Motorola Moto G im Test : Kampfansage in der Mittelklasse

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Motorola Moto G im Test: Kampfansage in der Mittelklasse

Gute Ausstattung und gute Verarbeitung zu einem günstigen Preis – lange war die Kombination dieser beiden Qualitätseigenschaften erst Smartphones im mittleren Preissegment vorbehalten. Doch immer mehr Smartphones kombinieren diese Eigenschaften mittlerweile auch im unteren Preisbereich. Eines dieser Geräte ist das Motorola Moto G, mit dem Motorola einen Verkaufsschlager in der Mittelklasse im Angebot hat.

Ob und wie sich das Smartphone mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 169 Euro gegen höherpreisige Modelle behaupten kann und ob die guten Absatzzahlen somit gerechtfertigt sind, klärt unser Test.

Spezifikationen

Motorola Moto G
Software:
(bei Erscheinen)
Android 4.3
Variante
Android 4.4
Display: 4,50 Zoll
720 × 1.280, 329 ppi
LCD, Gorilla Glass 3
Bedienung: Touch
Status-LED
SoC: Qualcomm Snapdragon 400
4 × Cortex-A7, 1,20 GHz
28 nm, 32-Bit
GPU: Adreno 305
450 MHz
RAM: 1.024 MB
LPDDR2
Speicher:
8 / 16 GB
Variante
8 GB (+microSD)
Kamera: 5,0 MP, 720p
LED, f/2,4, AF
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 1,3 MP, 720p
AF
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓21,6 ↑5,76 Mbit/s
LTE:
Nein
Variante
Ja
↓150 ↑50 Mbit/s
WLAN: 802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct, Miracast
Bluetooth: 4.0 Low Energy
Ortung: A-GPS, GLONASS
Weitere Standards: Micro-USB 2.0
SIM-Karte: Micro-SIM
Akku: 2.070 mAh (7,90 Wh)
fest verbaut
Größe (B×H×T): 65,9 × 129,9 × 11,60 mm
Schutzart:
Gewicht: 143 g
Preis: € 169 / € 199

Design & Verarbeitung

Die Verarbeitung des Motorola Moto G ist – angesichts der Preisklasse – durchaus gelungen. Über die gesamte Vorderseite erstreckt sich Gorilla Glas 3, das lediglich im Bereich des oberen Lautsprechers eine Aussparung besitzt. Die übrigen Bereiche des Smartphones sind aus Kunststoff gefertigt. Das Gerät ist sehr stabil, lediglich die an der rechten Seite angebrachten Tasten zum Ein- und Ausschalten sowie zur Regulierung der Lautstärke haben zu viel Spiel, bieten aber gute Druckpunkte. Weitere haptische Bedienelemente sind nicht vorhanden.

Am unteren Ende befindet sich der obligatorische Anschluss für das Micro-USB-Kabel, zuoberst der Kopfhöreranschluss, bei dem ein eingesetzter Kopfhörerstecker circa einen Millimeter herausragt. Das Micro-USB-Kabel stellt das einzige Zubehör dar, welches Motorola dem Kunden beilegt. Ein USB-Netzteil ist genauso wenig vorhanden wie ein Kopfhörer.

Größenvergleich: Motorola Moto G, Google Nexus 5, LG G Flex
Größenvergleich: Motorola Moto G, Google Nexus 5, LG G Flex

Die Spaltmaße des Moto G sind gleichmäßig, aber breit genug, dass sich Staub darin absetzen kann. Zudem gehört das Moto G mit einer Dicke von fast zwölf Millimetern nicht zu den dünnsten Vertretern seiner Art, was es auf der anderen Seite jedoch trotz eines Gewichtes von knapp über 140 Gramm sicher in der Hand liegen lässt. Die Rückseite ist aus unserer Sicht jedoch etwas zu glatt geraten, weshalb das Moto G gerade bei feuchten Händen schnell aus der Hand rutscht.

Die Rückseite des Moto G lässt sich entfernen und gibt den Blick auf den Micro-SIM-Slot und den Mono-Lautsprecher frei. Hier zeigt die Stabilität ihre Nachteile: Um die Rückseite zu entfernen, bedarf es sowohl Kraft als auch Feingefühl. Trotz der abnehmbaren Rückseite ist der verwendete Akku fest verbaut und kann nicht gewechselt werden. Auch ein SD-Karten-Slot ist nicht vorhanden. Dafür bietet Motorola zusätzliche Schalen in verschiedenen Farben sowie ein Flipcover an, das vor Kratzern und Beschädigungen schützen soll.

Motorola Moto G
Motorola Moto G
Motorola Moto G
Motorola Moto G

Ein Blickfang ist das Moto G demnach zwar nicht, präsentiert sich jedoch dezent, schnörkellos und unproblematisch.

Display

Motorola verwendet im Moto G ein Display mit Gorilla Glas 3, durch welches Kratzer auf der Oberfläche vermieden werden sollen. Die Auflösung von 720 × 1.280 Bildpunkten bei einer Display-Größe von 4,5 Zoll und der damit verbundenen Pixeldichte von 329 ppi darf in dieser Preisklasse als etwas Besonderes bezeichnet werden – auch deswegen, weil sich das Display mit über 400 cd/m² besonders leuchtstark und gleichmäßig ausgeleuchtet präsentiert. Icons und Schriften werden scharf dargestellt, die berühmte „Treppchenbildung“ ist nicht zu erkennen. Zudem ist es in seinen Ausmaßen nicht zu groß gewählt, so dass bei einer normalen Handgröße jeder Bereich des Displays mit der haltenden Hand erreicht werden kann.

Motorola Moto G
Motorola Moto G

Farben werden kräftig, aber nicht übersättigt dargestellt, wobei die Farbtemperatur von knapp 6.500 Grad Kelvin für ein kühles Weiß sorgt. Die Blickwinkelabhängigkeit gefällt, auch wenn das LC-Display den IPS-Vertretern nicht das Wasser reichen kann. Der Kontrastwert fällt mit 920:1 nicht ganz so hoch aus wie erhofft, trotzdem bleibt das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar.

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