19/19 Gigabyte GV-3D1 im Test : Zwei GeForce 6600 GT auf einer Karte

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Fazit

Kommen wir am Ende unseres Artikels zum Fazit über die Gigabyte GV-3D1 und das GA-K8NXP-SLI. Innovativ ist die Idee der Entwicklungsabteilung bei Gigabyte ohne Frage. Allerdings fehlt dem Gespann für ein rundes Gesamtbild die Spritzigkeit, mit der sich die 3D1 von zwei 6600-GT-Karten im SLI-Betrieb bei gleichen Taktraten hätte absetzen können. Auch bei der Lautstärke zeigt sich kein Vorteil, so dass lediglich der Strombedarf im 3D-Betrieb etwas niedriger als bei zwei einzelnen Karten liegt.

Gigabyte-GV-3D1
Gigabyte-GV-3D1

Das Mainboard GA-K8NXP-SLI ist zwar das zur Zeit einzige Board, auf dem die GV-3D1 in Betrieb genommen werden kann. Allerdings kann es sich in der Ausstattung nicht vom Asus A8N-SLI absetzen. Einziges Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, die auf „Dual Power System“ (DSP) getaufte Zusatzplatine einzusetzen und für die zusätzlichen Spannungsstabilisierung auf sechs Phasen für den Prozessor zu nutzen. Im normalen Testbetrieb konnten wir allerdings keine Unterschiede feststellen. Bei der Grafik-Performance ist das Asus A8N-SLI konstant eine Kleinigkeit schneller.

Nun stellt sich die Frage, für welche Klientel Gigabyte das getestete Bündel anbietet? Eigentlich nur für den Typ Computerbesitzer, für den die Individualisierung seines PCs an erste Stelle steht. Weder von der Leistung noch von der Lautstärke her bietet die GV-3D1 einen Zusatznutzen, sie ist an das Gigabyte-Mainboard gebunden und kann kaum einzeln verkauft werden. Also ein Sammlerstück, das eher in die Vitrine gehört als in den PC. Würde die 3D1 in jedem PCIe-Board mit x16-Steckplatz funktionieren, würde die Lage sicher anders aussehen. So kann man das Bundle als technisch durchaus interessant bezeichnen, Vorteile im Betrieb sind momentan nicht auszumachen.

Ob sich dieses Blatt in Zukunft wendet, steht derzeit noch in den Sternen. Zumindest von Asus soll es eine von nVidia unterstützte Dual-6600-GT geben, die auch im Doppelpack zum Einsatz kommen kann. Ob auch Gigabyte eine entsprechende Lösung vorstellen oder der Betrieb einer Dual-6600-GT auf einem Non-SLI-Board durch den Treiber gestattet wird, ist derzeit ebenfalls noch ungewiss.

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