Avatoma schrieb:
Wenn der Verkäufer das nicht möchte, weil er sich das Geld sparen will, ist das doch in Ordnung und seine kaufmännische Entscheidung. Dann erwarte ich aber auch, dass der Name genannt wird, um potenzielle Kunden zu schützen.
Und was würde das am Ende ändern? Dann kaufst du halt bei diesem einen Händler nicht mehr, kannst aber mit genau der selben Wahrscheinlichkeit bei jedem anderen Händler, egal wie seriös der sein mag, ebenfalls mal eine Fälschung erwischen.
Denn praktisch kein Händler macht vorsorglich jede einzelne der hunderten bis tausenden Packungen von seinen Lieferung auf und prüft den Inhalt, nur weil möglicherweise, eventuell die Chance besteht, dass in einigen davon gefälschter Inhalt ist. Das hat nichts mit seriös, unseriös oder Nachlässigkeit beim Wareneingang zu tun. Es ist schlicht utopisch und wirtschaftlicher Schwachsinn, weil bereits geöffnete Ware vom Kunden nicht mehr als "Neuware" akzeptiert wird und er auf seinem Warenbestand als Retouren sitzen bleibt - und zwar über seinen kompletten Waren bestand, weil er ja deiner Meinung nach ausnahmslos alles entsiegeln und öffnen soll.
Du verlangst praktisch von den Händlern, dass sie pauschal ihren kompletten Warenbestand sollen, mit dem Risiko, einen Großteil davon nicht mehr verkauft zu bekommen, nur weil da mit einer Chance von wahrscheinlich < 1% mal ein paar gefälschte Artikel geliefert wurden.
Das hat auch nichts mit geizig oder Kosten sparen zu tun, sondern so eine Praxis ist im Einzelhandel schlicht mittelfristig ein Minusgeschäft und damit nicht umsetzbar. Aber du kannst ja gerne einen Hardwarehandel aufmachen und gucken, wie lange du mit "ich öffne jede einzelne Packung und gucke rein" durchhältst.