[Sammelthread] SCHENKER VISION 15 mit Intel ab 2021

XMG Support

Schenker Notebooks Support
Dabei seit
Apr. 2009
Beiträge
2.323
Liebe Gemeinde,

Wir haben heute SCHENKER VISION 15 angekündigt, einen brandneuen Laptop, der das zweite Projekt in unserer Zusammenarbeit mit der SPG-Abteilung von Intel ist.

vision15_header_1x1.jpg


Presse-Links:

Video Links:

SCHENKER-VISION-15_Header_Desktop.jpg


vision15_taiwan2.jpg


vision15_mainboard1.jpg



Weitere Real-Life-Fotos:

Produkt-Highlights
  • Basierend auf Intel NUC M15: die neue Referenzimplementierung der Tiger Lake und Project Athena Plattform
  • Intel Core i7-1165G7 mit 4 Kernen und 8 Thread bei 28W und einem erstklassigen Kühlsystem
  • Über 90% sRGB-Abdeckung, über 400 nits Helligkeit + Multi-Touch
  • 180° Öffnungswinkel und Einhand-Öffnung
  • Hochwertige Membran-Tastatur
  • Vollmetall-Unibody mit anodisiertem Aluminium, d.h. keine Kunststoff, kein Lack, kein Magnesium
  • Extrem leise auch unter Volllast
  • Extrem kühl im Tastaturbereich unter Volllast
  • Leistungsprofile ohne kompliziertes Control Center, vollständig realisiert mit dem Windows-Akku-Schieberegler
  • Hocheffizienter LPDDR4x 4266MHz RAM, PCIe Gen4 x4 SSD-Unterstützung mit Samsung 980 Pro
  • Stabile DPC-Latenzen
  • 2x Thunderbolt 4 und Intel Xe-Grafiken dank Tiger Lake
  • Thunderbolt 4 und USB-C-Ladung auf beiden Seiten des Gehäuses
  • Verfügbar in 25 Tastaturlayouts auf Bestware.com
  • Hervorragende Laptop-Lautsprecher ohne Drittanbieter-Apps sofort einsatzbereit
  • Langes Kabel USB-C-Ladegerät bereits im Paket enthalten
  • Langfristige Unterstützung dank Intel-Partnerschaft
  • Voraussichtlich vollständig kompatibel mit Thunderbolt Docking-Stationen und eGPUs
  • Intelligente Funktionen wie Sprachassistent auch im geschlossenen Zustand, Aufwachen bei Annäherung, Wegfahrsperre, Keine Sperre bei Anwesenheit

Benchmarks

Ein vollständiges Überprüfungsembargo wird am 4. Dezember 2020 aufgehoben. Aber wir können bereits jetzt einige unserer internen Tests mit dem i7-1165G7 in unseren Samples teilen:
  • Cinebench R20
    • Single: 590
    • Multi: 2433
  • Cinebench R23
    • Single: 1537
    • Multi: 5990
  • 3dMark TimeSpy: 1617 Graphics Score
  • Prime95 Small FFT at 'Better Performance' profile:
    • 77°C CPU Temperature, sustained
    • CPU Clock: 3.1GHz, sustained
    • Power Consumption (wall socket): ~40W
    • 36.5db(A) fan noise in low frequency ranges
    • Palm Rest: 28°C
    • Keyboard: 31°C
    • Bottom Case: 44°C
  • Battery Life:
    • Charge from 20% to 90% in 90 Minutes
    • Up to 14 hours Wi-Fi web-browsing at 150 nits with a full charge
Anfragen zu weiteren konkreten Benchmarks einfach unten in die Kommentare schreiben.


Unsere Rolle in der 'WITH INTEL'-Partnerschaft

Wir haben bereits mit XMG FUSION 15 gezeigt, dass wir einem Chipgiganten wie Intel ein ebenbürtiger Partner sein können. Intels Referenzdesign für den QC71 Gaming-Notebook wurde weltweit über verschiedene Marken verkauft, aber kein Partner wie XMG brachte so viel Support und After-Sales-Firmware-Feinabstimmung aufs Tableau.

Während der noch immer anhaltenden Lebenszeit von XMG FUSION 15 sind wir immer die Ersten gewesen, die unzählige BIOS-Updates veröffentlicht haben, einschließlich des großen Feature-Upgrades im Juni 2020, der allen bestehenden Kunden sehr gefragte Premium-Updates lieferte, basierend auf dem Feedback, das wir im Laufe der Monate von unserer Community erhalten haben. Nach wie vor ist XMG FUSION 15 einer unser Bestseller im Bereich Gaming und Content-Creation und wir planen, das FUSION bis weit ins Jahr 2021 zu produzieren, da es immer noch eine einzigartige Kombination aus Formfaktor, Akkulaufzeit und Leistung ist, die in dieser Branche immer noch absolut einmalig ist.

Mit SCHENKER VISION 15 planen wir, diesen Erfolg zu wiederholen. Seit dem Start von FUSION 15 haben wir unzählige Meetings mit Intel gehabt, um ihnen bei der Festlegung ihrer Roadmap zu helfen, Kundenfeedback zu kanalisieren und bei der Feinabstimmung der Hardware- und Softwarelösungen der nächsten Generation zu helfen. Wir haben bereits vor Monaten damit begonnen, Engineering Samples von NUC 15 Kit zu testen und besonders großen Wert darauf gelegt, Intels Produkt außerhalb des Labors in einer realen Umgebung zu testen, mit verschiedenen Nutzungsszenarien und mit einem scharfen Auge auf die Feinabstimmung und die Qualität der User Experience. Die Samples in unseren Händen haben bereits zahlreiche Firmware-Updates durchlaufen und wir freuen uns darauf, es vor der ersten verbraucherfertigen Auslieferung im Januar 2021 weiter zu verfeinern.


Vorbestellung, SKUs und Versandzeitplan

Wir werden am 4. Dezember 2020 Vorbestellungen öffnen. Die ersten Lieferungen sollten nach Intels aktuellem Bauplan Mitte Januar 2021 verfügbar sein. Wir haben uns komplett auf i7-1165G7 und 16 GB entscheiden - eine Core i5- oder 8-GB-Konfiguration wird es von uns zum Launch nicht geben. Außerdem wollen wir zu 100% auf die Variante mit Touch-Display setzen. Eine "Midnight Black"-Ausgabe könnte für später im 1. Quartal 2021 geplant sein.



FAQ - Häufig gestellte Fragen


Q: Wie schlägt sich Intel Tiger Lake gegen die neuesten CPU-Generationen von AMD und Apple?

A:
Nicht allzu schlecht, würde ich sagen. Der Intel Core i7-1165G7 im VISION 15 schlägt die 4000U-Serie von AMD bei der Single-Core-Leistung und erreicht ~75% des Ergebnisses des AMD Ryzen 7 4800U im Cinebench R20 Multi, obwohl er nur halb so viele Kerne hat.

Im Cinebench R23 Multi 10min Loop erreicht der i7-1165G7 ca. 77% des Ergebnisses von Apple Silicon im aktiv gekühlten MacBook Pro M1 - obwohl es abzuwarten bleibt, wie diese beiden Konkurrenten im Bereich Oberflächentemperaturen vs. Lüftergeräusch abschneiden. Mit einem 15,6"-Gehäuse und der sehr effizienten Kühllösung erwarten wir, dass die VISION 15 in dieser Hinsicht dem 13"-MacBook Pro voraus sein wird.

Aber bei einer CPU geht es nicht nur um reine Multi-Core-Leistung - es geht auch um die Technologie-Plattform, die mit ihr erst möglich wird. Abseits diverser kleinerer Chipsatz-Features (siehe unten) sind die Hauptunterschiede von Intel gegenüber AMD und Apple auf Chipsatz-Basis der Support von PCI-Express 4.0 für rekordartige SSD-Geschwindigkeit und Thunderbolt 4 für unerreichbare Konnektivität. AMD hat immer noch keine Antwort für Thunderbolt (und auch keine USB 4.0-Implementierung), und laut Presseberichten wird Apples eigene USB 4.0-Implementierung im M1-Chipsatz keine Unterstützung für eGPUs bieten.

Weitere bemerkenswerte Merkmale von Tiger Lake gegenüber Intels Vorgängermodellen sind:
  • Unterstützung für insgesamt 4 Bildschirme (Intel HD Graphics unterstützte nur 3)
  • Natives HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4a
  • QuickSync mit AV1-Hardware-Dekodierung bis zu 8K HDR
  • Intel Gaussian & Neural Accelerator (Intel GNA) für KI-Beschleunigung
Wer übrigens denkt, dass Thunderbolt 4 nur ein Rebranding von Thunderbolt 3 ist, empfehlen wir dieses Video von LinusTechTips.


Q: Wie funktioniert das Kühl- und Audiosystem der VISION 15 genau?
A:
Es ist ziemlich einfach. Wie man auf dem Bild oben sehen kann, verfügt VISION 15 über eine Kühllösung mit zwei Lüftern und einer dedizierten Heatpipe pro Lüfter. Nun hat die Base Unit des Laptops ein Gitter über der Tastatur. Dieses hat eine Doppelfunktion als eine Art Speaker Mesh und als Lufteinlass. Obwohl sich die Lautsprecher an den äußeren Unterkanten des Chassis befinden, ist das Unibody-Gehäuse so massiv gebaut, dass es den Klang sehr gut zu diesem Air Intake transportiert, so dass der Klang sich anfühlt, als käme er vom Bildschirm. Das Ergebnis ist eine sehr knackige Audiolautstärke - ohne dass man sich mit irgendwelchen Audioverbesserungsprogrammen von Drittanbietern herumschlagen muss - bei flüsterleisen Lüftern auch in anspruchsvollen Situationen.


Q: Wie verhält sich das System im Akkubetrieb?
A:
Es ist Teil der Designrichtlinien von Intels Evo Platform, dass ein System nicht zu stark drosseln darf, wenn es im Akku-Modus betrieben wird. In VISION 15 ist dies perfekt umgesetzt, wo bei vollem Akku sowohl CPU als auch iGPU nicht weniger als 95% der "mit Netzteil"-Leistung erbringen. Diese Zahl kann leicht sinken, wenn sich der Akku den niedrigeren Werten nähert, aber insgesamt kann man auf VISION 15 ziemlich lange mit voller Leistung arbeiten. Das System wird jederzeit zügig reagieren und ansprechbar sein - unabhängig davon, ob mit oder ohne (USB-C-)Netzteil.


Q: Wo finde ich das Control Center?
A:
Das Control Center heißt hier "NUC Software Studio" und wird automatisch vom Microsoft Store installiert, sobald alle Treiber installiert sind und eine Internetverbindung besteht. Der Funktionsumfang ist allerdings sehr spartanisch, siehe Screenshot.

Am wichtigsten ist hier, die Funktionen "Lock When Not Present" und "Wake On Approach" ggf. zu deaktivieren, sofern man diese Features nicht nutzen möchte.

Die Performance des Laptops (CPU-Leistungs vs. Lüfter-Drehzahl vs. Akku-Verbrauch) wird nicht im NUC Software Studio geregelt, sondern über den Windows-eigenen Schieberegler im Systray. Dieser ist von den mitgelieferten Treibern so eingestellt, dass er die komplette Spanne des Laptops vom Stromsparbetrieb bis hin zur Höchstleistung darstellt.

Weitere Anwendungen:
  • NUC Audio Studio: zur Verbesserung des Lautsprecher-Klangs (Screenshot)
  • Intel Graphics Command Center: alle Einstellungen der integrierten Grafik (Screenshot)
Beide diese Anwendungen sind über das Startmenü zu finden. Es lohnt sich, sich mit diesen Anwendungen kurz vertraut zu machen. Das NUC Audio Studio ist in der Lage, automatisch zwischen Betrieb mit Kopfhörer und internen Lautsprechern zu unterscheiden. Das Intel Graphics Command Center bietet viele interessante Funktionen und wird stetig zusammen mit dem Intel-Grafiktreiber weiterentwickelt.


Q: Wie kann ich die Tastatur-Beleuchtung steuern?
A:
Im aktuellen Release lässt sich die Tastatur-Beleuchtung nur über den Hotkey Fn+F8 regeln. Wenn man sie damit deaktiviert, wird sie aber nach Kaltstart oder nach dem Aufwecken aus dem Ruhezustand (Hibernate) wieder aktiviert. Nach ca. 15 Sekunden Idle-Zeit deaktiviert sie sich automatisch, bis man eine beliebige Taste drückt. Derzeit gibt es noch keine Möglichkeit, diese beiden Punkte per Control Center oder BIOS-Menü zu beeinflussen. Wir haben beide Features bei Intel beantragt und uns wurde bestätigt, dass sie in Kürze per BIOS-Update implementiert werden.


Q: Die rechte Hälfte meiner Tastatur schreibt willkürlich Zahlen anstatt Buchstaben - was ist da los?
A:
Sehr wahrscheinlich ist NumLock noch an. Wenn man eine externe Tastatur nutzt und an dieser den Ziffernblock aktiviert, dann aktiviert sich damit leider auch der virtuelle Fn-Ziffernblock auf der rechten Hälfte der Tastatur. Dieser ist mit besonders kleinen Symbolen oben links in den Ecken der jeweiligen Tasten beschriftet. Will man dann den Laptop wieder Mobil nutzen, muss man den Ziffernblock manuell deaktivieren mit der Tastenkombination Fn+NumLock (zweite Taste von oben rechts).

Wir haben bei Intel beantragt, dass dies besser gelöst wird:
  • Entweder, indem man den virtuellen Ziffernblock per BIOS-Setup oder Control Center permanent deaktivieren kann.
  • Oder indem NumLock auf externer Tastatur nicht auch automatisch NumLock auf interner Tastatur aktiviert.
Intel hat uns bestätigt, dass eine dieser Lösungen umgesetzt wird. Dazu wird es in Zukunft ein BIOS-Update geben.


Q: Mein Bildschirm zeigt manchmal bestimmte Bildinhalte nicht korrekt an, flackert oder friert teilweise ein - was tun?
A:
Alle diese Phänomene liegen offenbar derzeit noch an dem "Panel Self-Refresh"-Feature, welches laut Intel dafür sorgen soll, dass die Grafikkarte bei Bedarf nur einzelne Teile des Bildschirms refresht. Dies soll bei statischen Inhalten für eine leichte Reduzierung des Strombedarfs sorgen. Offenbar funktioniert dieses Feature noch nicht ganz fehlerfrei, so dass es manchmal zu den beschriebenen Phänomenen kommen kann. Dabei handelt es sich ausschließlich um ein Treiber-Problem. Es gibt zwei Workarounds:
  • Drücke Win+D um einen vollständigen Refresh des Bildschirms zu erzwingen. Dabei werden alle Fenster minimiert. Danach kann man wieder die Fenster öffnen, in denen man arbeiten wollte.
  • Deaktiviere "Panel Self-Refresh" im Intel Graphics Command Center (Screenshot)
Mit deaktiviertem "Panel Self-Refresh" sollte sich das Problem komplett umgehen lassen. Falls dann in einzelnen Bildinhalten trotzdem noch vereinzeltes Flackern vorkommt, dann kann dies evtl. daran liegen, dass der Arbeitsspeicher voll ist. In diesem Szenario kann es helfen, ein paar Anwendungen oder Browser-Tabs zu schließen. Wir sind zu all diesen Phänomenen mit Intel in Kontakt und arbeiten auf eine nachhaltige Lösung per Firmware- oder Treiber-Update hin. Offenbar ist Intel "Xe"-Grafik trotz der hohen Performance noch ein wenig in den Kinderschuhen. Andere Laptops mit "Tiger Lake" CPU scheinen ebenfalls betroffen, wie dieses Beispiel zeigt.


Q: Unterstützt VISION 15 die Bildschirmausgabe mit VESA Adaptive Sync?
A:
Nachdem wir bereits in den letzten Jahren mit NVIDIA G-SYNC in den XMG PRO- und ULTRA-Serien Pionierarbeit geleistet haben, ist die Unterstützung des offeneren VESA Adaptive Sync-Standards in so vielen Modellen wie möglich eines unserer Designziele für 2021.

Intel Tiger Lake ist die erste Mainstream-CPU-Plattform, bei der Intels iGPU laut Intels Marketing-Unterlagen Adaptive Sync unterstützen soll.

Wir haben es auf unserem bisher unveröffentlichten 14" Laptop mit i7-1165G7 und GTX 1650 getestet. Der VRR-Ouput (VRR = Variable Refresh Rate) funktionierte einwandfrei über Thunderbolt 4 (aka USB-C/DP) mit externen Monitoren, solange diese vom Hersteller entweder mit "AMD FreeSync" oder mit "G-SYNC-kompatibel" gekennzeichnet wurden. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Monitore, die den Industriestandard VESA Adaptive Sync implementieren. Andererseits konnten Monitore, die die proprietäre Methode von NVIDIA G-SYNC (mit dem eingebauten G-SYNC-Modul) implementieren, in unseren Tests keinen VRR aus der Intel-GPU ausgeben.

* Merkwürdigerweise funktionierte VRR mit aktuellem Windows und Treiber allerdings nur für solche Inhalte, welche auf der NVIDIA GPU gerendert wurden, obwohl sie tatsächlich über den Framebuffer der iGPU angezeigt werden.

core14_adaptive-sync.png

(Diese Übersicht ist quasi nur FYI, basierend auf einem noch unveröffentlichten Laptop mit i7-1165G7 und GTX-Grafik. Das VISION 15 hingegen hat keine dGPU und soll auch keine bekommen, daher kann sich da die "dGPU"-Zeilen einfach wegdenken.)

Nun hat das VISION 15 ja keine NVIDIA dGPU, also müssen wir VRR unbedingt auf der iGPU zum Laufen bringen.

Laut unseren Kontakten bei Intel ist die fehlende VRR-Unterstützung auf der iGPU auf ein noch fehlendes Windows-Update zurückzuführen. Laut Intel funktioniert bereits alles einwandfrei auf dem "Windows 10 Iron" Build 21H1 19624.200504 (oder später), das derzeit nur für Mitglieder des Windows 10 Insider Programms verfügbar ist. Wir werden versuchen, herauszufinden, wann dieser Patch in dem Mainstream-Windows-Update-Zyklus erscheinen soll.

Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass proprietäre NVIDIA G-SYNC-Panels unterstützt werden können - genau wie AMD Desktop-Grafikkarten AMD FreeSync auf diesen proprietären NVIDIA G-SYNC-Panels nicht unterstützen können.

VRR wird übrigens im Intel Graphics Command Center 'Adaptive Sync' genannt und ist standardmäßig aktiviert.


Q: Wird es möglich sein, Undervolting (Voltage Offset) auf die CPU oder iGPU anzuwenden?
A:
Undervolting scheint derzeit auf keinem der von uns in Pipeline befindlichen Tiger Lake-Systeme zu funktionieren. Wir haben die Sache mit dem Autor eines beliebten kostenlosen Tools für Undervolting besprochen und ein paar unveröffentlichte Beta-Versionen ausprobiert und wir sind inzwischen ziemlich zuversichtlich, dass Voltage Offset in Ice Lake zwar noch möglich war, aber jetzt in Tiger Lake hart deaktiviert ist. Wir haben dies mit unseren Kontakten bei Intel besprochen und wir werden weiterhin alle Rückmeldungen und Bedenken von uns und aus der Community an Intel in Richtung Headquarter weiterleiten.

Abgesehen von Plundervolt, das in diesem Thread diskutiert wird, könnte ein weiterer Grund für die Deaktivierung von Voltage Offset die Verlagerung der Spannungsregler (CPU FIVR, PCH FIVR) in der neuen Architektur sein. Es wird angenommen dass dies die potenziellen Gewinne, die man mit Undervolting bisher erzielen konnte, stark reduziert hat. Mit anderen Worten: das System wird vermutlich bereits standardmäßig mit maximaler Effizienz betrieben. Dennoch könnte dieses Thema weitere Diskussionen in der Zukunft rechtfertige - spätestens dann, wenn Intel ihre Tiger Lake "H"-Serie auf den Markt bringt (noch unter NDA). Falls jemand einen einzigartigen Einblick in dieses Thema hat, könnt ihr eure Informationen gerne in den Kommentaren unten oder uns per PM mitteilen.

Was wir bestätigen können, ist, dass der minimale Idle-Stromverbrauch von TGL-UP3 im Vergleich zu früheren Generationen stark reduziert wurde. Er liegt jetzt zwischen 3 und 6W in allen Tiger Lake Systemen, die wir derzeit auf den Markt bringen. Entsprechende Comet Lake (CML) Vorgänger waren bisher normalerweise eher im 10W Bereich zu finden.


Q: Unterstützt der Touchscreen die Eingabe mit Stift/Stylus?
A:
VISION 15 verfügt über einen kapazitiven Touchscreen, welcher somit auch mit kapazitativen Stiften bedient werden kann. Somit ist der Touchscreen funktional identisch mit jedem iPhone oder Android-Smartphone. Er ist allerdings funktional unterhalb angesiedelt von Geräten wie:
  • iPad Pro
  • Tablets und Laptops mit Windows Ink-Zertifizierung
  • Anderen speziell auf Stylus-Input ausgelegten Windows- und Android Tablets
Faustregel: Stifte die auf jedem beliebigen Smartphone funktionieren, funktionieren auch mit dem VISION 15.

Da gibt es zwei unterschiedliche Arten:
  • Passiver kapazitativer Stift: erkennbar an der ballrunden Kuppe; keine Batteie, kein Akku
  • Aktiver kapazitativer Stift: hat eine spitz zulaufende Schreibspitze, benötigt aber Energie um kapazitativ zu funktionieren. Solche Stifte haben in der Regel einen Akku, einen Micro-USB-Port zum Laden und einen kleinen Schalter zum Abschalten. Diese Stifte schalten sich in der Regel nach wenigen Minuten von Inaktivität selbst ab.
(Bildvergleich)

Theoretisch müsste es kapazitative Stifte geben, die Drucksensitivitätsdaten per Bluetooth übertragen. Trotz intensiver Suche konnten wir jedoch keinen Stift am Markt finden, der solch ein Feature derzeit abbildet.

Die Ursache ist relativ klar: kapazitative Stifte genügen zwar für einfachen Schreib-Input. Zum präzisen Zeichnen oder Skizzieren sind sie aber für professionelle Anwender nicht geeignet. Passive kapazitative Stifte sind aufgrund der groben, kreisrunden Kuppe ohnehin zu ungenau. Aktive kapazitative Stifte hingegen haben die Eigenschaft, dass sie bei langsamen diagonalen Linien eine kleine Welle („jitter“) verursachen. Wie stark die Welle ausgeprägt ist, hängt wohl auch von der DPI-Auflösung des Touchscreens ab. Laptops und Tablets schneiden da in der Regel schlechter ab, als Smartphones.

Digital "capacitive" stylus have jitter problem: The major downside of digital "capacitive" styluses is when drawing diagonal lines slowly, those lines tend to be affected by jitter and appear wavy. Some stylus will exhibit more obvious jitter while others less. This affects accuracy and is often a deal breaker for artists who demand accuracy. This problem only affects digital styluses. And such digital stylus are only created for specific devices.

Quelle:
https://www.parkablogs.com/content/artist-guide-active-vs-capacitive-styluses

Da sich rein kapazitative Stifte somit nur begrenzt zum Zeichnen eigen, hat sich bisher offenbar kein Anbieter ermüßigt, eine Bluetooth-aktive Version mit Druckstufenerkennung in den Markt zu bringen.

Stifte die explizit mit "Windows Ink" oder "Surface-kompatibel" beworben werden, funktionieren nicht - da solche Ink-zertifizierten Touchscreens einen bestimmten RF-Sensor für solche Stifte haben. Auch Apples Pencil funktioniert aus denselben Gründen nicht.

In der Kategorie "aktiv kapazitativ" haben wir bereits erfolgreich diese drei Modelle getestet.

Adonit Snap 2
https://www.adonit.net/snap2/

Adonis Dash 3
https://www.adonit.net/dash/

Wacom Bamboo Tip (CS-710)
https://www.wacom.com/en-us/products/stylus/bamboo-tip

Alle drei Modelle funktionieren ähnlich gut zuverlässig. Der CS-710 ist jetzt beim Autor dieser Zeilen im Dauereinsatz.

Ein Video, wie das zuvor genannte "jittering" in der Praxis aussieht (gefilmt mit Wacom CS-710 am VISION 15 in der Anwendung "Paint 3D") ist hier zu finden. Aber wie gesagt: man kann mit solchen Stiften trotzdem gut arbeiten. Beim Schreiben oder beim relativ schnellen Linien-führen, findet das jittering entweder nicht statt oder es wird durch Interpolation übergangen. Nur wenn man diagonale Linien bewusst sehr langsam zieht, ist es offenbar nicht zu umgehen.

Von daher können wir Stift-Eingabe am SCHENKER VISION 15 mit einem aktiven, kapazitativen Stift für Handschrift-Erkennung und grobe Skizzen empfehlen, jedoch nicht für präzise oder technische Zeichnungen. Grafik-Künstler können ein separates Grafik-Tablett anschließen - der Touchscreen im Laptop kann hier höchstens unterstützend oder zum groben "Vorzeichnen" dienen.


Q: Dreht sich der Bildschirm beim Öffnen um 180°? Unterstützt er den Tablet-Modus?
A:
Das Bild auf dem Bildschirm dreht sich nicht automatisch. Das Intel Graphics Command Center bietet allerdings hilfreiche Hotkeys (Strg+Alt+Pfeiltasten). Diese müssen zunächst manuell aktiviert werden (Screenshot), funktionieren danach aber sehr schnell und zuverlässig.

Der Tablet-Modus kann manuell in den Windows-Einstellungen aktiviert werden. Dadurch wird das Verhalten beim Task Switching geändert und ein Symbol für die Touch-Tastatur ins Systray eingefügt. Allerdings dreht sich der Bildschirm auch im Tablet-Modus nicht automatisch. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Laptop nur ein 180°-Scharnier hat (nicht 360°) ist er kein vollwertiger Tablet-Ersatz und kein Convertible.


Q: Irgendwelche Pläne für einen Bildschirm mit 4K Auflösung?
A:
Momentan gibt es keine Pläne für Auflösungen jenseits von Full-HD im VISION 15. Das Modell hat einen sehr spezifischen Full-HD Touchscreen mit sehr hoher Helligkeit und geringem Gewicht und Stromverbrauch. Es wird planmäßig nur dieses eine Panel geben - es wird also keine Panel-Lotterie wie bei anderen Marken geben. Wir haben Verständnis für die Nachfrage nach höheren Auflösungen und wir versuchen, in Zukunft auch in diesem Bereich Pionierarbeit zu leisten. Als wir den neuen Familiennamen für dieses Produkt gewählt haben, dachten wir daran, dass VISION nicht nur unsere zukunftsweisende Serie im SCHENKER-Portfolio ist, sondern auch Produkte mit atemberaubender Optik beinhaltet. Wir können schon jetzt sagen, dass 2021 in dieser Hinsicht ein aufregendes Jahr werden wird.


Q: Wie reparaturfreundlich ist VISION 15?
A:
VISION 15 hat 7 (sieben) T6/Torx-Schrauben in der Bodenschale. Bei der Wahl zu T6 gibt es kein zurück mehr. Torx bietet einen stärkeren Drehmoment, was im Unibody-Gehäuse zu geringeren Fertigungstoleranzen führt, ohne Abnutzung und Verschleiß der Schraubköpfe zu riskieren. Wir überlegen gerade, ob wir jedem verkauften VISION 15 einen kostenlosen, kleinen Torx-T6-Schraubendreher beilegen sollen. Alternativ gibt es T6/Torx-Schraubendreher natürlich in jedem gut sortieren PC-Schraubendreher-Set.

Sobald man die 7 Schrauben entfernt hat, öffnet sich die Wartungsabdeckung sehr leicht. Dann hat man Zugriff auf den verschraubten Akku, das WLAN-Modul und die PCI-Express SSD. An dieser Stelle kann man auch die Lüfter und Kühlkörper mit Druckluftspray reinigen.

Auch das Entfernen des Mainboards wird sehr einfach sein. Dazu musst man die SSD, das WLAN-Modul, 5 Flachbandkabel und 7 zusätzliche Kreuz-Schrauben entfernen. Das Mainboard kommt mit den Lüftern und Kühlkörpern als eine zusammenhängende Einheit heraus. Man muss also hier keine Heatsinks entfernen, um das Mainboard zu wechseln - das ist in unserem Portfolio bisher einmalig.

Der LPDDR4x-Speicher ist bekanntermaßen auf das Mainboard gelötet. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, beim Start keine Konfigurationen unterhalb von 16GB anzubieten. LPDDR4x ist hocheffizient und nur in BGA-Form erhältlich. Die Effizienz hilft bei der Thermik und der Akkulaufzeit, ist also tatsächlich mal ein sinnvoller Kompromiss.

Unsere Zusammenarbeit mit Intel bei XMG FUSION 15 hat auch demonstriert, dass Intel extrem effizient in der internen RMA-Bearbeitung ist. Wir werden in der Lage sein, Ersatzteile in großen Mengen direkt von Intels Fabrik zu kaufen. Jedes Barebone (minus SSD) wird in Intels Logistik-Hubs in Europa ohne Wartezeit per Vorabtausch und mit sehr geringem Kommunikationsaufwand für uns ersetzt. Mit einem so starken Partner im Rücken wird es für uns noch einfacher, unseren 48h-Garantieservice für Endkunden anzubieten.


Q: Wie wird das Tastaturlayout aussehen? Welche Funktionstasten haben Sie?
A:
Eine Übersicht über die deutsche Tastatur findet ihr hier. Zum Start werden wir 25 verschiedene Tastaturlayouts anbieten - eine Liste findet man hier.

VISION 15 setzt den Trend fort, in möglichst vielen Systemen einen Fn-Lock anzubieten - man hat also die Wahl zwischen Fn-Funktionen oder F-Tasten als primäre Eingabe für die oberste Reihe. Intel hat auch PageUp/Down/Home/End-Funktionen auf den Cursortasten implementiert, was wir vorher bereits bei vielen 2020er-Modellen getan haben.

Vollständige Liste:

KeyFn Function
EscFnLock
F1Standby
F2Audio Mute
F3Audio Down
F4Audio Up
F5Microphone Mute
F6-
F7Touchpad on/off
F8Keyboard Backlight
F9LCD Brightness down
F10LCD Brightness up
F11External Screen
F12Flight Mode
Arrrow ↑Page Up
Arrrow ↓Page Down
Arrrow ←Home
Arrrow →End

Eine Funktion fehlt noch: Fn+Ctrl wird zur 'Kontextmenü'-Taste - das haben wir uns von Intel gewünscht. Dies sollte in einem der nächsten Firmware-Updates kommen. Das entsprechende Icon kommt noch mit in das Tastaturlayout, sofern wir das Update rechtzeitig vor Produktionsbeginn erhalten.


Gefällt euch das VISION 15? Habt ihr weitere Fragen? Wir freuen uns auf euer Feedback!

VG,
Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Top