4/6 DDR3-Arbeitsspeicher im Test : Welchen RAM für Intel Ivy Bridge?

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Anwendungen

Die von uns getroffene Auswahl an Benchmarks in Anwendungen ist bereits auf das aktuelle Geschehen ausgelegt. Dies heißt in erster Linie, dass Prozessoren mit vielen realen und auch logischen Kernen in der Wertung weit vorne landen. Folgerichtig landet Intels Flaggschiff mit zwölf Threads auf dem ersten Rang, gefolgt von Modellen mit acht Threads.

Performancerating Anwendungen
Angaben in Prozent
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (9-9-9-24)
      100,0%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (8-8-8-24)
      100,0%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-2133 (9-11-9-27)
      99,7%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      99,4%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1866 (9-9-9-27)
      99,3%
    • Intel Core i7-3770K, 16 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      99,1%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      98,8%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      98,6%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1066 (7-7-7-18)
      97,1%

Herkömmliche Anwendungen zeigen sich vom Arbeitsspeicher nahezu völlig unbeeindruckt. Selbst DDR3-1066 rückt hier so nah an das Testfeld heran, alle anderen Modulpaare liegen innerhalb eines Prozents. Exakt hier zeigt sich, dass Takt und Timings gerade im herkömmlichen Office-Alltag keine Rolle spielen. Hier sollte das System nach den Bedürfnissen in der Speichermenge ausgelegt werden.

Spiele (1.920 x 1.080)

Den herkömmlichen Käufer eines Prozessors interessiert in erster Linie, was genau dieses Modell in seinem aktuellen Umfeld leistet. Dort stehen neben den Anwendungen natürlich auch Spiele im Vordergrund, die in aller Regel auf einem entsprechend großen Monitor in Angriff genommen werden. Die aktuell meist genutzte Auflösung auf ComputerBase beträgt seit Mitte des letzten Jahres 1.920 × 1.080 Pixel und hat seitdem den Vorsprung gegenüber dem Vorgänger, 1.680 × 1.050, deutlich ausgebaut. Dies ist natürlich auch ein Grund für uns, unser Geschehen entsprechend anzupassen. Die GeForce GTX 680 sorgt jedoch dafür, dass man auch bei Full-HD-Auflösung inklusive AA/AF noch Unterschiede zwischen den Prozessoren ausmachen kann, auch wenn hier und da schon oft die Grafiklimitierung eintritt (u.a. bei Battlefield 3) und das gesamte Feld so deutlich zusammenrückt.

Performancerating Spiele (1.920 x 1.080)
Angaben in Prozent
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-2133 (9-11-9-27)
      100,0%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1866 (9-9-9-27)
      98,9%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      98,8%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      98,0%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (8-8-8-24)
      97,9%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (9-9-9-24)
      97,2%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      96,9%
    • Intel Core i7-3770K, 16 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      96,7%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1066 (7-7-7-18)
      93,2%

Bei Spielen in der aktuell populärsten Auflösung inklusive qualitätsteigernden Mitteln bleiben wir in dem Bereich von drei Prozent Unterschied zwischen DDR3-1333 und DDR3-2133. Beim Test lies sich dabei feststellen, dass Spiele wie Battlefield 3, die völlig von der Grafikkarte limitiert werden, auch nicht mehr vom Arbeitsspeicher beeinflusst werden können. Anders bei Titeln, die selbst in hoher Auflösung auch noch Prozessorpower verlangen wie beispielsweise F1 2011. Dort kann man elf Prozent Unterschied ausmachen, bei Batman bewegt man sich beim Speicherwechsel von DDR3-1333 zu DDR3-2133 ebenfalls in dem Bereich.

Spiele (geringe Auflösung)

Auch wenn Spiele in geringer Auflösung auf den ersten Blick für den Laien keinen Sinn machen, sind sie gerade für Prozessortests ein elementar wichtiger Teil. Denn hier zeigt sich die wahre Auswirkung des Prozessors, wenn man die Limitierung durch die Grafikkarte, die bei 1.920 × 1.080 Bildpunkten bereits einsetzt, nahezu aufheben kann. Daraus kann man ableiten, dass die hier und heute in geringer Auflösung gezeigten Werte in einigen Jahren mit schnelleren Grafikkarten bei hohen Auflösungen zutreffen könnten – natürlich je nach dem wie groß der Leistungssprung der nächsten Grafikkartengeneration ausfallen wird. Dementsprechend wichtig sind genau diese Werte, da sie beim Prozessorkauf besser für die Zukunft planen lassen.

Performancerating Spiele (640 x 480)
Angaben in Prozent
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-2133 (9-11-9-27)
      100,0%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1866 (9-9-9-27)
      98,2%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (9-9-9-24)
      97,3%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (8-8-8-24)
      97,1%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      95,2%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      94,8%
    • Intel Core i7-3770K, 16 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      93,8%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      91,9%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1066 (7-7-7-18)
      87,6%

Das gleiche Bild wie in der hohen Auflösung ist auch bei geringer Pixelanzahl zu betrachten. Knapp neun Prozent liegen zwischen DDR3-1333 und DDR3-2133, wobei der Unterschied hier nicht nur durch zwei Spiele zum Vorschein kommt. Denn bis auf Batman, das in diesem Test im CPU-Limit läuft, reagiert fast jeder Titel wenn mitunter auch nur leicht, auf flotteren Arbeitsspeicher.

Theoretische Tests

Theoretische Tests sind ein guter Indikator für Neuerungen. Sie profitieren zumeist als erstes von neuen Instruktionen, aber auch von vielen Kernen und Threads sowie einem hohen Takt. Sie verzerren dabei jedoch meist das Bild deutlich hin zu eben jenen schnellen Prozessoren mit vielen Kernen und hohem Takt, das sich, wie auf den letzten Seiten analysiert, in dieser Form ansonsten meist nicht wiederfindet. Die Unterschiede vom schnellsten bis hin zum langsamsten Modell fallen demnach viel drastischer aus.

Performancerating theoretische Tests
Angaben in Prozent
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-2133 (9-11-9-27)
      100,0%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1866 (9-9-9-27)
      96,8%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (8-8-8-24)
      95,7%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1600 (9-9-9-24)
      95,5%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      93,0%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (7-7-7-20)
      92,3%
    • Intel Core i7-3770K, 16 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      91,8%
    • Intel Core i7-3770K, 8 GB DDR3-1333 (9-9-9-24)
      91,5%
    • Intel Core i7-3770K, 4 GB DDR3-1066 (7-7-7-18)
      86,4%

Trotz Benchmarks wie SiSoft Sandra und der integrierte WinRAR-Test, die massiv auf den Arbeitsspeicher und seine Geschwindigkeit reagieren, wird die Lücke zwischen DDR3-1333 und DDR3-2133 nicht so groß, wie sie auf dem Papier aussehen mag. Denn es gibt ebenso viele Benchmarks, die weiterhin nur auf den Prozessor zugeschnitten sind. Hier wird auch wieder einmal deutlich, dass der integrierte WinRAR-Test zwar Unterschiede von 26 Prozent zwischen DDR3-1333 und DDR3-2133 sieht, beim realen Packen aber nur sieben Prozent davon übrig bleiben – und das ist schon ein Maximum. Theoretische Tests sind für die Bewertung von Arbeitsspeicher im Alltag deshalb letztlich nicht zu gebrauchen, da sie ein Bild zeichnen, das im realen Leben nicht gesehen wird.

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