HP TouchPad: Ein Nachruft auf Tablets mit webOS

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Sasan Abdi
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TouchPad im Überblick

Design & Verarbeitung

Ein Gewicht von 740 Gramm und Maße von 240 × 190 × 13,7 mm (L x B x H): Das TouchPad konnte zu Lebzeiten als Brummer unter den Tablets bezeichnet werden. Denn gerade gegen filigrane Konkurrenten wie das Apple iPad 2 wirkte der HP-Sprössling doch deutlich voluminöser – und vor allem dicker.

Verstärkt wurde der Eindruck auch durch die Materialwahl und hier vor allem durch die rückwärtige Schale. Diese bestand aus wertigem Kunststoff, der durchaus angenehm in der Hand lag; allerdings unterstrich die satte, ins Extreme getriebene Klavierlack-Optik den voluminösen Eindruck, den das TouchPad von der ersten Minute an hinterließ. Zudem war die besagte Optik für Liebhaber eines solchen Abschlusses in geputztem Zustand zwar ein echter Augenschmaus, doch entpuppte sie sich auch im Falle des TouchPads stärker als beispielsweise Alu-Pendants als sehr empfänglich für Fingerabdrücke, Staub und anderen Schmutz.

Eine weitere Verstärkung des besagten „Brummer“-Effekts erfuhr das Gerät durch die grundsätzlich konkaven Ecken. Diese sorgte in der Regel für eine dezente Auflockerung und hatte somit einen positiven Effekt – im Falle des Touchpads wären scharfe Formen aber eventuell die bessere Wahl gewesen.

Die Vorderseite wurde vom 9,7 Zoll großen Display dominiert, das von einer soliden Glasscheibe und einem rund 2 cm breiten Klavierlackrahmen umschlossen war. Bedenklich war, dass die Scheibe allerdings nicht spaltfrei mit dem Gehäuse schloss, sodass ein kleiner Schlitz entstand, indem sich in der Folge immer wieder gerne Staub ansammelte (siehe Bild unten).

Unsaubere Verarbeitung beim TouchPad
Unsaubere Verarbeitung beim TouchPad

Unterhalb des Displays fand sich in Anlehnung an das iPad ein einzelner, beleuchteter Knopf, der im Prinzip dieselbe Funktionalität wie bei der Konkurrenz von Apple besaß. Statt einem runden kam in diesem Fall aber ein wesentlich schmalerer Knopf zum Einsatz, der durch die angepasst Form angenehm dezent wirkte und zudem einen ordentlichen Druckpunkt besaß.

Die Verteilung der Schnittstellen erfolgte ebenfalls dezent und zudem sinnvoll: Auf der linken Seite fanden sich zwei Lautsprecher, auf der rechten die wie so oft mit einem sehr schwammigen Druckpunkt ausgestattete Lautstärkenwippe. An der Unterseite wurde zentral der USB-Slot platziert; an der Oberseite befand sich der Power-Knopf sowie die 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Zusammenfassend lässt sich in puncto „Design & Verarbeitung“ festhalten: HP erwischte für das TouchPad einen ungünstigen Veröffentlichungszeitpunkt, da die Konkurrenz mittlerweile – anders als noch im Frühjahr – mit deutlich filigraneren Baumaßen aufwarten konnte. Abseits davon gab es am Design (außer bei der Klavierlack-Optik auf der Rückseite) nichts zu bemängeln und die Verarbeitungsqualität bewegte sich auf einem guten Niveau.