AW: Cannabis Legalisierung
Ich glaube es kommt dabei wohl auf den persönlichen Standpunkt an, wie man da denkt. Entweder man betrachtet Drogen als Problem oder als Vergnügen. Ich vermute es ist von beidem etwas. Ein Glas Whiskey am WE-Abend steht nicht weit von vielen tausenden Alkoholmissbrauchs-Toten pro Jahr entfernt...
Die Legalisierung aller Drogen würde auch gleichzeitig, zusammen mit dem von mir angedeutetem Hand-in-Hand gehendem Einrichten von nationalen Hilfsangeboten, auch denen helfen, die momentan von legalen Drogen abhängig sind. Zwar gibt es natürlich die "
anonymen Alkoholiker" etc., nur hat man im allgemeinen überhaupt kein Problembewusstsein bzw. Sensibilität für dieses Problem. Wenn man nun alle Drogen gleich behandeln würde, könnte sich eventuell ein bewussterer Umgang damit ergeben. Deshalb alle oder keine...
Ich bin kein Freund von Zahlen, die ich nicht selbst recherchiert etc. habe, aber wenn ich nun mal Wikipedia heranziehe und annehme, dass die Zahlen korrekt sind, ergibt sich da schon ein anderes Bild:
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit dem Drogentod jene Form des Ablebens bezeichnet, die durch den Konsum von illegalen Drogen verursacht wurde.
Landläufig schließt dieser Begriff die Opfer legaler Drogen (z. B. Tabak und Alkohol) aus, weil diese nicht als vermeintlich „gefährliche Rauschgifte“ wahrgenommen werden. Entsprechend dem Sprachgebrauch der Strafverfolgung wird die Untermenge der Opfer illegaler Drogen als „Rauschgifttote“ bezeichnet. Zum Vergleich: „Rauschgifttote“ (also durch illegale Drogen zum Tode Gekommene) gab es im Jahr 2003 in Deutschland 1.477, im gleichen Zeitraum und Gebiet gab es 40.000 Todesfälle als Folge von Alkoholmissbrauch und 110.000 als Folge des Tabakrauchens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Drogentod
Es handelt sich also - wenn wir nun annehmen, dass zumindest die Tendenzen einigermaßen stimmen - um einen in Relation eher kleinen Kreis, der durch illegale Drogen zu Tode kommt.
Jemand der harte Drogen haben möchte, wird diese auch bekommen. Jemand der es nur mal "ausprobieren" möchte, und dabei durch verunreinigte Drogen zu tode kommt, hat Pech gehabt, da es dafür keine Kontrolle gibt. Jemand der auf einer Droge hängen bleibt und seinen Konsum nicht kontrollieren kann, hat Hemmungen sich helfen zu lassen, insbesondere wenn es sich um illegale Drogen handelt, wobei es da schon bei den legalen nicht ohne "anonyme" Gruppen geht. Man hat ja schließlich was verbotenes getan. Würden diese Leute eher Hilfe annehmen, wenn es sich um Drogen handelt, die man ebenso wie Alkohol oder Zigaretten behandeln würde ?
Ich erinnere nur mal daran, dass ein paar Toiletten-Stichproben im Bundestag (das habe ich mal vor Jahren irgendwo im TV gesehen) ein so ziemlich eindeutiges Bild gezeichnet haben. Gut, dass wird jetzt zwar niemanden wundern, aber wenn es nur noch legale Wege der Drogenbeschaffung gibt, dürfte sich auch politisch so einiges ändern

An dieser Stelle muß man ganz klar vorausblickend sein

Völlig grundlos werden die Opiumfelder in Afghanistan wahrscheinlich nicht u.a. von Bundeswehrsoldaten beschützt, die wiederrum von Steuergeldern bezahlt werden...ist auch nur ein Rohstoff mit einer hohen Gewinnspanne

Wenn's um des Bürger's Wohl ginge, dürfte es auch keine legalen Drogen geben, wenn man sich die Totenzahlen mal anschaut...