Leserartikel Upgrade eines Sony VAIO S Notebooks

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Lt. Junior Grade
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Hallo liebe Basler,

nachdem ich im weltweiten Web dazu nichts gefunden habe, möchte ich meinen Erfahrungsbericht zum Upgrade eines VAIO Notebooks hier veröffentlichen. Ich möchte zeigen dass es mit ein wenig Wissen, Geschick und vor allem Feingefühl möglich ist ein, relativ aktuelles, Notebook upzugraden und das über den üblichen Arbeitsspeicher hinaus.

Besonders Irritierend fand ich einen Post den ich einmal in einer Community gelesen habe dass VAIOs so und so nicht upgradebar sind.

Ausgangssituation war folgende:

Sony Vaio VPC-S12X9E/B schwarz
  • 13,3" Businessnotebook
  • Intel i3-350M
  • Intel HD Grafik
  • 4GB Speicher
  • 500GB 5400U/min HDD
  • ... (genaue Infos kann man Hier nachlesen)

Angefangen habe ich damit den Arbeitsspeicher von den original verbauten 2x2GB auf 2x4GB Speicher umzubauen. 1 Schraube und 2x Klicken später war dies erledigt.

Nach einiger Zeit wurde die interne HDD gegen eine 128GB SSD von Kingston getauscht. Hier sind es dann schon ein paar Schrauben mehr aber auch recht leicht machbar. Einzig die Neuinstallation bedeutete dann noch ein wenig Aufwand.

Vor einer Woche bekam ich dann Lust die CPU zu wechseln. Da ich wusste dass dieses Notebook auch mit einem i5 verkauft wurde, habe ich mich auf die Suche nach einer aktuellen i5 CPU vom passenden Sockel zu machen. Die Wahl fiel auf einen Intel i5-560M da dieser vom P/L-Verhältnis recht gut liegt und die Selbe TDP wie ein i3-350M hat. Somit gibt es keine Probleme mit der Kühlung und die Akkulaufzeit sollte sich +- im selben Rahmen bewegen. Da dies mein letzter Schritt war habe ich diesen für die Interessierten auch ein wenig dokumentiert (beim jeweiligen Klick auf das Vorschaubild kommt Ihr zum Großen):

Ein VAIO S von Hinten:


Abdeckung für Festplatte und Arbeitsspeicher offen, Akku entfernt:


Man entfernt die Festplatte sowie den Arbeitsspeicher. Die zwei Schrauben mit der 3-Punkt Markierung löst man auch. Somit kann das optische Laufwerk entfernt werden.

Hier habe ich die Schrauben (Rot) und den zu entfernenden Kontakt (Türkis) markiert. Die Schrauben sind zu lösen. Der Kontakt verbindet das Mainboard mit dem Dock-Anschluss. Ist dies geschehen kann man die Rückseite vorsichtig lösen. Zuerst hebt man den linken Teil an damit man alles nach Rechts auf kippen kann. Wichtig ist dieses vorgehen sonst bekommt man die Abdeckung nicht entfernt. HDMI und Firewire sind hierfür Verantwortlich.

Alles Offen

Man erkennt gut die einzelnen Komponenten des Mainboards. Der Bereich rechts neben der CPU bietet Platz für eine GPU. Dieser wurde in der stärkeren Variante mit einer nVidia GeForce GT 310M besetzt.

Hier die Schale.

Man erkennt in der Mitte den Kontakt für den Dock. Links unter dem Lüftergitter ist ein kleiner Metallstreifen. Dieser ist die "Sicherheit" für den Kensington-Lock. Nicht sehr Sicher wie ich meine.

Die originale i3-350M CPU.


Nach dem reinigen des Kühlers wurde die CPU getauscht und mit Noctua Wärmeleitpaste versehen. Wer kann schon sagen dass eine Noctua NT-H1 ein Zuhause in seinem Notebook gefunden hat. ;)

Da ich auf Überraschungen stehe habe ich gleich die umgekehrte Reihenfolge genommen und alles wieder verbaut. Schrauben blieben keine übrig.

Der Systemstart funktionierte Problemlos. Nachdem Windows die CPU erkannt hatte musste nur noch einmal neu gestartet werden und das System funktionierte wie zuvor. Natürlich nur schneller. :D

Windows Leistungsindex mit dem i3-350M


Windows Leistungsindex mit dem i5-560M


Systemeigenschaften nach dem Umbau


Somit ist bewiesen:
Ein Notebookumbau ist machbar. Sinnvoll? Ansichtssache.

Das Upgrade auf ein anderes optisches Laufwerk wäre technisch auch noch machbar. Dies ist aber aufgrund des geringen Einsatzes entsprechender Medien nicht vorgesehen.

Bei Fragen, Tipps oder Anregungen stehe ich euch natürlich gerne zur Verfügung.

Hier könnt ihr euch das Innenleben(Speicher, SSD und CPU) noch einmal ansehen.

Zum Schluss möchte ich natürlich noch folgendes betonen:
Der Umbau geschieht auf eigene Gefahr und beim sofortigen Verlust der Garantie. Der Umbau sollte, wenn überhaupt, von einem Fachmann durchgeführt werden. Weder ich noch Computerbase oder Dritte übernehmen eine Garantie bzw. Haftung bei Schäden.
 
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Lt. Junior Grade
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Gehen wird es schon. Je nach Modell ist es der Aufwand bis man an die CPU kommt. Welche CPU funktioniert muss man entsprechend auch versuchen herauszufinden.
"Problemlos" gehen eben eher die CPUs die im selben Grundgerät auch vom Hersteller verbaut wurde. Ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich immer. Auch mein Notebook wurde mit maximal einer i5-520M verkauft und somit bestand ein gewisses Restrisiko. Plus natürlich die Gefahr dass irgendwo ein Fehler auftritt oder ein Kunststoffteil bricht.

Ob ich es wieder machen würde bei einem Notebook? Klar der Reiz an Notebooks zu schrauben ist noch größer als bei Standrechnern. :)
 
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SavageSkull

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Woher bekommst du denn die andere CPU/GPU?
Ich denke das Hauptproblem am Notebook aufrüsten ist die Verfügbarkeit der Einzelteile bzw die Preise...
Ne dickere GPU und CPU würde mich schon reizen, allerdings wird das in meinem Fall eine ganz andere Kühlungsleistung vorraussetzen.
 

LieberNetterFlo

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gut gemacht :) zur Info: du hast genau die Komponenten geupgraded die man in der Regel bei jedem notebook upgraden kann!

- CPU ist in der Regel gesteckt, kann gegen gleiche Serie/gleicher Sockel (nicht immer) mit gleicher TDP getauscht werden
- Ram kann man eh fast immer tauschen, solange gesteckt
- HDD kann man immer tauschen (gegen SSD etc)
- oft kann man noch eine zusätzliche miniPCIe Karte einbauen

ich hab meinem DELL XPS M1330 bereits vor 1 Jahr auch neues Zeugs gegönnt: 1x 128GB SSD, 1x neue CPU, 4 GB RAM statt 2 und ein UMTS Modem in den freien miniPCIe Platz.

Hinweis: man verliert nicht immer die Garantie!! DELL zB ist sehr kulant. Nachdem die Grafik auf meinem Mainboard kaputt war is der Techniker vorbei gekommen und hat meine ganzen komponenten aus und auch wieder eingebaut :)
Ergänzung ()

Zitat von SavageSkull:
Woher bekommst du denn die andere CPU/GPU?
Ich denke das Hauptproblem am Notebook aufrüsten ist die Verfügbarkeit der Einzelteile bzw die Preise...
Ne dickere GPU und CPU würde mich schon reizen, allerdings wird das in meinem Fall eine ganz andere Kühlungsleistung vorraussetzen.

eine GPU ist SELTENST aufrüstbar! es gibt zwar den Ansatz von standadisierten Sockeln für GPUs in Mainboards (glaube das heisst MXM oder so) aber verbaut werden die sogut wie nie :(
 

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Lt. Junior Grade
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@SavageSkull die GPU habe ich nicht geändert. Leider kann man nicht einfach eine passende GPU einlöten. Ich benötige bei dem Gerät auch keine Mehrleistung. Ich bin bei weitem kein Spieler. :)
Wie LeiberNetterFlo schon schreibt kann man eine GPU nur sehr selten wechseln. Es gibt zwar passende Geräte aber die entsprechende Karte die dann noch dazu unterstützt wird bekommt man kaum.

Eine CPU bekommt man relativ leicht wenn man weiß was man will. Bei den entsprechenden Preisvergleichen sind die meist gelistet. Lagernd dann meist nur bei den Distributoren. Je nach Händler ist die CPU dann aber binnen weniger Werktage verfügbar. Anfragen hilft immer.

@LieberNetterFlo
Hier fand ich eben die Aussage
besonders Lustig. :D

Problem bei der CPU ist dass nicht immer garantiert ist dass das BIOS diese auch unterstützt. Wenn man sich des Risikos bewusst ist kann man es versuchen. Ein Händler wird eine CPU bei einem Notebook nicht tauschen das tut sich keiner an. ;)
Speicher und Festplatte sind Standard und das wird fast überall gemacht.

Interne Module ist bei Notebooks auch mit Risiko behaftet. Da es verschiedene Standards gibt die nicht immer von Außen erkennbar sind. Die Dokumentation bei den Herstellern ist auch sehr dürftig.

In meinem Fall habe ich nicht vor diese zu tauschen. WLAN reicht mir aus und UMTS war Gott sei Dank schon verbaut.

Dass die Garantie nicht verloren geht: Kommt wirklich auf den Hersteller drauf an. Ich habe zur Sicherheit (sollte wirklich was passieren) die Originalteile aufgehoben. Natürlich kann der Hersteller trotzdem, ohne Angabe von Gründen, die Garantie ablehnen bzw. Geld für eine Reparatur verlangen. Und das ist nicht nur so wenn man was umbaut.

@Matze_Pukem dass ist das "Problem" bei den Designgeräten. Dafür sind sie hübsch Dünn.
 
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Matze_Pukem

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Klar aufschauben kannste ja alle nur wenns verloetet ist wie bei einigen apple nb ists unmoeglich
 

SavageSkull

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Gerade mal geschaut. Von meinem Acer weiß ich das einige P8XXX CPUs verkauft wurden. Ein P8700 kostet 170€ aber der Sprung von meinem T6600 wird da einfach nicht wirklich existent sein. Das sind 300Mhz bei gleicher Architektur mehr, allerdings auch 10W weniger bei der TDP.
Für das Geld lohnt sowas nicht.
Festplatte hatte ich schon länger ausgetauscht, das Teil was da vorher drin war, hat ja nie die Hufe hochbekommen.
 
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