Ryzen 9000 verschlechterte Curve Optimizer-Werte normal?

autoshot

Admiral
🎅Rätsel-Elite ’24
Registriert
Juni 2007
Beiträge
8.787
Hallo zusammen!
Ich habe mir Ende 2024 einen neuen Unterbau bestehend aus Ryzen 9950X, ASUS X670E Pro Art Creator WiFi und 4x 32GB Corsair CMK64GX5M2B6600C32 gegönnt, von denen allerdings zunächst aus Performancegründen nur 64GB verbaut wurden. Die CPU wurde mittels Core Cycler best-möglich optimiert, wobei sich die meisten Kerne mit einem negativen Offset von 30 betreiben ließen. Vor einigen Wochen habe ich dann die zweiten 64GB eingebaut in der Hoffnung, dass das mit neuestem BIOS besser funktioniert (hats glücklicherweise :)), und im Rahmen dieses Speicherupgrades natürlich nochmal diverse Stabilitätstests gemacht - darunter Core Cycler.
Zu meiner großen Verwunderung hat mir der Core Cycler trotz identischer Curve Optimizer Einstellungen wie Ende 2024 dann aber diverse Fehler gemeldet bzw. ist sogar der Computer mehrfach abgestürzt, bis ich bei diversen Kernen den negativen Offest teilweise deutlich (z.B. -30 auf -12) reduziert habe.

Ist das normal und, falls ja, woran liegts?

lg autoshot
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KEV24in_Janßen
Bau den neuen RAM aus und schau ob es dann wieder wie gewohnt läuft. Alleine von der ohm‘schen Betrachtung: Mehr RAM = mehr Verlustleistung = mehr Widerstand = größerer Spannungsfall - > mehr Spannung eingangs nötig = weniger Reduktion der Spannungen als vorher. Da sind dann jetzt so Sachen, wie Signalstabilität gar nicht eingeflossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: iron_monkey, NerdmitHerz, Azghul0815 und 5 andere
Der Memory-Controler braucht bei 4 Sticks einfach mehr Saft. Da 128GB RAM nicht fürs Gaming gebraucht werden, würde ich das mit dem Offset ganz lassen und mich freuen wenn der RAM Problemfrei mit XMP läuft.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: drake23, Fragger911 und KEV24in_Janßen
RAM-Controller in der CPU, der jetzt mehr Riegel und RAM verwalten muss. Hmm 🤔
Ist "normal" bzw nichts Unerklärliches.
 
Du hast zwei zusätzliche DIMMs eingebaut und eine direkte Auswirkung. Mehr DIMMs, mehr Arbeit für die CPU.
 
@autoshot .. müsstest du dann nicht auch mal deine PC-Config in deiner Signatur anpassen?

Zum Thema: bei der CPU alles auf Standard zurücksetzen und mit dem Core Cycler nochmal neu anfangen zu optimieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Aduasen
und es kann auch an deinem agesa update liegen.
 
Hm, Dual-CCD und dann einfach pauschal Allcore -30? Das soll stabil gewesen sein?

Ich weiß jetzt nicht, wie das Binning bei Ryzen 9000 aussieht, aber bei Zen3 wars so, dass hier die CCDs noch ziemlich unterschiedlich waren. Dementsprechend sahen dann auch die CoreCycler-Ergebnisse aus: -5 auf CCD0 und -20 auf CCD1 waren da durchaus übliche Ergebnisse. Also irgendwie bezweifle ich, dass das vorher schon stabil war. Hast du denn jetzt mal auch mit nur 2 Modulen getestet, ob die -30 noch valide sind?

conf_t schrieb:
Alleine von der ohm‘schen Betrachtung: Mehr RAM = mehr Verlustleistung = mehr Widerstand = größerer Spannungsfall - > mehr Spannung eingangs nötig = weniger Reduktion der Spannungen als vorher.
Hier würde ich nicht unbedingt mitgehen. Der RAM ist erstmal primär an den Memory-Controller im IO-Die angebunden und dieser widerum dann über den IF an die Kerne. Eine direkt Verbindung RAM <-> Kerne gibts nicht. Und beim Core Optimizer werden ja nicht die Spannungen vom/im IO-Die o. des Memory-Controllers geändert, sondern gezielt, die der Kerne. Warum sollte also mehr RAM was an der benötigten Spannung der Kerne ändern?
 
qiller schrieb:
Warum sollte also mehr RAM was an der benötigten Spannung der Kerne ändern?
Grundsätzlich erst mal korrekter Einwurf und war für mich erwartbar, wenn man jedes Element für sich betrachtet ist das richtig, aber am Ende kommt die Spannung aus einer Quelle. Auswirkungen kann das daher schon haben.

Was ich meinte, war weniger eine „serielle“ Ohm-Kette im Sinne von RAM klaut den Kernen Spannung, sondern eher die indirekte Kopplung über das Gesamtsystem:

Mit 4 DIMMs steigt die Last und Komplexität für IMC/SoC (Signalqualität, Training, oft auch VSOC/VDDIO/VDDP). Das kann Package-Power, Temperaturen und Boost-/FIT-Entscheidungen verändern. Dadurch werden teilweise andere Frequenz-/Spannungspunkte häufiger angefahren als vorher.

Wenn ein CO-Setting vorher schon nahe an der Stabilitätsgrenze war, kann das unter diesen geänderten Randbedingungen kippen – auch wenn die Core-Spannungsrail selbst nicht direkt vom RAM „belastet“ wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Zwirbelkatz
Interessante Sache. Ob man daraus einen weiteren, pauschalen Kritikpunkt für eine Vollbestückung ableiten kann?

Zum Thema:
Sofern der Ram wirklich genutzt wird, die reduzierte Optimierung der CPU akzeptieren und damit leben. ;)
Zumal mir -30 für eine solch große CPU ohnehin als hoher Wert erscheint.
 
Das Problem ist das Leute mittlerweile denken das -30 oder auch -15 Allcore normal sind, was es aber überhaupt nicht ist. Würde erstmal Stock testen und mich dann langsam rantasten, oder es ganz bleiben lassen. Mir z.B. ist ein stabiler Rechner wichtiger als diese minimale Leistung die man da rausholt. Bei 128GB RAM gehe ich auch davon aus, das nicht gezockt wird sondern produktiv gearbeitet wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: NerdmitHerz, qiller, Zwirbelkatz und eine weitere Person
conf_t schrieb:
aber am Ende kommt die Spannung aus einer Quelle.
Es gibt ja 2 getrennte Haupt-Spannungsversorgungen für die CPU:
  • VCore
  • VSoc
Die werden ja nicht in der CPU generiert, sondern von den VRMs auf dem Mainboard erzeugt. Wenn überhaupt ein mehr an Spannung in der CPU durch das Aufrüsten von 2x 32GB auf 4x 32GB benötigt wird, dann bei der VSoc.

conf_t schrieb:
Mit 4 DIMMs steigt die Last und Komplexität für IMC/SoC (Signalqualität, Training, oft auch VSOC/VDDIO/VDDP). Das kann Package-Power, Temperaturen und Boost-/FIT-Entscheidungen verändern. Dadurch werden teilweise andere Frequenz-/Spannungspunkte häufiger angefahren als vorher.
Ist richtig, aber wenn, dann führen diese Veränderungen doch eher zu einer niedrigeren Boost-Taktfrequenz auf den Kernen (und nicht zu höheren, evt. instabileren Taktfrequenzen), eben weil Power-Budget vom IO-Die abgeknapst wird. Wenn der TE Langeweile hat, kann der das ja gern mal testen. HWInfo ist diesbezüglich sehr gesprächig. Ob man da allerdings wirklich Unterschiede in CPU-Benchmarks zwischen einem 2x32GB und 4x32GB System sieht, ka. Wahrscheinlich erst, wenn auch wirklich die VSoc angepasst werden muss.

DriveByFM schrieb:
Das Problem ist das Leute mittlerweile denken das -30 oder auch -15 Allcore normal sind, was es aber überhaupt nicht ist.
Genau darauf wollte ich hinaus. Daher wärs schön, wenn der TE nochmal seine -30 mit nur 2x 32GB überprüft. Ich bin da auch skeptisch.

Azghul0815 schrieb:
Das kann durchaus auch größere Auswirkungen auf ein CO-Verhalten haben. Bin aber leider nicht im Zen5 Universum, von daher kann ich das nicht beurteilen, ob es in den letzten 1.5Jahren da größere Anpassungen gab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es könnte auch einfach am UEFI liegen, bau doch den RAM nochmal aus und teste die alten Settings mit dem neuen UEFI nochmal, ob das überhaupt mit deinen Offsets auch mit nur 64GB und zwei Riegeln übrhaupt geht.
 
@conf_t @NameHere @Spill @kachiri @MGFirewater @qiller @Azghul0815 @Zwirbelkatz @DriveByFM

Also natürlich habe ich den CO damals nicht blind auf All-Core -30 gestellt, sondern Kern für Kern sauber getestet und angepasst bis der CoreCycler 24h keine Fehler mehr geworfen hat - wie jetzt auch. Hat mich nur eben gewundert, dass meine CPU auf einmal nicht mehr ganz die Werte von vor gut einem Jahr erreicht hat:

Bildschirmfoto 2026-02-07 um 23.26.49.png

Dass das ggf. mit einer neueren AGESA-Version und/ oder der höheren Belastung durch die Vollbestückung zusammenhängen könnte hatte ich auch schon in Betracht gezogen. Andererseits steht aber natürlich die Befürchtung im Raum, dass einzelne CPU-Kerne ein bisschen degradiert sind, z.B. weil ich bis zum RAM-Upgrade etwas höhere VSOC- und VDDP-Spannungen gefahren bin (1.215V bzw. 1.050V), damit DDR5-6200 CL30 stabil läuft. Zudem bin ich vor ein paar Wochen beim Ausloten des Maximaltakts bei Vollbestückung mit den Spannungen zumindest testweise sogar noch deutlich höher gegangen (VSOC bis 1.3V soweit ich weiß und VDDP bis 1.15V), wobei ich dann schlussendlich alles zurück auf Auto gestellt habe nachdem mehr als DDR5-5400 einfach nicht stabil zu betreiben waren, sodass die Spannungen mittlerweile sogar niedriger sind als vor dem Upgrade.
Die maximale Kerntemperatur hab ich im Übrigen im BIOS auf 85°C begrenzt in der Hoffnung, dass es mir die CPU langfristig dankt.

EDIT: Zu Testzwecken wieder alles zurückzubauen und schauen wie sich der CO entwickelt wäre zwar interessant, leider fehlt mir dafür aber ein bisschen die Zeit - zumal der Rechner ja wieder stabil läuft, nur einfach mit teilweise nicht mehr ganz so großem Offset.

@kleinesµ

Meine Sig ist noch aus der vBulletin 4-Zeit des CB-Forums und entsprechend hänge ich da ein bisschen dran, auch weil man damals bei der Gestaltung der Signatur mehr Freiheiten hatte als jetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
autoshot schrieb:
dass einzelne CPU-Kerne ein bisschen degradiert sind, z.B. weil ich bis zum RAM-Upgrade etwas höhere VSOC- und VDDP-Spannungen gefahren bin (1.215V bzw. 1.050V), damit DDR5-6200 CL30 stabil läuft.
Deine Befürchtung ist durchaus berechtigt.
 
Wäre meiner Meinung nach aber ein bisschen schnell.
Hattest/ hast du denn PBO, ggf. noch mit positivem Offset auch an?
 
also der CPU Boost Clock Override steht bei +125, weitere PBO Einstellungen siehe Screenshots
IMG_3146.jpegIMG_3147.jpeg
den Curve Shaper hab ich übrigens nicht angerührt
 
Zurück
Oben