ARM stellt zweite Mali-T600-GPU-Generation vor

Patrick Bellmer
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Vor etwa zwei Monaten berichteten erste Medien über die Einführung der nächsten GPU-Generation aus dem Hause ARM. Nun hat die britische Prozessorschmiede die zweite Auflage der Mali-T600-Reihe mit den ersten drei Modellen offiziell vorgestellt.

Als Basis für die Mali-T624, Mali-T628 und Mali-T678 fungiert dabei die Midgard-Architektur. Gegenüber den Vorgängern stellt Adaptive Scalable Texture Compression (ASTC) die wichtigste Neuerung dar. Durch die Texturkompression soll einerseits die Leistung der GPU gesteigert, gleichzeitig aber auch der Energieverbrauch reduziert werden. Möglich wird dies laut ARM durch die Unterstützung verschiedener Pixelformate und Bitraten. Im Vergleich zu anderen Verfahren soll die Bildqualität wesentlich höher sein.

ARM Mali-T624
ARM Mali-T624 (Bild: arm.com)

Zu den unterstützten Schnittstellen gehören unter anderem OpenGL ES 1.1, OpenGL ES 2.0, OpenGL ES 3.0, DirectX 11 FL 9_3, DirectX 11, OpenCL 1.1 Full Profile und Google Renderscript Compute, was ein breites Einsatzspektrum ermöglicht.

Die Modelle Mali-T624 und Mali-T628 sind in erster Linie für den Einsatz in Smartphones und Smart-TVs vorgesehen. Während erstere Lösung mit ein bis vier Kernen versehen werden kann, sind es bei letzterer ein bis acht Kerne. Die Mali-T628 bietet im Endausbau dem Hersteller zufolge mindestens die doppelte Leistung des kleineren Modells.

ARM Mali-T628
ARM Mali-T628 (Bild: arm.com)

Ebenfalls bis zu acht Kerne bietet die Mali-T678. Durch verschiedene Veränderungen wie die Verdoppelung der Arithmetik-Pipelines soll die Leistung eines Kerns viermal so hoch wie beim Modell Mali-T624 sein. Als Einsatzgebiete sieht ARM hier vor allem den Tablet-Markt. Generell soll die Leistungssteigerung bei allen drei Modellen im Vergleich zum jeweiligen Vorgänger der ersten Mali-T600-Generation bei etwa 50 Prozent liegen.

ARM Mali-T678
ARM Mali-T678 (Bild: arm.com)

Zu den Lizenznehmern gehört unter anderem Samsung. Das südkoreanische Unternehmen kündigte im Rahmen der Vorstellung an, dass die neuen Modelle der Mali-T600-Reihe in verschiedenen hauseigenen Exynos-SoCs Verwendung finden werden. Mit ersten Geräten, in denen die GPUs ihre Arbeit verrichten werden, darf aber vermutlich erst 2013 gerechnet werden.