Relict schrieb:
... Wer weiss, mit welchem Tribut an anderer Stelle man sich diese Vorteile erkauft. ^^
Mit Managed Code durch WinFX? Wieder ein Vorteil. Was kann denn schlimmeres passieren, als die derzeitige Systemanfälligkeit, bei der dank Systembefall auch Datenrettungen nicht mehr möglich sind?

Eine Sicherheitslücke im IE auf Vista wird erstmal nur Schreibvorgänge im Temporary Internet Files erlauben und wenn da tatsächlich mal gleichzeitig eine weitere Lücke bekannt sein sollte, die die Sandbox knacken kann, kann dann immernoch maximal der Userbereich befallen werden, nicht wie bisher, wo eine IE-Lücke (oder eine Webborwser-Lücke allgemein das ganze System zerschlagen kann)
Relict schrieb:
... Und bloss gut das wenigstens die 15 Gig bereits feature-complete sind, ...
Nichmal: Es sind keine 15 GiB, schau in die letzten Tests zu den letzten Betas,
da sinds bei der 64b-Version
10 GiB.
Relict schrieb:
...
Inwieweit diese nun von den vermehrten Features und folglichen Platzbedarf und Ressourcenhunger ...
Ich rede hier nicht nur von Dingen die man sieht und bewusst öffnet und damit rumspielt, sondern nochmal: Warum wohl sind die meisten Linux-DAUs mit KDE am zufriedensten? Weil KDE zu viel RAM verbraucht? Oder nicht doch, weil KDE eine Menge Dienste laufen hat die, ohne dass man groß was davon mitbekommt, den Desktop (bei Windows nennen das viele immer automatisch "das System") stärker organisieren?
Relict schrieb:
...
Abgespeckte Versionen gingen zur Not auch, aber dann bitte update-/ upgradefähig,
Ist bei Vista bereits so, du kannst eine Starter zur Home Basic, zur Home Premium, zur Business, zur Ultimate machen - alles ist "upgradeable". Die Starter, die kein Aero hat, wird zwar nur in Schwellenländern angeboten, aber wer regt sich schon darüber auf, dass du für einen VW-Golf einen Zigarettenanzünder mitkaufen musst, obwohl du Nichtraucher bist?
ChilliConCarne schrieb:
... Die wären?...
Nicht gerade weltbewegende Programme/Funktionen. Ähnliches könnte man denke ich auch für XP finden. Sind meist nur Anwendungsprogramme.
Service Hardening
Speech Recognition
Speech Synthesis
Aufgebohrtes Druckersystem für mehr Farbbrillianz und XPS
IPv6
Netzwerkprofile
Schnellerer Netzwerk-Stack
Windows Filtering Platform
SMB 2.0
Einsteigerfreundlichere Systemwiederherstellung
(IIS 7 - glaube nur Enterprise, deswegen die Klammern)
Das sind aber noch nicht unbedingt die wichtigsten Sachen, das wichtigste ist der Fortschritt im System selbst und die Aufzählung dieser Sachen beginnt ja erst ab dem
Task-Scheduler. Über diese Dinge redet immer noemand, jeder tut so, also hätte sich da nichts getan, weil da kein neuer optischer Effekt zu sehen ist. Ja sogar an NTFS wurde einiges getan, das ist dir bei deiner vereinfachten Betrachtung, dass WinFS verschoben worden ist, mal eben ganz entgangen - als wäre das alles gleich, aber das ist es eben nicht.
ChilliConCarne schrieb:
Damit bäckst du ja bereits selbst, auch wenn du dann nach Vorgabe bäckst.
ChilliConCarne schrieb:
...Außerdem: Der Anteil der Treiber im Linuxkernel verbrät mir nicht mehrere GB.
Verbrät der Anteil der Treiber in Windows mehrere GiB?
ChilliConCarne schrieb:
...
Also du kannst kaum jemandem erzählen, dass man nicht mit einem zB sauber konfigurierten Gentoosystem am "leichtesten" fährt.
Du willst mir jetzt ernsthaft weis machen so, wie das in Gentoo ist, sollte es für den Durchschnitts-Windows-Kunden sein? Das glaubst du doch selbst nicht.

Wenn wir davon reden, was für Windows-Kunden gut ist, reden wir nunmal faktisch definitiv
nicht von Computer-Geeks.
ChilliConCarne schrieb:
... Daher ist das "angenehm" fahren, bei DE's viel zu relativ um hier wirklich qualitative Schlüsse zu ziehen.
Es geht hier um Dienste die etwas für das Desktop-Leben tun, Systeme-Dienste tun was fürs gesamte Anwenderleben, klar gibt es Dienste die man nicht braucht, aber es gibt eine ganze Menge Dienste, die bei WIndows voraktiviert sind, die auch sinnvoll sind, wie bspw. der angesprochene Index-Dienst - wäre der ach so überflüssig, wie von PC Games Hardware regelmäßig dargestellt und bestimmt hier von der Mehrheit der gesamten ForumBase-Mitglieder geglaubt, hätte sich Google Desktop in seinen ersten Versionen, in denen es nichts anderes machte, als der XP-Indexdienst, nicht so verbreitet.
ChilliConCarne schrieb:
...Irgendiwe artet jedoch damit die Diskussion zur Usability der verschiedenen Betriebsysteme aus.
Nein, du hast in deinem Beitrag nur meinen Bezugspunkt vergessen, bei meiner Nennung dieser Punkte geht es darunm darzustellen, dass nicht jeder Systemdienst, der unbestritten RAM kostet, gleich unsinnig ist, nur weil er jetzt neu ist. Sich ständig nur über gestiegenen RAM-Bedarf aufzuregen ist leicht, weil der auch unter anderem von Diensten kommt, die nicht vordergründig und nicht für jeden sofort ersichtlich, aber dennoch vorteilhaft ihre Arbeit verrichten. Klar gibts auch Netzwerkdienste die besser vorabgeschaltet zu sein haben, aber sowas wie mein Beispiel der Indexdienst sollte imho auf einem an DAUs verkauftes System schon voraktiviert sein.
P.S.
Bei mir braucht Windows XP mit gestartetem Desktop inklusive Avast und mit weitgehend Standarddienstekonfiguration und drei geöffneten Fenstern 102,2 MiB RAM - dass da über 300 "zugesichert" sind ist ja was anderes, vorrausgesetzt sind bei Windows XP 256 MiB RAM, was ja auch sinnvoll ist, weil zusätzlich gestartete Anwendungen ja auch RAM brauchen, allein Mozilla Firefox nimmt ja gern um die 70 MiB - nur mal so nebenbei um zu sehen, was 512 MiB Vorraussetzung
möglicherweise bedeuten
können.
