Quo vadis BTMG?

DerOlf schrieb:
---Vollzitat entfernt---
Bitte Zitierregeln beachten

An Colorado kann man sehr gut erkennen wie sich eine Legalisierung auswirken kann. Colorado hat dazu viele Zahlen.
Kurz und knapp zu Colorado: Der Cannabiskonsum der "Risikogruppe" - der Jugendlichen - nahm nach der Legalisierung ab. Das sollte den Leuten doch reichen die immer nach "Jugenschutz" schreien. Der Konsum bei Erwachsenen nahm etwas zu. Jetzt kann man natürlich wie Dr. Thomasius behaupten (wie er es im Bundestag tat) das der Cannabiskonsum nach einer Legalisierung zunimmt, ohne zu erwähnen dass die Zunahme nur bei den Erwachsenen Konsumenten zu verzeichnen ist. Und selbst dies ist GUT! Denn, gleichzeitig nahm der Konsum von schweren Drogen ab! Das bedeutet, nach der Legalisierung greifen Jugendliche weniger zu Cannabis als vor der Legalisierung und gleichzeitig steigen die erwachsenen Menschen von harten Drogen auf eine weiche Droge um. Aus den Auswertungen aus Colorado kann man auch sehr deutlich erkennen dass die Zahl der Drogentote massiv zurückgegangen ist. Also ich finde das Ergebnis durchaus positiv.
Mehr Infos hier: https://www.colorado.gov/marijuana

/edit: Ich sehe jetzt erst, dass der letze Post aus 2019 ist. Ich denke aber, dass das Thema in der Gesellschaft noch aktuell ist :)

Der Vorlagebeschluss vom Jugendrichter Herrn Müller ist fertig und auf der Webseite des Amtsgericht Bernau downloadbar:
http://www.ag-bernau.brandenburg.de...u.gsid]=lbm1.c.226167.de&sort=lfdnr&order=asc
 
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Die Mitgliedsstaaten der UN haben am 02.12.20 abgestimmt ob Cannabis aus der Klasse IV Substanzen (höchste Gefährlichkeit, kein medizinisches Nutzen) entfernt werden soll. Sehr knapp mit 27 zu 25 Stimmen wurde dem zugestimmt. Ich persönlich finde es ziemlich erschreckend wie viele Länder Cannabis zusammen mit Heroin und Crystal-Meth auf einer Stufe sehen wollen.

Zu einer Aufnahme in die Liste der "unproblematischen" weltweit gebräuchlichen Substanzen (zB Alkohol, Tabak) ist es nicht gekommen. Für Cannabis gibt es also weiter strenge Vorschriften, da es bei den Klasse I Substanzen erhalten bleibt.
 
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7LZ schrieb:
Ich persönlich finde es ziemlich erschreckend wie viele Länder Cannabis zusammen mit Heroin und Crystal-Meth auf einer Stufe sehen wollen.
Das ist auch erschreckend, weil es meilenweit an der Wirklichkeit vorbei geht. Dass diese Substanz damals mehr rein willkürlich als begründet verboten wurde ist ja ohnehin bekannt; sich an diesem Irrtum aber auch heute noch festzuklammern ist unbegreiflich.
 
Scrypton schrieb:
sich an diesem Irrtum aber auch heute noch festzuklammern ist unbegreiflich.
Gerade wenn man beachtet, dass die meisten der Staaten Alkohol und Tabak für unbedenklich halten ... spätestens da hört es doch sogar mit der Nachvollziehbarkeit auf.

Für Nachvollziehbar halte ich es allerdings durchaus ... niemand kann (oder will) genau sagen, wie sich eine Canabisindustrie im eigenen Land entwickeln würde ... aber alle wissen, dass die bestehende Alkohol- und Tabakindustrie darunter zu leiden hätte, wenn es plötzlich auch legale Alternativen gäbe.
Die Prohibition ist AUCH ein gewisser Schutz für die hinter diesen beiden Industriezwiegen stehenden Interessen (inkl. des Interesses der Staaten an den Steuereinnahmen aus diesen Geschäften).

Ausserdem finde ich es auch richtig, dass Canabis nicht als "unbedenklich" eingestuft wurde ... denn das ist es nunmal nicht ... gerade wenn junge Menschen in sensiblen Entwicklungsphasen damit expermentieren.

Ich habe das erst mit 18 Jahren angefangen ... und damit meinen bis dahin entwickelten "leichten Alkoholismus" substituiert und mMn auch überwunden (ich mag einfach keinen Alk mehr ... schmeckt mir nicht).
Ich habe aber auch einige Bekannte, die schon mit 12 gekifft haben (regelmäßig) und nahezu ALLE, haben heute irgendwelche Probleme ... der eine ist extrem Reizbar, ein anderer kann sich noch immer einfach nicht aufraffen (egal wozu), viele sind einfach Entscheidungsfaul ... und all das, obwohl die alle seit 10 jahren nicht mehr kiffen.

Man kann sagen, was man will, aber uneingeschräänkt unbedenklich ist Canabis eben nicht ... Alkohol und Tabak sind es allerdings noch viel weniger ... und das ist bekannt, weswegen ich noch viel weniger nachvollziehbar finde, dasss gerade diese zwei fast weltweit für "unbedenklich" gehalten werden.
 
Für mich ist Cannabis genauso wie ähnlich potente Psychoaktive Substanzen weiter ein Präparat, das einer Kontrolle bedarf und nicht frei verfügbar sein sollte.
Aktuell fehlt dem Betäubungsmittelgesetz entweder eine weitere Stufe unterhalb der dritten oder es Bedarf einem neuen Gesetz für Tabak und Alkohol, dem dann auch Cannabis zugeteilt wird.

THC wird gerne verharmlost, weil es im Vergleich zu anderen Substanzen wie Morphin oder den nicht verkehrsfähigen Präparaten (z.B. LSD) ein geringeres Suchtpotenzial und weniger Folgeschäden aufweist.
Allerdings kann der Cannabiskonsum auch latente Psychosen triggern und im Straßenverkehr zu Unfällen führen, wie es bei Alkohol häufig der Fall ist.

THC hat leider nur ein sehr geringes medizinisches Potenzial und die Erfahrungen, die ich mit derartigen Präparaten bei Patienten gemacht habe, sind eher ernüchternd gewesen.
Einige wenige Krankheitsbilder können durchaus davon profitieren (zB Multiple Sklerose gegen Spastiken), aber das Wundermittel bei Krebspatienten im Endstadium, als das es einmal angepriesen wurde, ist es leider nicht mal im Ansatz.

Alkohol und Tabak haben leider eine extrem starke Lobby in Deutschland, daher gibt es dazu Unmengen an Werbung und der Konsum ist nahezu uneingeschränkt möglich, obwohl gerade Nikotin ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial hat und Alkohol bei missbräuchlichem Konsum innerhalb weniger Jahre bereits schwere Folgeschäden (v.a. Leber, Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre/Magen und Gehirn) mit sich bringt.

Für mich gehören Alkohol, Tabak und THC in eine neue Gruppe, unterhalb der klassischen Betäubungsmittel und gerade im Fall von Alkohol und Tabak mit strengeren Reglementierungen.
Durch die weltweit aktiven und mächtigen Lobbys wird sich daran aber vermutlich in näherer Zukunft nichts ändern.
 
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Eine regulierte Abgabe von einzelnen Cannabis-Produkten (z.B. Cannabinol) über Apotheken mit ärztlicher Verordnung fände ich gut, gerade im Hinblick auf verschiedene (chronische) Erkrankungen. Im Moment ist alles sehr schwierig und Patienten besorgen sich wohl lieber ihre „Medizin“ im Park oder sonstwo. So sollte es nicht sein,in anderen Länder funktioniert es auch, es müßte kein Konzept neu erfunden werden.

Ansonsten kann ich mich nur @mykoma anschliessen, besonders dem Verweis auf die Gefahr psychisch erkranken zu können sollten Konsumenten ernst nehmen. Gedankenloser Substanz-Abusus birgt Risiken.
 
DerOlf schrieb:
Gerade wenn man beachtet, dass die meisten der Staaten Alkohol und Tabak für unbedenklich halten ... spätestens da hört es doch sogar mit der Nachvollziehbarkeit auf.
Welcher Staat hält Alkohol und Tabak für unbedenklich? Nur weil diese Suchtmittel in meinen Augen viel wenig wenig kontrolliert wurden und werden (Werbung, Präsenz in Film, Fernsehen und im Alltag), bedeutet es nicht, dass es für unbedenklich gehalten wird. Es gibt heute einfach so viel Wissen, dass es kein "ernsthafter" Staat ernsthaft abstreiten kann.
Wie @mykoma bereits geschrieben hat, liegt es an der sehr starken Lobby und aber ach an dem zu erwartenden extremen Widerstands eines Großteils der Bevölkerung. Man erinnere sich nur an die emotionalen Diskussionen, als man nur die erlaubte Promillegrenze beim Führen von Kraftfahrzeugen 2001 gesenkt hat oder wenn, wie in anderen Ländern oder bei bestimmten Gruppen auch in Deutschland bereits üblich, eine generelle 0 Promille-Regelung im Straßenverkehr diskutiert wird. Gleiches Spiel bei der Diskussion beim Nichtraucherschutzgesetz.
 
Seppuku schrieb:
Welcher Staat hält Alkohol und Tabak für unbedenklich?
Offiziell natürlich keiner ... aber wenn man sich den Umgang mit der zugänglichkeit dieser Substanzen ansieht, dann schent z.B. die BRD so ziemlich jedes noch so milde Rauschmittel für gefährlicher zu halten, als Tabak und Alkohol.

Das meinte ich ... wenn das alles "wider besseres Wissen" so geschieht, dann macht es das mMn echt nicht besser.
Es gibt in Deutschland Millionen Alkoholiker, die nichtmal was von ihrer Sucht wissen ... weil die Versorgung eben in diesem Land leider zu jeder Tag- und Nachtzeit gesichert ist.
Ein Alkoholiker in Deutschland kommt nur dann in den "Genuss" von Entzugserscheinungen, wenn er für sein Einkommen zu viel säuft ... der Rest muss schon hart bearbeitet werden, damit der in seinem Alkoholkonsum irgendwas nicht ganz so ungefährliches sieht.

Bei Tabak merkt zum Glück so ziemlich jeder nach etwa 5 bis 10 "Schachteljahren" (ca. 20 Kippen am Tag), dass er seinem Körper damit nichts Gutes tut.
Ergänzung ()

Seppuku schrieb:
Gleiches Spiel bei der Diskussion beim Nichtraucherschutzgesetz.
Das trug an meiner Uni auch ziemlich seltsame Blüten.
Die Begrenzung der Raucher auf die zentrale Halle (oder einzelne Fachschafts- bzw. Professorenbüros) war schon in den 1980ern beschlossen worden.
In den 1990ern wurden dann zunächst "Raucherbereiche" in der großen zentalen Uni-Halle eingerichtet ... es kamen Beschwerden, dass ja die ganze Hütte noch immer nach Zigarettenrauch riechen würde (zum Teil durfte in oben genannten Büros aber weiter geraucht werden).
Daraufhin wurden die Raucherbereiche nach aussen verlagert UND die Sondergenehmigungen (für Fachschaften oder Profs) wurden widerrufen.
Danach standen dann vor JEDEM Ein- und Ausgang Raucher herum ... und zumindest am Haupteingang brannte mindstens einer der zahlreichen Aschenbecher.
Folge ... jeder, der in die Uni hineinkam, zog ein wenig Rauchgeruch mit - und die Unihalle stank noch immer nach Zigarettenrauch ... nur dass es jetzt eben eher der Geruch eines kalten Aschenbechers war.
Tatsächlich ist der Geruch durch die Verbannung der Raucher aus dem Gebäude unangenehmer geworden.
Mal sehen, ob das noch so riecht, wenn die Asbest-Sanierung endlich durch ist.

Das Interessante: Zumindest für die Diskusson an meiner Uni, war der Geruch weitaus wichtiger, als die gsundheitlichen Faktoren. Es agab sogar Plakate mit der Aufschruft "Raucher stinken" ... wahrscheinlich ist an einer Uni einfach allen klar, dass Rauchen ungesund ist ... und zwar nicht nur für den Raucher selbst - bei vielen meiner Bekannten das Ziel eher, mit dem Rauchen wieder aufzuhören (das habe ich in der Zeit auch getan ... ganze drei mal ... bin aber trotzdem nicht losgekommen).
Bei der Gesundheit und bei der Frage, ob man rauchen sollte oder nicht, gabs also einfach nichts zu diskutieren.
 
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@TheManneken
Der Fachbegriff ist substanzinduzierte (auch drogeninduzierte) Psychose:
https://de.wikipedia.org/wiki/Substanzinduzierte_Psychose#Cannabinoide
Psychose können unterschiedlich ausgeprägt sein, ein Teil des Eingangsabsatzes des Wikipedia-Artikels fasst es meiner Meinung nach gut zusammen.
Heute bezeichnet der Begriff einen unscharf definierten Symptomenkomplex (Syndrom), der durch Halluzinationen, Wahn, Realitätsverlust oder Ich-Störungen gekennzeichnet ist.Auch affektive Symptome sind bei einigen Erkrankungen mit Psychosen vergesellschaftet. Diese unterschiedlichen Symptomtypen können einzeln oder in Kombination auftreten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Psychose#Substanzinduzierte_Psychose

Ich habe früher bei Freunden derlei erlebt (allerdings waren da mehrere Substanzen beteiligt) und meine Freundin arbeitet in einem größeren KH das regelmäßig, auch jüngere Patienten mit psychotischen Krankheitsbild versorgt. Natürlich löst Cannabis Konsum nicht bei jedem Psychosen aus, aber es kommt vor, nur darauf wollte ich hinweisen.
 
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DerOlf schrieb:
---Vollzitat entfernt---
Bitte Zitierregeln beachten

Prinzipiell richtig, Ethanol ist eine, vermutlich sogar die schädlichste Droge in der menschlichen Gesellschaft wenn man ihre direkten und indirekten Auswirkungen betrachtet. Letztlich lässt sich Ethanol nicht effektiv verbieten, speziell in Deutschland aber kann man eine schon absurde und politisch geförderte Trinkkultur erkennen, Trinkalkohol ist im Verhältnis zum Einkommen so günstig wie kaum in einem anderen Land, die Alkohollobby hat beeindruckenden Einfluss auf die Politik und mir fällt keine Droge ein die medial derart positiv dargestellt wird.
 
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DerOlf schrieb:
Für Nachvollziehbar halte ich es allerdings durchaus ... niemand kann (oder will) genau sagen, wie sich eine Canabisindustrie im eigenen Land entwickeln würde
Doch, eigentlich schon; dazu muss man ja nur nach Länder (oder Staaten) schauen, die diesen Weg gegangen sind...

:D

DerOlf schrieb:
Ausserdem finde ich es auch richtig, dass Canabis nicht als "unbedenklich" eingestuft wurde ... denn das ist es nunmal nicht
Also abgesehen von Heranwachsenden ist es das ja im Grunde schon.
Todesfälle die explizit auf (sauberes) Grass zurückzuführen währen gibt es keine; das Suchtpotential ist gering und sowieso rein psychisch. Das Kurzzeitgedächtnis sowie das Reaktionsvermögen erfahren auf längere Dauer hin bei konsequentem Konsum eine minimale Benachteiligung, die sich bei Einstellung des Konsums ziemlich schnell wieder normalisiert.
 
SE. schrieb:
besonders dem Verweis auf die Gefahr psychisch erkranken zu können sollten Konsumenten ernst nehmen.
Um damit genau so effektiv zu sein wie der Aufdruck „Rauchen macht impotent“?
Wer wirklich hart am Stoff hängt, ist das doch völlig egal. Warum steht so was eigentlich nicht auf ner Pulle Korn? So ein Photo von einer richtig schön versoffenen Leber! Ach ne stimmt, saufen ist gesellschaftlich ja akzeptiert.

Was ich mit meinem Rant sagen will, Hinweise helfen absolut niemanden oder halten jemanden dann ab. Ich bin zu 100% dafür das es staatlich legalisiert aber auch reguliert wird. Damit die armen „Schweine“ die es benötigen, sauberen Stoff bekommen.
 
@knoxxi
Ich bin absolut für Legalisierung. Nicht nur bei Cannabis. Eben damit die die wollen/müssen qualitativ hochwertige Substanzen und Wirkstoffe aus kontrollierter Herkunft beziehen können.
Was durch Legalisierung nicht verschwinden wird ist das Zeug das sich (ärmere) Konsumenten reinziehen, da sollte sich niemand Illusionen machen.

Meinetwegen dürften auch auf Spirituosen so richtig abschreckende Bilder sein, inklusive Rufnummer für Beratungsstellen.
Allerdings ist kein Bild so hilfreich wie ehrliche Aufklärung schon in der Schule, findet sowas heutzutage statt? Material und Zeitzeugen gäbe es ja genug, was mMn sehr eindrucksvoll auf junge Menschen wirken könnte. Die die jetzt feststecken sind ohnehin verloren, wenn der Antrieb fehlt sich Hilfe zu suchen oder Hilfsangebote fehlen.

Ich glaube nicht das sich die Drogenpolitik in D auf absehbare Zeit ändert, egal wie sehr ich mir das jetzt wünsche. Progressivere Politik gäbe es vermutlich nur mit liberalen oder linken Parteien, beide haben keine Mehrheiten im Bund.
 
TheManneken schrieb:
Welche Gefahren gibt es denn da?
@SE. hat ja schon auf die substanzinduzierte Psychose hingewiesen.
Ich habe viele menschen kennen gelernt, die eine solche anführten, wenn man sie gefragt hat, warum sie denn nicht kiffen wollen (ich frage sowas interessehalber).
Es gibt also Menschen, bei denen schon relativ wenig THC zu Zuständen führt, die diese mit einer Psychose in Verbindung bringen.
Ob das bei denen nach "objektiver" Einschätzung von Psychologen oder Medizinern tatsächlich Psychosen sind, oder waren, vermag ich nicht zu sagen ... Aber ich habe eben auch zwe bis drei Bekannte, bei denen in einem stationären Aufenthalt in der Psychioatrie eine "Hasch-Psychose" diagnostiziert wurde ... und leider haben eben nicht alle von denen erst mit 16 bis 20 zum ersten Mal gekifft.
Manche erwischt das auch im Erwachsenenalter noch echt böse ... bei denen liegen dann allerdings oft auch andere Probleme (ohne Substanzinduktion) zu Grunde, welche durch den Missbrauch einer Substanz lediglich stark genug wurden, dass sie (auch anderen) aufgefallen sind.
Ergänzung ()

knoxxi schrieb:
Damit die armen „Schweine“ die es benötigen, sauberen Stoff bekommen.
Genau. Abhängigkeit von einer chemischen Substanz ist schon schlimm genug ... da braucht es nicht noch Repressionen seitens der Zivilgesellschaft.
Eine der wichtigsten Wirkungen der Prohibition ist (bei fast allen Rauschmitteln) die Entwicklung eines übermächtigen und aus Sicht der Zivilgesellschaft ziemlich rechtsfreien Schwarzmarktes.
Nicht nur, dass der Staat daran nichts verdient, die Folgen des Missbrauchs werden durch den Schwarzmarkt (und damit vermittelt durch die Prohibition) noch um einiges schlimmer ... und für die Zivilgesellschaft damit auch teurer.
 
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DerOlf schrieb:
Ob das bei denen nach "objektiver" Einschätzung von Psychologen oder Medizinern tatsächlich Psychosen sind, oder waren, vermag ich nicht zu sagen ...
So gehts mir natürlich auch, weil ich keine Mediziner bin. Ich könnte bei Gelegenheit aber mal nachfragen, wobei das noch etwas dauern kann.
Das was ich weiß ist, dass es ICD Schlüssel gibt die klassifizieren, wie eigentlich immer, z.B. hier:
http://icdscout.de/ICD2010/F12
 
DerOlf schrieb:
@SE. hat ja schon auf die substanzinduzierte Psychose hingewiesen.
Ich habe viele menschen kennen gelernt, die eine solche anführten, wenn man sie gefragt hat, warum sie denn nicht kiffen wollen (ich frage sowas interessehalber).
Es gibt also Menschen, bei denen schon relativ wenig THC zu Zuständen führt, die diese mit einer Psychose in Verbindung bringen.
Bei vorbelasteten(!) Menschen besteht unter Umständen die Möglichkeit(!), dass eine Psychose ausgelöst wird - und es besteht dazu weiter die Möglichkeit, dass dies durch THC passieren könnte, das also der "letzte Tropfen" ist, ehe das Fass überläuft.

Fakt? Nein. Jedenfalls noch nicht.
Aber Indizien gibts durchaus, die dafür sprechen, dass dem so ist. :D
 
Scrypton schrieb:
Fakt? Nein. Jedenfalls noch nicht.
Ich präzisiere meine Aussage mal etwas. Menschen mit erhöhtem Psychoserisiko sollten kein Cannabis mit hohem THC Gehalt konsumieren. Nach allem was bisher bekannt ist.
Quelle, z.B.: https://www.zeit.de/wissen/gesundhe...uschgift-psychosen-gesundheitsgefahren-studie

Die Frage ist, warum sollte irgendwer der (potenziellen) Konsumenten auf niedrigen THC-Anteil Wert legen? Kann man sowas überhaupt noch kaufen?
 
Vielleicht sollten Menschen mit erhöhtem Psychoserisiko generell keine psychoaktiven Substanzen konsumieren. Irgendwie ergibt sich das ja schon von alleine. Nach eigener Recherche bin auch ich auf den Stand gekommen, dass diese Gefahr also äußerst gering ist und lediglich indirekt besteht. Die Krux an der Sache ist: wie viele Menschen wissen eigentlich, ob sie ein erhöhten Psychoserisiko haben?
 
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Die entscheidende Frage in Sachen BTMG ist doch:

Inwieweit ist eine Prohibition geeignet, riskante Konsummuster und potentielle psychische Schäden zu verhindern bzw. zu verringern? Hat diese eine Auswirkung bei Verfügbarkeit, Qualität, Akzeptanz? Und: Ist diese überhaupt durchsetzbar bei einer freiheitlich demokratischen Grundordnung?
 
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