4/7 Tuniq Tower 120 Extreme im Test : Ein Leistungsstarkes Tower-Sandwich

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Lüfter und Lautstärke

Laute Serienbelüftung des Tuniq Tower 120 Extreme
Laute Serienbelüftung des Tuniq Tower 120 Extreme

Der Tuniq Tower 120 Extreme wird von einem mit vier blauen LEDs beleuchteten Transparent-120-mm-Lüfter ventiliert. Unser Testmodell wartet mit einem Drehzahlspektrum von gut 600 bis 1950 U/min auf, wobei die Anlaufdrehzahl etwa 660 U/min beträgt. Die Drehzahlregulierung des 3-Pin-Lüfters ohne PWM-Funktion geschieht entweder per Software oder BIOS, mit Hilfe des beiliegenden Slotblenden-Potentiometers (hier allerdings nur von 1000 U/min bis Maximaldrehzahl) oder mit Hilfe einer Drittanbieter-Steuerung. Im oberen Drehzahldrittel agiert der Lüfter sehr aufdringlich und untermalt den grellen Laufeindruck bereits ab minimalen Drosselungen mit leichten Klacker- und Schleif-Nebengeräuschen. Überraschenderweise legt sich deren Intensität zwischen 800 und 1400 U/min und es entsteht ein relativ klares und auch im Alltag akzeptables Klangbild. Erst unter 800 U/min, also im Gebiet der Minimaldrehzahl, nehmen die Klackergeräusche wieder stark zu. Insgesamt disqualifiziert sich das Tuniq-Modell aufgrund der gewählten Drehzahlen als Silent-Lüfter, hat aber wohl seine Qualitäten im mitteltourigen Bereich.

Beim Genießen der Messwerte ist darauf zu achten, dass die durch die Sandwichbauweise speziell im hohen Drehzahlbereich ungemein stark geförderten Vibrationen und Luftverwirbelungen objektiv nicht so siginikant in die Darstellung einfließen, wie sie subjektiv wahrgenommen werden. Der Tuniq Tower 120 Extreme hat gerade im Bereich über 1400 U/min enorm mit diesen Zusatzgeräuschen zu kämpfen.

Die Schalldruck-Messwerte unterstreichen, dass mit dem Serienlüfter selbst bei Minimaldrehzahl keine Stille erreicht wird. Darüber hinaus ist der Anstieg über 1400 U/min deutlich, während der Lüfter im mittleren Drehbereich durchaus zu den leiseren seiner Zunft gehört. Das Geschwindigkeitsverhalten der ausströmenden Luft gestaltet sich ohne Überraschungen linear auf Höhe der Kontrahenten.

Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der Tuniq-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,0 cm besitzt somit eine Durchströmfläche von etwa 93,1 cm². Daraus ergeben sich bei maximaler Drehzahl von freistehend leicht über 1900 U/min und den gemessenen 16,5 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 153,6 m³/h (Herstellerangabe: ca. 154,1 m³/h bei 2000 U/min).

Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).

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