Server selber Bauen

Marek92

Cadet 2nd Year
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Hallo Community!

danke vorab für eure Unterstützung. Mein Bastlerherz hat wieder zugeschlagen und nun habe ich so einige Fragen.
kommen wir erstmal zu meiner Vorstellung was denn die Kiste machen soll:

1x SSD fürs Betriebssystem
3x HDD (Raid5)
An dieser Stelle schonmal die Frage ob ihr einen RAID controller empfiehlt?

NAS Funktionalität ggf. auch als private Cloud nutzbar FreeNAS z.b.
VM für bestimmte projekte darunter Hausautomatisierung (iobroker).
eine Möglichkeit den Computer von extern neu zu booten und über ein Interface direkt wie z.b. bei Team viewer schon den bootvorgang sehen. Da gibt es diverse boards die so ein webinterface haben Mit einer Übersicht.

budget liegt so bei roundabout Max. 850€ (im besten Falle ohne die HDDs) . Für das ganze System. Darunter wäre auch gut. :)
Ich hoffe diese Kurzinfos reichen aus.

danke im voraus an eure Experten tipps :-) !

Euer marek92
 
Muss es unbedingt ‚gebastelt‘ sein? Deine Anforderungen (NAS, VM, Cloud) können auch von einem QNAP oder Synology erledigt werden.
 
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Siehe Post #2.

Marek92 schrieb:
budget liegt so bei roundabout Max. 850€

Du weisst was "roundabout" bedeutet? :D

Schoenes WE!

BFF
 
Andere Probleme als Kreisverkehr habt ihr keine? Hier in DE haben zusammengeschriebene Begriffe (Kreisverkehr) auch eine andere Bedeutung als zusammen geschriebene (alle schreiben gemeinsam) aber kaum einer beherrscht es, nicht zuletzt dank der sogenannten neuen “Rechtschreibung”. 😓 Was Clouds sind weiß hier auch keiner und das in einem IT Forum... also schön den Ball flachhalten.

Für die Anforderungen genügt prinzipiell jede aktuelle Hardware, sogar der 300 Euro Fertig-PC. Der ist nicht ganz so stromsparend - wenn das auch eine kritische Anforderung ist, wird es schwieriger.
Ein dedizierter RAID Controller ist für die Anforderung meines Erachtens Overkill. Eine Softwarelösung paßt da vermutlich besser. Unter BSD und Ablegern wäre das zB per ZFS machbar.

Die Kernfrage, die sich stellt, ist eine ganz andere: Bekommst Du die gewünschte Funktionalität selber eingerichtet und konfiguriert oder müßte das Ganze eher fix und fertig verwendbar sein? Daran hängt eher die Entscheidung nach einem “Fertig-NAS”; Software, die das macht, ist durchaus vorhanden, auch quelloffene, aber von selbst macht die nichts und Einrichten erfordert zumindest ein paar Kenntnisse.
 
Ein Teil deiner Anforderungen würde auch ein Raspberry Pi 4 schaffen. Zwar nicht ganz so schnell wie ein Desktop PC aber dafür günstiger und sparsamer.
 
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Ein Board von Supermicro mit IPMI, dann Proxmox oder ESXi als Basis. Die neuen HP Microserver haben doch kein ILO mehr, nicht?
 
Bei den Mainboards auf IPMI achten. System nach gewünschter Leistung zusammenstellen.

Ich persönlich finde aktuell das ASRock Rack X470D4U kombiniert mit einem Ryzen 3000 (Bsp. 3600) und ECC RAM sehr interessant.
Ansonsten gibt es die gleiche Kombination natürlich auch für Xeon Entry.

Bezüglich dem OS. Wenn du primär NAS machen möchtest und ein paar virtuelle Maschinen on top kommen, dann wäre FreeNAS (hier ist ECC RAM zu empfehlen!) mit der Virtual Box Erweiterung eine gute Idee.
Möchtest du jedoch primär einen Hypervisor laufen lassen, dann kannst du dir mal XCP-ng oder Proxmox ansehen. Beide Systeme haben natürlich unterschiedliche Vor- und Nachteile. Daher sollte man sich im Vorfeld mit den Features befassen.
 
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Ich hänge mich auch mal als Interessent hier rein, so ein ähnlicher Drang wie dem TE hat mich auch ereilt.
Die HP MicroServer haben leider eine nicht mehr zeitgemäße CPU. Ich selbst habe auch vor, darauf eine Windows VM laufen zu lassen. Daher brauche ich was potenteres.

@Nizakh Danke für den Tipp. Das Board klingt echt nicht verkehrt, bis auf den Preis. Aber die Kröte muss man wohl schlucken.

Nun muss man sich nur noch ums Netzteil kümmern. Für den Verbrauch wäre evtl. ja eine PicoPSU gut, das ist mir allerdings für einen Server zu "bastelig". Andererseits habe ich den Rechner meiner Eltern (Ryzen 2400G) mit einem 450W Platinum Netzteil (Corsair SF450) ausgestattet und das Ding verbraucht im Desktop Idle ~17W, was mir schon genügen würde. Ich denke mal Headless würde es sogar noch etwas weniger werden.

@TE: Wenn RAID, dann würde ich das selbst nur per Software machen. Da ist man bei Hardwareausfall auf der sichereren Seite. Unter Linux ist das auch ziemlich vielfältig möglich. Und die CPU Leistung ist mehr als ausreichend für sowas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Marek92 schrieb:
eine Möglichkeit den Computer von extern neu zu booten [...] Da gibt es diverse boards die so ein webinterface haben Mit einer Übersicht.
Oh Gott mach das bitte nicht. Diese Remote-Interfaces sind praktisch aber eins garantiert nicht: Sicher! Wenn dann nur per VPN oder einer anderen vernünftigen Absicherung!

Was du suchst bzw. da beschreibst nennt sich IPMI bzw. jeder Hersteller nennt dies nochmal etwas anders aber mit IPMI als Filter in den gängigen Preissuchmaschinen findest du dies.

Marek92 schrieb:
Ich hoffe diese Kurzinfos reichen aus.
Nein, bei weitem nicht. Wie viele VMs mit welchem OS & Anwendungen laufen sollen ist Voraussetzung um zu gucken welche CPU und wie viel RAM man einplanen muss.
Wenn es nur so Kleinkram wie iobroker etc sein soll reicht jedes fertige NAS von der Stange wobei diese idR kein IPMI haben.

Nizakh schrieb:
FreeNAS (hier ist ECC RAM zu empfehlen!) mit der Virtual Box Erweiterung
Diese Info ist hoffnungslos veraltet. Die Virtualbox Integration gab es nur (bis) FreeNAS 9.3 und das ist uralt. 2016 kam 9.10 heraus, 2017 v10 alias Corral und das wurde glücklicherweise zeitnah eingestampft und es erschien 11.0 und inzwischen ist man bei 11.2-U6. Gibt zwar weiterhin Plugins, Jails und Virtualisierung mit bhyve aber das ist noch ein bisschen experimentell und tricky je nach Anforderung...

DaZpoon schrieb:
[...] das Ding verbraucht im Desktop Idle ~17W, was mir schon genügen würde. Ich denke mal Headless würde es sogar noch etwas weniger werden.
@DaZpoon Nein. Allein die mehreren HDDs ggü. vermutlich einer SSD oder SSD + HDD schlucken mehr. Wenn du für dein Projekt auch IPMI willst: Diese Chips verbrauchen auch gut und gerne 5W dauerhaft. Wenn dann noch eine oder mehrere VMs dazu kommen, kommt die Host-CPU auch kaum zum schlafen = noch mehr Verbrauch.
 
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snaxilian schrieb:
Diese Info ist hoffnungslos veraltet. Die Virtualbox Integration gab es nur (bis) FreeNAS 9.3 und das ist uralt. 2016 kam 9.10 heraus, 2017 v10 alias Corral und das wurde glücklicherweise zeitnah eingestampft und es erschien 11.0 und inzwischen ist man bei 11.2-U6. Gibt zwar weiterhin Plugins, Jails und Virtualisierung mit bhyve aber das ist noch ein bisschen experimentell und tricky je nach Anforderung...
Danke für die Info! FreeNAS habe ich schon ewig nicht mehr genutzt. Da war ich wohl nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
 
Hallo Zusammen!

Wow, mit so vielen Rückmeldungen habe ich gar nicht gerechnet. DANKE DANKE!

Donnidonis schrieb:
Muss es unbedingt ‚gebastelt‘ sein? Deine Anforderungen (NAS, VM, Cloud) können auch von einem QNAP oder Synology erledigt werden.
Ja, Eigenbau wäre Super, weil ich das System jederzeit aufrüsten kann und so den Umgang mit Linux Servern lernen kann und das System erweitern kann.

Ati_gangster schrieb:
Ein Teil deiner Anforderungen würde auch ein Raspberry Pi 4 schaffen. Zwar nicht ganz so schnell wie ein Desktop PC aber dafür günstiger und sparsamer.
Ich habe einen Raspberry Pi 3 aber der steht schon an seinen Grenzen, deswegen auch das Upgrade auf einen Server.

snaxilian schrieb:
Oh Gott mach das bitte nicht. Diese Remote-Interfaces sind praktisch aber eins garantiert nicht: Sicher! Wenn dann nur per VPN oder einer anderen vernünftigen Absicherung!

VPN Realisiere ich durch die FritzBox!

Ja mir ging es nur darum wenn ich z.B. im Ausland bin, und der Server zuhause aus welchen gründen auch immer neugestartet werden muss. Das ich die Möglichkeit habe dieses auch aus der Ferne zu tun. Das wenn es Fehler beim Hochfahren gibt, das man diesen dennoch aus der Ferne erreichen kann.

snaxilian schrieb:
Was du suchst bzw. da beschreibst nennt sich IPMI bzw. jeder Hersteller nennt dies nochmal etwas anders aber mit IPMI als Filter in den gängigen Preissuchmaschinen findest du dies.
Genau, aber was nehm ich da. Die Auswahl ist ja recht groß und ich weiß ohne eure Hilfe / Tipps nicht wie ich die Basis aufbaue. An dieser Stelle nochmal Danke!

snaxilian schrieb:
Nein, bei weitem nicht. Wie viele VMs mit welchem OS & Anwendungen laufen sollen ist Voraussetzung um zu gucken welche CPU und wie viel RAM man einplanen muss.
Wenn es nur so Kleinkram wie iobroker etc sein soll reicht jedes fertige NAS von der Stange wobei diese idR kein IPMI haben.

Genau das ist es halt, ich möchte schon etwas haben, was ich sag mal paar Reserven hat.
IoBroker wird darauf laufen über VM und ein Dateiserver (NAS). Grundziel ist es erstmal auf diesem Server Daten zu Managen. Meine Eltern wollen Ihren Papierkram Digitalisieren sowie ich. (Bei mir liegen die Daten alle auf der Apple Cloud aber ich möchte schon gerne meine Dokumente auf der NAS haben. Sicherheit ist hier denke ich besonders wichtig. Dazu kommt auch Eine TimeMachine. (Da ich dem Apple drang verfallen bin :D).

Andere Projekte welche ich noch umsetzen wollen würde anfangs fallen mir Spontan keine ein.


Stromverbrauch ist natürlich wichtig. Aber in erster Linie die Sicherheit und Leistung muss stimmen. Es sollte eine Balance aus allem ergeben.

Nizakh schrieb:
Bei den Mainboards auf IPMI achten. System nach gewünschter Leistung zusammenstellen.

Ich persönlich finde aktuell das ASRock Rack X470D4U kombiniert mit einem Ryzen 3000 (Bsp. 3600) und ECC RAM sehr interessant.
Ansonsten gibt es die gleiche Kombination natürlich auch für Xeon Entry.

Bezüglich dem OS. Wenn du primär NAS machen möchtest und ein paar virtuelle Maschinen on top kommen, dann wäre FreeNAS (hier ist ECC RAM zu empfehlen!) mit der Virtual Box Erweiterung eine gute Idee.
Möchtest du jedoch primär einen Hypervisor laufen lassen, dann kannst du dir mal XCP-ng oder Proxmox ansehen. Beide Systeme haben natürlich unterschiedliche Vor- und Nachteile. Daher sollte man sich im Vorfeld mit den Features befassen.

Also die Hypervisor sagt mir so nichts. XCP-ng und Proxmox eben so wenig. Hab aber Mr. Google gefragt und gesehen das beide Systeme für VM's da sind. Wenn wir die Frage klären sollten vorab, was währe denn für meine Bedürfnisse empfehlenswert?

https://www.heise.de/ct/hotline/ECC-RAM-im-Heim-Server-ja-oder-nein-2618185.html Hier wird über ECC Raum gesprochen. Wohin würden denn die Empfehlungen gehen bei ECC RAM und sind die Mehrkosten dann so enorm.

AMD hat ja wirklich nachgelegt mit den Prozessoren und das zu einem guten Preis. Wobei Intel ja mehr oder weniger den Namen ausmacht. Ich hoffe ich konnte über mein Vorhaben viel sagen.

Danke nochmal an jeden der hier seine Zeit und sein Gehirnschmalz meiner Unwissenheit spendet. :)
 
Also das ist so meine Überlegung. Andere Vorschläge?
 

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ECC-Ram natürlich.
Ich habe 2 FreeNAS-Kisten am rennen, glaub mir oder lies dich im ixsystems Forum durch.
FreeNAS BRAUCHT ECC.
...und du gibst ja schon die Kohle für gute ECC-Hardware in Form vom Mainboard und CPU aus...
 
Gut ich habe jetzt mal einen ECC RAM rausgesucht.
Was meint Ihr? Währe das eine gute Konfiguration oder gibt es andere Empfehlungen?
 

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Gibt es einen Grund für die Beschränkung auf MiniITX und warum diese maßlos überteuerten Komponenten, sprich Xeon W CPU?
Eine Kombination aus MikroATX mit Sockel 1151 und Xeon E-12xx ist günstiger und flexibler...
 
Ich habe hauptsächlich nach IPMI Mainboards geschaut. Das war dann mein Ergebnis.
Wie gesagt von der Heutigen Hardware bin ich maßlos überfordert. Früher war alles einfacher...
Welches Mainboard würdest du denn dann empfehlen?
 
https://geizhals.de/asrock-rack-c246-wsi-a2034212.html?hloc=at&hloc=de

oder

https://geizhals.de/fujitsu-d3644-b-s26361-f5110-v162-a1904781.html?hloc=at&hloc=de (Achtung, ist nicht ITX!)

Mit IPMI:

https://geizhals.de/?cat=mbxeon&xf=317_C246~494_IPMI

Da dann ein Coffee Lake-Xeon deiner Wahl dazu und ECC-RAM soviel du willst bzw. es unterstützt.


All deinen Kriterien entspräche dann nur dieses hier:

https://geizhals.de/asrock-rack-e3c246d2i-a2060164.html?hloc=at&hloc=de


Wo soll der Server eigentlich stehen? Irgendwo, wo Lautstärke eine Rolle spielt?
 
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Mit deinen nicht existenten bzw. super schwammigen Anforderungen kannst gefühlt jede Kombination hier von nutzen: Boards & CPUs

Noch passenden RAM dazu wobei ich für den Anfang 2x 16GB empfehlen würde wenn du VMs und als Dateisystem ZFS nutzen willst. Je nach gewähltem Board weißt du den Formfaktor und kannst ein Gehäuse suchen.
 
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