um nichts besser als rechte Ausbeuter!
 
Du, ich bin mit meinem Job ziemlich zufrieden. Ich hab übrigens in meinem ganzen Leben noch nie ALG bezogen weder hab ich jemals auch nur einen Cent bzw Pfennig vom Staat gesehen.

Und ja, ich als intelligenter und selbstständig denkender Mensch tu natürlich nur das was mir Spaß macht. Warum auch nicht? Warum sollte ich etwas lernen, studieren, arbeiten was mir keinen Spaß macht?

Etwas freiwillig tun was man nicht will ist imho total absurd. Ich arbeite dort wo es mir Spaß macht. Wenn ich die Lust verliere dann such ich mir was anderes. Ist zwar die letzten 8 Jahre nicht passiert - aber sollte es so kommen dann such ich mir halt nen anderen Job.

Warum sollte ich ein Unternehmen gründen? Wegen Geld? Da hab ich lieber mein extra an Freizeit. Frei nach Ustinov "es hat wenig Sinn der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein".

Ich lern auch lieber in meiner Freizeit eine Fremdsprache als mir sinnlos Wissen anzueignen was mich nicht interessiert.
 
Das harmloseste an seiner Denkstruktur ist noch, dass er Drogenkonsum für unnatürlich hält, trotz der natürlichen Tierbeispiele, die ihm gegeben wurden. Wo der Spaß aufhört ist, dass er Drogenkonsum ausnahmslos mit Drogensucht gleichsetzt und alle Konsumenten als linke Schmarotzer bezeichnet.

Gleichzeitig finde ich das so faszinierend, dass ich gerne mal die Welt durch seine Augen wahrnehmen würde. Da muss alles ohne Querverbindungen in Schubladen stecken. Eine sehr einfache binäre Welt, in der es nur "1" oder "0" gibt. Bei Computern ist das gleichzeitig ihre Schwäche, weswegen sie (noch) ungeeignet sind, dem menschlichen Gehirn ebenbürtig zu sein, oder es gar zu übertrumpfen. Das wird wohl mit Quantencomputern anders werden.

Naja, für seine kognitiven Fähigkeiten reichen wohl schon aktuelle Computer. Aber nun gut, es kann auch nicht jeder intelligent sein. Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber mich macht das diese Weltanschauung sprachlos.
 
Zuletzt bearbeitet:
@combatfun:
Auch wenn ich die Ansichten von @Sologruppe nicht teile ... Beleidigungen haben hier mMn nichts zu suchen.

Wie Du dir seine Einstellung dazu erklärst, oder wie seine Welt deiner Meinung nach aussehen wird, ist reine Spekulation.

Er hat seine Gründe dafür ... und er hält sie ganz sicher nicht für weniger berechtigt oder vernünftig, als du deinen Standpunkt.

Ich bitte um einen respektvollen Umgang mit den Meinungsäußerungen anderer, auch und gerade in der Anonymität des Internet.
Und das geht natürlich auch an @Sologruppe ... Kiffer gibt es in jeder sozialen Schicht, in jedem politischen Spektrum und aus individuell sehr verschiedenen Lebenslagen heraus.
Auch deine verbale "Gleichmacherei" zeugt von einem ausgewachsenen Mangel an Respekt für andere.

Ich würde mir nicht anmaßen, ein Urteil über Verhaltensweisen zu fällen, von denen ich keine Ahnung habe, weil ich ALLES, was in meinem Kopf mit diesen Verhaltenswiesen zusammenhängt strikt (dogmatisch) ablehne.

Ich sehe mich selbst nicht als Süchtigen, aber ich kann das Suchtpotenzial von sehr sehr vielen Rauschmtteln aus erster Hand einschätzen (natürlich nur im Bezug auf mich selber), denn ich habe die Substanzen probiert, mit Menschen zusammengelebt, die diese regelmäßig konsumieren und mich ganz bewusst bei den allermeisten Drogen GEGEN einen Dauerkonsum entschieden. Nicht weil ich einfach nicht süchtig sein will, sondern weil bei den meisten einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht passt ... denn "das bisschen Spass" bezahlen ein paar meiner Bekannten noch heute mit regelmäßigen Klinikaufenthalten.

Wegen dieser Erfahrungen setze ich mich für eine tatsachenbasierte Aufklärung zu Drogen aus ... ohne Ausnahme ... auch Alkohol sollte in Deutschland nicht mehr so positiv beworben werden, denn der Schaden für unser Gesundheitssystem ist gerade bei Alkohol enorm (sogar ohne die Unfallopfer bei Alkoholfahrten) ... im Vergleich damit sind die Ausgaben für die Behandlung von Drogensüchtigen aller art ziemlich gering.

Wenn ich nicht wüsste, dass Verbote das Problem eher verschärfen (empirisch belegt ... seit Jahrzehnten), würde ich sofort ein Alkoholverbot unterstützen ... denn das würde wohl dafür sorgen, dass man in jeder ohnehin illegalen Eck-Kneipe dann auch Gras kaufen kann ;)
Aber Verbote bringen nichts ausser Kosten und einen bestens funktionierenden und preislich unkontrollierbaren Schwarzmarkt in der Hand mafiöser Strukturen.
Das Verbot unterstützt genau das, was es eigentlich verhindern soll ... die unkontrollierte Abgabe der Substanzen jenseits JEDER gesetzlichen Regelung im Bezug auf Qualität, Wirkhaltigkeit, Konsumform ... ohne jede Aufklärung zur Dosierung oder zu Suchtpotenzialen usw ... auch auf Schulhöfen.

Wenn wir die Drogenproblematik in unserer Gesellschaft wirksam bearbeiten wollen (ich denke, dass dürfte das Ziel sein ... sogar bei den meisten Prohibitionsbefürwortern), dann müssen wir sie zuerst aus ihrem Schattendasein in der Illegalität herausholen ... momentan ist nichtmal sicher festzustellen, wie viele Menschen Drogen nehmen, wie oft sie das tun, und ob sie ihr Leben allgemein auf die Kette bekommen.
Ohne Verbot hätte man weitaus mehr Möglichkeiten, dieses Problem zu bearbeiten ... ganz loswerden wird man es mMn nicht.

Rauschzustände sind nichts unnatürliches:
Es gibt sogar Symbiosen zwischen Tier- und Pflanzenarten, welche auf Alkohol basieren ... Pflanzen, die NUR vergorene Früchte tragen und Tiere die sich NUR von diesen Früchten ernähren ... von der Evolution beides geduldet und subventioniert (sonst gäbe es die beiden Beispiel-Spezies nicht).
Die Evolution hat also "Pegelsäufer" genauso hervorgebracht, wie Pflanzen, die sich ausschließlich über diese Pegelsäufer vermehren und verbreiten ... dem Verschwinden der einen Art folgt (zwingend) das Verschwinden der anderen.
Ich habe früher oft "magic mushrooms" gesammelt ... und hatte dabei immer "Gesellschaft" von Katzen ... wenn man ihnen gefolgt ist, haben die einen immer direkt zu einer Stelle geführt, wo die gesuchten Pilze wuchsen ... scheinbar instinktiv, aber doch ziemlich geradlinig ... und die haben die Pilze nicht einfach nur angefaucht oder zertrampelt ... NEIN, die haben sie gefressen.
Seitdem achte ich bei Fregänger-Katzen immer auf eventuell auftretende Verhaltensänderungen im Herbst ... und sehe die auch (obwohl Katzen eh strange Viecher sind, im Herbst sind viele von ihnen nochmal ganz anders drauf ... vielleicht selbst mal im September oder Oktober drauf achten).

Und die Evolution lässt das seit Jahrtausenden zu ... wenn du also etwas als "dumm" betrachten willst, dann vielleicht die Evolution oder die Natur, aber nicht die Wesen, welche ihre naturgegebenen Möglichkeiten nutzen, um ihren Alltag etwas zu bereichern.

Die negativen Effekte, die Drogen bei einem eher kleinen Teil der Menschheit haben, sind exklusiv menschlich ... und zum Bedauern vieler eben nur zu einem recht kleinen Teil aus den Wirkungen der Droge zu erklären ... die größten Probleme hängen mit der verbotsinduzierten Stigmatisierung zusammen und mit der allgemeinen Gesetzesferne der Schwarzmärkte, auf denen das Zeugs auch nur deswegen gehandelt werden MUSS, weil der Staat auch wider besseres Wissen an einem unsinnigen und sehr teuren Verbot festhält.
 
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@combatfun
Würdest du die Welt mit meinen Wissen sehen, würde dir ein Licht aufgehen. Im Gegensatz zu den meisten Linken, Katholiken und Muslimen habe ich nähmlich deren Hauptwerke gelesen- und natürlich vieles mehr.

Deine Idee jeder soll machen was ihm gefällt, ist einfach nur kindisch. Du stellst dir das sicher romantisch und gerecht vor- das wäre es aber nicht. Noch nie hat es eine Gesellschaft/Staat gewagt, einen gesetz und straflosen Zustand für zB ein Jahr zu erlauben.
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Stelle es dir einmal vor: Jeder kann ein Jahr lang tun und machen was er will, es wird keinerlei Strafe während dieser Zeit oder danach vom Staat geben.
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Was glaubst du, würde passieren?
Schreib mal ein paar Zeilen dazu.
 
@DerOlf
Ok ich sehe ein, dass ich einen Schritt zu weit gegangen bin. Ich kann mir nicht anmaßen zu schreiben, dass Sologruppe nicht intelligent ist. Schließlich kenne ich ihn nicht. Ich beschränke meine Aussage dahingehend, dass ich seine Einstellung/Denke bzgl. Drogen dumm finde.


@ Sologruppe
Das mag sein, dass du Belesen bist. Intelligenz ist meiner Auffassung nach jedoch etwas anderes und man kann sie sich nur bedingt aneignen/anlesen/anlernen. Damit möchte ich nicht Aussagen, dass du nicht intelligent bist. Dafür kenne ich dich nicht gut genug und selbst wenn ich dich kennen würde, könntest du immer noch auf anderen Gebieten intelligent sein, die nicht zum Vorschein kamen. Der eine kann gut Mathe verstehen, der andere gut Sprachen erlernen etc....Wenn du belesen bist, ist Intelligenz eher das, was in deinem Kopf gedanklich mit dem passiert, was du gelesen hast.

Wie du darauf kommst das ich Anarchie möchte, verstehe ich nicht. Mir geht es bloß darum, beim Drogenkonsum von staatlicher Seite her besser aufzuklären, das Thema generell nicht in schwarz/weiß zu sehen, alle Konsumenten über einen Kamm zu scheren und darum, dass Cannabis legalisiert wird und Patienten, bei entsprechender Diagnose, es von der Krankenkasse als Medizin bezahlt kriegen.

Es mag sein, dass das anders rüber kam. Schließlich liest man hier nur Text, was durchaus Raum für falsche Interpretationen zulässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sologruppe schrieb:
Deine Idee jeder soll machen was ihm gefällt, ist einfach nur kindisch. Du stellst dir das sicher romantisch und gerecht vor- das wäre es aber nicht. Noch nie hat es eine Gesellschaft/Staat gewagt, einen gesetz und straflosen Zustand für zB ein Jahr zu erlauben..

Dein Versuch der Interpretation nur um deine Argumentationsweise zu verteidigen um dadurch nicht auf die Argumente des Gegenübers eingehen zu müssen ist armselig.

Das "Spaß haben" und "tun was man will" sich natürlich im Rahmen des Gesetzes abzuspielen hat ist ja wohl offensichtlich.

Da du aber erkennen hast lassen das du in keinster Weise an einer Diskussion interessiert bist erscheint es mir sinnlos hier weiterzumachen.
 
Zufällig habe ich heute in der Kantine wieder einen Ex Kollegen getroffen (arbeitet jetzt in anderer Abteilung). Da ist mir eingefallen, das sein Hobby viellicht hier als Beispiel dienen könnte.
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Der Kollege interessierte sich schon als Kind fürs fliegen und hatte kleine, billige, funkgesteuerte Modellflieger. Dann macht er den Elektroingeneur mit 20 Jahren und verdiente danach ganz gut. Er ist kein Manager, nur ein mittelhoher Angestellter und Spezialist.
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Mit 30 machte der den Flugschein für Segel und kleine Motorflieger und kaufte sich mit einen Freund ein Segelflugzeug um 20k. Seitdem kurvt er damit an Wochenenden herum und hat seinen Spass. Seit ich mit seinen Flieger mitgeflogen bin, weis ich allerdings die Jumbos zu schätzen. In so einen kleinen Segler fühlt sich fliegen eher wie Schifffahren mit einen kleinen Ruderboot bei mittlerer Windstärke an.
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Das alles hat er nur machen können, weil er am Wochende eben nicht berauscht in einer Ecke herumlag und den Kapitalismus für irgendetwas die Schuld gab. Er ist aktiv und lebendig und kann sich als Angestellter sogar ein Flugzeug leisten. In keinen anderen System als der sozialen Marktwirtschaft wäre das möglich.
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Natürlich könnte er auch Hanfen- bloss wozu?
 
Zuletzt bearbeitet:
Daran erkennt man wieder, das jeder Konsument für dich ein junkie ist.
Auch wenn man ab und an kifft, wäre sowas ohne weiteres möglich.
 
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