10/10 Intel Core i5-4570T im Test : „Haswell“ als Dual-Core

, 80 Kommentare

Fazit und Empfehlung

Mit dem Intel Core i5-4570T hat Intel bisher lediglich einen einzigen Dual-Core-Prozessor für Desktop-Rechner vorgestellt, offiziell nur für OEM-Rechner. Die CPU erlaubt einen ersten Ausblick auf die Flut der Dual-Core-Varianten, die für Ende September erwartet werden.

Die Leistung von „Haswell“ mit zwei Kernen ist mehr als ansprechend. Dank erstmalig genutzter AES-Features auch in den Dual-Core-Varianten können diese Modelle teilweise richtig zulegen. Bei Anwendungen mit gleichem Takt und ohne die Nutzung der Neuheiten bleibt es allerdings bei den paar Prozent gegenüber dem Vorgänger „Ivy Bridge“. Die Freigabe dieser Features ist unter anderem auch der Konkurrenz von AMD zu verdanken, denn deren „Richland“-APUs wildern mit AES genau dort, wo sich Intels Dual-Core-Prozessoren ansiedeln sollen. Weiterhin deutlich mehr Leistung bietet die Integrierte Grafik der AMD-Probanden, die teilweise meilenweit vor der HD 4600 liegt, die nun auch in den Dual-Core-CPUs auf Basis des Haswell zum Einsatz kommt.

Intel Core i5-4570T auf Gigabyte Sniper.G1
Intel Core i5-4570T auf Gigabyte Sniper.G1

Dass in Haswell auch mit nur zwei Kernen viel Kraft steckt, zeigt sich in vielen Benchmarks. Die Single-Threaded-Leistung ist auf sehr hohem Niveau, selbst in Multi-Core-Anwendungen fällt die CPU nicht ins Bodenlose. Dabei hilft Hyper-Threading. Unterm Strich liegen die Dual-Core-Haswell-CPUs bei Anwendungen auf dem Niveau von Richland: Während Intel bei den Single-Threaded-Anwendungen vorne liegt, kommen die Richland als direkte Konkurrenten bei Mehr-Kern-Nutzung besser zurecht.

Bei der Nutzung einer diskreten Grafikkarte rennen die Intel-Prozessoren in Spielen erwartungsgemäß auf und davon. Hier schlägt das Dual-Core-Modell hin und wieder gar AMD schnellsten Prozessor. Allerdings lässt sich im Jahr 2013 langsam festhalten, dass zwei Kerne nicht immer genug sind. Spiele wie Crysis 3 sind zwar die große Ausnahme, aber diese machen mit einem Dual-Core-Prozessor, selbst mit Unterstützung der schnellsten Single-GPU-Grafikkarte in Form einer Nvidia GeForce GTX Titan, keinen Spaß. Denn immer und immer wieder fallen die gelieferten Bilder pro Sekunde massiv ab, sodass das Spiel einfach ruckelt, obwohl man im Durchschnitt eine eigentlich spielbare Umgebung vorfindet.

Zum Core i5-4570T als Vertreter der gesamten Dual-Core-Generation der Haswell für den Desktop ist heute nur so viel anzumerken: er gefällt. Die Leistungsaufnahme ist sehr niedrig, die Leistung insgesamt gesehen gut. Doch er hat ein gewaltiges Problem: den Preis. 192 US-Dollar sind trotz der niedrigen TDP für einen Dual-Core-Prozessor zu viel, denn ein vollwertiger Quad-Core-Prozessor mit 3,2 GHz Basistakt und 3,6 GHz im Turbo kostet in Form des Core i5-4570 gleich viel.

Ja, richtig gelesen. Der Core i5-4570 „ohne T“ ist kein Dual-Core ohne Turbo sondern ein Quad-Core mit. Eine schwer nachvollziehbare Konstellation, die am Ende dieses Artikels noch einmal schön die verwirrende Bezeichnungsstruktur von Haswell zeigt.

Abschließend noch einmal die Hinweise auf die Betrachtung der Grafikleistung von Haswell im Vergleich zur Konkurrenz und die grundlegenden Artikel zu Haswell und Richland:

Anhang

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.

Auf der nächsten Seite: Testsystem