5/7 Call Of Duty 4: Modern Warfare im Test : Moderner Krieg in Bits und Bytes

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Multiplayer

Der von Punkbuster geschützte Multiplayer von Call Of Duty: Modern Warfare vereint die positiven Aspekte anderer Genre-Referenzen und sorgt dafür, dass auch nach dem Ende der Einzelspielerkampagne viele weitere Stunden Spielspaß garantiert sind. Dafür verzichteten die Verantwortlichen bewusst auf einen allzu klassischen – und einfacher zu erstellenden – Standard-Multiplayer, der mit ein paar Karten zum (Team)-Deathmatch einlädt.

Stattdessen motiviert der Mehrspieler von Modern Warfare durch ein aus der „Rainbow Six“-Reihe bekanntes Rangsystem, bei dem man bei gewonnenen Spielen in den Rängen auf-, bei verlorenen aber wieder absteigt. Doch hagelt es für gewonnen Spiele nicht nur Ränge, sondern auch echte Goodies wie die Option, seinen Soldaten mit neuen / anderen Waffen auszustatten oder ganz neue Charakterklassen zu erspielen. Letzteres ist gerade am Anfang am wichtigsten. Als „Newbie“ hat man in Modern Warfare nämlich zunächst nur drei Klassen zur Auswahl – eine Einschränkung, die prompt zum exzessiven Online-Gaming motiviert.

CoD 4 Multiplayer Lounge
CoD 4 Multiplayer Lounge

Überdies können mit der Zeit die persönlichen Eigenschaften des eigenen Kämpfers verbessert werden: So kann man sich mehr Lebensenergie, eine stärkere Durchschlagskraft der Waffe oder ein Mehr an Ausdauer hinzu „kaufen“. Abgerundet wird das RPG-Element bei Modern Warfare durch die Möglichkeit, sich mit Hilfe von diversen Extras Vorteile zu erschleichen. Dazu gehört beispielsweise die Option „Terminator“, bei welcher man auch nach einem tödlichen Schuss noch für ein paar Sekunden feuern kann. Von diesen Extras gibt es ein gutes Dutzend, wobei allerdings nur drei gleichzeitig genutzt werden können.

Abgerundet wird der Multiplayer durch die mittlerweile offenbar fehlerfreie Matchmaking-Funktion, die für kurzentschlossene Clans und Spieler nach gleichstarken Gegnern sucht, sowie von der wirklich gelungenen „Kill Cam“-Option, welche einem die letzten Sekunden vor dem eigenen Ableben aus der Perspektive des Gegners vor Augen führt.

Insgesamt ist der Multiplayer von Modern Warfare wirklich herausragend und relativiert die etwas zu kurz geratene Einzelspieler-Kampagne. Als einzigen Kritikpunkt kann man an dieser Stelle anführen, dass man die Kampagne nicht im Koop-Modus durchspielen kann. Aufgrund der stetigen Motivation, die der Mehrspieler aufgrund der vielen Gimmicks fördert, sei dieser kleine Schnitzer aber verziehen.

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