4/6 Sony Ericsson Xperia Arc S im Test : Aufguss ohne Aufrüstzwang

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Performance & Alltag

Während der Prozessor des Vorgängers noch mit „nur“ einem Gigahertz Taktfrequenz auskommen musste, bietet der Nachfolger 400 Megahertz mehr – es bleibt jedoch beim gleichen Chipsatz. Dies bedeutet, dass neben einem 1,4-Gigahertz Scorpion-Prozessor aus dem Hause Qualcomm auch eine Adreno 205-GPU zum Einsatz kommt. Dem Prozessor stehen 512 Megabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Ob das ausreicht, um andere Flaggschiffe das Fürchten zu lehren?

Grundsätzlich bietet die Geschwindigkeit des Xperia Arc S keinen Grund zur Klage. Zwischen Homescreens oder durch das Menü navigiert man flüssig und in der Regel ohne Ruckler. Ausnahmefälle sind Situationen, in denen Daten aus dem Internet heruntergeladen werden. Dies ist jedoch nicht weiter verwunderlich, kommen auch deutlich stärkere Geräte auf solche Weise gelegentlich ins Stocken. Der Prozessor bringt auch genügend Leistung mit, um Apps und Spiele ausreichend schnell und ohne große Verzögerung zu laden.

Hat Power für die täglichen Aufgaben: Das Xperia Arc S
Hat Power für die täglichen Aufgaben: Das Xperia Arc S

Doch trotz des höher getakteten SoCs kam es im Alltag trotzdem hin und wieder zu Gedenksekunden – dies vor allem, wenn wir schnell zwischen mehreren geöffneten Anwendungen wechseln wollten. Hier dürfte das Gerät entweder über zu wenig freien Arbeitsspeicher verfügen, oder die Auslagerung und Verteilung nicht im Tempo unseres Multitaskings bewerkstelligen. Unter anderem verzögerte sich ein Wechsel von einem Startbildschirm zum nächstgelegenen merklich, samt stotterndem Übergang und längerer Wartezeit. Es kam auch vor, dass die Elemente auf dem Startbildschirm nach betätigten der Home-Taste und dem daraus folgenden Verlassen einer App neu geladen werden musste, sie waren einige Sekunden nicht sichtbar.

Gerade im Vergleich zu Oberklassen-Smartphones wie dem LG Optimus Speed oder dem Samsung Galaxy S2 fällt die fehlende Leistung eines zweiten Kerns auf. Für ein Flaggschiff ist ein Single-Core-Prozessor samt durchschnittlicher Grafikeinheit aus unserer Sicht zu wenig. Ladezeiten und Leistung in aufwendigen 3D-Spiele, großen Internetseiten mit Flash-Elementen sowie komplexeren Apps stehen der Konkurrenz teilweise deutlich nach.

Die Konkurrenz des SE Flaggschiffs hat bessere Hardware
Die Konkurrenz des SE Flaggschiffs hat bessere Hardware

Durch das Android-Betriebssystem kommt der Nutzer in den Genuss von mehr als 300.000 Drittanbieter-Anwendungen. Leider fällt der interne Speicher mit rund 250 MB (variiert nach Netzanbieter und Bestimmungsort) relativ klein aus. Zwar lassen sich einige Apps auf die Speicherkarte auslagern, dies sind aber bei weitem nicht alle. So können Nutzer, die viele („große“) Apps herunterladen, nach einiger Nutzungszeit eine Meldung über zu geringen, internen Speicher erhalten.

Im Alltag als mehr oder minder praktisch erwies sich die Status-LED: Sie ist am USB-Port angebracht. Und da liegt der Hund begraben: Liegt die linke Seite im Blickfeld des Nutzers, so entgeht ihm das Blinken der Leuchte nicht; Liegt das Gerät beispielsweise auf dem Rücken oder der „falschen“ Seite, ist der Nutzen gleich null. Als fehlend empfanden wir zudem eine Frontkamera.

Was einen großen Unterschied zum Vorgänger ausmacht, ist unter anderem eine Aufnahme-Funktion von dreidimensionalen Panorama-Fotos. Diese können dann jedoch nur an einem 3D-fähigen Fernseher oder Bildschirm betrachtet werden. An diesen wird das Xperia Arc S über HDMI angeschlossen. Im Lieferumfang fehlt leider ein passendes Kabel, sogar ein Adapter muss separat erworben werden.

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