Prozessorkerne im Test: 1, 2, 3 oder 4 CPU-Kerne für Spieler? 8/10

Wolfgang Andermahr 619 Kommentare

Performancerating

Kommen wir nun abschließend zum Performancerating, um alle Ergebnisse auf einen Blick zusammenzufassen. Da die synthetischen Benchmarks in dem Testparcours (sprich der 3DMark06) über keine Spiele-Engine verfügen und somit keine realistische Aussagen über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln zulassen, haben wir diese Applikationen aus dem Rating herausgenommen.

Performancerating – 1280x1024
Angaben in Prozent
    • 4 CPU-Kerne
      108,4
    • 3 CPU-Kerne
      106,9
    • 2 CPU-Kerne
      106,2
    • 1 CPU-Kern
      100,0
Rating – 1280x1024 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
    • 4 CPU-Kerne
      106,8
    • 2 CPU-Kerne
      105,5
    • 3 CPU-Kerne
      105,4
    • 1 CPU-Kern
      100,0

Größere Auffälligkeiten gab es bei den Benchmarks insgesamt nicht. Erwähnenswert ist auf jeden Fall, dass selbst ein Single-Core-Prozessor in aktuellen Spielen noch ziemlich gut mit den Mehrkernvertretern mithalten kann – zumindest was die Durchschnittswerte betrifft. Die Einkern-CPU ist ohne Anti-Aliasing sowie anisotrope Filterung sechs Prozent langsamer als ein Dual-Core-Prozessor, der wiederum zwei Prozent langsamer als der Quad-Core-Bruder rechnet. Mit den beiden qualitätssteigernden Features sind die Differenzen etwas geringer – das eigentliche Ergebnis bleibt aber identisch.

Interessanter wird es, wenn man die Ergebnisse im Detail betrachtet. Dann findet man heraus, dass der Single-Core-Prozessor in einigen Spielen gar minimal schneller als ein Dual-Core-Pendant arbeitet – eventuell aufgrund des nicht vorhandenen Verteilungsaufwandes – in anderen Spielen dafür aber massiv langsamer agiert. Ein regelrechtes Paradies für Mehrkernprozessoren scheint Assassin's Creed zu sein: Dort liegt die Einkern-CPU mit einem Rückstand von satten 74 Prozent abgeschlagen hinter dem Zweikerner auf dem letzten Platz. Gar ein Quad-Core-Prozessor skaliert in dem Spiel noch ordentlich und arbeitet 21 Prozent schneller als der Dual-Core-Vertreter.

In anderen Spielen fällt der Unterschied geringer aus, ist aber immer noch vorhanden. In Clive Barker's Jericho rendert ein Multi-Core-Prozessor 14 Prozent schneller als der Single-Core-Bruder, in F.E.A.R. sind es 25 Prozent, 14 Prozent in Gothic 3, in Rainbow Six Vegas 20 Prozent und in Unreal Tournament 3 gute 25 Prozent.

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