4/31 Nvidia GeForce 8800 GT (SLI) : Das Geheimnis des G92 ist gelüftet

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Nvidia GeForce 8800 GT

Mit der GeForce 8800 GT möchte Nvidia wiederholen, was ihnen zuletzt mit der GeForce 4 TI 4200 und ATi mit der Radeon X1950 Pro gelungen ist: Eine kostengünstig zu fertigende und somit preiswerte Grafikkarte, die geschwindigkeitsmäßig nur leicht hinter den High-End-Modellen zurück liegt und sich weit von den Mid-Range-Karten absetzen kann. Dass dies längst nicht bei jeder GPU-Generation möglich ist, sollte klar sein, denn nicht nur eine wirtschaftlich lohnenswerte GPU ist Voraussetzung für dieses Vorhaben, darüber hinaus muss der Rechenkern auch schnell genug sein. Nvidia gibt an, dass solch eine Grafikkarte etwa alle vier bis fünf Jahre möglich ist – und nun soll es wieder soweit sein.

Nvidia GeForce 8800 GT
Nvidia GeForce 8800 GT

Die offizielle Preisempfehlung der GeForce 8800 GT für Deutschland beginnt bei 229 Euro, wobei einige Shops die GeForce 8800 GT bereits für etwa 220 Euro gelistet haben. Lieferbar ist die Karte für diesen Preis aber nicht. Der durchschnittliche Kostenpunkt beläuft sich derzeit auf etwa 240 Euro, eine Lieferbarkeit ist aktuell aber erst bei 260 Euro und mehr gewährleistet. Da sich sehr viele Interessenten auf die GeForce 8800 GT stürzen, haben Nvidia und die Boardpartner eine Woche nach dem Launch Probleme, ausreichende Mengen zu fertigen, und lassen sich den Ansturm auf die Karte gerne mit ein paar Euros extra vergüten.

GeForce 8800 GT Rueckseite
GeForce 8800 GT Rueckseite
GeForce 8800 GT Luefter
GeForce 8800 GT Luefter
GeForce 8800 GT Kuehlerende
GeForce 8800 GT Kuehlerende

Das – wie sollte es anders sein – grüne PCB misst auf der GeForce 8800 GT eine Länge von 23 cm und entspricht somit der Größe einer High-End-Grafikkarte der letzten Generation. Die Grafikkarte sollte in sämtliche aktuell im Handel befindlichen Standardgehäuse ohne größere Schwierigkeiten hineinpassen. Das PCB ist sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite mit diversen Bauteilen bestückt; Freiräume gibt es nur wenige. Das Single-Slot-Kühlsystem umfasst die gesamte Vorderseite der GeForce 8800 GT. Einzig einige Lüftungsschlitze gewährleisten einen knappen Einblick auf den 3D-Beschleuniger. Die maximale Stromaufnahme der Grafikkarte liegt laut Nvidia bei 105 Watt, weswegen ein PCIe-Stromstecker vorhanden ist. Dieser ist auch auf einem PCIe-2.0-Mainboard von Nöten, da der PCIe-Slot immer noch auf 75 Watt limitiert ist.

GeForce 8800 GT Kuehleranfang
GeForce 8800 GT Kuehleranfang
GeForce 8800 GT SLI-Connector
GeForce 8800 GT SLI-Connector
GeForce 8800 GT Slotblech
GeForce 8800 GT Slotblech

Bei den Kühlermaterialien setzt Nvidia größtenteils auf kostengünstiges Aluminium. Mehrere Alulamellen sollen den Wärmetransport verbessern. Direkt auf der GPU sitzt ein eingelassener Kupferkühlblock, der wiederum durch eine Heatpipe mit dem Aluminiumkühler verbunden ist. Zu unserer Überraschung setzt Nvidia bei der GeForce 8800 GT auf einen kleinen 55-mm-Radiallüfter, der im hinteren Drittel des Kühlsystems montiert ist. Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Der Radiallüfter saugt die kühle Luft aus dem Tower durch die Lüftungsschlitze an, leitet diese über die GPU und bläst die aufgewärmte Luft wieder aus den vorderen Lüftungsschlitzen hinaus. Der Speicher ist in dem Kühlsystem mit einbezogen. Unter Windows taktet sich die GeForce 8800 GT wie sämtliche Vorgängerprodukte mit der G8x-GPU nicht herunter, sondern agiert weiterhin mit den maximalen Taktraten. Schade. Für die Lüftersteuerung muss man Nvidia hingegen ein großes Lob aussprechen. Die Grafikkarte fällt zu keiner Zeit unangenehm auf und bleibt selbst nach einer längeren Lastphase leise. Mehr dazu im Abschnitt Lautstärke.

GeForce 8800 GT Spannungswandler
GeForce 8800 GT Spannungswandler
GeForce 8800 GT GPU und Speicher
GeForce 8800 GT GPU und Speicher
GeForce 8800 GT Speicher
GeForce 8800 GT Speicher

Der 512 MB große VRAM wird von Qimonda mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns produziert. Die acht Speicherchips sind allesamt auf der Vorderseite des PCBs montiert. Auf dem Slotblech montiert Nvidia zwei Dual-Link-fähige DVI-Ausgänge, die HDCP-kompatibel sind und den Kopierschutz auch in hohen Auflösungen wie 2560x1600 anwenden können. Eine Möglichkeit, um wie bei der Radeon-HD-2000-Serie von ATi den Ton über einen speziellen DVI-zu-HDMI-Adapter wiederzugeben, sucht man auf der GeForce 8800 GT leider vergebens. Darüber hinaus kann man einen handelsüblichen Fernseher per HDTV-Ausgang mit der Grafikkarte verbinden.

GeForce 8800 GT ohne Kuhler
GeForce 8800 GT ohne Kuhler

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