8/10 Fractal Design Tesla R2 500W im Test : Auftakt ohne bleibenden Eindruck

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Restwelligkeit

Die Ripple-&-Noise-Messungen zeigen die Qualität der ausgegebenen Spannungen, indem nicht vollständig geglättete Wechselspannungsanteile in Spannungsspitzen sichtbar und erfasst werden. Dabei darf der Abstand zwischen dem unteren und oberen Punkt der Spannungsspitze (Peak-to-Peak) bei 12 V nicht höher als 120 mV sein. Die restlichen Spannungen müssen Werte unter 50 mV erreichen.

Restwelligkeit 12 Volt
Angaben in Millivolt
  • 20 % Last:
    • Enermax Platimax 500 Watt
      12,0
    • Corsair Builder Series CX430
      13,0
    • Sea Sonic G-Series G-550
      20,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      31,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      59,0
    • Maximal erlaubt
      120,0
  • 50 % Last:
    • Corsair Builder Series CX430
      18,0
    • Enermax Platimax 500 Watt
      31,0
    • Sea Sonic G-Series G-550
      31,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      48,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      83,0
    • Maximal erlaubt
      120,0
  • 100 % Last:
    • Corsair Builder Series CX430
      25,0
    • Enermax Platimax 500 Watt
      39,0
    • Sea Sonic G-Series G-550
      51,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      68,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      92,0
    • Maximal erlaubt
      120,0
Restwelligkeit 5 Volt
Angaben in Millivolt
  • 20 % Last:
    • Enermax Platimax 500 Watt
      7,0
    • Sea Sonic G-Series G-550
      10,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      13,0
    • Corsair Builder Series CX430
      13,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      26,0
    • Maximal erlaubt
      50,0
  • 50 % Last:
    • Enermax Platimax 500 Watt
      10,0
    • Sea Sonic G-Series G-550
      10,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      16,0
    • Corsair Builder Series CX430
      18,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      34,0
    • Maximal erlaubt
      50,0
  • 100 % Last:
    • Sea Sonic G-Series G-550
      12,0
    • Enermax Platimax 500 Watt
      21,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      23,0
    • Corsair Builder Series CX430
      27,0
    • Maximal erlaubt
      50,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      51,0
Restwelligkeit 3,3 Volt
Angaben in Millivolt
  • 20 % Last:
    • Sea Sonic G-Series G-550
      7,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      9,0
    • Corsair Builder Series CX430
      12,0
    • Enermax Platimax 500 Watt
      14,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      18,0
    • Maximal erlaubt
      50,0
  • 50 % Last:
    • Sea Sonic G-Series G-550
      8,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      11,0
    • Corsair Builder Series CX430
      19,0
    • Enermax Platimax 500 Watt
      21,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      24,0
    • Maximal erlaubt
      50,0
  • 100 % Last:
    • Sea Sonic G-Series G-550
      10,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      18,0
    • Corsair Builder Series CX430
      31,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      37,0
    • Enermax Platimax 500 Watt
      42,0
    • Maximal erlaubt
      50,0

Die Ergebnisse der Restwelligkeitsmessung sind enttäuschend: Die gemessenen Restwelligkeitswerte sind auf allen Schienen bestenfalls verbesserungswürdig. Auf der 5-Volt-Schiene wird sogar das Limit der ATX-Norm leicht überschritten. Mit einer asymmetrischen Last, die überwiegend die 3,3- und 5-Volt-Schienen belastet, würde die Überschreitung noch deutlicher ausfallen.

Aufgrund des unerwartet schlechten Ergebnisses haben wir kurzer Hand ein weiteres Exemplar aus dem Handel bestellt. Mit bis zu 48 mV auf der +5-Volt-Leitung messen wir etwas bessere und noch spezifikationsgerechte Werte. Andererseits scheint die Restwelligkeit bei Volllast im Rahmen der Serienstreuung am Limit zu kratzen.

Sicher, eine derart geringe Überschreitung wie bei unserem ersten Testmuster in unserem Standardszenario gefährdet weder Stabilität noch Lebensdauer des Rechners, trotzdem liefern hier viele Netzteile deutlich bessere Werte. Auch bei unserem selbst im Handel beschafften Vergleichsmuster fallen die Ergebnisse der Restwelligkeitsmessung kaum besser aus. In Anbetracht der Preisklasse des Tesla R2 sollte Fractal Design an dieser Stelle unbedingt nachbessern.

Auch bei diesem Testabschnitt verzichten wir bei den kaum relevanten +5Vsb- und -12 Volt-Schienen auf eine detaillierte Analyse der Messwerte und stellen lediglich fest, dass die Restwelligkeit auf diesen Schienen jederzeit im erlaubten Bereich liegt.

PG-time

Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm beim Starten der Rechners nach mindestens 100 und maximal 500 Millisekunden gesendet werden. Es signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen in Ordnung sind und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, scheint das Netzteil defekt zu sein und muss getauscht werden.

Das Tesla R2 meldet seine Dienstbereitschaft nach 270 Millisekunden – perfekt.

Stützzeit

Die Stützzeit (Hold-up-time) gibt an, wie lange das Netzteil bei voller Belastung und einer Unterbrechung der Netzspannung weiterhin spezifikationskonforme Versorgungsspannungen liefern kann. Eine hohe Stützzeit sorgt beispielsweise dafür, dass ein Rechner bei einem kurzzeitigen Spannungseinbruch im Stromnetz (erkennbar durch Flackern von Glühlampen) weiterläuft. Die ATX-Norm sieht ein Minimum von 16 Millisekunden vor. Netzteile, die das Minimum erfüllen, können problemlos an einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) betrieben werden.

Stützzeit
Angaben in Millisekunden
  • +3,3 Volt:
    • erlaubtes Minimum
      16,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      32,4
    • Enermax Platimax 500 Watt
      36,8
    • Sea Sonic G-Series G-550
      39,0
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      39,2
    • Corsair Builder Series CX430
      39,6
  • +5 Volt:
    • erlaubtes Minimum
      16,0
    • Corsair Builder Series CX430
      31,3
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      32,5
    • Enermax Platimax 500 Watt
      36,3
    • Sea Sonic G-Series G-550
      39,1
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      39,1
  • + 12 Volt:
    • erlaubtes Minimum
      16,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      31,4
    • Corsair Builder Series CX430
      32,3
    • Enermax Platimax 500 Watt
      36,1
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      36,4
    • Sea Sonic G-Series G-550
      37,6
  • - 12 Volt:
    • erlaubtes Minimum
      16,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      33,2
    • Corsair Builder Series CX430
      33,8
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      37,3
    • Enermax Platimax 500 Watt
      37,5
    • Sea Sonic G-Series G-550
      47,4

Kleinere Unterbrechungen bei der Spannungsversorgung steckt das Netzteil prima weg, die Stützzeit beträgt rund das Doppelte des geforderten Minimums – sehr gut!

Standby-Verbrauch

Geringe Leistungsaufnahmen im Standby-Modus werden inzwischen durch gesetzliche Energiespar-Richtlinien gefordert. Wir prüfen sowohl die Leistungsaufnahme bei keiner Last (max. 0,5 Watt zulässig) als auch den Wirkungsgrad bei 90 Milliampere Last auf der +5Vsb-Leitung (min. 50 %).

Standby – keine Last
Angaben in Watt (W)
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      0,16
    • Corsair Builder Series CX430
      0,19
    • Sea Sonic G-Series G-550
      0,27
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      0,31
    • Enermax Platimax 500 Watt
      0,46
    • erlaubtes Maximum
      0,50
Standby-Wirkungsgrad – 90mA EUP
Angaben in Prozent
    • Fractal Design Tesla R2 500W
      48,3
    • erlaubtes Minimum
      50,0
    • LC-Power Golden Series 400 Watt
      50,9
    • Sea Sonic G-Series G-550
      55,4
    • Corsair Builder Series CX430
      62,5
    • Enermax Platimax 500 Watt
      63,3

Die Effizienz im Standby-Modus ist keine Stärke des Fractal-Design-Netzteils. Die Stand-By Leistungsaufnahme ist gut, beim Standby-Wirkungsgrad wird das Minimum hingegen knapp verfehlt.

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