Anwalt Dr.Gonzo schrieb:
Naja, nach deinen Maßstäben handfeste Argumente zu finden ist nicht so einfach.
Ja klar .. weil ich die Sachen eben begründet haben möchte .. und da wird's bei vielen leider ganz schnell sehr dünn.
Anwalt Dr.Gonzo schrieb:
Wenn es jemand als Verletzung seiner Privatsspäre empfindet, wenn sein Haus und ggf. er selbst (wenn auch mit Balken) abgelichtet wird und ins Internet gestellt wird - und das nicht auf irgendeine 0815-Seite, sondern in einen Service der wahrscheinlich von Millionen Menschen benutzt werden wird - dann ist das erstmal Fakt.
Davon abgesehen, daß der Begriff Privatssphäre laut Definition hier einfach unpassend ist, kann ich das bloße Unbehagen ja durchaus nachvollziehen. Und wenn die Leute wegen diesem Unbehagen ihr Haus da raus haben wollen, sollen sie's halt machen.
Nur einige Leute kommen ja hier in's Forum und fangen an, sich irgendwelche Horror-Szenarien auszumalen, die völlig realitätsfern ist, nur um auf dem Angebot und dem Anbieter rumzuhacken.
Desweiteren lassen sie hier Behauptungen über Google, deren Praktiken, Streetview, usw. ab, die schlicht falsch sind, nur um künstliche Argumente für ihre Fantasie-Szenarien zu finden.
Anwalt Dr.Gonzo schrieb:
Und bei Datenschutz geht es nicht primär darum, was der Datensammler damit vor hat.
Die Menge und die Vernetzung der Daten wird einfach zum Problem.
Nein, zum Problem wird es erst, wenn die Daten missbraucht werden. Das ist rational betrachtet erstmal Fakt.
Anwalt Dr.Gonzo schrieb:
Irgendwann werden die auch mal in irgendeiner Form ausgewertet.
Ähnlich wie Schufa-Score, welche teilweise hahnbüchene Stochastikauswertung ist (Wohnviertel), wird man vielleicht in Zukunft in dunklen Rechenzentren geratet.
Wobei mir wieder eine konkrete Beschreibung dazu fehlt, was genau Google zu deinem Nachteil auswerten sollte und in wiefern sie davon profitieren.
Natürlich werten die allemöglichen Daten aus, aus denen sie einen kommerziellen Erfolg ziehen können. Aber bislang geschah dies immer,
ohne anderen Leuten dabei zu schaden.
Von daher kann ich das generelle Misstrauen nun nicht nachvollziehen, zumal ich der Meinung bin, daß die potenzielle Gefahr der Daten, die Google hat, kolossal überschätzt wird.
Selbst wenn irgendeiner von den völlig realitätsfernen Horror-Szenario-Worst-Cases eintreten sollte, sind das immernoch alles Ereignisse, die mit den alltäglichen Gefahren durch Mitmenschen in der realen Welt überhaupt nicht mithalten können.
Das ist jetzt nicht zu verstehen als:
"Ist ja egal, solange es etwas anderes gibt, was noch schlimmer ist."
Nur bin ich der Meinung, das Maß an Dramatik steht hier in keinem Verhältnis zur tatsächlichen "potenziellen Bedrohung" (und erst recht nicht zur Wahrscheinlichkeit, daß irgendeine dieser "potenziellen Bedrohungen" zur Realität wird).
Anwalt Dr.Gonzo schrieb:
BTW: was sind denn eigentlich "wirkliche Argumente" für Streetview?
Das fragst du am besten die Leute, die schon heiß darauf warten.
Ich persönlich finde, es ist ein sehr nettes Feature, welches es zum Beispiel erlaubt, das Ambiente von Urlaubsorten vor dem Besuch ein wenig näher zu betrachten. Es hat auch ein bisschen einen kulturellen Wert.