3/6 LG G Pro Lite Dual im Test : Phablet mit Dual-SIM für 300 Euro

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Performance & Oberfläche

Als Betriebssystem setzt LG auf das mittlerweile veraltete Android 4.1.2, welches durch den Einsatz der unter anderem vom G2 bekannten eigenen Oberfläche erweitert wird. Dass LG auf eine ältere Android-Version als beim G2 setzt, das am 30. September 2013 in Deutschland mit Android 4.2 in den Verkauf ging, ist unverständlich.

Unabhängig davon bietet die Oberfläche eine Vielzahl an zusätzlichen Funktionen, zum Beispiel eine eigene Schnelltaste, die sich mit einer beliebigen Anwendung belegen lässt, um diese im Betrieb von jedem Punkt aus zu erreichen. Auch die Einhandbedienung möchte der Hersteller durch die Möglichkeit, Eingabefelder in der Telefon-App und bei der PIN-Eingabe nach links oder rechts zu verschieben, und durch die Möglichkeit, Texteingaben zu wischen, erleichtern. Zudem ergänzt LG das Betriebssystem durch eine Vielzahl eigener Apps und die sogenannten „QSlide“-Anwendungen, die sich über die eigentliche Oberfläche legen und dadurch nebenher bedient werden können. Insgesamt wirkt die LG-eigene Oberfläche sehr bunt und durch enorm viele Schnellzugriffe sowie Symbole überfrachtet.

Auch einen Stylus liefert LG zur Bedienung mit. Dieser ist aber nicht so genau wie etwa im Samsung Galaxy Note 3, da kein Wacom-Digitizer zum Einsatz kommt. Es handelt sich beim Stylus des G Pro Lite Dual lediglich um einen kapazitiven Stylus ohne spezielle Sensorik.

LG G Pro Lite Dual
LG G Pro Lite Dual

Als Prozessor kommt ein MT677 von MediaTek zum Einsatz. Dieser bietet zwei Kerne bei einer Taktrate von einem Gigahertz und kann auf einen ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher zurückgreifen. Als Grafikeinheit dient eine inzwischen über fünf Jahre alte PowerVR-SGX531-GPU. Doch nicht nur die GPU ist mittlerweile ziemlich betagt, auch der Prozessor wurde bereits Mitte 2012 für Einsteiger- und Mittelklassegeräte vorgestellt. Bereits in synthetischen Benchmarks reiht sich das Gerät bestenfalls durchschnittlich ein, häufig liegen die ermittelten Werte im unteren Drittel. Dass das Gerät relativ schwach auf der Brust ist, zeigt sich auch im Alltag: Vor allem bei anspruchsvolleren Anwendungen wie zum Beispiel Spielen kommt es zu längeren Ladezeiten. Auch bei umfangreicherem Multitasking gönnt sich das Gerät immer wieder eine Denkpause.

Abseits dieser Szenarien reicht die Prozessorleistung für den flüssigen Betrieb in der Regel aus. Apps für soziale Netzwerke oder Webseiten öffnen sich in kurzer Zeit und bis auf gelegentliche Ruckler navigiert das Gerät anstandslos durch das Betriebssystem. Allerdings zeigt heutzutage bereits eine Vielzahl anderer Geräte, dass eine flüssige Bedienung und gute Leistung nicht unbedingt viel kosten müssen. Als Beispiel sei hier allen voran das Moto G genannt, aber auch Modelle aus dem Hause Wiko oder Huawei bringen ähnliche Leistung schon für deutlich unter der 349 Euro.

Neben dem Display gibt somit auch der Prozessor mitsamt Grafikeinheit Anlass zu Kritik.

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