Welche Art der Auftragung von Wärmeleitpaste

JackForceOne

Lt. Commander
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Hallo Leute :)
Ich habe mal ne Frage und zwar es gibt ja eigentlich 2 verschiedene Arten die Wärmeleitpaste aufzutragen:

1. Klecks in die Mitte und durch den Anpressdruck des CPU-Kühlers wird die Wärmeleitpaste automatisch verteilt.

2. Wärmeleitpaste auftragen und verstreichen, dann CPU-Kühler drauf.

Nun meine Frage was ist besser?

Danke !
 
Entweder einen größeren Klecks in die Mitte, oder mehrere kleinere verteilen. Wichtig ist nur die Dosierung, erbsengroß reicht locker.
Alles andere ist scheißegal, 2°C mehr oder nicht ist total irrelevant.
 
Commander Alex schrieb:
SuFu ...

Die Frage kommt ziemlich häufig, dazu gibt es genug Videos im Internet wie es dann unter dem Kühler aussieht, hängt dann auch noch etwas von der Paste ab usw.

Ja das stimmt :freak:
 
Also ich ziehe mir immer eine schöne line die ich mit der schwarzen Amex-Karte glattstreiche zu einem Viereck. Bei vielen Kühler wo die Paste ab Werk drauf ist läuft es genauso ab.
 
Ich habe Punkt 2 genommen bei mir, da sagt aber auch jeder was anderes.

Wenn du meinst, ausreichend gut einschätzen zu können, wieviel WLP du da draufklecksen musst damit's reicht und nicht viel zu viel ist, sollte das klappen.. da meine motorischen Fähigkeiten bei sowas eher beschränkt sind, als absoluter Bastel-Hasser, nehme ich immer die 2. Variante und fahre auch gut damit - ich denke der eigentliche Unterschied ist recht gering.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Wärme hauptsächlich über die Mitte der CPU auf den Kühlkörper übertragen wird, was die Sinnhaftigkeit des Kleckses verstärkt, aber das ist meiner Meinung und Erfahrung nach eher Erbsenzählerei und 1-3 Grad kümmern eine CPU im schlimmsten Fall wenig.
 
kommt zwar nicht sooooo drauf an, aber bei " Kühler einfach draufdrücken, verteilt sich schon von alleine " hätte ich doch Angst das es sich zu einer Seite mehr wegdrückt etc. :)
 
Kleine Erpse in die Mitte, Kühler drauf und festziehen.

Überschuss geht durch Anpressdruck vorallem schlussendlich beim festziehen an den Seiten vorbei.

Im Falle der MX-4 von Arctic Cooling kann man meiner Meinung nach nicht viel verkehrt machen.

Wenn ein bisschen was von der Sosse ;), an den Seiten herauskommt ist das nicht umbedingt schlimm.
Wenn man günstigerweise noch dran kommt (Kommt auf den Kühler an), kann man es natürlich noch wieder abwischen.

Mit dieser Methode hab ich;

- Rechner komplett selbst zusammengebaut
- Wärmeleipads ersetzt verhärtete Wärmeleitpaste neu gemacht (Grafikkarten, Laptops, Netbooks)

Um mal im Detail aufzuzählen;

- Samsung NC10 Ecko Plus (Aus meiner Signatur, läuft immernoch 1A ;) )
- Ein HP Laptop der nur wenige Jahre alt ist gerettet (War schon immer am überhitzen und abstürzen, WLP neugemacht und entstaubt)
- Einem alten Athlon 64 noch ein paar Jahre einwandfreien Betrieb beschert
- Haufenweise Rechner so komplett zusammengebaut so etwa 4-6 Stück :cool_alt:
- Meine alte 5770 von Club 3D hat Zalman drauf bekommen und vor dem Verkauf nochmal ein paar °C im Betrieb weniger
- Meine 6870 DirectCU hat dadurch auch so um die 3°C weniger im Betrieb

Die Zalman STG1/2 hat einen Pinsel im Deckel zum verteilen, das Zeug ist ne' ganze Ecke flüssiger -> da macht das dann auch Sinn.
Besser ist diese aber keinesfalls, hat ich nämlich vorher auch immer verwendet, z.B. bei einem Asus M3A32MVP Deluxe für die Chip OnBoard wo dieser passive Kühlerkörper einmal quer über's Board geht, auf Northbridge, Southbridge und Spannungswandler bei letzteren ist allerdings ein fettes Pad drauf, was ich natürlich gelassen habe.

Das sind Erfahrungen der letzten etwa 10 Jahre, die ich auch bei mehreren Athlon XP schon angewandt hab. (Sind natürlich alle noch heile, auch wenn man sie kaum noch benutzen mag, funktionieren tun sie alle noch wie vorgestern :D )


gruss Dennis_50300
 
Ich werde in Zukunft die X-Methode oder den klassischen Punkt wie die Jungs von Kray verwenden.
 
Klecks von der Größe eines Reiskorns in die Mitte, Kühler drauf und festziehen.
So mache ich das schon immer und funktioniert einfach super.

Machmal bleiben die äußersten Ecken frei, aber das ist meiner Meinung absolut egal wenn man sich mal anschaut wie groß das DIE unter der Kappe in Wirklichkeit nur ist. In den Ecken wird eh keine wärme produziert
 
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@Crystexs:

Produziert nicht aber es wird ja über das komplette "Gehäuse" der CPU die Wärme abgeführt an den Kühlkörper "übertragen"

Deswegen juckts mich auch recht wenig wenn da an den Seiten mal ein kleines bisschen überquillt.

Wenn man dran kommt kann man es sauber machen, ansonsten stört es auch nicht wirklich grossartig weil dort ja auch keine Wärme abgeführt werden soll ;)

Deswegen halte ich auch vom sogenanntem "Köpfen" eher recht wenig, weil man ja die Gegebenheiten zum Kühlen eher verschlechtert.


Gruss Dennis_50300
 
kai84 schrieb:
Nein, sagt es nicht wirklich!
Grrr, dieser Mythos mit dem Video ist einfach nicht tot zu kriegen!:utflakcannon:

Denn eine (von Hand gehaltene) Plexiglasscheibe ist eben kein CPU-Kühler!
Der Typ in dem Video drückt immer schön, solange hin und her und variiert/verstärkt den Anpressdruck (drückt manchmal auch mit dem Daumen in der Mitte), bis er ein Maximum WLP-Verteilung rausgeholt hat.
(Außerdem möchte ich nicht wissen, wie viele Fehlversuche da zwischendrin lagen, wo's eben zu viel oder zu wenig WLP war!)

Jedenfalls, mit einem CPU-Kühler kriegst du das so nicht hin. Du kannst den nur - je nach Art der Verschraubung - da drauf pflanzen und dann halt festschrauben. Dabei kann es dir schon beim ersten Aufsetzen passieren, dass du ihn minimal schräg aufsetzt und der Klecks / die Kleckse zu einer Seite weggedrückt werden. Du kannst das auch nicht mehr korrigieren, weil du es ja, im Unterschied zur Plexiglasscheibe, nicht siehst.
Welche Verschraubung du auch immer hast, sie wird den Anpressdruck beim Festschrauben nie 100% gleichmäßig verteilen.
Bei den meisten Verschraubungen, z.B. Vierpunkt oder Zweipunkt geht das schon systembedingt gar nicht wirklich gleichmäßig.

Das wird man also niemals so perfekt hinkriegen, wie mit der Streichmethode!

Im Übrigen ist so eine Plexiglasscheibe (je nach Dicke) auch biegsamer als ein Kühlerboden. Das würde evtl. die im Video bezeichneten Luftblasen erklären. Da beim Druck auf die vier äußeren Ecken der Scheibe eine minimale Wölbung entstehen kann, was zu den vermeintlichen Lufteinschlüssen geführt haben kann.
Mal davon abgesehen, kann ich auf dem Video aber auch keine Luftblasen erkennen. Im Gegenteil, an einigen Stellen schimmert schon der CPU-Kühlerboden durch (was auch so sein sollte, ansonsten ist die WLP zu dick aufgetragen, bzw. hat sich bei Klecksmethode nicht gut genug verteilt!), eventuelle Unebenheiten werden perfekt ausgeglichen.
 
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Ich hab ja nicht dein Video gemeint!

Mit Verlaub, ich hab auch nicht von der industriellen Massenverarbeitung gesprochen, wo schon aus rein zeitlichen (wirtschaftlichen) Gründen die Streichmethode vermutlich untragbar wäre, weil sie (sauber ausgeführt) unendlich viel länger dauert.
Da wird dann meist entweder mit der Klecksmethode oder mit Pads gearbeitet.

Wir sprechen hier ja auch nur vom letzten "Quentchen". Es ist ja nicht so, dass ein Klecks in der Mitte, richtig portioniert, bei richtiger WLP-Konsistenz (richtigem Aufsetzen und richtigem Anpressdruck) nichts bringt ... aber für den privaten PC-Enthusiasten ist die Streichmethode exakter und sicherer auszuführen und holt evtl. auch noch das eine oder andere Grad raus.

Aber Ingenieur hin oder her, du kannst dir ja mal anschauen, wie so ein WLP-Abdruck von diversen Komplett-PCs oder von Grafikkarten, Chipsatzkühlern etc. oft aussieht.
Da sieht man oft direkt, mit welcher Methode "der Ingenieur" gearbeitet hat! :D
 
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